Honduras: Mindestens drei Tote bei Fan-Krawallen

Bei Ausschreitungen zwischen rivalisierenden Fußballfans sind in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des staatlichen Universitätsklinikums wurden weitere Menschen verletzt.

Die Ausschreitungen ereigneten sich vor dem für Samstagabend (Ortszeit) angesetzten Derby zwischen dem Club Olimpia Deportivo und dem Futbol Club Motagua, das in der Folge der Vorfälle verschoben wurde.

Motaguas Mannschaftsbus war bei der Ankunft am Nationalstadion nach Medienberichten von gegnerischen Fans angegriffen und mit Steinen und Glasflaschen beworfen worden. Wie der Klub auf Twitter mitteilte, wurden dabei drei Spieler verletzt.

Nachdem die Liga-Verantwortlichen das Spiel “zum Schutz der physischen Unversehrtheit von Fans und Spielern” abgesagt hatten, kam es zu Chaos, die Polizei setzte Tränengas ein. Die Partie war bereits zuvor als Hochrisiko-Spiel deklariert worden.

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Rose über Cuisance-Abgang: “Borussia ist ihm zu klein geworden”

Borussia Mönchengladbachs neuer Trainer Marco Rose hat Michael Cuisance nach dessen Abgang zu Bayern München kritisiert. Der 20 Jahre alte Franzose habe “einige Verhaltensweisen an den Tag gelegt, die er bei seinem neuen Arbeitgeber sicher nicht an den Tag legen wird. Genau das ist der Punkt. Das geht auch hier nicht”, sagte Rose nach dem 0:0 gegen Schalke 04.

Cuisance hatte in Gladbach zuletzt einen Stammplatz gefordert. “Für uns war der Transfer unabdingbar. Ich hatte den Eindruck, dass die Borussia für ihn zu klein geworden ist”, sagte Rose. Gladbach soll rund zehn Millionen Euro für Cuisance erhalten. Der hoch veranlagte Spielgestalter war bei den Fohlen seit 2017 nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinausgekommen.

Sportdirektor Max Eberl zeigte sich derweil vor allem über die Wahl des neuen Vereins verwundert. “Ich war überrascht, ja. Ich war überrascht, weil die Thematik war, dass ein junger Spieler spielen muss. Und ich glaube, dass Bayern einen großartigen Kader hat. Dann wird es für einen jungen Spieler nicht einfacher zu spielen als bei uns”, sagte Eberl.

Auch die Forderung nach einem Stammplatz habe ihn verwundert. “Es war überraschend, dass er diesen Wunsch geäußert hat, bevor er nur einmal mit dem neuen Trainer gesprochen hat. Wir haben alles versucht und ihm alle Möglichkeiten aufgezeigt. Wenn einer nicht mehr will, muss er einen anderen Weg gehen. Ich bin jetzt zehn, elf Jahre Sportdirektor. Es ist das erste Mal, dass es so war”, sagte Eberl, der anfügte: “Bevor es böses Blut gibt, muss man eine Entscheidung fällen.”

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Bremen: Entwarnung bei Neuzugang Toprak

Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat bei Neuzugang Ömer Toprak Entwarnung gegeben. Der Innenverteidiger musste beim 1:3 zum Saisonauftakt gegen Fortuna Düsseldorf in der 82. Minute ausgewechselt werden. Der 30-Jährige klagte nach einem Zusammenprall in der ersten Halbzeit über Atemprobleme und wurde nach dem Spiel zur Untersuchung sicherheitshalber ins Krankenhaus gebracht. Wie die Hanseaten mitteilten, seien die Untersuchungen “ohne Befund” geblieben.

“Ich glaube nicht, dass es sich um eine dramatische Situation handelt, sondern es ist eine Routine-Kontrolle”, hatte Trainer Florian Kohfeldt bereits kurz nach der Partie gesagt. Toprak war erst vergangenen Sonntag von Borussia Dortmund an Bremen ausgeliehen worden.

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Nullnummer beim Debütantenball zwischen Gladbach und Schalke

Wenig Chancen, keine Tore: Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 haben sich beim Debütantenball ihrer Trainer mit einem dürftigen, aber gerechten 0:0 getrennt. Bei der Bundesliga-Premiere von David Wagner ließ Schalke wie in der schwachen Vorsaison die Effizienz vor dem Tor vermissen. Trösten durfte sich Schalke mit einem wertvollen Punkt.

