Früherer Maradona-Anwalt klagt an: „Vollgepumpt, bis das Herz explodierte“

Der frühere Anwalt des verstorbenen Fußballidols Diego Maradona hat die Behandlungsmethoden der Ärzte scharf kritisiert. „Es wurden Fehler gemacht, sie haben den armen Kerl vollgepumpt und vollgepumpt bis sein Herz explodierte“, sagte Matias Morla Reportern nach seiner Zeugenaussage im Rahmen der Untersuchung zum Tod des Argentiniers bei der Staatsanwaltschaft in San Isidro.

Laut Morla war der Umgang mit dem berühmten Patienten „sehr schlecht, deshalb starb er“, sagte der Jurist. Maradona war am 25. November 2020 im Alter von 60 Jahren nach einem Herzinfarkt verstorben. Zuvor war beim Weltmeister von 1986 ein Blutgerinnsel im Kopf entfernt worden. Maradona litt unter anderem auch unter Nieren- und Leberproblemen.

Ein siebenköpfiges medizinisches Team hatte sich im Privathaus des Weltstars um Maradona gekümmert. Auch sie wurden bereits zur Angelegenheit befragt. Morla berichtete, dass die Stimme seines Klienten beim letzten Besuch vor dessen Tod „merkwürdig“, „roboterhaft“ und „sehr hoch“ gewesen sei. Die Entscheidung der Familie, ihn nicht in einem Krankenhaus behandeln zu lassen, nannte Morla „verrückt“. Die Töchter hätten ihn „aufgegeben“.

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Nagelsmann im Pokal gegen Gladbach wohl zurück auf der Bayern-Bank

Eine Woche nach seinem positiven Coronatest wird Julian Nagelsmann am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky) im DFB-Pokal-Hit bei Borussia Mönchengladbach voraussichtlich auf die Trainerbank des deutschen Fußball-Rekordmeisters Bayern München zurückkehren. Das bestätigte Vereinspräsident Herbert Hainer am Montagabend im Rahmen der Premiere der Amazon-Doku „FC Bayern – Behind the Legend“.

„Es geht Julian sehr gut, er ist auch wieder zu Späßen aufgelegt. Wenn er negativ getestet wird, gehe ich davon aus, dass er am Mittwochabend im Pokal wieder dabei sein kann“, sagte Hainer. 

Nationalspieler Thomas Müller warnte trotz deren aktuellen Formtiefs vor den Gladbachern. „Ich weiß nicht, ob es ein viel schwieriges Pokalspiel in der zweiten Runde geben kann“, sagte er: „Wir sind optimistisch und selbstbewusst genug, aber wir müssen schon eine Leistung abrufen, die sich gewaschen hat.“

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Voss-Tecklenburg hofft auf mehr Frauen im Männerfußball

Mehr weibliche Kompetenz für den Männerfußball: Diesen Appell richtet Frauen-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg an die deutschen Profivereine. „Ich kann nur jedem Verein, jedem Sportdirektor raten: Holt euch Frauen in eure Teams“, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Ihr werdet feststellen, dass sie besser funktionieren und leistungsfähiger sind.“

Mögliche Akzeptanzprobleme befürchtet Voss-Tecklenburg (53) nicht: „Es geht darum, ob man ein guter Trainer und gute Trainerin ist oder nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Fans Vorurteile hätten, dafür ist unsere Welt inzwischen viel zu divers“, sagte sie: „Es braucht nur jemanden, der damit anfängt.

Auch eine mögliche DFB-Doppelspitze aus einer Frau und einem Mann würde die Bundestrainerin begrüßen: „Jetzt brauchen wir auch die Frauen, die ‚Ja‘ sagen, wenn sie gefragt werden, diese Verantwortlichkeit zu übernehmen. Wir haben diese Persönlichkeiten“, sagte sie: „Ich könnte mir gut vorstellen, dass eine Doppelspitze funktioniert, wenn man den gleichen Weg geht.“

Um für die Frauen-Bundesliga mehr Zuschauer zu gewinnen, setzt sie vor allem auf die Vereine, die auch bei den Männern vertreten sind: „Die Leute werden nicht von alleine kommen, man muss sie animieren“, sagte Voss-Tecklenburg: „Deshalb braucht es tolle Stadien, gute Anstoßzeiten, mehr Information.“ Auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei in der Pflicht, da sein gesellschaftlicher Auftrag „nicht nur der Männerfußball, der überdimensioniert ist“, sei.

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Rummenigge über Kimmich-Debatte: „Die Kirche trotzdem im Dorf lassen“

Der ehemalige Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat in der Impfdebatte um Nationalspieler Joshua Kimmich Gelassenheit gefordert. „Es ist offensichtlich zu einem Politikum geworden. Man sollte die Kirche trotzdem im Dorf lassen“, sagte der langjährige Vorstandsvorsitzende des deutschen Fußball-Rekordmeisters am Montagabend im Rahmen der Premiere der Amazon-Doku „FC Bayern – Behind the Legend“.

„Wenn ich einen Spieler kenne, der extrem verantwortlich und vorbildlich mit vielen Dingen im Leben umgegangen ist, dann war es Joshua“, sagte Rummenigge: „In dem Fall wird er irgendwann auch die richtige Entscheidung fällen. Aber es muss ihm selbst überlassen sein.“ Druck von außen halte er für „nicht unbedingt zielführend“.

Kimmich hatte am vergangenen Samstag nach dem 4:0 des Rekordmeisters gegen die TSG Hoffenheim bei Sky erklärt, er habe sich aus Sorge vor möglichen Langzeitfolgen noch nicht impfen lassen. Rummenigges Nachfolger Oliver Kahn warb erneut für eine Impfung: „Wir können es allen nur empfehlen, sich zu impfen. Letztendlich muss man es respektieren, wenn Spieler eine andere Meinung haben“, sagte der Bayern-Vorstandschef.

Kimmichs Mitspieler äußerten sich zurückhaltend: „Ich glaube, dass alle Ungeimpften und Geimpften aufgeklärt sind und jeder den gleichen Wissensstand hat“, sagte Kapitän Manuel Neuer: „Jo kann damit umgehen. Der weiß, worum es geht, und passt ja auf. Ich glaube, jeder kennt auch ungeimpfte Menschen in seinem Bekannten- und Freundeskreis. Aber wenn es eine Person des öffentlichen Lebens betrifft, ist klar, dass es medial eine größere Rolle spielt.“

Auch Thomas Müller vermied Kritik: „Das ist kein daily-brandheißes Thema, weswegen Gesprächsrunden unter uns Spielern einberufen werden. Wir sind Fußball-Kumpels“, sagte er.

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3. Liga: Kaiserslautern verpasst Platz drei – Duisburg holt Punkt mit Schmidt

Der 1. FC Kaiserslautern hat in der 3. Fußball-Liga den fünften Sieg in Folge und damit den Sprung auf den Aufstiegsrelegationsplatz verpasst, der MSV Duisburg bremste unter dem neuen Trainer Hagen Schmidt vorerst seine Talfahrt. Die Pfälzer kamen im Duell der Bundesliga-Gründungsmitglieder nicht über ein 1:1 (1:0) bei den Zebras hinaus und bleiben auf Platz sieben.

Duisburg verhinderte die vierte Niederlage in Folge, steckt aber weiter in der Abstiegszone fest. Schmidt, zuletzt Trainer der U17 des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, hatte vor einer Woche die Nachfolge des entlassenen Pawel Dotschew angetreten.

Boris Tomiak (44.) erzielte kurz vor der Halbzeitpause die Führung für die Gäste. Nach dem Seitenwechsel drängte der MSV auf den Ausgleich – und wurde durch ein Eigentor von Mike Wunderlich (82.) belohnt. In der Schlussphase erlitt der Lauterer Felix Götze nach einem Zusammenprall mit dem Duisburger Rolf Feltscher offenbar eine Kopfverletzung und musste mit der Trage vom Feld gebracht werden. Kurz vor dem Abpfiff sah FCK-Stürmer Daniel Hanslik wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (90.+4).  

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