Klopp mit Liverpool im FA Cup ausgeschieden – Werner verschießt Elfmeter bei Chelsea-Sieg

Teammanager Jürgen Klopp ist mit dem englischen Fußballmeister FC Liverpool beim Erzrivalen Manchester United aus dem FA Cup ausgeschieden und schlittert immer mehr in eine Krise. Die Reds unterlagen in der vierten Runde des Traditionswettbewerbs im Old Trafford 2:3 (1:1) und mussten damit erneut einen Rückschlag hinnehmen. In der Liga ist der Titelverteidiger nach fünf Spielen ohne Sieg auf Platz vier abgerutscht.

Mohamed Salah traf mit einem Doppelpack (18./58.) für die Gäste. Doch für den Premier-League-Tabellenführer United waren Mason Greenwood (26.), Marcus Rashford (48.) und Bruno Fernandes (78.) erfolgreich. 

In einem abwechslungsreichen Spiel hatten beide Mannschaften ihre Druckphasen und Chancen. Letztlich entschied der eingewechselte Fernandes mit einem Freistoß von der Strafraumgrenze die Partie.

Zuvor hatte auch ein von Nationalspieler Timo Werner vergebener Foulelfmeter den FC Chelsea nicht am Einzug in Achtelfinale hindern können. Die Blues setzten sich trotz Werners Fehlschuss gegen den Zweitligisten Luton Town ungefährdet mit 3:1 (2:1) durch. Matchwinner war Tammy Abraham mit einem Dreierpack (11./17./74.). 

Werner hatte in der Schlussphase nach einem Foul an ihm selbst die Chance, das Ergebnis noch klarer zu gestalten, scheiterte aber mit seinem unplatzierten Schuss. Der frühere Bundesligaprofi hatte den Führungstreffer eingeleitet. “Für Timo tut es mir leid. Er hat heute einen großen Beitrag geleistet”, sagte Chelseas Teammanager Frank Lampard.

Am Samstag war Titelverteidiger FC Arsenal mit Nationaltorhüter Bernd Leno ausgeschieden. Der Hauptstadtklub verlor beim FC Southampton mit Teammanager Ralph Hasenhüttl 0:1 (0:1). 

Manchester City entging dagegen nur knapp einer Blamage. Die Mannschaft von Teammanager Pep Guardiola setzte sich beim Viertligisten Cheltenham Town nach Rückstand dank dreier später Tore noch 3:1 (0:0) durch. Ilkay Gündogan kam bei den Citizens nach dem 0:1 ins Spiel und bereitete den dritten Treffer vor.

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FC-Schreck Kramaric und Co. schüren Kölner Abstiegsängste

FC-Schreck Andrej Kramaric und seine Kollegen vom Angstgegner haben die prekäre Kölner Lage im Abstiegskampf weiter verschärft. Die 1. FC Köln unterlag beim Rückrundenauftakt der Fußball-Bundesliga 0:3 (0:2) bei der TSG Hoffenheim. Damit bleiben die Rheinländer mit mageren 15 Punkten auf dem Relegationsplatz.

Kramaric per Hand- und Foulelfmeter (7. und 75.) sowie Christoph Baumgartner (28.) trafen für die Hoffenheimer (22 Zähler), die den sechsten Sieg in Folge gegen den FC feierten. Im Hinspiel (3:2) hatte Vize-Weltmeister Kramaric, der mit 74 Toren Ivica Olic überholt hat und damit so oft wie kein Kroate zuvor in der Eliteklasse erfolgreich war, sogar dreimal getroffen. 

Für die Kölner scheiterte Anthony Modeste mit einem Foulelfmeter an Oliver Baumann (78.). Der TSG-Schlussmann hatte schon beim Sieg bei Hertha BSC am Dienstag (3:0) einen Elfmeter pariert. Der Erfolg der Kölner unter der Woche bei Schlusslicht Schalke 04 (2:1) war offenbar nur ein Strohfeuer – es war der einzige Dreier in den zurückliegenden sieben Partien. 

Beim Geisterspiel in Sinsheim wollten sich die Kölner, die ohne Sebastian Andersson, Florian Kainz und Rafael Czichos auskommen mussten, zunächst auf die Defensive konzentrieren. Das ging an der alten Wirkungsstätte von Trainer Markus Gisdol allerdings schief. Nach einem Handspiel von Sava-Arangel Cestic traf Kramaric früh vom Punkt.

Nach dem Rückstand kam der FC, der am kommenden Sonntag auf den direkten Konkurrenten Arminia Bielefeld trifft, etwas besser ins Spiel. Die Kraichgauer, die am Samstag bei Spitzenreiter Bayern München ran müssen, agierten in dieser Phase zu passiv. Dennoch sorgte Kramaric bei einem Konter für Gefahr (27.). Im Anschluss an die folgende Ecke traf Baumgartner elegant per Hacke.

Gisdol reagierte umgehend und wechselte nach einer halben Stunde gleich doppelt. Cestic und Kingsley Ehizibue mussten raus, Jorge Mere und Jan Thielmann kamen. Die Maßnahme brachte neuen Schwung, doch Marius Wolf scheiterte aus kurzer an Baumann (34.). 

