Hall of Fame: Gründungself der Frauen aufgenommen

Mit einer Feier im Deutschen Fußballmuseum ist am Samstagabend die Gründungself der Frauen in die Hall of Fame in Dortmund aufgenommen worden. Ein halbes Jahr nach der Einweihung durch die Männer nahmen Silvia Neid, Silke Rottenberg, Steffi Jones, Nia Künzer, Renate Lingor, Bettina Wiegmann, Inka Grings und Trainerin Tina Theune ihre Auszeichnungen aus den Händen von DFB-Präsident Fritz Keller entgegen.

Rekordnationalspielerin Birgit Prinz, zweite Ehrenspielführerin neben Wiegmann, Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg sowie die an Knochenkrebs erkrankte Doris Fitschen konnten nicht teilnehmen, Heidi Mohr war im Februar nach schwerer Krankheit im Alter von 51 Jahren verstorben.

Die Gründungself wurde durch eine 28-köpfige Sportjournalisten-Jury aus der gesamten Geschichte des deutschen Frauenfußballs gewählt. Genannt werden durften Fußballerinnen deutscher Herkunft, deren Karriereende mindestens fünf Jahre zurückliegt.

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“Schalke war ein Fehler”: Badstuber wirft Heidel “Lügen” vor

Der frühere deutsche Fußball-Nationalspieler Holger Badstuber sieht seine Zeit bei Schalke 04 im Rückblick als vertan an und wirft dem damaligen Manager Christian Heidel Unehrlichkeit vor. “Das waren einfach Lügen, dass sie nicht mit mir verlängern wollen. Für mich stand außer Frage, dass ich auf Schalke bleiben will”, sagte Badstuber dem Podcast Rasenfunk in einem ausführlichen Karriere-Rückblick.

Heidel hatte 2017 in einer Pressekonferenz behauptet, Schalke habe sich nach der Leihe des damaligen Bayern-Profis Badstuber gegen eine feste Verpflichtung entschieden. Diese stand für Badstuber allerdings nie zur Debatte. “Das war unsinnig. Das war link”, sagte er über das Vorgehen der Knappen-Führung: “Zu Schalke zu gehen war im Nachhinein definitiv ein Fehler. Wohl gefühlt habe ich mich dort nicht, der Bruch war zu groß.”

Schon beim Wechsel vom FC Bayern nach Gelsenkirchen sei es unehrlich zugegangen, betonte der 30-Jährige, der seit Sommer 2017 beim jetzigen Zweitligisten VfB Stuttgart spielt: “Mir wurde etwas vorgegaukelt.” Trainer Markus Weinzierl habe ihm gesagt, “er bräuchte meine Passsicherheit und Qualität. Sonst wäre ich nicht von Bayern weg.”

Dass Weinzierl in der jüngsten Stuttgarter Abstiegssaison ausgerechnet zum VfB kam, war aus Badstubers Sicht “völlig unverständlich. Ich hatte mit ihm auf Schalke keine gute Zeit. (…) Als Weinzierl kam, habe ich zu Mario Gomez gesagt: ‘Das wird eine zähe Saison.'” Der Coach wurde nach einem halben Jahr wieder entlassen, die Schwaben stiegen 2019 ab.

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Löw wollte Gnabry mit zur WM 2014 nehmen

Serge Gnabry wäre 2014 fast Fußball-Weltmeister geworden. “Ich wollte ihn mit zur WM 2014 nehmen, er hat sich leider verletzt”, verriet Bundestrainer Joachim Löw vor dem EM-Qualifikationsspiel am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) in Tallinn gegen Estland. Gnabry, der damals beim FC Arsenal spielte, wäre beim Titelgewinn vor fünf Jahren in Rio 18 Jahre alt gewesen.

Nach einigen Verletzungen ist der Offensivspieler des deutschen Rekordmeisters Bayern München inzwischen Stammkraft bei Löw. Gnabry sei “spielstark” und “torgefährlich”, so Löw: “Es gefällt mir einfach von seiner Art, wie er sich in den Räumen bewegt. Er hat hervorragende Voraussetzungen, um auf allerhöchstem Niveau zu spielen. Das müssen wir fördern.”

In elf Länderspielen hat der 24-Jährige zehn Treffer erzielt. Seit der Wiedervereinigung kam kein deutscher Nationalspieler so schnell auf diesen Wert.

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Mehr personelle Alternativen – Gündogan beginnt

Bundestrainer Joachim Löw hat für das EM-Qualifikationsspiel am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) in Estland wieder mehr Alternativen. “Die personelle Situation hat sich ein bisschen entspannt”, sagte Löw vor dem Abschlusstraining am Samstagabend in Tallinn.

Im Gegensatz zum Länderspiel gegen Argentinien (2:2) kann Löw wieder mit Marco Reus, Ilkay Gündogan und Timo Werner planen. “Ilkay wird auf jeden Fall spielen”, sagte Löw: “Über die Besetzung im Sturm mache ich mir noch ein paar Gedanken.” Nach den zahlreichen Absagen stehen dem Bundestrainer drei Torhüter und 16 Feldspieler zur Verfügung.

Gegen das Tabellenschlusslicht der Gruppe C (1 Punkt) plant Löw einen Sieg fest ein, auch wenn es “kein Selbstläufer wird”. In der Gruppe dürfe man sich “keine Punktverluste mehr leisten”. Daher erwartet Löw, “dass die Mannschaft das Spiel seriös angeht”.

Kapitän Manuel Neuer forderte eine “hochkonzentrierte Vorstellung”. Man brauche gegen die Esten “eine gute Raumaufteilung, ein schnelles Passpiel”. – Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Estland: Lepmets/FCI Levadia (32 Jahre/10 Länderspiele) – Teniste/Brann Bergen (31/75), Baranow/Alaschkert Martuni (27/35), Kreida/Flora Tallinn (20/2), Kallaste/GKS Tychy (31/42) – Mets/AIK Solna (26/59) – Senjow/Schachtjor Qaraghandy (30/81), Käit/NK Domzale (21/23), Wassiljew/Flora Tallinn (35/117), Ojamaa/Miedz Legnica (28/41) – Sorga/Flora Tallinn (20/4). – Trainer: Voolaid

Deutschland: Neuer/Bayern München (32/90) – Klostermann/RB Leipzig (23/5), Koch/SC Freiburg (23/1), Süle/Bayern München (24/23), Halstenberg/RB Leipzig (28/5) – Kimmich/Bayern München (24/45), Gündogan/Manchester City (28/34) – Havertz/Bayer Leverkusen (20/6) – Reus/Borussia Dortmund (30/43), Gnabry/Bayern München (24/11), Werner/RB Leipzig (23/27). – Trainer: Löw

Schiedsrichter: Georgi Kabakow (Bulgarien)

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U21: Geiger sagt für EM-Qualifikation ab

Trainer Stefan Kuntz muss im wichtigen zweiten EM-Qualifikationsspiel der U21-Fußballnationalmannschaft am Dienstag (18.00 Uhr/ProSieben Maxx) in Zenica gegen Bosnien-Herzegowina auf Dennis Geiger verzichten. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Samstag mitteilte, tritt der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler die Reise verletzungsbedingt nicht an und bleibt bei seinem Verein TSG Hoffenheim.

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