WM-Helden von 1982 schreiben offenen Brief für Italiens EM-Stars

Italiens WM-Helden von 1982 haben die Stars der italienischen Fußball-Nationalmannschaft vor dem EM-Endspiel am Sonntag gegen England in einem offenen Brief speziell motiviert. „In euch erleben wir viel unserer menschlichen und sportlichen Geschichte. In eurem Mut, eurer Leidenschaft, in eurem Teamgeist und eurem Drang nach vorne nach einigen schwierigen Zeiten sehen wir uns selbst wieder“, betonten sie in dem Schreiben, das von der Gazzetta dello Sport veröffentlicht wurde. 

Weiter hieß es: „Schöne Geschichten vergisst man nicht, weil sie nie zu Ende gehen. Danke, weil wir uns mit euch wieder jung und ohne Angst fühlen. Danke, weil ihr bewiesen habt, dass hinter jedem Italiener eine tiefe, große und oft unerwartete Kraft steckt.“

Der Brief wurde von Legenden wie Dino Zoff, Franco Baresi und Giuseppe Bergomi unterzeichnet. Auch die Witwe des im vergangenen Dezember verstorbenen Stürmers Paolo Rossi, Federica Cappelletti, und Paolo Maldini, Sohn des damaligen stellvertretenden Cheftrainers Cesare Maldini, unterschrieben den Brief.

„Träumt die Zukunft, die ihr aufbauen könnt und gebt das Beste wie immer. Schöne Geschichten gehen nie zu Ende!“, hieß es weiter in dem Brief. Italien hatte sich 1982 in Spanien im WM-Endspiel mit 3:1 gegen Deutschland in Madrid durchgesetzt.

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RAI setzt erstmals Co-Kommentatorin bei Italien-Spiel ein

Premiere im italienischen TV-Sender RAI durch die ehemalige Fußballerin und Trainerin Katia Serra (48). Sie wird als Co-Kommentatorin vom EM-Endspiel zwischen Italien und Gastgeber England am Sonntag aus dem Londoner Wembley-Stadion berichten. Sie kommentiert zusammen mit dem Bozener Sportjournalisten Stefano Bizzotto das Duell der Azzurri gegen die Three Lions.

Nachdem der bekannte TV-Journalist Alberto Rimedio, der die bisherigen EM-Spiele der Azzurri für RAI kommentiert hatte, positiv auf das Coronavirus getestet wurde und unter Quarantäne steht, rückte das neue Kommentatoren-Duo auf.

Serra war zuvor schon Co-Kommentatorin bei einigen EM-Partien für die RAI gewesen, allerdings noch bei keiner Begegnung der Azzurri im Einsatz. Seit zehn Jahren analysiert die 48-Jährige, die auch die UEFA-Trainerlizenz besitzt, die taktischen Aspekte im Fernsehen. „Zum ersten Mal betrete ich das Wembley-Stadion. Für mich ist es eine riesige Ehre und auch eine große Verantwortung“, sagte die aus Bologna stammende Serra.

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Eintracht verpflichtet Dänen-Talent Lindström

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat in der Offensive nach dem Abgang von Torjäger Andre Silva weiter nachgerüstet. Wie die Hessen mitteilten, wechselt der dänische U21-Nationalspieler Jesper Lindström an den Main. Der offensive Mittelfeldspieler kommt vom dänischen Meister Bröndby IF und erhält bei der SGE einen Fünfjahresvertrag bis 2026. Über die Ablösemodalitäten machten die Vereine keine Angaben. 

„Jesper Lindström bringt unheimlich viel mit für unser Spiel und wird uns mit seinen Qualitäten sicher weiterhelfen können. Er ist sehr schnell und hat in Dänemark gezeigt, dass er ein enormes Potenzial hat“, sagte Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche. Lindström ist nach Santos Borre der zweite Neuzugang der SGE für die Offensive. 

Der 21-Jährige schaffte in der vergangenen Spielzeit bei seinem Jugendverein Bröndby den Durchbruch in der Superligaen. In 29 Ligapartien gelangen ihm zehn Treffer und elf Vorlagen. Im November 2020 kam der offensiv flexibel einsetzbare Lindström zu seinem bislang einzigen Einsatz in der A-Nationalmannschaft.

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Ballack: „Mehr Qualität, mehr Offensive, mehr Abschlüsse“

Der langjährige Fußball-Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack (44) hat in seinem EM-Fazit als positive Entwicklungen „mehr Qualität, mehr Offensive, mehr Abschlüsse“ festgestellt. Dass die Teams wieder mit einem klassischen Mittelstürmer und häufigeren Distanz-Schüssen operierten, sei eine positive Entwicklung, so der MagentaTV-Experte. 

Ein dickes Lob hat der Ex-Leverkusener und -Münchner auch für die Schiedsrichter bei der EURO 2020 parat: Unabhängig von Fehlern, die nun mal passieren könnten – „sie lassen viel laufen, das macht den Fußball attraktiver“, äußerte Ballack. Zu den auffälligsten Unparteiischen bei der EM-Endrunde zählte der Münchner Felix Brych, der sogar im Halbfinale zwischen Italien und Spanien (1:1 n.V., 4:2 i.E.) zum Einsatz kam.

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England in heller Vorfreude: Die Queen und Premier Johnson wünschen Glück

Queen Elizabeth II hat der englischen Fußball-Nationalmannschaft vor dem EM-Finale gegen Italien außergewöhnlich persönlich Glück gewünscht. „Vor 55 Jahren habe ich Bobby Moore den WM-Pokal überreicht. Dabei habe ich gesehen, was es den Spielern, Funktionären und Betreuern bedeutete, ein internationales Fußball-Turnier zu gewinnen,“ schrieb die Königin dem Team und dessen Teammanager Gareth Southgate.

Im Endspiel am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Wembley trifft England auf Italien. „Meine Glückwünsche und die meiner Familie zum Erreichen des Finales“, fügte die Queen am Samstag hinzu. „Ich übersende meine besten Wünsche für morgen, in der Hoffnung, dass die Geschichte nicht nur Ihren Erfolg würdigen wird, sondern auch den Geist, die Hingabe und den Stolz, mit dem Sie sich präsentiert haben.“

Auch Premierminister Boris Johnson richtete sich in einem offenen Brief an Southgate und die Mannschaft. „Sie haben England ins Finale eines großen internationalen Wettbewerbs geführt. Für die meisten Menschen in diesem Land ist es das erste Mal in ihrem Leben, dass so etwas passiert. Ihr habt bereits Geschichte geschrieben“, so der Politiker: „Ihr habt die Stimmung im ganzen Land gehoben, und wir wissen, dass ihr auch die Trophäe in die Höhe stemmen könnt.“ 

England hat seit dem legendären WM-Finale 1966 gegen Deutschland keinen Titel mehr gewonnen. Bobby Moore war damals der Kapitän der Three Lions. 30 Jahre später überreichte die Queen auch den siegreichen deutschen Spielern um Kapitän Jürgen Klinsmann nach deren EM-Triumph in Wembley den Pokal.

Am Sonntag wird die Monarchin nicht im Stadion erwartet. Prinz William wird in seiner Funktion als Präsident des Fußball-Verbandes FA anwesend sein.

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