Frankfurter Siegesrausch endet in Bremen

Erste Liga-Niederlage im Jahr 2021 – Eintracht Frankfurts wundersamer Siegesrausch ist vorerst beendet: Das Team von Trainer Adi Hütter musste sich im Freitagabendspiel der Fußball-Bundesliga mit 1:2 (1:0) bei Werder Bremen geschlagen geben und verpasste im Champions-League-Rennen den Sprung auf Rang drei. Zugleich endeten die beeindruckenden Serien der Hessen nach zuletzt fünf Siegen in Folge und elf Punktspielen ohne Niederlage.

Riesenjubel dagegen bei Werder: Florian Kohfeldts Mannschaft vergrößerte zum Auftakt des 23. Spieltags den Abstand auf den Relegationsplatz auf vorerst acht Punkte und setzte ein dickes Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt.

Eintracht-Toptorjäger Andre Silva brachte sein Team schon in der 9. Spielminute nach einem wohl unberechtigten Eckball mit seinem 19. Saisontreffer in Führung. Werder biss sich in die Partie und schlug zu Beginn des zweiten Durchgangs durch Theodor Gebre Selassie zurück (47.). Josh Sargent gelang dann das 2:1 (62.) – beide Treffer fanden erst nach Prüfung der Videobilder Anerkennung.

Frankfurt-Trainer Hütter hatte sich enorm selbstbewusst vor dem Anpfiff gezeigt. Wenn sein Team erneut das volle Potenzial abrufe, sei er vom Sieg in Bremen überzeugt, sagte er. Und der Österreicher durfte sich in den Anfangsminuten bestätigt fühlen. Die Gäste legten mit der Selbstverständlichkeit eines Seriensiegers los.

Allerdings hatten die Gastgeber auch Pech: Die Ecke zum 1:0 hätte es wohl nicht geben dürfen, der Frankfurter Djibril Sow war offenbar zuletzt am Ball. Wenig später, nach einer weiteren Großchance für Silva (18.), beschwerte sich Kohfeldt in aller Deutlichkeit bei Schiedsrichter Robert Hartmann über dessen Entscheidungen. 

Die Bremer, die am Dienstag beim Zweitligisten Jahn Regensburg die Chance auf den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals besitzen, waren durchaus gut eingestellt und erarbeiteten sich mit zunehmender Spieldauer immer mehr Umschaltsituationen. Eine führte zu einem Freistoß aus zentraler Position, den Milot Rashica auf den Körper von Eintracht-Keeper Kevin Trapp knallte (26.). Acht Minuten später landete ein Schlenzer des quirligen Kosovaren an der Latte.

Werder piekste die Eintracht mit dem Ausgleich an. Angetrieben über die starke linke Seite mit Kostic drängte das Auswärtsteam jetzt auf die erneute Führung, wurde aber wieder von der zielstrebigen Bremer Offensive erwischt. Wenig später jubelten die Grün-Weißen einmal mehr. Doch der Treffer von Romano Schmid (69.) wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Die Eintracht warf nun alles nach vorne.

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Sampaoli neuer Trainer bei Olympique Marseille – Präsident Eyraud entlassen

Der ehemalige argentinische Fußball-Nationaltrainer Jorge Sampaoli ist neuer Trainer des französischen Spitzenklubs Olympique Marseille. Das teilte der neunmalige Meister am Freitag mit. Sampaoli war zuletzt für den brasilianischen Erstligisten Atletico Mineiro aktiv. Der 60-Jährige folgt auf den Anfang Februar entlassenen Coach Andre Villas-Boas.

Zudem schasste Olympique-Besitzer Frank McCourt den lange in der Kritik stehenden Präsidenten Jacques-Henri Eyraud. Seit Wochen hatten OM-Anhänger gegen den in Paris geborenen Eyraud protestiert. Anfang Februar hatten Hunderte aufgebrachte Anhänger sich gewaltsam Zutritt zum Trainingsgelände verschafft und nach Klub-Angaben einen Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro verursacht.

Ersetzt wird Eyraud durch Sportdirektor Pablo Longoria. Marseille hat in der Ligue 1 bereits 20 Punkte Rückstand auf Tabellenführer OSC Lille.

