Glasner geht positiv ins Hinrundenfinale: “Haben gute Alternativen”

Trainer Oliver Glasner vom Fußball-Bundesligisten geht optimistisch in die letzte Ligawoche vor der Winterpause. “Man hat gesehen, dass wir gute personelle Alternativen haben”, sagte der Österreicher nach dem 1:0 (0:0)-Sieg der Niedersachsen zum Abschluss der Europa-League-Gruppenphase gegen AS Saint-Etienne.

Bereits am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) trifft der Bundesliga-Neunte auf Tabellenführer Borussia Mönchengladbach. Die weiteren Gegner in der kommenden Woche sind Schalke 04 und der deutsche Rekordmeister Bayern München.

Der Coach der Norddeutschen hatte sein Team, das bereits für die Zwischenrunde qualifiziert war, gegen den französischen Rekordmeister fast völlig neu formiert und gegenüber der 0:1-Niederlage beim SC Freiburg auf zehn Positionen verändert. Einem der Neulinge, Außenverteidiger Paulo Otavio, gelang in der 52. Minute der Treffer des Tages.

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Premier-League-Klubs souverän weiter – Porto behauptet sich

Manchester United gab sich keine Blöße, der FC Arsenal zeigte Moral und verdiente sich ein Sonderlob aus Frankfurt: Die Renommierklubs der englischen Premier League sind als Gruppensieger in die Zwischenrunde der Europa League eingezogen. Die Wolverhampton Wanderers als dritter englischer Vertreter verpassten Rang eins jedoch.

ManUnited siegte fünf Tage nach dem Prestige-Erfolg im Derby gegen Meister Manchester City mit 4:0 (0:0) gegen AZ Alkmaar und schloss die Gruppe L souverän als Spitzenreiter ab. Bemerkenswert: Manchester kassierte in der Vorrunde nur zwei Gegentore und stellt damit die beste Defensive der Europa League.

Die Gunners mussten sich im letzten Gruppenspiel bei Standard Lüttich mit einem 2:2 (0:0) begnügen, hatten allerdings aufgrund des 4:0-Erfolgs im Hinspiel ohnehin nicht viel zu befürchten gehabt. Von der Aufholjagd nach einem Zwei-Tore-Rückstand profitierte auch Bundesligist Eintracht Frankfurt als Zweiter in Gruppe F. Wolverhampton setzte sich 4:0 (0:0) gegen Besiktas Istanbul durch. Mann des Abends war Diogo Jota, der kurz nach seiner Einwechslung drei Tore innerhalb von elf Minuten erzielte.

Das vorzeitige Aus verhinderte der FC Porto durch ein 3:2 (3:2) gegen Feyenoord Rotterdam. Als Zweiter in Portos Gruppe G zogen die Glasgow Rangers nach einem 1:1 (1:0) gegen die Young Boys Bern in die nächste Runde ein. Großer Jubel herrschte beim österreichischen Erstligisten LASK Linz, der sich durch ein 3:0 (2:0) gegen Sporting Lissabon an den Portugiesen vorbeischob und Sieger der Gruppe D wurde.

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Gladbach in Europa-League-Vorrunde gescheitert

Die Bundesliga-Überflieger von Borussia Mönchengladbach sind international abgestürzt. Die Mannschaft von Trainer Marco Rose unterlag im Vorrunden-Finale Istanbul Basaksehir überraschend mit 1:2 (1:1) und verpasste den fest einkalkulierten Einzug in die K.o.-Phase der Europa League. Dem Tabellenführer der Fußball-Bundesliga hätte schon ein Punktgewinn genügt.

Marcus Thuram (32.) brachte die Borussia sogar in Führung, Irfan Kahveci (44.) glich nach einem Fehler von Torhüter Yann Sommer aus. Enzo Crivelli (90.) sorgte kurz vor Schluss für das unnötige Gladbacher Aus.

Rose veränderte sein Team im Vergleich zum Erfolg gegen Bayern München (2:1) auf gleich fünf Positionen. Unter anderem saßen Doppeltorschütze Ramy Bensebaini und Kapitän Lars Stindl zunächst nur auf der Bank.

