Robben über Müller: “Ich bin ein großer Fan von Thomas”

Fußball-Rentner Arjen Robben (35) sieht Thomas Müller beim deutschen Rekordmeister Bayern München trotz der Verpflichtung von Philippe Coutinho noch immer in einer wichtigen Rolle. “Ich bin ein großer Fan von Thomas. Er hat Qualitäten, die keiner in dieser Mannschaft hat”, sagte der Niederländer bei Sky90.

Müller sei “ein Mannschaftsspieler. Er läuft die Räume an, geht in die Tiefe. Er ist für mich ein sehr, sehr wichtiger Spieler und das hat er auch gezeigt.” Der 29-jährige Müller war beim 3:0 auf Schalke am Samstagabend in der 57. Minute für den Brasilianer ausgewechselt worden.

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Griezmann schießt Barca zum ersten Saisonsieg

Antoine Griezmann hat den spanischen Fußballmeister FC Barcelona mit einem Traumeinstand im Camp Nou zum ersten Saisonsieg geschossen. Beim 5:2 (1:1) gegen Betis Sevilla sorgte der 120 Millionen Euro teure Neuzugang am 2. Spieltag mit einem Doppelpack (41./50.) für die Wende, nachdem Betis durch Nabil Fekir (15.) in Führung gegangen war. 

In Abwesenheit der angeschlagenen Superstars Lionel Messi, Luis Suarez und Ousmane Dembele schossen Nachwuchsspieler Carles Perez Sayol (56.), Jordi Alba (60.) und Arturo Vidal (77.) den am Ende standesgemäßen ersten Saisonsieg der Katalanen heraus, Sevillas Loren (79.) markierte den Endstand. Bei Athletic Bilbao hatte Barca zu Saisonbeginn überraschend verloren.

Den zweiten Sieg im zweiten Spiel feierte Atletico Madrid: Der Vizemeister gewann bei CD Leganes 1:0 (0:0) und rückte hinter den FC Sevilla auf Tabellenplatz zwei vor. Das Siegtor erzielte der spanische Nationalspieler Victor Vitolo nach einem starken Dribbling des 126 Millionen Euro Einkaufs Joao Felix (71.).

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Wölfe beißen sich in der Tabellenspitze fest

Der VfL Wolfsburg hat sich unter seinem neuen Trainer Oliver Glasner in der Bundesliga-Spitzengruppe festgesetzt. Die Wölfe gewannen durch das 3:0 (1:0) bei Hertha BSC auch ihr zweites Spiel in dieser Saison und gehören damit einem Quintett an, das noch ohne Punktverlust die Tabelle vor Rekordmeister Bayern München anführt.

Bei hochsommerlichen Temperaturen um 30 Grad Celsius war es erneut der niederländische Stürmer Wout Weghorst, der den VfL mit einem verwandelten Foulelfmeter (9.) zum 1:0 auf die Siegerstraße brachte. Wolfsburgs Top-Torjäger der Vorsaison (17 Ligatore) hat in den ersten drei Pflichtspielen schon dreimal getroffen. Joker Josip Brekalo (82.) und Jerome Roussillon (90.+1) sorgten kurz vor dem Ende für die Entscheidung. 

Auf der Gegenseite haderte Ante Covic mit seiner verpatzten Heimpremiere als neuer Hertha-Trainer. Sein Vorgänger Pal Dardai und die anderen  42.737 Zuschauer im Olympiastadion mussten mit ansehen, wie die Berliner den unerwarteten Punktgewinn zum Ligastart bei Rekordmeister Bayern München (2:2) nicht “vergolden” konnten, wie es Covic im Vorfeld gefordert hatte.

Im Mittelpunkt stand zu Beginn Schiedsrichter Guido Winkmann (Kerken). Der Unparteiische zeigte bereits nach wenigen Sekunden auf den Elfmeterpunkt, nachdem VfL-Kapitän Josuha Guilavogui den Herthaner Ondrej Duda zwar zu Fall gebracht, zuvor aber den Ball gespielt hatte. Nach einem Kontakt mit dem Videoschiedsrichter und dem Studium der TV-Bilder nahm Winkmann seine Entscheidung zurück. 

Nur sieben Minuten später pfiff der Schiedsrichter auf der Gegenseite für Wolfsburg Strafstoß, weil Karim Rekik im Zweikampf zu ungestüm gegen Felix Klaus agiert hatte. Die Herthaner beschwerten sich lautstark wegen eines Sekunden zuvor nicht geahndeten Fouls von Vorlagengeber Xaver Schlager an Nationalspieler Niklas Stark. Weghorst war die Aufregung egal, der Niederländer verwandelte sicher zum 1:0.

