Training während Corona: RSC Anderlecht in der Kritik

Der belgische Fußball-Rekordmeister RSC Anderlecht hat sich wegen der Wiederaufnahme des Trainings während der Coronakrise massive Kritik von medizinischen Experten eingehandelt. Der 34-malige Titelträger hatte am Mittwoch unter strikter Einhaltung der Abstandsregeln wieder mit Übungen begonnen, “für die Spieler, die das wollen”.

Die Meisterschaft in Belgien war zunächst vorzeitig abgebrochen worden, diese Entscheidung wurde aber unter dem Druck der UEFA vertagt. Allerdings verhängte die belgische Regierung unter Ministerpräsidentin Sophie Wilms am Mittwoch ein Verbot für Massenveranstaltungen bis zum 31. August. Damit scheint eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs kaum noch realistisch, die neue Saison wird aller Voraussicht nach mit Geisterspielen ohne Zuschauer starten.

Zu den Kritikern des RSC gehörte auch der Virologe Marc Van Ranst, der die Aktion als “legal”, aber ein “schlechtes Signal” bezeichnete. Ein anderer Arzt schrieb dem Bürgermeister von Brüssel: “Es ist unglaublich. Das widerspricht den Empfehlungen der Regierung und den Ratschlägen der Experten total.”

Der königliche Klub aus der belgischen Hauptstadt erklärte, jeder Spieler habe in einer abgesperrten Zone auf dem Rasen mit seinem eigenen Ball trainiert. Passen sei nicht erlaubt gewesen.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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