Union bestreitet internationale Spiele wohl im Olympiastadion

Fußball-Bundesligist Union Berlin wird seine Europacup-Partien vor größerer Kulisse wohl im Olympiastadion bestreiten. Wie Vereinspräsident Dirk Zingler am Montagabend in einem Schreiben an die Mitglieder mitteilte, werde man die Heimspielstätte An der Alten Försterei “weiterentwickeln und modernisieren. Bis dahin werden wir unsere internationalen Spiele im städtischen Olympiastadion austragen”.

Grund dafür ist der verzögerte Ausbau des Stadions. “Seit 2014 haben wir den dritten Bauabschnitt für unser Stadion vorbereitet, in dem wir die Kapazität erhöhen und die Anforderungen für die Bundesliga erfüllen wollen”, hieß es weiter in der Mitteilung.

2017 habe man die Pläne vorgestellt, eine Fertigstellung sei für 2020 geplant gewesen: “Aus planungs- und baurechtlichen, aber auch bautechnischen Gründen verzögert sich der Beginn dieses Bauabschnittes. Derzeitig gehen wir davon aus, dass alle Themen bis Mitte 2022 lösbar sind.”

Derzeit bietet das Stadion An der Alten Försterei zwar Platz für rund 22.000 Fans, hat aber lediglich 3617 Sitzplätze und besteht zum größten Teil aus Stehplätzen, was nicht den Regularien der UEFA entspricht. 

Sollten aufgrund der Corona-Pandemie keine oder wenige Zuschauer zugelassen werden, wolle man die Partien dennoch im Stadion An der Alten Försterei bestreiten. Zingler sprach sich ebenfalls dafür aus, “die Menschen selbst entscheiden zu lassen, ob sie stehen oder sitzen wollen. Dafür werben wir jetzt auch in der UEFA”.

Der Verein werde sich aber nicht “über internationale Regeln oder Bedingungen beschweren. Wir kannten diese bei jedem unserer Bauabschnitte”. Union steigt ab dem 19. August in die Play-offs der Conference League ein.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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