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3.Liga: 1860 München gewinnt Derby gegen Haching

Durch einen Sieg im “S-Bahn-Derby” hält 1860 München im Aufstiegsrennen der 3. Fußball-Liga Kontakt zur Spitzengruppe. Die Löwen bezwangen die SpVgg Unterhaching am 26. Spieltag mit 3:1 (1:0) und liegen mit 41 Punkten auf Tuchfühlung zu Relegationsplatz drei. Für Haching (21) sieht es als Tabellen-18. nach sieben Pleiten nacheinander düster aus.

Dennis Erdmann (35.) brachte 1860 zunächst in Führung, die Robert Müller (57.) egalisierte. Kapitän Sascha Mölders (66.) und Stefan Lex (81.) sorgten für die Entscheidung zugunsten der Gastgeber.

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KSC bleibt dank Choi am Spitzen-Quartett dran

Der Karlsruher SC hat im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga seine Position als erster Verfolger des Spitzen-Quartetts gefestigt. Die Badener gewannen am 23. Spieltag bei Darmstadt 98 1:0 (0:0) und rückten mit 39 Punkten zumindest vorerst bis auf drei Zähler an die Top 4 (alle 42) heran.

Kyoung-Rok Choi (52.) sorgte mit seinem Treffer für den fünften Karlsruher Auswärtssieg in Serie. Die Lilien (25) liegen in der unteren Tabellenregion durch die zweite Pleite in Folge weiter fünf Punkte vor Rang 16.

Fünf Tage nach dem 0:1 gegen den 1. FC Nürnberg, der ersten KSC-Niederlage in 2021, mangelte es den Gästen zunächst an Tempo und Ideen. Die zielstrebigeren Darmstädter entwickelten vor den Augen von U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz deutlich mehr Torgefahr.

Doch das Team von Trainer Markus Anfang belohnte sich nicht, es haperte an der Durchschlagskraft. Serdar Dursun (21.) scheiterte so wie auch Tobias Kempe (30.) mit seinem Freistoß an Karlsruhes Keeper Marius Gersbeck.

Nach dem Seitenwechsel ging der KSC sichtlich entschlossener zu Werke. Der Südkoreaner Choi münzte das mit einem präzise gezirkelten Flachschuss von der Strafraumgrenze ins lange Eck in die Führung um.

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KSC meldet sich im Aufstiegsrennen zurück – Regensburg siegt ohne Trainer

Der Karlsruher SC hat sich im packenden Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Die Badener gewannen am 23. Spieltag bei Darmstadt 98 1:0 (0:0) und rückten mit 39 Punkten zumindest vorerst bis auf drei Zähler an das Spitzen-Quartett (alle 42) heran.

Ohne seinen positiv auf das Coronavirus getesteten Trainer Mersad Selimbegovic stoppte Jahn Regensburg seine Sieglos-Serie nach vier Spielen. Der SSV Jahn bezwang im zweiten Freitagabendspiel den Bundesliga-Absteiger SC Paderborn ebenfalls mit 1:0 (0:0) und verbesserte sich mit 29 Punkten auf Rang elf.

Am Darmstädter Böllenfalltor sorgte Kyoung-Rok Choi (52.) mit seinem sehenswerten Treffer für den fünften Karlsruher Auswärtssieg in Serie. Die Lilien (25) liegen in der unteren Tabellenregion durch die zweite Pleite in Folge weiter fünf Punkte vor Rang 16.

Regensburg jubelte in einem intensiven Spiel dank Sebastian Stolze (53.). Zudem parierte Jahn-Torhüter Alexander Meyer einen Foulelfmeter von Dennis Srbeny (65.). Die Paderborner, die bereits am Dienstag ein Nachholspiel bestritten hatten, bleiben mit 31 Zählern Zehnter.

Jahn-Trainer Selimbegovic war vor der Partie gegen die Ostwestfalen bei einem PCR-Regeltest positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 38-Jährige zeige keine Symptome und befinde sich in häuslicher Isolation, teilte der Jahn vor dem Anpfiff mit. Assistenzcoach Sebastian Dreier übernahm das Kommando.

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