Schnellinger vor seinem 81. Geburtstag: “Der Fußball wird einen Wandel erleben”

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Karl-Heinz Schnellinger ist in seiner Wahlheimat Mailand natürlich stark vom Coronavirus betroffen. “In meinem Alter ist die Ansteckungsgefahr hoch, und es ist besser, dem Virus keine Chance zu geben”, sagte der gebürtige Dürener, der im Mailänder Viertel Segrate wohnt, dem SID. Die Corona-Pandemie hat die Lombardei zurzeit fest im Griff. 

Am Dienstag vollendet der 47-malige Internationale in häuslicher Quarantäne sein 81. Lebensjahr. An die strikte Ausgangssperre hält sich “Carlo il biondo” (Karl der Blonde), wie er von den Italienern genannt wird, rigoros, inzwischen hat er sich mit der Lage abgefunden. “Zu Hause zu bleiben, ist im Moment die einzige Art, das Virus zu bekämpfen”, so Schnellinger.

Er gibt sich ein wenig fatalistisch. “Solange man kein Medikament oder einen Impfstoff findet, muss man tun, was man vorgeschrieben bekommt. Niemand hat damit gerechnet, dass sich diese Epidemie so stark verbreiten würde”, meinte der einstige Weltklasse-Abwehrspieler, der mit dem AC Mailand zwischen 1965 und 1974 eine Meisterschaft, drei Pokalsiege, einmal den Europapokal der Landesmeister, den Weltpokal und zweimal den Europapokal der Pokalsieger erringen konnte.

Seinen Geburtstag wird Schnellinger mit seiner Frau Ursula feiern. Tochter Birgit erledigt zurzeit die Einkäufe, mit den vier Enkelkindern im Alter zwischen 12 und 17 Jahren hält er per Skype Kontakt. 

Den Fußballern, die zurzeit einer Zwangspause unterliegen, rät Schnellinger, geduldig zu bleiben. “Man kann überall trainieren und Gymnastik machen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg”, betonte der ehemalige Profi des 1. FC Köln: “Ich glaube kaum, dass in Italien die Meisterschaft zu Ende gespielt werden kann, doch warten wir ab. Fest steht, dass die Fußballwelt, wie andere Berufsbranchen auch, einen Wandel erleben wird.”

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

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