Zwei lichte Momente reichen: Wolfsburg mit 2:1-Arbeitssieg gegen Malmö

Viel Langeweile, wenig Spannung und am Ende ein mühsamer Arbeitssieg: Nach einem über weite Strecken blutleeren Auftritt hat der VfL Wolfsburg in der Europa League zumindest seine Chance auf das Erreichen des Achtelfinals gewahrt. Der Bundesliga-Neunte setzte sich gegen Malmö FF mit 2:1 (0:0) durch und kann wenigstens mit einem knappen Vorsprung zum Rückspiel am 27. Februar (18.55 Uhr/DAZN) nach Schweden reisen.

Isaac Kiese Thelin brachte die Gäste in der 47. Minute in Führung. Der ehemalige Leverkusener war per Handelfmeter erfolgreich, Abwehrspieler Kevin Mbabu hatte zuvor mit den Fingern die allererste Tormöglichkeit des schwedischen Rekordmeisters vereitelt. Für diese Aktion wurde der 24-Jährige auch verwarnt und wird damit im Rückspiel fehlen.

Doch nur 120 Sekunden später schlugen die Niedersachsen zurück. Eine schnelle Konterattacke schloss Josip Brekalo mit einem präzisen Schuss in den rechten Torwinkel ab. Die 13.801 Zuschauer in der Volkswagen-Arena hatten erstmals Grund zum Jubeln. In der 62. Minute war Admir Mehmedi per abgefälschtem Kopfball nach Freistoß von Maximilian Arnold für die Norddeutschen erfolgreich.

Vor dem Seitenwechsel entwickelte sich eine mehr als zähe Begegnung. Die Skandinavier standen defensiv sicher, brachten in der Vorwärtsbewegung aber kaum etwas zustande. Nur unwesentlich zielstrebiger präsentierten sich die Gastgeber. Beide Torhüter verlebten in den ersten 45 Minuten einen weitgehend ruhigen Abend.

Die einzige nennenswerte Torgelegenheit ergab sich für die Platzherren in der 38. Minute. Brekalo kam nach guter Vorarbeit von Xaver Schlager aus zwölf Metern Entfernung zum Schuss, traf aber nur die Querlatte. Nicht nur wegen dieser verpassten Chance verschwand VfL-Trainer Oliver Glasner sichtlich unzufrieden in der Halbzeit in der Kabine.

Nach den beiden schnellen Toren wenige Minuten nach Wiederbeginn nahm die Partie mehr Fahrt auf. Dennoch prägten immer wieder Stockfehler und Ungenauigkeiten die Aktionen auf dem Rasen. Die Platzherren dominierten nun zwar das Geschehen, konnten aber ihre Feldvorteile nicht in weitere Tore ummünzen. Auch im neunten Pflichtspiel in Serie blieben sie nicht ohne Gegentor.

In der Schlussphase merkte man Malmö die fehlende Spielpraxis an. Das letzte ernstzunehmende Pflichtspiel hatte die Mannschaft des neuen Coaches Jon Dahl Tomasson am 12. Dezember vergangenen Jahres absolviert. Die 4500 mitgereisten schwedischen Fans hofften vergeblich auf eine sportliche Wende zugunsten ihres Teams.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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