Bundesliga-Tippspiel: Dieser Gewinn lohnt sich!

Noch fünf Wochen bis Bundesliga-Start! Damit die Vorfreude auf die Saison 2019/20 wächst, hat Fever Pit´ch inzwischen ein Tipp-Spiel aufgesetzt und in den Sozialen Netzwerken die provokante Frage aufgeworfen: “Jetzt mal ehrlich! Wer hat mehr Ahnung von Fußball?”

Die Reaktion lief wie erwartet: In nur wenigen Stunden war die maximale Teilnehmerzahl erreicht, schnell erhöhte sich das Kontingent. Aber: Es sind nur noch ein paar Startplätze frei. Wer also beweisen will, dass er Bundesliga-Resultate richtig voraussagen kann, sollte sich beeilen. Hier bitte klicken!

Das Schöne an diesem Tipp-Spiel: Man hat einen wunderbaren Überblick über die Spieltermine, beschäftigt sich mit jedem Spiel und kann dann sogar etwas gewinnen. Der Saisongewinner bekommt zwei Tickets für das DFB-Pokalfinale am 23. Mai in Berlin. Da kann man nur sagen: Allein dafür lohnt es sich doch.

Das Olympiastadion in Berlin. Alle Foto: Imago Images

Und nicht nur das: In regelmäßigen Abständen werden Zwischengewinne ausgelobt, damit auch Späteinsteiger in den Genuss schöner Preise kommen können. Um auf die Frage von oben einzugehen: Bei Tipp-Spielen zweifelt der Macher von Fever Pit´ch eh an seinem Fußballsachverstand – und spielt außer Konkurrenz mit.

Heute Trainingsstart beim FC Bayern: Schon brodelt’s wieder

Kein Leroy Sane. Auch kein Ousmane Dembele. Nicht einmal Callum Hudson-Odoi. Wenn Doublesieger Bayern München am Montag in die Vorbereitung auf die neue Saison startet, stellt sich in Lucas Hernandez zwar der teuerste Spieler der Bundesliga-Geschichte vor. Auf den ersehnten neuen Offensivstar warten die Fans aber vergebens. Und deshalb rumort es an der Basis – und intern.

Nach Trainer Niko Kovac hat auch Kapitän Manuel Neuer Alarm geschlagen. Der Torhüter ließ seinen Berater Thomas Kroth via Süddeutschen Zeitung offen mit Abschied drohen, sollte es nicht endlich zu den dringend benötigten Top-Transfers kommen. “Die Vertragsverlängerung und ein Karriereende beim FC Bayern ist natürlich das naheliegende Modell”, wird Kroth zitiert, “aber nicht das einzige.”

Mit seinen Zitaten rüttelte Thomas Kroth den FC Bayern durch. Foto: Imago / HJS

Neuer sei erfolgsorientiert und wolle nach 2013 erneut die Champions League gewinnen. Aber, meinte Kroth: “Mein Eindruck ist, dass der Abstand zu den vier englischen Top-Teams schon gravierend ist und der Münchner Kader aktuell noch nicht entsprechend – also konkurrenzfähig – aufgestellt ist, um auch die Ziele von Manuel ernsthaft anzugehen.”

FC Bayern ein Pulverfass?

Laut Bild am Sonntag denken, so wörtlich. “viele” von Neuers Kollegen genauso. Das Blatt schreibt deshalb vom “Pulverfass Bayern”. Zumal auch Trainer Niko Kovac die weiter vergeblichen Bemühungen von Sportdirektor Hasan Salihamidzic auf dem Transfermarkt mit zunehmender Nervosität verfolgt. 

“Vier Spieler brauchen wir noch”, forderte er im Kicker. Nach dem Abgang der Top-Profis Arjen Robben, Franck Ribery, Mats Hummels, James und Rafinha genügt sein Kader den höchsten Ansprüchen nicht mehr – trotz Ausgaben in Höhe von fast 120 Millionen Euro für Hernandez (Atletico Madrid / 80 Mio. Euro), Benjamin Pavard (VfB Stuttgart / 35 Mio. Euro) und Jann-Fiete Arp (Hamburger SV / 3 Mio. Euro).

