Geldsegen für Mainz: Gbamin wechselt zu FC Everton

Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 hat Mittelfeldspieler Jean-Philippe Gbamin (23) an den Premier-League-Klub FC Everton verkauft und darf sich wohl über einen Geldsegen freuen. Wie die Rheinhessen am Freitag mitteilten, erhält der Ivorer bei den Toffees einen Vertrag bis 2024. Über die Ablösesumme machte Mainz keine Angaben, Medienberichten zufolge soll sie bei rund 25 Millionen Euro liegen.

Gbamin war 2016 für rund fünf Millionen Euro vom französischen Klub RC Lens nach Mainz gewechselt.  Bei dem Bundesligisten kam er in 95 Pflichtspielen zum Einsatz und erzielte drei Tore.

„Jean-Philippe Gbamin ist ein Paradebeispiel für die kontinuierliche Entwicklung eines vielversprechenden Talents bei Mainz 05. Er ist in den vergangenen drei Jahren bei uns zu einem international vielbeachteten Spieler herangereift“, sagte Sportvorstand Rouven Schröder: „Seine Professionalität und Geduld in dieser Entwicklung ermöglichen ihm nun den Wechsel in die Premier League, den er für sich persönlich als Traum und absolutes Ziel formuliert hat.“

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2. Liga: Pauli verliert Spiel und Avevor

Der FC St. Pauli wartet auch nach dem zweiten Spieltag auf den ersten Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga und muss zudem womöglich lange auf Kapitän Christopher Avevor verzichten. Die Hamburger unterlagen in einem turbulenten Spiel im ausverkauften Millerntor-Stadion gegen die SpVgg Greuther Fürth 1:3 (1:2) und bleiben weiterhin bei einem Zähler.

Der VfL Bochum verpasste nach einer Achterbahnfahrt unterdessen den ersten Saisonsieg. Das Team von Trainer Robin Dutt trennte sich nach 0:2-Rückstand und 3:2-Führung von Arminia Bielefeld 3:3 (0:0). Aufsteiger VfL Osnabrück machte es besser und gewann dank eines Freistoßtreffers von Marcos Alvarez (78.) beim SV Sandhausen 1:0 (0:0). 

Avevor musste bereits früh im Spiel mit einer Beinverletzung vom Platz getragen und für weitere Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die 29.546 Zuschauer spendeten aufmunternden Applaus. Kurz zuvor hatte Daniel Keita-Ruel (17.) die Fürther in Führung gebracht, in der 35. Minute legte er mit seinem zweiten Tor nach. Kurz vor der Pause erzielte Dimitrios Diamantakos (45.) den Anschlusstreffer.

Im zweiten Durchgang drückte Pauli auf den Ausgleich, Diamantakos scheiterte an der Latte (47.). Die Hamburger drängten weiter, doch Fürth blieb eiskalt. Julian Green (70.) sorgte mit einem präzisen Schuss für die Entscheidung.

Noch turbulenter ging es in Bochum zu. Vor 21.708 Zuschauern drehten Danny Blum (74., Foulelfmeter), Silvere Ganvoula (79.) und Simon Zoller (85.) binnen elf Minuten das Spiel für den VfL. Zuvor hatten Andreas Voglsammer (54.) und Fabian Klos (56.) Bielefeld per Doppelschlag in Führung gebracht. In der Nachspielzeit sorgte Bochums Kapitän Anthony Losilla (90.+1) mit einem Eigentor für den späten Ausgleich.

In Sandhausen sahen 5025 Zuschauer, wie Sandhausens Philipp Förster in der zweiten Halbzeit nur den Pfosten traf (68.). Zehn Minuten später machte Alvarez per Kunstschuss den ersten Sieg für Osnabrück seit der Rückkehr ins Unterhaus perfekt. Der Videoassistent überprüfte die Situation, ließ das Tor jedoch bestehen.

