Töpperwien über Reporterinnen beim EM-und WM-Finale: „Meilenstein in der deutschen Sportmedien-Geschichte“

Sportjournalistin Sabine Töpperwien ist begeistert, dass die Endspiele der Fußball-EM im Sommer sowie der WM im 2022 im Radio von Frauen kommentiert werden. „Ich bin immer noch sprachlos, weil ich das bis vor wenigen Tagen für unmöglich erachtet hätte“, sagte Töpperwien dem SID. Zudem bezeichnete sie die Entscheidung der ARD, die am Freitag bekannt geworden war, als einen „historischen Meilenstein in der deutschen Sportmedien-Geschichte“. 

Während Julia Metzner vom SWR das EM-Finale begleiten wird, steht die Kommentatorin für das WM-Endspiel in Katar noch nicht fest. Angestoßen wurden die Beschlüsse von Töpperwien, die vor einer Woche ihren Abschied nach über drei Jahrzehnten als Reporterin bekannt gegeben hatte. Sie hatte die Befürchtung geäußert, dass sie eine Frau am Mikrofon beim WM-Finale wohl nicht mehr erleben werde. „Dass ich da aufgrund meiner Lebensleistung so zu beigetragen habe, ist für mich ein Finale Furioso“, sagte Töpperwien.

Laut der 60-Jährigen, die zuletzt Campuschefin im crossmedialen Sportressort des WDR war, könnte die Entscheidung der ARD eine Initialzündung für mehr sein. „Wir brauchen jetzt einfach die nächste geöffnete Tür, um auch jungen Frauen zu zeigen: Es geht hier etwas ab“, sagte sie. Töpperwien selbst schloss ein Comeback für das WM-Finale 2022 aus. „Die Frage stellt sich nicht“, sagte sie mit einem Lachen. Sie freue sich einfach, „dass die junge Generation diese Möglichkeit bekommt“.  

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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