VfB akzeptiert hohe Geldstrafe – “Imageschaden muss gestoppt werden”

Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart hat in der Datenaffäre eine Geldstrafe in Höhe von 300.000 Euro durch den Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit akzeptiert. “Die Aufarbeitung und der Abschluss sind für den VfB Stuttgart, die Integrität unseres Klubs und unsere Mitglieder enorm wichtig”, sagte Vorstandschef Thomas Hitzlsperger nach einem “intensiven Prozess”.

Die unrechtmäßige Weitergabe von Mitgliederdaten hatte in den letzten Monaten bei den Schwaben zu Chaos und personellen Konsequenzen in den Führungsebenen geführt. Hitzlsperger räumte nun noch einmal ein, dass der VfB “im Umgang mit personenbezogenen Daten sowohl den rechtlichen Vorgaben als auch seinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht geworden ist”. Der Verein bekennt sich zu seiner “datenschutzrechtlichen Verantwortung”.

“Wir haben jetzt Gewissheit, dass es in der Vergangenheit leider zu Verstößen gekommen ist, und es wurden hieraus konsequent die nötigen Schlüsse gezogen”, ergänzte Präsident Claus Vogt. Er und Hitzlsperger wollen Mitglieder und Fans am kommenden Montag “weiterführend” informieren. Schon jetzt bat der VfB “um Entschuldigung für die Vorfälle in der Vergangenheit”.

Hitzlsperger hatte zuvor bereits eine schnelle Rückkehr zur Normalität gefordert. “Der Fokus gehört endlich wieder aufs Sportliche, der Imageschaden für den VfB muss gestoppt werden”, betonte der 38-Jährige in einem Interview mit Sport Bild. Er wisse aber, “dass es dauern wird, Image und Vertrauen wiederaufzubauen”.

In der Auseinandersetzung mit Vogt habe sich immerhin die Situation, so Hitzlsperger, “beruhigt, das ist das Wichtigste für den VfB. Wir haben uns darum zu kümmern, erfolgreich zu sein. Jeder in seinem Zuständigkeitsbereich.”

Auch bei einer Wiederwahl Vogts will der frühere Nationalspieler Chef der VfB AG bleiben. “Ich bin gern beim VfB, die Aufgabe als Vorstandsvorsitzender ist so reiz- und anspruchsvoll, dass es keinen Grund gibt, den Verein zu verlassen”, sagte Hitzlsperger. Er trage “große Verantwortung, da läuft man nicht weg”.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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