Waldschmidt schwärmt von Bayern: “Für diesen Verein aufzulaufen, wäre etwas ganz Besonderes”

Fußball-Nationalspieler Luca Waldschmidt vom SC Freiburg kann sich für die Zukunft einen Wechsel zum deutschen Rekordmeister Bayern München vorstellen: “Das ist der größte und erfolgreichste Klub Deutschlands. Für diesen Verein aufzulaufen, wäre etwas ganz Besonderes”, sagte der Angreifer dem Nachrichtenportal t-online: “Doch das ist ein Thema, mit dem ich mich bislang nicht allzu sehr befasse.”

Außerhalb der Bundesliga schwärmt der Torschützenkönig der U21-Europameisterschaft vor allem von Champions-League-Rekordsieger Real Madrid: “Real Madrid finde ich ziemlich geil”, sagte der 23-Jährige: “Das Stadion, der besondere Status dieses Klubs. Und: Ich mag es in weißen Fußballschuhen zu spielen und habe grundsätzlich ein Faible für die Farbe Weiß. Außerdem spielt dort Toni Kroos.”

Als nächstes großes Ziel peilt Waldschmidt die Europameisterschaft 2020 an: “Ich möchte Joachim Löw davon überzeugen, dass er nicht auf mich verzichten kann”, sagte der dreimalige Nationalspieler. 

Dafür muss er sich allerdings zunächst von seinen schweren Verletzungen aus dem Länderspiel gegen Weißrussland erholen. In der Partie hatte Waldschmidt eine mittlerweile operierte Mittelgesichtsfraktur sowie einen Außenbandanriss im rechten Knie erlitten und fällt damit mindestens bis Jahresende aus.

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Vor EM: Spanien testet in den Niederlanden

Die Niederlande und Spanien werden sich in einer Neuauflage des WM-Endspiels von 2010 auf die Fußball-EM 2020 (12. Juni bis 12. Juli) vorbereiten. Das Länderspiel wird am 29. März in Amsterdam stattfinden. Das gaben beide Verbände bekannt. Im WM-Finale vor neun Jahren hatten sich die Spanier durch einen 1:0-Erfolg nach Verlängerung in Johannesburg erstmals zum Weltmeister gekrönt.

Die Iberer werden im März auch Gegner der deutschen Nationalmannschaft sein. Die Begegnung findet voraussichtlich in Madrid statt, der genaue Termin steht noch nicht fest.

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Beierlorzer auch bei Heim-Debüt siegreich: Mainz gewinnt Rhein-Main-Duell

Achim Beierlorzer hat mit seinem neuen Klub FSV Mainz 05 auch bei seiner Heimpremiere einen Sieg gefeiert. Eine Woche nach dem furiosen 5:1-Auswärtserfolg beim Debüt des Trainers in Hoffenheim bezwangen die Mainzer im Rhein-Main-Duell am Montagabend Eintracht Frankfurt mit 2:1 (0:1). Nach einer Roten Karte für Dominik Kohr (44./Notbremse) hatten die Gastgeber mehr als eine Halbzeit in Überzahl agiert.

Karim Onisiwo (50.) und Joker Adam Szalai (69.) drehten nach dem Frankfurter Führungstreffer durch Martin Hinteregger (34.) die Partie. Während sich die Mainzer nach dem fünften Saisonsieg und mit nun 15 Zählern Richtung Tabellenmittelfeld orientieren, verpasste es die Eintracht vier Tage nach dem Europa-League-Erfolg beim FC Arsenal auch in der Liga in die Erfolgsspur zurückzukehren und zudem erstmals seit 33 Jahren beim rheinhessischen Rivalen zu gewinnen.

Die Partie hatte mit rund zehn minütiger Verspätung begonnen, nachdem aus dem Eintracht-Fanblock mehrere pyrotechnische Leuchtfeuer, Rauchkörper sowie ein Böller auf den Rasen geflogen waren. Sebastian Rode und Filip Kostic wurden beim Versuch, den eigenen Anhang zur Räson zu rufen, unwirsch verscheucht. Schiedsrichter Manuel Gräfe bat beide Mannschaften erneut in die Kabine, ehe er die Partie anpfiff. 

Die Atmosphäre blieb allerdings danach beinahe so frostig wie die Temperaturen. Aus Protest gegen die Montagsspiele verzichteten die Mainzer exakt 15:30 Minuten auf die üblichen Gesänge – Frankfurts Anhänger sogar die komplette erste Hälfte. Nur bei guten Torszenen, wie etwa dem ersten gefährlichen Abschluss durch den Mainzer Pierre Kunde (6.) oder auf der Gegenseite einer Direktabnahme von Kohr (11.), kam Stimmung auf.

