VdV: Sportpsychologische Betreuung in Profi-Klubs weiter unzureichend

Die sportpsychologische Betreuung von Fußball-Profis in Deutschlands drei höchsten Ligen ist weiterhin unzureichend. Zu dieser Einschätzung kommt die Spielergewerkschaft VdV durch eine aktuelle Umfrage.

Demnach existiert gerade einmal bei fünf Klubs von insgesamt 56 Vereinen ein Angebot für eine professionelle Betreuung durch einen Sportpsychologen. Das Quintett bilden drei Bundesliga- und zwei Zweitliga-Klubs. In elf weiteren Vereinen der beiden Ligen besteht eine teilweise Betreuung. 

Bei der Hälfte der Teams im Oberhaus gehört kein Sportpsychologe zum Betreuerstab der Profi-Mannschaften. Im Unterhaus beträgt die Quote schon weniger als 50 Prozent. Alarmierend ist außerdem, dass Spieler bei 15 der 20 Drittliga-Teams keine sportpsychologische Betreuung erhalten, was insgesamt auf zwei Drittel der deutschen Profi-Vereine zutrifft. 

“Es ist sehr schade, dass die Werte nicht besser geworden sind”, kommentierte VdV-Geschäftsführer Ulf Baranowsky auf SID-Anfrage die Umfrageresultate: “Das zeigt, dass sich viele Verein im Alltag immer noch nicht ausreichend mit der Frage beschäftigen und außerdem noch mehr Überzeugungsarbeit geleistet werden muss, damit die Klubs den Mehrwert einer professionellen Betreuung ihrer Spieler durch einen Sportpsychologen erkennen.”

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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