Kurz darauf sorgten wieder Kramaric (42.) und Ihlas Bebou (43.) auf der Gegenseite für Gefahr. Pech hatte der FC in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als Wolf nach einer Ecke per Kopf den Pfosten traf.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs verloren die nach wir vor stark ersatzgeschwächten Hoffenheimer, bei denen neun Profis fehlten, die Kontrolle. Der Anschlusstreffer war für die drängenden Kölner in Reichweite.

Nach einer Stunde kam der Ex-Hoffenheimer Modeste. Es war aber kurz darauf Kramaric, der die Vorentscheidung verpasste (65.). Nachdem Modeste Baumgartner gefoult hatte, schlug Kramaric erneut vom Punkt zu.

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Ex-Weltmeister Großkreutz beendet Profi-Karriere

Rio-Weltmeister Kevin Großkreutz beendet seine Profi-Karriere. Das teilte der zuletzt vereinslose 32-Jährige am Sonntag in den sozialen Netzwerken mit. “Nach 15 Jahren ist es für mich an der Zeit, dem Profifußball tschüss zu sagen”, sagte Großkreutz in einem auf Instagram veröffentlichten emotionalen Video. Dabei zeigte er einige Höhepunkte seiner Karriere, die mit Musik untermalt wurden. 

Mit Borussia Dortmund wurde Großkreutz unter Trainer Jürgen Klopp zweimal Meister (2011, 2012) und DFB-Pokalsieger (2012). Er bestritt sechs Länderspiele und wurde von Bundestrainer Joachim Löw in den Kader für die WM 2014 berufen. Bei dem Turnier in Brasilien blieb er allerdings ohne Einsatz.

“Unfassbar, diese vielen Momente. Ich bin unheimlich stolz darauf, diese Momente mit euch erlebt haben zu dürfen. Es war vielleicht keine Bilderbuchkarriere, wenn ich an den Dönerwurf denke. Oder an den Abgang in Stuttgart, der nicht schön war. Fehler macht jeder, das Wichtigste ist, dass man dazu steht”, so Großkreutz weiter.

Großkreutz stand bis Oktober beim Drittligisten KFC Uerdingen unter Vertrag. Einen Einstieg bei einem Amateurverein schloss er nicht aus. “Jetzt möchte ich zurückkehren. Zum Amateursport mit Freunden und die nächste Geschichte schreiben. Darauf freue ich mich.”

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Barcelona mit viertem Ligasieg in Serie

Der FC Barcelona hat seine Erfolgsserie in der spanischen Fußball-Liga fortgesetzt. Das Team um den deutschen Nationaltorhüter Marc-Andre ter Stegen gewann beim Vorletzten FC Elche 2:0 (1:0) und feierte vierten Ligasieg in Folge. 

Frenkie de Jong (39.) und der kurz zuvor eingewechselte Riqui Puig (89.) erzielten die Treffer und sorgten dafür, dass Barca als Dritter mit 37 Punkten nur drei Zähler Rückstand auf den Erzrivalen Real Madrid hat. Superstar Lionel Messi war nach seiner Roten Karte im spanischen Supercup gegen Athletic Bilbao (2:3) gesperrt.

Die Königlichen gewannen am Samstag mit Toni Kroos 4:1 (3:0) bei Deportivo Alaves. Reals Trainer Zinedine Zidane fehlte dem Rekordmeister dort aber aufgrund einer Corona-Infektion, der Franzose wurde durch Assistent David Bettoni vertreten.

Weiter an der Tabellenspitze steht allerdings Atletico Madrid. Das Team von Trainer Diego Simeone hat vier Punkte Vorsprung auf Real und zudem zwei Spiele weniger als die Verfolger ausgetragen. Am Abend konnte Atletico gegen den FC Valencia den Abstand wieder vergrößern.

Casemiro erzielte in der 15. Spielminute den Führungstreffer für Real nach einer Ecke von Kroos. Kurz vor der Halbzeit traf Eden Hazard nach Vorarbeit des deutschen Nationalspielers (45.+1), Karim Benzema gelang ein Doppelpack (41./70.). Den Treffer für Alaves erzielte der ehemalige Bundesliga-Spieler Joselu (59.). Erst am Mittwoch war Real überraschend in der dritten Runde des Pokals beim Drittligisten CD Alcoyano mit 1:2 nach Verlängerung ausgeschieden.

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197. Mal zu Null: Neuer stellt Bundesliga-Rekord auf

Welttorhüter Manuel Neuer hatte am Sonntag doppelt Grund zum Jubeln: Das 4:0 (1:0) bei Schalke 04 war für Bayern München ein weiterer Schritt zum nächsten Titel – und Neuer stellte mit dem 197. Bundesligaspiel ohne Gegentreffer einen Rekord auf. Damit überflügelte er Oliver Kahn, mit dem sich der 34-Jährige den Spitzenplatz in dieser Statistik geteilt hatte. Neuer benötigte nur 423 Spiele für die Bestmarke, Kahn stand in 557 Spielen (für den Karlsruher SC und Bayern München) auf dem Platz. 

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