Insgesamt war Mainz in Halbzeit eins die etwas aktivere Mannschaft, ohne sich dabei allerdings zwingende Tormöglichkeiten herauszuspielen. Stattdessen schlug Frankfurt nach einer clever ausgespielten kurzen Eckenvariante zu. Der aufgerückte Hinteregger traf letztlich per Flachschuss aus rund elf Metern zur Führung. FSV-Torhüter Robin Zentner sah dabei nicht gut aus. 

Kohrs Foul als letzter Mann änderte dann jedoch die Vorzeichen der Partie. Während der fällige Freistoß von Kunde noch wenig Gefahr brachte, machte sich die Mainzer Überzahl nach dem Seitenwechsel so richtig bemerkbar. Gegen Jean-Paul Boetius (47.) klärte Eintracht-Keeper Frederik Rönnow noch mit einer starken Parade, gegen Onisiwos von Hinteregger abgefälschten Schuss war er jedoch chancenlos. Mainz hatte nun Möglichkeiten im Minutentakt.

Die Eintracht hatte allerdings zunächst viel Glück, dass es beim 1:1 blieb. Erst als ein vermeintlicher Treffer von Onisiwo (53.) auf Intervention des Videoschiedsrichters zurückgenommen wurde, weil der Ball zuvor im Aus gewesen war. Dann als Szalai (59.) im Nachsetzen nach einem Schuss von Levin Öztunali aus kürzester Distanz scheiterte. Wenig später machte es der Ungar dann besser und mit seinem ersten Treffer seit der Rückkehr aus Hoffenheim die Wende perfekt. Filip Kostic vergab in der Nachspielzeit die Chance zum Ausgleich.

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Messi und Rapinoe gewinnen Ballon d’Or

Der sechsmalige Weltfußballer Lionel Messi (Argentinien) und Fußball-Weltmeisterin Megan Rapinoe (USA) sind in Paris mit dem Ballon d’Or ausgezeichnet worden. Messi (32) vom spanischen Meister FC Barcelona setzte sich bei der von Fachjournalisten aus aller Welt durchgeführten Wahl vor Champions-League-Sieger Virgil van Dijk (Niederlande) vom FC Liverpool und dem Portugiesen Cristiano Ronaldo (Juventus Turin) durch. Weltfußballerin Rapinoe (34) gewann vor Lucy Bronze (England) und ihrer Landsfrau Alex Morgan. Durchgeführt wird die Wahl von der Fachzeitschrift France Football. 

Für Messi ist es die sechste Auszeichnung mit dem Goldenen Ball, damit überflügelte er seinen großen Rivalen Ronaldo (5). Die deutschen Nationalspieler Marc-Andre ter Stegen (FC Barcelona) und Dzsenifer Marozsan (Olympique Lyon) gehörten wie auch Bayern Münchens Top-Torjäger Robert Lewandowski zu den Nominierten.

“Ich erinnere mich an meinen ersten Ballon d’Or. Es war undenkbar, dass ich jetzt meinen sechsten gewinne”, sagte Messi.

Die Kopa Trophy für den besten Spieler unter 21 Jahren gewann der Niederländer Matthijs de Ligt (Juventus Turin) vor dem Engländer Jadon Sancho (Borussia Dortmund). Auch der Leverkusener Kai Havertz war nominiert. Bei der Wahl zum besten Torhüter setzte sich der Brasilianer Alisson vom FC Liverpool vor ter Stegen durch. 

Bislang letzter von insgesamt fünf deutschen Preisträgern des Ballon d’Or war 1996 Matthias Sammer. Zwischen 2010 und 2015 fand die Wahl aufgrund eines Deals mit France Football unter dem Dach des Weltverbandes FIFA statt und wurde als Wahl zum Weltfußballer des Jahres durchgeführt. Seit 2016 wird der Preis wieder in Eigenregie von France Football verliehen. Den Weltfußballer kürt allerdings nach wie vor die FIFA.

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Brescia entlässt Trainer Grosso und holt Corini zurück

Der italienische Fußball-Erstligist Brescia Calcio hat Trainer Fabio Grosso entlassen. Der 42 Jahre alte Weltmeister von 2006 hatte das Traineramt beim Tabellenschlusslicht erst Anfang November übernommen. Unter seiner Leitung hatte der Klub um Angreifer Mario Balotelli alle drei Partien verloren und bei zehn Gegentoren keinen einzigen Treffer erzielt.

Grossos Vorgänger Eugenio Corini, der die Mannschaft von 2018 bis Anfang November trainiert hatte, wurde am Montag wieder als Nachfolger vorgestellt. Grosso hatte im WM-Halbfinale vor 13 Jahren gegen Deutschland (2:0 n.V.) den Führungstreffer erzielt.

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