Gute Miene zum… Karl-Heinz Rummenigge mit Niko Kovac beim Oktoberfest. Foto: Imago

Dabei hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im Klubmagazin “51” angekündigt, dass die Bayern “den Fokus auf die Champions League wieder deutlich schärfen” wollen. Wie das klappen soll, kann der Bayern-Boss am Montag erklären – vor dem ersten öffentlichen Training mit einem Rumpfkader ohne Nationalspieler wohnt er der Vorstellung von Hernandez bei. Am Dienstag spricht Kovac, am Freitag Salihamidzic.

Der Sportdirektor hatte zuletzt angesichts der stockenden Bemühungen etwa um Sané wie Präsident Uli Hoeneß öffentlich um Geduld geworben. Und das ist auch richtig, meinte Matthias Sammer. “Der Markt ist überhitzt”, sagte der Europameister von 1996 dem SID: “Man muss im Leben auch warten können. Ich glaube, dass sie warten.”

Erstes Bayern-Pflichtspiel am 3. August

Zumal Hoeneß zuletzt bezüglich der Kaderplanung betont hatte: “Bis Ende Juli musst du fertig sein.” Am 3. August steht mit dem Supercup in Dortmund das erste Pflichtspiel der Saison an, am 12. August gastieren die Bayern in der ersten DFB-Pokalrunde bei Energie Cottbus, vier Tage später starten sie gegen Hertha BSC in die Liga. Dann soll auch der ein oder andere neue Offensiv-Star dabei sein.

Warum die Transfer-Erlöse wirklich explodieren

Wie ein Gewerkschaftsvertreter sieht Georg Pangl wahrlich nicht aus. Schwarzer Anzug, offenes Hemd, dazu der Fünf-Tage-Bart: Fast könnte man den 54-jährigen Österreicher für einen Börsen- oder Immobilienmakler halten. Doch das täuscht.

Seit fünf Jahren ist Pangl Generalsekretär beim Verbund europäischer Fußball-Ligen, kurz “EPFL”, und kämpft mit aller Macht für 35 Mitgliedsländer gegen Auswüchse des internationalen Fußballs. “Ich mache mir ernsthafte Sorgen”, sagt er gerne und weiß: Der Satz verliert nie an Aktualität.

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Man kann den Wahnsinn in diesem Sommer wieder beobachten. Am Montag beginnt die Transferperiode zur Saison 2019/20 offiziell. Aber was heißt schon: Beginnen? Schon jetzt fliegen die drei- und zweistelligen Millionensummen nur so durch die Schlagzeilen.

Hasan Salihamidzic mit Uli Hoeneß
Hasan Salihamidzic mit Uli Hoeneß: Wen kriegen sie noch? Foto: Imago

Eden Hazard für 100 Mio. Euro von Chelsea zu Real Madrid. Lucas Hernandez für 80 Mio. Euro von Atletico Madrid zu Bayern München. Frenkie de Jong für 75 Mio. Euro von Ajax Amsterdam zum FC Barcelona. Und die richtig fetten Transfers kommen noch.

In diesem europäischen Milliardenspiel will Georg Pangl ein Muster erkannt haben und wird nicht müde, ganz Gewerkschafter, Machenschaften im weiten Kontext anzuprangern. Die Zeit dafür ist günstig. Jeder Fan spürt: Da läuft was schief im Profifußball.

Was Pangl vom branchenüblichen Gemurre über den Transfer-Irrsinn unterscheidet, präsentierte er Mitte Juni auf der Fußballkonferenz “Spielmacher” in Hamburg. Nicht Emotionen und Romantik bereichern seine Argumentation – sondern Fakten.

Mit dem Charme eines Buchhalters offenbarte er die Ungerechtigkeit bei der Geldverteilung der Champions League. Sieben Milliarden Euro kassierten die 14 Top-Klubs in den ersten 26 Jahren des Elite-Wettbewerbs. Inzwischen kommt die Summe in sechs Jahren zusammen.

“Die Schere geht weiter auf”

In 26 von 55 Verbänden, die in der europäischen Fußball-Union (Uefa) organisiert sind, erhält ein einziger Klub in der nationalen Liga mehr als 50 Prozent der Uefa-Ausschüttung. Die Steigerungsraten bei den Top-Klubs sind enorm.

Real Madrid bekam von 2015 bis 2018 einen Anteil von 81 Mio. Euro – inzwischen sind es 137 Mio. Euro. Das Gleiche bei Juventus Turin: eine Steigerung von 110 auf 144 Mio. Euro. Man kann es nicht anders sagen: Die Reichen werden immer reicher.