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Abschluss des Trainingslagers: Schalke feiert zwei Siege

Fußball-Bundesligist Schalke 04 hat zum Abschluss seines Trainingslagers in Österreich zwei Siege eingefahren. Zunächst gewannen die Königsblauen in Mittersill gegen den türkischen Erstligisten Alanyaspor 2:0 (1:0), wenig später setzte sich das Team von Neu-Trainer David Wagner in Saalfelden gegen den spanischen Erstligisten FC Villarreal 3:1 (1:1) durch.

Wagner wechselte zwischen beiden Spielen komplett durch. Gegen Alanya trafen Steven Skrzybski (18.) und Fabian Reese (56.), Ahmed Kutucu musste nach einem Pressschlag in der Kabine behandelt werden. Im zweiten Spiel gegen Villarreal waren Guido Burgstaller (22.), Nassim Boujellab (49.) und Bastian Oczipka (86.) per Freistoß erfolgreich. Vicente Iborra (35.) hatte zwischendurch ausgeglichen.

In der ersten Runde des DFB-Pokals trifft Schalke am 10. August auf die SV Drochtersen/Assel, zum Ligaauftakt müssen die Knappen eine Woche später zu Borussia Mönchengladbach reisen.

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Frankfurt verleiht Willems nach Newcastle

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat den Niederländer Jetro Willems (25) für ein Jahr zum englischen Erstligisten Newcastle United verliehen. Das gaben die Hessen am Freitag bekannt. Die Magpies besitzen im Anschluss eine Kaufoption. Der Vertrag des Linksverteidigers bei der Eintracht läuft noch bis 2021.

„Jetro war zwei Jahre lang ein wichtiger Bestandteil unseres Kaders, zuletzt aber mit seiner sportlichen Rolle nicht mehr zufrieden, weshalb wir seinem Wechselwunsch entsprochen haben“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic.

Willems war 2017 für rund fünf Millionen Euro von der PSV Eindhoven nach Frankfurt gewechselt. In den zwei Jahren absolvierte der 22-malige Nationalspieler 65 Spiele für die Eintracht. In der vergangenen Saison war er hinter Filip Kostic aber oft nur zweite Wahl.

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Fraunhofer-Institut relativiert Studie über Kunstrasen

Das Fraunhofer-Institut hat seine eigene Studie zur Entstehung von Mikroplastik durch Kunstrasenplätze nach deutlicher Kritik relativiert. Die Wissenschaftler wollen eine neue Untersuchung unter Einbeziehung von Industrie und Kommunen vornehmen. Das berichtet der Spiegel.

Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik in Oberhausen war vor einem Jahr zu der Erkenntnis gekommen, dass eine wesentliche Quelle für die Belastung der Umwelt „Verwehungen von Sport- und Spielplätzen“ sei. Demnach kämen durch die Plätze bis zu 11.000 Tonnen Mikroplastik zusammen, mehr beispielsweise als durch Kosmetika oder Faserabrieb bei Textilwäsche.

Das würde pro Platz und Jahr bis zu drei Tonnen entsprechen, die Kunstrasenindustrie meldete angesichts dieser Zahlen erhebliche Zweifel an. Tobias Müller, Kommunikationsleiter beim Kunstrasenplatzbauer Polytan, meinte etwa im SID-Gespräch: „Wir sagen ganz klar: Die Studie ist nicht richtig. Weil sie nicht die Bauweise in Deutschland berücksichtigt, die ganz anders ist als im Ausland. Die angenommenen Mengen Gummigranulat sind schlicht falsch.“ Die Studie gehe von 12 Kilogramm pro Quadratmeter aus, richtig seien aber 5 Kilogramm.

In einem Brief unter anderem an Industrievertreter räumt Studienautor Jürgen Bertling nun laut Spiegel ein, dass es „Anhaltspunkte“ gebe, „dass die in Deutschland dominierenden Kunstrasentypen deutlich geringere Emissionen“ aufweisen. Um künftig zu einer „ganzheitlichen Bewertung“ zu kommen, schlägt er der Branche vor, eine neue Studie zu verfassen – an der sich Betriebe und Kommunen mit jeweils bis zu 20.000 Euro beteiligen sollten. Sobald sich mindestens zehn Geldgeber gefunden hätten, würden die Wissenschaftler beginnen.

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