„Zögern und Zaudern“: Jörg Wontorra erneuert Werder-Kritik

Aufsichtsratskandidat Jörg Wontorra (72) hat erneut die Klubführung vom taumelnden Traditionsklub Werder Bremen scharf kritisiert. „Es ist nicht mehr nachvollziehbar und nicht mehr hinnehmbar, dass die personelle Führung des SV Werder tatenlos durch die größte Krise der Vereinsgeschichte taumelt. Denn mit ihrer Politik, die von Zögern und Zaudern geprägt ist, öffnet sie dem sportlichen Bankrott Tür und Tor“, heißt es in einem Schreiben von Wontorra und Maria Yaiza Stüven Sanchez, die ebenfalls in den Aufsichtsrat der Grün-Weißen einziehen will.

Den Umgang mit Trainer Florian Kohfeldt, der nach sieben Bundesliga-Pleiten in Serie am Freitag im Halbfinale des DFB-Pokals gegen RB Leipzig ein Job-Endspiel erhält, nannte das Duo „unprofessionell und respektlos“. 

Kohfeldt sei „nach dem ausgebliebenen Bekenntnis vom Wochenende zunächst öffentlich demontiert“ worden „und die ausgesprochene Bewährungszeit ist nicht geeignet, ihn zu rehabilitieren. Eine Zukunft mit Kohfeldt ist nun selbst nach einer Rettung kaum noch denkbar, denn dazu wurde er zu sehr beschädigt“. 

TV-Moderator Wontorra und Stüven Sanchez wollen sich bei der nächsten Werder-Mitgliederversammlung zur Wahl stellen – ein Termin steht wegen der Coronavirus-Pandemie noch nicht fest.

Wontorra, der bereits zwischen 1999 und 2003 im obersten Kontrollgremium der Bremer saß, hatte bereits im Dezember die Klubführung scharf attackiert. Sportchef Frank Baumann hatte danach darauf hingewiesen, dass  Wontorra „nullkommanull“ Einblick in die Arbeit bei Werder habe, daher könne er die „Kritik so nicht stehen lassen“, sie sei „an den Haaren herbeigezogen“. Wenn sich  Wontorra zuletzt „bei mir gemeldet hat, ging es um Freikarten für den VIP-Bereich“. 

Nun forderte Wontorra, dass nach der Saison Strukturen und Personen ohne Denkverbote grundlegend und transparent hinterfragt werden müssten: „Denn Werder braucht endlich wieder Macher.“

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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