Oder wie es Pangl ausdrückt: “Die Schere geht weiter auf.” Längst hat die Uefa dafür gesorgt, dass 14 statt 17 Nationen an der Champions League teilnehmen: Jedes Kuchenstück wird dadurch größer. Die Pläne für eine Super League werden die Situation verschärfen.

“Wettbewerb wird durch die konzentrierte Ausschüttung des Uefa-Geldes an einen oder wenige Klubs zerstört”, weiß Pangl. Das ist kein Horror-Szenario, sondern schon Realität. Es ist kein Zufall, dass Bayern München und Juventus Turin Serienmeister sind.

Nur Bayern München und vielleicht noch Borussia Dortmund können es sich in Deutschland  leisten, Top-Stars zu verpflichten. Schalke muss schon zufrieden sein, dass Benito Raman aus Düsseldorf kommt. Die eigenen Stars, zuletzt Leon Goretzka, konnte man nicht halten. Hertha BSC dagegen lacht sich einen Investor an.

Borussia Dortmund hat keine Probleme bei der Finanzierung von Mats Hummels. Foto: Imago

Die teuersten Transfers in Europa liegen zwischen 35 und 100 Mio. Euro bisher. Zehn Vereine geben Spieler ab – aber nur fünf nehmen auf. Der elitäre Kreis von Real Madrid, Barcelona und Bayern wird nur temporär durch Wolverhampton und Valencia erweitert.

Leroy Sané, Ousmane Dembélé, Matthijs de Ligt, Romelu Lukaku – noch begutachtet das Establishment des internationalen Fußballs die Handelsware. Sport-Bild hat ermittelt, dass allein Bayern München an die 200 Mio. Euro auf der hohen Kante liegen hat, um zuzuschlagen.

Das Risiko ist begrenzt. Geld ausgeben, um noch mehr Geld einzunehmen – ein irrer Kreislauf. Was die Pangl-Schaubilder zeigen, ist atemberaubend: Auf 27 Milliarden Euro werden sich die Uefa-Ausschüttungen aus der Champions League von 1992 bis 2024 kumuliert haben. 

“Der Fan zahlt indirekt das Geld”

Steigerung allein in den nächsten drei Jahren: 81 Prozent. Was Pangl will: Dass die Klubs unterhalb der Top-14 nicht mit Kleingeld abgespeist wird wie Europa League mit kumuliert 5,7 Mrd. Euro bis 2024. Er weiß, was da läuft. Pangl arbeitete selbst jahrelang bei der Uefa.

“Der Fan bezahlt indirekt über die TV-Sender und Sponsoren das Geld”, warnte er kürzlich. “Dieses Rad sollte man nicht überdrehen, da es ansonsten eine Bereinigung geben wird.” Die Klubs, die ab Montag Spieler kaufen und danach Geld brauchen, wird das wenig kümmern.

Jetzt mal ehrlich! Wer hat mehr Ahnung von Fußball als ich?

Mitte August beginnt die Bundesliga-Saison 2019/20. In Zahlen: 34 Spieltage mit insgesamt 306 Spielen. Man behauptet ja gerne: Keiner hat mehr Ahnung! Jetzt will ich’s wissen: Wer hat denn Ahnung? Die Herausforderung: die größte Tipprunde, die Fever Pit’ch zusammentrommeln kann. Bisher sind 100 Startplätze reserviert.

Hier gehts zum Bundesliga-Tippspiel: Bitte klicken!

Pit Gottschalk, der Publisher von Fever Pit'ch
Pit Gottschalk, der Publisher von Fever Pit’ch. Foto: SK

Die Regeln: zwei Punkte, wenn die Tendenz des Spiels richtig getippt ist, drei Punkte bei richtiger Tordifferenz und vier Punkte bei komplett korrekter Voraussage. Dazu gibt es Bonus-Fragen. Welche drei Klubs steigen ab? Welcher Klub stellt den besten Torschützen? Welcher Klubs entlässt seinen Trainer zuerst? Was man tun muss: Unter KickTipp anmelden und den Spieltag tippen. Mehr nicht.

So geht das ständig: Neue Anmeldungen zum Bundesliga-Tippspiel noch und nöcher.

