Belgien mit Hazard-Show zum Gruppensieg

Die belgische Fußball-Nationalmannschaft hat sich in der EM-Qualifikation vorzeitig den Sieg in der Gruppe I gesichert. Der WM-Dritte setzte sich mühelos mit 4:1 (3:0) in Russland durch, das ebenso wie die Roten Teufel bereits im vergangenen Monat das Ticket für die paneuropäische EM-Endrunde 2020 (12. Juni bis 12. Juli) gelöst hatte.

Nachdem Thorgan Hazard von Borussia Dortmund (19.) die Gäste mit einem Traumtor in Führung geschossen hatte, machte dessen Bruder Eden von Real Madrid (33, 40.) für den Weltranglistenersten bereits vor der Pause in St. Petersburg alles klar. Torjäger Romelu Lukaku (72.) legte im zweiten Durchgang nach, ehe Georgi Dschikija (79.) der Ehrentreffer für den Gastgeber gelang. Russland tritt zum letzten Gruppenspiel am Dienstag in San Marino an, Belgien spielt zeitgleich zum Abschluss gegen Zypern.  

Bereits zuvor hatte Schottland auf Zypern mit 2:1 (1:0) gewonnen. Die Schotten können aber noch in den Play-offs die EM-Teilnahme perfekt machen. Zudem verlor San Marino gegen Kasachstan 1:3 (0:3).

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DFB-Pokal: Wolfsburgs Frauen gewinnen in München

Seriensieger VfL Wolfsburg ist dank eines Erfolgs im Topspiel bei Bayern München ins Viertelfinale des DFB-Pokals der Frauen eingezogen. Der Titelverteidiger setzte sich in einer umkämpften Partie bei den Münchnerinnen mit 3:1 (1:1) durch und bleibt damit im Rennen um den sechsten Pokaltriumph nacheinander.

Stürmerin Ewa Pajor (21./90.+5) und Dominique Bloodworth (86.) sorgten mit ihren Treffern für den Erfolg der Mannschaft von Trainer Stephan Lerch. Münchens Jovana Damnjanovic (45.) hatte zwischenzeitlich den Ausgleich erzielt.

Auch Turbine Potsdam steht dank eines 3:2 (1:1) beim SC Freiburg in der nächsten Runde. Der 1. FFC Frankfurt scheiterte dagegen überraschend an Bayer Leverkusen, das Eigentor durch Tanja Pawollek (29.) zum 0:1 (0:0)-Endstand besiegelte das Aus. Dazu qualifizierten sich der SC Sand dank eines 2:0 (1:0) bei Werder Bremen, die TSG Hoffenheim gewann 6:1 (4:0) gegen den FF USV Jena.

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Neuers Nationalmannschafts-Zukunft nach EM weiter offen

Kapitän Manuel Neuer hat weiterhin noch keine Entscheidung über eine Fortsetzung seiner Laufbahn in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach der EM-Endrunde 2020 getroffen. “Ich habe mir keine Deadline gesetzt. So etwas muss von innen heraus kommen”, sagte der 33 Jahre alte Torwart des deutschen Meisters Bayern München in einem Interview mit dem Internetportal Sportbuzzer.

Wenige Monate vor dem EM-Turnier jedenfalls sieht Neuer offenbar noch wenig Gründe für einen Rücktritt aus der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw. “Ich weiß, dass ich im letzten Viertel meiner Karriere bin. Aber ich möchte so lange spielen, wie ich fit bin, gebraucht werde und es mir Spaß macht. Das ist alles noch der Fall”, sagte der Weltmeister von 2014 weiter.

Seine Entscheidung will Neuer, der zuletzt von Löw bis auf Weiteres als Nummer eins gesetzt worden ist, sorgfältig abwägen. “Ich habe ja nur die eine Karriere und kann nicht plötzlich mit 45 sagen: ‘Ich will jetzt nochmal für Deutschland spielen.’ Es gäbe dann für mich auch keinen Schritt zurück mehr. Wenn es vorbei ist, ist es vorbei.”

