Medien: Möller wird Nachwuchs-Chef bei der Eintracht

Andreas Möller (52) wird offenbar neuer Nachwuchs-Chef beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Nach der Bild-Zeitung berichtete am Donnerstag auch der kicker, dass der Welt- und Europameister zukünftig das Nachwuchs-Leistungszentrums der Hessen leiten wird. Der langjährige Eintracht-Profi Möller soll Nachfolger von Armin Kraaz werden. 

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FC Bayern: Coutinho überzeugt beim Pflichtsieg

Pflicht erfüllt, Serie ausgebaut: Angeführt von einem starken Philippe Coutinho hat der FC Bayern München die neue Saison in der Champions League standesgemäß mit einem Sieg begonnen. Dank der Treffer von Kingsley Coman (34.), Robert Lewandowski (80.) und Thomas Müller (90.+1) kam der deutsche Rekordmeister gegen Roter Stern Belgrad zu einem allerdings wenig überzeugenden 3:0 (1:0) und übernahm damit auch die Tabellenführung in der Gruppe B. Bereits zum 16. Mal nacheinander gewannen die Münchner ihr Auftaktspiel in der Königsklasse, zum siebten Mal in Serie spielten sie dabei zu null.

Den eindrucksvollen Statistiken zum Trotz: Gegen den defensiv eingestellten und offensiv weitgehend harmlosen serbischen Meister um den ehemaligen Nationalspieler Marko Marin konnten die Bayern mit Ausnahme von Coutinho nur selten überzeugen. Bis zum zweiten Gruppenspiel am 1. Oktober bei Champions-League-Finalist Tottenham Hotspur, der beim 2:2 bei Olympiakos Piräus ein 2:0 verspielte, ist eine deutliche Steigerung erforderlich. Erst recht, wenn die Münchner ihre eigenen Erwartungen erfüllen wollen. 

Die Gruppenphase sieht der FC Bayern eher als lästige Pflicht an. Nach dem Achtelfinal-Aus gegen Champions-League-Sieger FC Liverpool im März soll es nun “mindestens das Halbfinale” sein, wie Torhüter Manuel Neuer betonte. Der Klubchef geht sogar noch einen Schritt weiter: “Dieser Klub”, sagte Karl-Heinz Rummenigge, “lechzt nach der Champions League. Das ist die Königsklasse, der wichtigste Titel. Davon hängt alles ab.” Dies gilt wohl auch für die Zukunft von Niko Kovac in München.

Nach dem Unentschieden am vergangenen Samstag bei RB Leipzig (1:1) hatte Kovac seine erste Elf umgebaut – unter anderem begann Coutinho anstelle von Thomas Müller. Der Brasilianer war der auffälligste Münchner. Allerdings spielten er und seine Mitspieler oft auch zu schlampig, um die tief stehenden Serben in Verlegenheit zu bringen. Zu oft ging es quer, zu selten in die Tiefe – all dies weckte Erinnerungen an die vergangene Saison, als dem Rekordmeister gegen defensivstarke Gegner oft wenig einfiel.

Trotz deutlicher Überlegenheit der Münchner deutete sich deshalb auch der Führungstreffer nicht unbedingt an – schön herausgespielt aber war er allemal: Der ansonsten unauffällige Ivan Perisic, der zuvor eine prima Gelegenheit im Strafraum verstolpert hatte, flankte von links butterweich an den Fünfmeterraum, wo Coman den Ball per Kopf ins Tor hechtete. Ein Hackentreffer kurz darauf von Coutinho (40.), dem in der zweiten Halbzeit ein wenig die Kraft ausging, wurde wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt.

Gegen die offensiv eher harmlosen Gäste hätte von den Münchnern freilich mehr kommen müssen. Allzu selten durchbrachen sie das Bollwerk der Serben. Hinzu kam ein wenig Pech: einen Treffer von Lewandowski verhinderte Abwehrspieler Milos Degenek auf der Linie (58.), Perisic traf mit einem Lupfer nur die Latte (65.). Es passte zu diesem Spiel, dass Lewandowskis Treffer dank der unfreiwilligen Mithilfe von Belgrads Nemanja Milunovic fiel. Immerhin der raffinierte Freistoß zum 3:0 sorgte für einen späten Glanzpunkt.

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Fehlerfestival in Leverkusen: Bayer verpatzt Champions-League-Comeback

Comeback missglückt: Bayer Leverkusen hat bei der Rückkehr auf die höchste europäische Bühne gegen den vermeintlich leichtesten Gruppengegner einen krachenden Fehlstart hingelegt. Nach 917-tägiger Abstinenz unterlag die Werkself zum Auftakt der Champions League dem russischen Vizemeister Lokomotive Moskau um Rio-Weltmeister Benedikt Höwedes nach einer vor allem im ersten Durchgang schwachen Leistung mit 1:2 (1:2) und kassierte in Hammergruppe D gleich zum Start einen herben Rückschlag. 

Grzegorz Krychowiak (16.) und Dmitri Barinow (37.) schossen den russischen Pokalsieger nach groben individuellen Fehlern von Bayer zum ersten Champions-League-Auswärtssieg seit 6168 Tagen. Der frühere Schalker Höwedes hatte per Eigentor den zwischenzeitlichen Ausgleich besorgt (25.) Die Rheinländer verpassten damit die Wiedergutmachung für die 0:4-Pleite am vergangenen Samstag bei Borussia Dortmund. Das große Ziel Achtelfinale und selbst Gruppenrang drei rücken vor den Gastspielen bei den Schwergewichten Juventus Turin und Atletico Madrid bereits in weite Ferne.