Toni Kroos als Kinofilm – es lohnt sich

Man konnte nicht erwarten, dass Spiegel Online behutsam mit dem Film “Kroos” von und über Toni Kroos umgeht. “Auf der Leinwand erfährt man als Zuschauer mehr über die Branche als über den Menschen”, argwöhnte der Kritiker und widerlegte mit seiner Beschreibung von Filmszenen anschließend die eigene Schlussfolgerung. 

Er schreibt: “So erscheint Toni Kroos, der aktuell wohl prominenteste deutsche Fußballer: ein treusorgender Vater, ein Familienmensch, einer, der absolut kein Bling-Bling braucht und seiner Frau als Ständchen ein Lied der Gruppe Pur singt. Er putzt sogar seine Fußballschuhe noch selbst.” Persönlicher kann’s ja kaum werden.

Wie viele Zuschauer zieht Toni Kroos in die Kinos?

Die Frage ist eher: Zieht so viel Bodenständigkeit genügend Zuschauer in die Kinos? Toni Kroos, Weltmeister von 2014 und als Spieler des FC Bayern und von Real Madrid viermal Champions-League-Sieger, trommelt bei RTL (“Stern-TV”) und im ZDF (“Markus Lanz”) zwar fleißig für die Dokumentation über seine Profikarriere. Eine Erfolgsgarantie ist das aber nicht.

So liegt vor dem Kinostart am 4. Juli eine Ungewissenheit in der Luft, wie das Publikum reagiert. Beim Auftakt in Köln kann nichts schiefgehen: Für Sonntagnachmittag bat Toni Kroos vorab Familie und Freunde zur “Weltpremiere”, wie es in der Einladung hieß, alle waren handverlesen. 113 Minuten dauert das Werk von Filmemacher Manfred Oldenburg.

Toni Kroos Leben von Profi verfilmt

Der Regisseur hat bereits Sporthelden wie die Klitschko-Brüder und Dirk Nowitzki verfilmt. Aber die jüngste Aufgabe schien besonders schwierig. Schon die Spielweise von Toni Kroos auf dem Rasen mutet so wenig spektakulär an, dass es fünf Jahre brauchte, bis die Fachjournalisten seinen Wert erkannten und ihn 2018 zum Fußballer des Jahres wählten.

Genau darum geht es bei diesem Film: Dass die Fußball-Liebhaber in der Heimat seinen Aufstieg vom Bolzplatz in Greifswald zum Bernabeu-Stadion in Madrid zu schätzen lernen. Talent ist das eine. Harte Arbeit, auch im Management, das andere. Hinter Kroos steht die Agentur von Deutschlands wichtigstem Spielerberater Volker Struth in Köln.

Fussballspieler Toni Kroos, mit Frau Jessica und den Kindern Leon und Amelie kommt am 30.06.2019 in Kˆln zur Premiere des Films Kroos , eine zweist¸ndigen Dokumentation ¸ber die Karriere des Fussballspielers Toni Kroos die am 04.Juli in die Kinos kommt. *** Soccer player Toni Kroos, with his wife Jessica and the children Leon and Amelie will be in Cologne on 30 06 2019 for the premiere of the film Kroos, a two-hour documentary about the career of soccer player Toni Kroos which will be released in cinemas on 04 July.
Toni Kroos mit Frau Jessica und den Kindern Leon und Amelie. Foto: Imago Images / Galuschka

Als Laie staunt man während des Films ganz sicher über die Irrwege, Sackgassen und mangelhafte Beschilderung, die so ein Weg zum Gipfel offenbart. Hinterher gilt der Platz an der Sonne als unverfehlbar. Die im Film ausgestrahlten Aussagen aus der Familie und von Vereinsgöttern wie Uli Hoeneß vermitteln einen Eindruck, wie steinig der Aufstieg sein kann.

“Schickimicki war nichts für ihn”, sagt an einer Stelle die Mutter und liefert die Erklärung, warum ihr Sohn Toni zwar mit dem FC Bayern 2013 das Triple gewann, dann aber später aus München Richtung Madrid floh. Insofern hat der Kritiker von Spiegel Online doch zur Hälfte recht: Der Film verrät auch Erstaunliches über diese verrückte Fußballbranche.

Alle Fotos: Imago Images / Galuschka