Fraunhofer-Institut relativiert Studie über Kunstrasen

Das Fraunhofer-Institut hat seine eigene Studie zur Entstehung von Mikroplastik durch Kunstrasenplätze nach deutlicher Kritik relativiert. Die Wissenschaftler wollen eine neue Untersuchung unter Einbeziehung von Industrie und Kommunen vornehmen. Das berichtet der Spiegel.

Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik in Oberhausen war vor einem Jahr zu der Erkenntnis gekommen, dass eine wesentliche Quelle für die Belastung der Umwelt “Verwehungen von Sport- und Spielplätzen” sei. Demnach kämen durch die Plätze bis zu 11.000 Tonnen Mikroplastik zusammen, mehr beispielsweise als durch Kosmetika oder Faserabrieb bei Textilwäsche.

Das würde pro Platz und Jahr bis zu drei Tonnen entsprechen, die Kunstrasenindustrie meldete angesichts dieser Zahlen erhebliche Zweifel an. Tobias Müller, Kommunikationsleiter beim Kunstrasenplatzbauer Polytan, meinte etwa im SID-Gespräch: “Wir sagen ganz klar: Die Studie ist nicht richtig. Weil sie nicht die Bauweise in Deutschland berücksichtigt, die ganz anders ist als im Ausland. Die angenommenen Mengen Gummigranulat sind schlicht falsch.” Die Studie gehe von 12 Kilogramm pro Quadratmeter aus, richtig seien aber 5 Kilogramm.

In einem Brief unter anderem an Industrievertreter räumt Studienautor Jürgen Bertling nun laut Spiegel ein, dass es “Anhaltspunkte” gebe, “dass die in Deutschland dominierenden Kunstrasentypen deutlich geringere Emissionen” aufweisen. Um künftig zu einer “ganzheitlichen Bewertung” zu kommen, schlägt er der Branche vor, eine neue Studie zu verfassen – an der sich Betriebe und Kommunen mit jeweils bis zu 20.000 Euro beteiligen sollten. Sobald sich mindestens zehn Geldgeber gefunden hätten, würden die Wissenschaftler beginnen.

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Hitzfeld über Supercup: “Es ist eine Standortbestimmung”

Der frühere Bundesligatrainer Ottmar Hitzfeld (70) misst dem anstehenden Supercup-Duell seiner beiden Ex-Klubs Borussia Dortmund und Bayern München am Samstag (20.30 Uhr/ZDF und DAZN) eine große Bedeutung zu. “Es ist eine Standortbestimmung, ganz klar. Wenn Dortmund gewinnen sollte, wäre das ein Zeichen, dass der BVB die Bayern angreifen kann in dieser Saison”, sagte Hitzfeld der Abendzeitung München (Wochenendausgabe).

Der offensiveren Außendarstellung der Schwarz-Gelben kann Hitzfeld einiges abgewinnen. “Der BVB hat nun das klare Ziel ausgegeben, Meister werden zu wollen. Es ist eine neue Philosophie zu erkennen. Ich finde es gut, dass man diese Ambitionen auch formuliert. Das war in der vergangenen Saison nicht der Fall”, sagte er.

Aufseiten der Bayern hat Hitzfeld vor allem für Trainer Niko Kovac nur Lob übrig und traut dem Kroaten eine erfolgreiche Zukunft in München zu. “Niko kann eine Ära bei Bayern prägen, die Qualität dafür hat er. Von der Außendarstellung her ist er ein Sympathieträger”, sagte Hitzfeld: “Und er hat seine eigene Philosophie. Wie er die Situation mit Arjen Robben und Franck Ribery in der vergangenen Saison moderiert hat – das war Nikos Doktorarbeit, sein Meisterstück.”

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Guardiola über Sane: “Wollen, dass er bleibt”

Teammanager Pep Guardiola vom englischen Fußballmeister Manchester City geht weiter von einem Verbleib des von Bayern München umworbenen Nationalspielers Leroy Sane aus. “Ich habe schon oft gesagt, dass ich unmöglich einen Spieler überzeugen kann zu bleiben, wenn er gehen will. Aber der Spieler hat mir nichts gesagt. Er ist unser Spieler, und wir wollen, dass er bleibt”, sagte Guardiola am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Supercup-Duell gegen den FC Liverpool am Sonntag (16.00 Uhr/DAZN).