Ein Horrorstart wie 2016 und 2018, als die Knappen jeweils die ersten fünf Spiele allesamt verloren, ist schon jetzt vom Tisch. Die Borussia, bei der Marco Rose ebenfalls seinen Liga-Einstand gab, wachte erst nach der Pause auf und ließ erstmals seit vier Jahren zum Auftakt wieder Punkte liegen.

Die 54.022 Zuschauer im ausverkauften Borussia-Park sahen zu Beginn ein temporeiches, von beiden Teams äußerst offensiv ausgerichtetes Spiel. Kein Thema war diesmal die Rassismus-Debatte um Clemens Tönnies. Anders als im Pokalspiel beim SV Drochtersen/Assel (5:0), als Schalker Fans Tönnies Rote Karten gezeigt hatten, gab es vor dem Anstoß keinen sichtbaren Protest gegen den Aufsichtsratsboss.

Auf dem Rasen hatte Schalke zunächst Vorteile, ging aggressiv in die Zweikämpfe und störte früh. Neuzugang Benito Raman, der nach überstandener Kapselbandverletzung sein Debüt für S04 gab, hatte aus kurzer Distanz auch die erste Gelegenheit (6.). Insgesamt schenkten sich beide Team nichts, die Folge war ein hitziges und intensives Spiel, in dem aber auch die Fehlerquote hoch war.

Viel Bewegung herrschte auch an der Seitenlinie: Sowohl Rose als auch Wagner standen in ihrem ersten Ligaspiel 90 Minuten lang vor ihrer Bank, gestikulierten viel und klatschten immer wieder aufmunternd Beifall. Der Leipziger Rose und der gebürtige Frankfurter Wagner waren über Umwege in der Bundesliga gelandet – Wagner über Huddersfield, Rose über Salzburg.

Bis zur Pause suchten beide Teams zwar den schnellen Weg nach vorne, dort kam der Ball aber viel zu selten an. Insgesamt blieb Schalke dabei die etwas gefährlichere Mannschaft und hatte erneut durch Raman auch die beste Gelegenheit der ersten Halbzeit: Bei einem blitzschnellen Konter steckte Guido Burgstaller auf den aus Düsseldorf gekommenen Angreifer durch, der aber überhastet abschloss.

Die zweite Halbzeit begann die Borussia wesentlich engagierter. Torjäger Alassane Plea, von dem bis dahin ebenso wenig zu sehen gewesen war wie von Neuzugang Marcus Thuram oder dem Ex-Schalker Breel Embolo, traf nach schönem Zuspiel nur den Außenpfosten (55.). Insgesamt verflachte die Begegnungen aber schnell wieder. Unnötige Fehlpässe blieben auf beiden Seiten die Regel, vom erhofften Offensivpressing war weder bei Gladbach noch Schalke viel zu sehen.

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Hoeneß bei Sky: Kaderplanung abgeschlossen

Nach der Ausleihe des Brasilianers Philippe Coutinho vom FC Barcelona sind die Transferplanungen von Fußball-Rekordmeister Bayern München offenbar abgeschlossen. “Jetzt ist unser Kader so komplett und so gut aufgestellt, wie wir uns das vorgestellt haben”, sagte FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß bei Sky Sport.

Der Weltmeister von 1974 und langjährige Bayern-Manager betonte: “Wir hatten Anfang Juli einen zu kleinen Kader. Den haben wir jetzt durch drei Transfers in den letzten Tagen und Wochen aufgefüllt – und ich meine auch mit Qualität aufgefüllt.” Jetzt könne “der Trainer in aller Ruhe mit diesem Kader bis Weihnachten arbeiten und dann sieht man weiter”, so Hoeneß.

Damit erscheint ein Transfer des am Kreuzband verletzten Nationalspielers Leroy Sane von Manchester City zum jetzigen Zeitpunkt durch den FC Bayern ausgeschlossen. Allerdings könnte der Ex-Schalker zu einem späteren Zeitpunkt doch wieder ein Thema an der Säbener Straße werden.

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