Trainerin im Männer-Profifußball? Häuptle würde es sich „absolut zutrauen“

Nora Häuptle (37), als Chefcoach beim SC Sand derzeit einzige Trainerin in der Frauenfußball-Bundesliga, würde sich ein Engagement im Männer-Profibereich „absolut zutrauen“. Letztlich gehe es „immer um dieselben Dinge. Du brauchst als weiblicher und als männlicher Trainer ein Umfeld, das dich stützt und hinter dir steht. Ich wüsste nicht, warum es – unter diesen Voraussetzungen – für mich nicht funktionieren sollte, ein Männerteam zu coachen“, sagte die Schweizerin im SWR-Interview.

Ein Kernelement für den Trainerjob sei Empathie. „Es geht um Menschenführung. Ich erlebe Männer, die empathisch sind, aber auch Frauen, die wenig mitfühlend sind“, erklärte Häuptle. Der Führungsstil habe sich in den letzten Jahren ohnehin geändert: „So, wie wir als Spielerinnen früher relativ autoritär geführt wurden, das gibt es heute gar nicht mehr.“

Warum von zwölf Bundesliga-Klubs derzeit nur einer auf eine Frau als Chefcoach setzt, empfindet Häuptle als schwierige Frage und verweist auf den Ausbildungsweg: „Diese Trainerschleuse mit fußballerischen und theoretischen Tests scheint für viele Frauen schwierig zu sein. Viele meiner ehemaligen Mitspielerinnen wollten nach ihrem Karriereende eine Familie gründen und Abstand zum Fußball bekommen.“

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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