Sane gilt bei den Bayern seit längerer Zeit als Wunschspieler. City wollte den 2021 auslaufenden Vertrag mit dem 23-Jährigen allerdings auch schon verlängern. “Wir haben ihm zuletzt einen Vertrag angeboten. Vor ein paar Monaten waren wir schon weit, aber jetzt sieht es ein bisschen anders aus”, sagte Guardiola, der sich von dem Thema zunehmend genervt zeigte: “Ich habe diese Fragen nun schon häufig beantwortet.”

Die öffentliche Bemerkung von Niko Kovac, er sei beim Werben um Sane “sehr zuversichtlich”, nahm Guardiola dem Bayern-Trainer indes nicht übel. “Ich bin nicht enttäuscht. Zunächst, weil ich die meisten von ihnen kenne. Ich weiß, wie diese Welt funktioniert. Ich bin ziemlich sicher, dass sie das die meiste Zeit nicht als Angriff gemeint haben”, sagte der ehemalige Bayern-Trainer.

Kovac hatte am Wochenende über Sane gesagt, er sei “sehr zuversichtlich, und ich gehe davon aus, dass wir ihn bekommen können.” Nach dem Spiel gegen Fenerbahce ruderte er im ZDF zurück: “Ich habe mit Pep Guardiola telefoniert und mich bei ihm entschuldigt, weil ich wohl zu offensiv war.”

Vorstandschef Karl Heinz Rummenigge hatte Kovac wegen der Aussage gerüffelt. “Mir haben seine Aussagen nicht gefallen. Wir haben ein gutes Verhältnis zu Manchester City mit unserem ehemaligen Trainer Pep Guardiola, und Sane steht dort noch unter Vertrag. Weder optimistische noch pessimistische Aussagen helfen uns da”, sagte er. Der englische Meister soll den Bayern laut kicker schon vor zwei Wochen einen Protest-Brief geschickt haben.

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WM-Qualifikation: Hinspiel zwischen Nord- und Südkorea am 15. Oktober

Das erste von zwei politisch brisanten Duellen in der WM-Qualifikation zwischen Nord- und Südkorea findet offenbar am 15. Oktober im Kim-Il-sung-Stadion der nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang statt. Dies teilte der südkoreanische Fußball-Verband am Freitag mit. Eine Bestätigung dieses Termins durch den asiatischen Verband AFC steht allerdings noch aus. Das Rückspiel findet voraussichtlich am 4. Juni in Südkorea statt.

Die beiden verfeindeten Nationen waren im vergangenen Monat in Kuala Lumpur gemeinsam in die Gruppe H der Asien-Qualifikation für die Fußball-WM 2022 in Katar gelost worden. Weitere Gruppengegner sind der Libanon, Turkmenistan und Sri Lanka. Die Gruppenersten und die vier besten Zweiten qualifizieren sich für die nächste Runde.

Zuletzt hatte der Sport den Bruderstaaten mehrfach zur Annäherung gedient. Sowohl bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang als auch bei den Asienspielen in Indonesien waren Sportler beider Nationen gemeinsam unter der blau-weißen Einheitsflagge ins Stadion eingezogen. In Pyeongchang gab es eine gemeinsame Mannschaft im Eishockey-Wettbewerb der Frauen.

Seit dem Koreakrieg (1950-53) befinden sich Süd- und Nordkorea offiziell im Kriegszustand. Damals wurde ein Waffenstillstand unterzeichnet, jedoch kein Friedensvertrag.

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Neuzugang Morey fehlt Dortmund im Supercup

Vizemeister Borussia Dortmund muss für den Supercup am Samstag gegen Doublegewinner Bayern München (20.30 Uhr, ZDF und DAZN) den nächsten Ausfall verkraften. Wie die Westfalen mitteilten, renkte sich Neuzugang Mateu Morey im Test gegen den FC St. Gallen (4:1) zum Abschluss des Trainingslagers in Bad Ragaz die Schulter aus. Das 19 Jahre alte Abwehrtalent muss zwar nicht operiert werden, wird dem BVB aber dennoch wochenlang fehlen.

Der Ausfall von Nationalspieler Julian Brandt stand bereits zuvor fest, der Mittelfeldspieler muss im Supercup mit Adduktorenproblemen passen. Hinter dem Einsatz der angeschlagenen Roman Bürki und Thorgan Hazard steht noch ein Fragezeichen. Morey war im Sommer aus der Fußballschule des FC Barcelona nach Dortmund gewechselt.

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