Vor 40.046 Zuschauern im Borussia-Park übernahmen die Gastgeber trotz der Umstellungen gegen einen tief stehenden Gegner von Beginn an das Kommando, ohne dabei ein Offensiv-Feuerwerk abzubrennen. Die Gladbacher agierten zunächst zu ungenau und mit zu wenig Tempo in ihren Aktionen, um die Defensive des Tabellenvierten der türkischen Süper Lig ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Das änderte sich nach einer halben Stunde. Oscar Wendt zielte nach einer Hereingabe von Patrick Herrmann zwar noch etwas zu hoch (31.), eine Minute später erzielte Thuram nach perfekter Hereingabe von Stefan Lainer aus kurzer Distanz die Führung.

Die Gladbacher hatten auch danach alles im Griff, doch dann patzte kurz vor dem Seitenwechsel der zuletzt so starke Sommer. Der Schweizer lenkte sich den Distanzschuss von Kahveci ins eigene Netz.

Der glückliche Ausgleich ließ die bis dahin biederen Gäste nach dem Seitenwechsel deutlich mutiger auftreten. Die Gladbacher verloren ein wenig den Zugriff auf das Spiel und machten sich das Leben durch viele Ungenauigkeiten schwer.

Erst nach knapp einer Stunde gewann die Borussia wieder an Sicherheit. Nach schönem Zuspiel von Florian Neuhaus scheiterte Herrmann aber freistehend an Gäste-Schlussmann Mert Günok (60.). Auf der anderen Seite rettete Sommer gegen Enzo Crivelli (70.), vier Minuten später fand Thuram in Günok seinen Meister. Gleich galt für den eingewechselten Alassane Plea (86.) per Kopf aus kurzer Distanz.

Dann aber schockte Crivelli die Gladbacher, Thuram schoss auf der Gegenseite in der Nachspielzeit an den Pfosten (90.+2).

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Arsenal stolpert in Europa-League-Zwischenrunde

Englands früherer Fußball-Meister FC Arsenal ist in Eintracht Frankfurts Europa-League-Vorrundengruppe F in die K.o.-Phase gestolpert. Die Gunners mussten sich im letzten Gruppenspiel bei Standard Lüttich mit einem 2:2 (0:0) begnügen, hatten allerdings aufgrund des 4:0-Erfolgs im Hinspiel ohnehin nicht viel zu befürchten gehabt. 

Die Londoner zogen durch Frankfurts 2:3 gegen Vitoria Guimaraes sogar als Gruppensieger in die Runde der besten 32 ein. Dennoch bedeutete das Remis ungeachtet der Aufholjagd nach einem zwischenzeitlichen 0:2 einen Dämpfer für das Team der Interimstrainer Fredrik Ljungberg und Per Mertesacker: Erst am vergangenen Montag hatte Arsenal in der Premier League durch ein 3:1 bei West Ham United seine Negativserie von neun Pflichtspielen ohne Sieg beenden können. 

Sam Bastien (47.) und Selim Amallah (69.) ließen Lüttich zwischenzeitlich vom Einzug in die K.o.-Phase träumen. Doch Alexandre Lacazette (78.) und Bukayo Saka (81.) verhinderten eine neuerliche Blamage der Briten, bei denen die deutschen Legionäre Mesut Özil, Shkodran Mustafi und Bernd Leno nicht zum Einsatz kamen.

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33.200 Euro Geldstrafe für Hannover

Zweitligist Hannover 96 ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen Fehlverhaltens seiner Fans zu einer Geldstrafe von 33.200 Euro verurteilt worden. Das Bußgeld ist die Konsequenz aus Vorfällen im Nordduell im vergangenen September bei Holstein Kiel, als 96-Anhänger insgesamt 52 Bengalische Feuer abbrannten und außerdem ein Fan der Niedersachsen nach einem Tor der Gäste in den Innenraum lief und mit Hannovers Spielern jubelte.

Hannover kann die Strafe durch Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit um 11.000 Euro reduzieren. Die Frist zu einer Umsetzung läuft bis zum 31. August.

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