Bereits beim WM-Turnier 2018 in Russland hatte der Schlussmann eine Teilnahme an der nächsten WM-Endrunde 2022 in Katar offengelassen. Er wisse nicht, ob er dann noch dabei sein werde, sagte Neuer seinerzeit und nannte für eine entsprechende Entscheidung zu einem späteren Zeitpunkt seine Leistungsfähigkeit und körperliche Verfassung als wichtige Kriterien.

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Post mit Revolverkugel: Polizeischutz für Inter-Coach Conte

Wegen der anonymen Zusendung einer Revolverkugel ist Trainer Antonio Conte vom italienischen Fußball-Spitzenklub Inter Mailand offenbar unter Polizeischutz gestellt worden. Über eine entsprechende Maßnahme der Mailänder Polizei berichtete die Zeitung Corriere della Sera.

Conte hatte das Geschoss demnach in einem Umschlag ohne Absender erhalten. Der 50-Jährige informierte daraufhin die Sicherheitsbehörden und seinen Klub. Die Polizei untersucht das Projektil und hat Ermittlungen eingeleitet, die jedoch bislang ergebnislos sind.

Die Hintergründe für die ominöse Post sind unklar. Unzufriedenheit mit Inters sportlicher Situation allerdings sollte als Motiv keine Rolle spielen: Der Champions-League-Gruppengegner des deutschen Vizemeisters Borussia Dortmund hat in der europäischen Königsklasse gute Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale und liegt in der Serie A nur einen Punkt hinter Tabellenführer und Titelverteidiger Juventus Turin auf dem zweiten Platz.

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Hoeneß sauer: “Krakeelende” Fans “beschädigen” Abschied

Am Ende eines “wunderschönen Abends” mischte sich doch noch ein Wermutstropfen in den sonst so süßen Abschiedstrunk von Uli Hoeneß. “Ich habe mich heute so sauwohl gefühlt – und dann fangen diese Wortmeldungen an”, sagte der langjährige Patron von Bayern München nach seinem Abschied als Präsident bei der Jahreshauptversammlung. 20, 30 “Krakeeler” hätten sein emotionales Servus “unter dem Deckmantel der Demokratie und freien Meinungsäußerung beschädigt”, schimpfte er auf der Pressekonferenz nach dem Veranstaltungsende um halb eins.

“Ich war kurz davor, auf die Bühne zu gehen”, führte Hoeneß weiter aus. Doch anders als bei seiner legendären Wutrede 2007, als er kritische Fans scharf attackiert hatte (“Scheiß Stimmung!”), konnte sich der neue Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters diesmal bremsen. Den Nörglern “rufe ich zu: Geht doch nach Hause! Es ist keiner gezwungen, Mitglied beim FC Bayern zu sein”, ergänzte der 67-Jährige. Ein paar wenige Anhänger hatten die Verantwortlichen – auch Hoeneß – zuvor kritisiert.

Ansonsten habe er aber einen großartigen Abschied gehabt, meinte Hoeneß. “Ich muss das alles noch verarbeiten, das war schon eine sehr emotionale Sache. Ich war nicht vorbereitet auf das ganze Ausmaß an Empathie”, sagte er: “An den Abend werde ich noch lange denken.”

Zu seiner Zukunft sagte Hoeneß, der dem Verein unter dem neuen Präsidenten Herbert Hainer als Aufsichtsratsmitglied erhalten bleibt, er müsse sich jetzt “neu orientieren”. Auswärtsspiele seiner Bayern werde er nicht mehr besuchen, außerdem will er sich “nirgendwo aufdrängen”. Wenn sein Rat gewünscht sei, werde er da sein, er wolle aber nicht jede Woche ans Klubgelände an der Säbener Straße fahren “und schauen, ob die Möbel noch da sind”.

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