Kampf gegen Piratensender: Verbände und Ligen nehmen Saudi-Arabien in die Pflicht

Der Kampf der großen Fußball-Verbände und -Ligen gegen den Piratensender beoutQ gestaltet sich offenbar schwieriger als gedacht. Das geht aus einer gemeinsamen Stellungnahme des Weltverbands FIFA, der Europäischen Fußball-Union (UEFA) und asiatischen Konföderation AFC sowie der Ligen in Deutschland, England, Spanien und Italien hervor, in der auch die saudi-arabischen Behörden zum Handeln aufgefordert werden.

„Als Urheberrechte-Inhaber sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es aktuell leider nicht möglich ist, in Saudi-Arabien einen Rechtsbeistand einzusetzen, der in unserem Namen tätig sein will oder kann“, hieß es am Mittwoch: „Unserer Ansicht nach haben wir alle angemessenen Optionen zur Geltendmachung eines formellen Urheberrechtsanspruchs in Saudi-Arabien ausgeschöpft, und uns bleibt nichts anderes übrig, als anderweitig gegen beoutQ vorzugehen, um eine Lösung für diesen schwerwiegenden Fall von Piraterie anzustreben.“

Der mutmaßlich in Saudi-Arabien beheimatete Piratensender bedient sich seit geraumer Zeit bei den Signalen mehrerer TV-Stationen und strahlt Fußballspiele verschiedener Wettbewerbe aus, ohne dafür die Rechte zu besitzen.

„Wir, die Inhaber der Rechte an verschiedenen Fußballwettbewerben, verurteilen den fortwährenden Diebstahl unseres geistigen Eigentums aufs Schärfste“, hieß es in der Mitteilung: „Wir fordern die Behörden in Saudi-Arabien auf, uns dabei zu unterstützen, die weitreichenden und ungehemmten Verstöße gegen unsere Urheberrechte, die in ihrem Land stattfinden, zu beenden.“

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

Glatzel-Transfer zu Cardiff City perfekt

Premier-League-Absteiger Cardiff City hat Angreifer Robert Glatzel vom Zweitligisten 1. FC Heidenheim verpflichtet. Die Ablösesumme soll rund sechs Millionen Euro betragen – der  mit Abstand höchste Transfererlös in der Vereinsgeschichte des FCH. Konkrete Angaben machte der Klub nicht.

Glatzels Vertrag in Heidenheim wäre noch bis zum Ende dieser Saison gültig gewesen. In der vergangenen Saison erzielte der Mittelstürmer in 29 Einsätzen 17 Tore für den FCH. Für Aufsehen sorgten vor allem seine drei Treffer bei der unglücklichen 4:5-Niederlage des FCH bei Bayern München im April.

Zu seinem Wechsel in die walisische Hauptstadt sagt der 25-Jährige: „Auf der Insel in der Championship Fußball spielen zu dürfen, ist eine riesige Chance für mich.“

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

Modeste nach FC-Rückkehr von mieser Stimmung überrascht

Torjäger Anthony Modeste war in der vergangenen Saison nach seiner Rückkehr aus China zum 1. FC Köln schockiert über die miese Stimmung beim damaligen Fußball-Zweitligisten. „Da bin ich ehrlich: Als ich zurückkam, habe ich gefragt: Wie kann das sein?“, sagte der 31 Jahre alte Angreifer im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger, „ihr seid Erster, aber die Stimmung ist furchtbar. Das geht doch nicht.“

Trotz des Stimmungstiefs kehrte der erste Bundesliga-Meister ins Fußball-Oberhaus zurück. Modeste: „Wenn man etwas erreichen will im Sport, braucht man eine gute Stimmung. Darum werde ich jetzt darauf achten, dass die Stimmung in unserer Mannschaft gut ist.“

Verantwortlich für die Atmosphäre im Team sei „zuerst der Trainer. Wenn es zwischen Trainer und Mannschaft nicht stimmt, kann keine gute Stimmung entstehen“. Der FC hatte sich trotz der Tabellenführung in der 2. Liga in der Endphase der Saison von Coach Markus Anfang getrennt.

Anfang habe ihn meistens auswärts spielen lassen, aber nicht im heimischen RheinEnergie-Stadion, so Modeste: „Das hat mir schon ein bisschen wehgetan.“ 

Der neue Chefcoach Achim Beierlorzer lässt mit zwei Spitzen spielen. Modeste: „Auch ich bin nicht gesetzt, ich muss mich erst beweisen. Aber ich habe keine Angst vor der Konkurrenz. Wenn man keine Konkurrenz will, muss man zu Hause bleiben.“ Oder müsse sich gleich einen neuen Beruf suchen, so der Franzose.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

Reus überzeugte Brandt von BVB-Wechsel

Nationalspieler Julian Brandt wurde von Marco Reus zum Bundesliga-Vizemeister Borussia Dortmund gelockt. „Auf einer Länderspielreise kam er das erste Mal auf mich zu und meinte, dass er unbedingt will, dass ich zu Dortmund komme. Man hat gemerkt, dass nicht der Verein ihn losgeschickt hat, sondern Marco es aus eigener Überzeugung getan hat“, sagte Brandt der Bild. 

Der 23-Jährige war dank einer Ausstiegsklausel über 25 Millionen Euro im Sommer von Bayer Leverkusen zum BVB gewechselt. Lange Werben brauchte Reus bei Brandt aber offensichtlich nicht. „Er hat mich jetzt nicht drei Stunden vollgesabbelt, es waren vielleicht zehn Minuten. Ich habe mich aber mit Marco schon gut in der Nationalmannschaft verstanden, deswegen habe ich es mir gerne angehört“, so der Offensivspieler.

Die Wertschätzung von Reus beeinflusste Brandt laut eigener Angabe in der Entscheidung für die Dortmunder. „Es löst zumindest schon etwas in dir aus, wenn ein Spieler wie Marco dir das sagt. Das hat schon gutgetan. Er ist über Jahre ein fantastischer Spieler. Er war definitiv ein Grund, der auch geholfen hat, dass ich zum BVB komme“, sagte Brandt. Sein Pflichtspieldebüt muss er jedoch verschieben. Wegen Problemen im Adduktorenbereich kann er am Samstag (20.30 Uhr, ZDF und DAZN) nicht im Supercup gegen Bayern München dabei sein.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

Argentinien geht mit Scaloni in die WM-Qualifikation

Lionel Scaloni soll die argentinische Fußball-Nationalmannschaft zur Weltmeisterschafts-Endrunde 2022 in Katar führen. Wie der nationale Verband AFA am Dienstag mitteilte, wird der 41 Jahre alte Ex-Nationalspieler auch in der Anfang 2020 beginnenden Qualifikation auf der Bank der Albiceleste sitzen.

Bei der am 7. Juli zu Ende gegangenen Copa America war Argentiniens Auswahl um den fünfmaligen Weltfußballer Lionel Messi im Halbfinale am Gastgeber und späteren Turniersieger Brasilien gescheitert.

Scaloni hatte im August 2018 zunächst als Interimslösung die Nachfolge von Jorge Sampaoli angetreten. Im vergangenen November wurde er zum Chefcoach befördert.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch