Schult kritisiert DFB-Führung: „Glaube, dass es so nicht weitergeht“

Nationaltorhüterin Almuth Schult hat die Forderungen der Frauenpower-Bewegung bekräftigt und Kritik an der Führung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) geübt. „Ich sitze nicht in den Präsidiumssitzungen. Aber wenn man hört, was nach außen dringt, dann glaube ich, dass es so nicht weitergeht“, sagte die 30-Jährige im Interview mit der Süddeutschen Zeitung im Hinblick auf die Interimspräsidenten Rainer Koch und Peter Peters.

Die von neun prominenten Frauen aus dem Fußball ins Leben gerufene Initiative hatte jüngst unter dem Motto „Fußball kann mehr“ acht Forderungen im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit aufgestellt. Dazu gehört auch eine Frauenquote von 30 Prozent in Führungspositionen bei Fußballverbänden. 

Zudem fordert die Gruppe die schnelle Einberufung eines außerordentlichen DFB-Bundestages, um unter anderem eine Strukturreform auf den Weg zu bringen. „Damit mit kompetenten, unabhängigen Leuten frischer Wind reinkommt“, sagte Schult. 

Es sei schwer zu durchschauen, „wie der DFB wirklich funktioniert. Wir fragen: Wie können wir den DFB-Bundestag mit den Wahlmännern aus den Landes- und Regionalverbänden diverser gestalten? Wie kann das Präsidium die Mitglieder besser repräsentieren?“

Schiedsrichter-Pionierin Bibiana Steinhaus-Webb soll im Rahmen ihres Engagements für die Initiative angeblich vonseiten des DFB unter Druck gesetzt worden sein. „Es ist, glaube ich, nicht an der Zeit, das öffentlich auszusprechen. Aber ich kann sagen, dass es jemand aus den Etagen weiter oben war“, sagte Schult. Es sei „gut zu kommunizieren, dass so etwas noch immer stattfindet. Es zeigt, was für Praktiken teilweise noch herrschen“.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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