Trainer Peter Bosz hatte seine Mannschaft vor dem Duell mit dem Außenseiter in die Siegpflicht genommen und gegen den erwartet tiefstehenden Gegner in der Offensive “bessere Lösungen” als zuletzt gefordert. Der kurzfristige Ausfall von Kreativspieler Kerem Demirbay (Rückenprobleme) machte sich bei diesem Vorhaben allerdings von Beginn an bemerkbar.

Leverkusen übernahm zwar von der ersten Sekunde an die Spielkontrolle, wusste aber mit über 70 Prozent Ballbesitz zunächst nicht viel anzufangen. Einzig Kai Havertz (9.) gab bei seinem zweiten Startelfeinsatz in der Champions League in der Anfangsphase einen harmlosen Warnschuss ab.

Moskau erwartete die Gastgeber im ersten Duell beider Teams mit zehn Mann in der eigenen Hälfte und schlug dann mit der ersten Offensivaktion eiskalt zu. Nach einem Einwurf der Werkself am eigenen Strafraum nutzte Krychowiak einen katastrophalen Stockfehler des neu in die Startelf gerückten Leon Bailey zur Führung. In Folge agierte die Werkself komplett verunsichert, daran änderte auch das unglückliche Eigentor von Höwedes nichts.

Barinow und Krychowiak (beide 28.) ließen innerhalb weniger Sekunden Einladungen der Leverkusener Hintermannschaft kläglich liegen, neun Minuten später machte es Barinow besser. Champions-League-Debütant Lukas Hradecky spielte dem zentralen Mittelfeldspieler unbedrängt den Ball in den Fuß, dieser nutzte das mit einer gekonnten Direktabnahme aus 25 Metern ins leere Tor. 

Bosz reagierte zur Pause auf den äußerst fehlerhaften Auftritt seines Teams und brachte Lucas Alario für den schwachen Bailey. Dies sorgte auch gleich für mehr Tempo und Gefahr im Offensivspiel. Havertz (50.) zielte per Kopf aus fünf Metern Zentimeter zu hoch, Alario (52.) scheiterte aus kurzer Distanz an Gäste-Schlussmann Guilherme. 

Die Rheinländer hielten den dreimaligen russischen Meister fortan unter Dauerdruck. Die Konter von Lokomotive wurden immer seltener, das Team von Juri Sjomin konnte sich kaum noch aus der Umklammerung am eigenen Strafraum lösen. Entweder fehlte der Werkself allerdings der letzte Pass oder die Abschlüsse von Volland (60., 64.) und Havertz (72.) waren zu ungenau.

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Afrikanische Champions League: Erneut Einspruch durch Casablanca

Der juristische Streit um den Sieger der afrikanischen Fußball-Champions-League nimmt kein Ende. Der marokkanische Spitzenklub Wydad Casablanca zieht erneut vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS. Dies bestätigte der Verein am Mittwochabend. Der afrikanische Kontinentalverband CAF hatte im vergangenen Monat Casablancas Finalgegner Esperance Tunis nach monatelangem Streit zum Sieger erklärt. 

Ende Mai war das Final-Rückspiel nach 60 Minuten beim Stand von 1:0 für Gastgeber Tunis unterbrochen und nach einer 90-minütigen Pause vom Schiedsrichter für beendet erklärt worden. Zuvor hatte Casablanca den vermeintlichen Ausgleich erzielt, das Tor wurde wegen Abseits aber nicht anerkannt. Der Videobeweis funktionierte nicht, woraufhin es zu Protesten kam und die Marokkaner den Platz verließen.

Da das Hinspiel 1:1 endete, wurde Tunis zunächst zum Titelträger ernannt und erhielt den Pokal. Wenige Tage später entschied der Verband, das Spiel auf neutralem Platz wiederholen zu lassen. Diese Entscheidung hatte der CAS Ende Juli aufgehoben, im August wurde der Sieg durch den afrikanischen Verband erneut Tunis zugesprochen. Dagegen geht Casablanca nun erneut vor.

Ab dieser Saison wird der Sieger der afrikanischen Champions League in einem einzigen Spiel auf neutralem Platz ermittelt.

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Europa League: Arsenal ohne Özil nach Frankfurt

Der 2014er-Weltmeister Mesut Özil wird nicht mit dem englischen Fußball-Spitzenklub FC Arsenal zum Europa-League-Auswärtsspiel am Donnerstag beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt (18.55 Uhr/DAZN) reisen. Der 30-Jährige ist nicht Teil des 19-köpfigen Aufgebots der Gunners, das der Klub am Mittwochabend bekannt gab.

Wieso Özil fehlt, blieb zunächst offen. Erst am Wochenende hatte Özil sein Comeback gegeben, nachdem er wegen einer Erkrankung und einem versuchten Raubüberfall die ersten Saisonspiele verpasst hatte.

In Frankfurt dabei sind dagegen Nationaltorhüter Bernd Leno sowie der deutsche Verteidiger Shkodran Mustafi. Auch der ehemalige Schalker Bundesligaprofi Sead Kolasinac, der bei dem versuchten Überfall auf Özil beherzt eingegriffen hatte, steht im Aufgebot.

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