Sieg im Elfmeterschießen: Mainz ringt Elversberg nieder

Erst zwei glückliche späte Comebacks, dann die besseren Nerven im Elfmeterdrama: Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 hat seine Auftakthürde im DFB-Pokal mit viel Mühe und einer gehörigen Portion Glück gemeistert. Das Team von Trainer Bo Svensson gewann trotz zwischenzeitlichem Rückstand beim Südwest-Regionalligisten SV Elversberg mit 8:7 im Elfmeterschießen und verhinderte gerade so die dritte Erstrundenblamage in den letzten acht Jahren. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 (2:2, 1:1) gestanden.

Laurin von Piechowski vergab entscheidend für Elversberg, er traf nur die Latte. Jonathan Burkardt (89., 115.) rettete die Rheinhessen nach den beiden Führungstreffern von Luca Schnellbacher (73., 110.) erst in die Verlängerung und dann ins Elfmeterschießen. Für den Bundesligaauftakt gegen RB Leipzig am Sonntag werden sich die Mainzer deutlich steigern müssen. 

Der Saarlandpokalsieger kämpfte bei seiner achten Teilnahme am DFB-Pokal lange tapfer, doch eine erneute Erstrundensensation wie im Vorjahr gegen den FC St. Pauli blieb ihm verwehrt. 

Bei den Rheinhessen wurde die Spielvorbereitung durch einen positiven Coronatest von Angreifer Karim Onisiwo gestört. Da alle weiteren Spieler sowohl am Freitag als auch am Samstag negativ getestet wurden, konnte die Partie dennoch planmäßig stattfinden. “Bist du einmal nicht auf der Höhe, bist du raus. Es gibt keine zweite Chance”, ermahnte Svensson sein Team zu voller Konzentration. 

Und dennoch taten sich die Mainzer gegen den überraschend hoch anlaufenden Viertligisten zu Beginn spielerisch schwer, Gefahr entstand zunächst nur durch Standards. Erst nach gut 25 Minuten zog der Favorit etwas das Tempo an, erarbeitete sich dann in einer Drangphase hochkarätige Chancen im Minutentakt. 

Jonathan Burkardt (30.) und Jeremiah St. Juste (34.) trafen jeweils den Pfosten, zudem rettete SVE-Keeper Frank Lehmann mit einer Glanztat bei einem Kopfball von Stefan Bell (33.). Die Saarländer wirkten nun zunehmend überfordert, daran änderte sich auch nach dem Wechsel wenig. 

Burkardt traf schon nach 17 Sekunden die Unterkante der Latte, seinen nächsten Versuch grätschte Kevin Conrad von der Linie (54.). Nach gut einer Stunde gaben die Mainzer dem Underdog mehr Räume zum Kontern. Schnellbacher umkurvte Zentner und vollstreckte eiskalt, doch Burkardt hatte nach Flanke von Anton Stach die späte Antwort parat. 

In der Verlängerung mieden beide Teams das letzte Risiko, die größte Chance vergab zunächst Burkardt per Kopf (103.). Dann traf Schnellbacher aus dem Nichts per Lupfer.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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