Streit um WM-Zyklus: FIFA rechnet mit Einnahmensteigerung in Milliardenhöhe

Der Fußball-Weltverband FIFA rechnet bei einer Verkürzung des Zyklus von Weltmeisterschaften von bisher vier auf zwei Jahre mit gewaltigen Einnahmesteigerungen. Die FIFA informierte ihre Mitgliedsverbände während eines globalen Gipfels am Montag darüber, dass die häufigere Austragung von WM-Endrunden dem Weltverband über einen Zeitraum von vier Jahren zusätzliche Einnahmen in Höhe von etwa 4,4 Milliarden Dollar bescheren würde. Dabei beruft sich die FIFA auf einen unabhängigen Bericht des Marktforschungsunternehmens Nielsen.

Die FIFA stellte dabei in Aussicht, 3,5 Milliarden Dollar im ersten Vier-Jahres-Zeitraum für Fußballentwicklungsprojekte einzusetzen. In diesem Zyklus sollen an jeden der 211 Mitgliedsverbände rund 16 Millionen Dollar zusätzlich ausgeschüttet werden.

Zudem präsentierte die FIFA einen weiteren Bericht von OpenEconomics. Dieser kommt unter anderem zu dem Schluss, dass sich diese Einnahmesteigerungen nicht negativ auf die Einkünfte der wichtigsten internationalen Vereinswettbewerbe wie die Champions League der Europäischen Fußball-Union (UEFA) auswirken würden.

In der hitzigen Debatte um den künftigen internationalen Spielkalender und eine häufigere Austragung von Weltmeisterschaften ist die FIFA auf großen Widerstand der UEFA und des südamerikanischen Kontinentalverbands CONMEBOL gestoßen. Die UEFA hatte in der vergangenen Woche eine bei der Beratungsfirma Oliver & Ohlbaum in Auftrag gegebene Studie präsentiert, wonach den europäischen Nationalverbänden über einen Zeitraum von vier Jahren Einbußen von 2,5 bis 3 Milliarden Euro drohe.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.