Die Berliner erholten sich aber schnell von dem Rückstand und ließen eine Angriffswelle nach der nächsten aufs Wolfsburger Tor folgen. Doch Salomon Kalou per Kopf (12.) und Marko Grujic (21.) mit einer Doppelchance scheiterten knapp. Danach gelang es den Gästen, das Spiel ein wenig zu beruhigen und die Berliner vom eigenen Tor fernzuhalten. 

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Wolfsburger einen etwas größeren Offensivdrang, ohne sich entscheidend durchsetzen zu können. Die Spieler auf beiden Seiten hatten sichtlich mit den schwierigen äußeren Bedingungen zu kämpfen, es fehlte sichtlich an körperlicher und geistiger Frische. Exemplarisch dafür stand Hertha-Kapitän Vedad Ibisevic, der sich bei einem aussichtsreichen Konter den Ball von seinem Ex-Kollegen John Anthony Brooks anfängerhaft abnehmen ließ.

Hertha-Trainer Covic reagierte und brachte nach einer Stunde in Davie Selke einen weiteren Stürmer. Doch mit dem früheren U21-Europameister kam auch nicht viel mehr Schwung auf den Rasen. Brekalo, der erst in der 77. Minute eingwechselt worden war, raubte Hertha dann die letzte Hoffnung, ehe Roussillon noch den dritten VfL-Treffer ertielte.

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Manchester City bleibt Liverpool auf den Fersen

Titelverteidiger Manchester City bleibt in der englischen Fußball-Meisterschaft Tabellenführer FC Liverpool auf den Fersen. Das Team von Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola setzte sich am dritten Spieltag der Premier League 3:1 (2:1) beim AFC Bournemouth durch und eroberte dadurch den zweiten Platz hinter Champions-League-Sieger Liverpool mit seinem deutschen Teammanager Jürgen Klopp, das mit der Optimalausbeute von neun Punkten an der Spitze liegt.

Kun Agüero (15., 64.) und Raheem Sterling (43.) sorgten dafür, dass der Meister, bei dem Nationalspieler Ilkay Gündogan in der Startelf stand, sein Konto auf sieben Zähler verbesserte. Harry Wilson (45.) traf für die Hausherren.

Am Vortag hatte Liverpool das Spitzenspiel gegen den FC Arsenal ebenfalls 3:1 (1:0) gewonnen und und dadurch die Tabellenführung erfolgreich verteidigt.

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Tuchel eiert rum: Neymar-Einsatz liegt nicht in seinen Händen

Für Thomas Tuchel war es eine höchst undankbare Aufgabe, dem Chefcoach von Frankreichs Fußball-Meister Paris St. Germain blieb nichts anderes übrig als rumzueiern. Sein Starspieler Neymar sei “fit”, sagte der Ex-Coach von Borussia Dortmund, aber über einen Einsatz am Sonntagabend gegen den FC Toulouse könne er nicht allein entscheiden. 

Am Sonntag fehlte der Name Neymar im 19-köpfigen Kader des Hauptstadtklubs, PSG gewann zwar auch ohne den Megastar 4:0 (0:0), Verletzungen der Stars Edinson Cavani und Kylian Mbappe verschärften aber die Personallage beim Serienmeister.

Die Agentur AFP schrieb davon, dass Tuchel versucht habe, die Fragen der Journalisten bei der Spieltags-Pressekonferenz “zu umdribbeln”. Es hatte wirklich den Anschein…

Allerdings lässt tief blicken, dass Tuchel letztendlich als Coach nicht nach Leistung und Wichtigkeit aufstellen kann, sondern Transfer-Interessen des Klubs Vorrang haben. Schließlich buhlen die spanischen Giganten Real Madrid und FC Barcelona um den 27 Jahre alten 222-Millionen-Mann Neymar, der in dieser Saison in der Ligue 1 noch nicht für PSG zum Einsatz gekommen war. 

“Er kann spielen, wenn die Situation zwischen dem Klub und ihm geklärt ist, am Samstag war das noch nicht der Fall, vielleicht am Sonntag”, sagte Tuchel und versuchte, sich so gut wie möglich aus der Affäre zu ziehen. Die Fäden in der Causa Neymar haben aber andere in der Hand, PSG-Sportdirektor Leonardo zum Beispiel. So musste Tuchel auf das brasilianische Ass auch gegen Toulouse verzichten.

Teammanager Pep Guardiola bei Englands Champion Manchester City handelte da ganz anders, denn er setzte den von Bayern München umworbenen Leroy Sane im Community Shield Anfang August gegen Champions-League-Sieger FC Liverpool ein. Das Ergebnis ist bekannt: Sane erlitt einen Kreuzbandriss und wurde mittlerweile in Innsbruck operiert. Der Wechsel zum FC Bayern ist derzeit kein Thema mehr an der Säbener Straße.

Der Poker um Neymar könnte Tuchel auch weiterhin in seinen Entscheidungen einschränken. Denn bislang wurde in den Gesprächen von Paris mit potenziellen Interessenten kein Durchbruch erzielt.

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