Watzke über Schiri Zwayer: „Hätten schon längst sprechen sollen“

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist für ein Gespräch mit Schiedsrichter Felix Zwayer offen. Der 62-Jährige bedauerte die bislang nicht erfolgte Kommunikation zwischen dem Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund und dem Unparteiischen und kündigte an, selbst aktiv werden zu wollen.

„Wir hätten schon längst sprechen sollen“, sagte Watzke am Samstag vor der Bundesligapartie bei der TSG Hoffenheim im Sky-Interview: „Was uns damals nur irritiert hat und ein bisschen sauer aufgestoßen ist, ist, dass er uns diesen Dialog, den wir aufnehmen wollten, über die Medien schon angeraten hatte.“

Er habe „immer das altmodische Gefühl, dass man direkt miteinander sprechen muss, wenn so etwas ist“, so Watzke weiter. Inzwischen sei er allerdings überzeugt davon, „dass wir direkt zum Hörer greifen sollten. Es muss alles passen, aber ich habe kein Problem damit, den ersten Schritt zu gehen“.

Zwayer hatte das Bundesliga-Topspiel zwischen dem BVB und Bayern München (2:3) geleitet und war anschließend massiv angefeindet worden, er erhielt sogar Morddrohungen. Dass es zu derartigen Entgleisungen kommt, müsse „allen zu denken geben“, sagte Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich bei DFB.de: „Da stimmt etwas grundsätzlich nicht mehr in unserer Gesellschaft. Das ist nicht mehr akzeptabel.“

Zwayer hatte sich als Reaktion vom Tagesgeschäft zurückgezogen, er leitet vorerst keine Spiele mehr. In der Öffentlichkeit wird sogar über ein mögliches Karriereende Zwayers diskutiert. 

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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