Coronavirus: Arsenal-Teammanager Arteta positiv getestet

Prominenter Coronafall im englischen Fußball: Teammanager Mikel Arteta vom Premier-League-Klub FC Arsenal ist positiv auf das neue Virus Sars-Cov-2 getestet worden. Das teilten die Gunners am späten Donnerstagabend mit. Wie der Klub weiter mitteilte, wird als Folge der gesamte Trainerstab und der Profikader um die 2014er-Weltmeister Mesut Özil und Shkodran Mustafi sowie Torwart Bernd Leno in Quarantäne gebracht. Das Trainingszentrum wurde vorübergehend geschlossen und soll desinfiziert werden.

“Das ist sehr enttäuschend. Ich habe den Test gemacht, nachdem ich mich schlecht gefühlt hatte. Ich werde zurückkehren, sobald es mir erlaubt wird”, wird Arteta zitiert. Arsenal erklärte weiterhin, die geplanten kommenden Spiele nicht auszutragen. Am Samstag hätte der Klub eigentlich bei Brighton and Hove Albion spielen sollen.

Die Premier League kündigte umgehend ein Notfall-Treffen mit allen Klubs an, das am Freitag stattfinden soll. Dabei soll es um die Ansetzungen an den kommenden Spieltagen gehen.

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1:2 gegen Donezk – Geisterkulisse lähmt VfL Wolfsburg

Keine Fans und viel zu oft auch kein Mut: Über weite Phasen gelähmt von der Geisterkulisse in der Volkswagen-Arena hat der VfL Wolfsburg im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League eine bittere Heimniederlage kassiert. Die Niedersachsen verloren gegen den ukrainischen Meister Schachtjor Donezk mit 1:2 (0:1).

Ob es indes überhaupt am 19. März (19.00 Uhr MEZ/DAZN) in Charkiw zu einem Rückspiel kommt, ist fraglich. Am 17. März wird bei einem Krisengipfel des europäischen Fußballs über die aktuelle Lage im Zeichen der Coronakrise beraten.

Für den Führungstreffer der Gäste zeichnete in der 17. Minute Junior Moraes verantwortlich. Der Brasilianer war nach einem Querschläger des Wolfsburger Innenverteidigers John Anthony Brooks mit einem Kopfball erfolgreich.

Diesen Lapsus machte der US-Amerikaner in der 48. Minute wieder wett, als er einen Eckball von Josip Brekalo einköpfte. Doch in der 73. Minute leitete der Abwehrspieler auch das zweite Tor für Schachtjor ein: Brooks verursachte einen Freistoß, den VfL-Torhüter Koen Casteels an die Latte lenkte, Marcos Antonio drückte den Abpraller per Kopf über die Linie.     

Dagegen führten zwei Handelfmeter – jeweils nach Videobeweis – nicht zu Toren: Nach Handspiel von Maximilian Arnold (22.) hielt Casteels einen schwach geschossenen Strafstoß von Viktor Kowalenko. Torjäger Wout Weghorst drosch in der zweiten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit den Ball vom Punkt mitten in den diesmal leeren Wolfsburger Fanblock. Der Niederländer war mit dem Standbein ausgerutscht.

Ein Patzer, der symptomatisch für den Auftritt der Platzherren in den ersten 45 Minuten war. Trotz einer Serie von acht Pflichtspielen hintereinander ohne Gegentor wirkten die Niedersachsen mutlos, phasenweise sogar ängstlich. Donezk hingegen, 2009 im Finale gegen Werder Bremen letzter Gewinner des UEFA-Pokals, brillierte mit gepflegtem Kurzpassspiel, dem die Norddeutschen oft wenig entgegenzusetzen hatten.

Nach dem Ausgleichstreffer von Brooks wurden die Wolfsburger Aktionen strukturierter, doch weiterhin fehlte es an Torgefahr. Immer wieder war Trainer Oliver Glasner zu hören, der in der leeren Arena seine Anweisungen gab, mehr die Offensive zu suchen.

Die vor dem Seitenwechsel in erster Linie wegen des schwungvollen Spiels der Gäste durchaus sehenswerte Partie versandete in der zweiten Halbzeit mehr und mehr. Der Bundesliga-Siebte erarbeitete sich mehr Ballbesitz, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Zu gut gestaffelt stand die Defensive von Coach Luis Castro.

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Dreesen: Bayern-Spiele bis 19. April ohne Zuschauer

Jan-Christian Dreesen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Fußball-Rekordmeister Bayern München, glaubt im Zuge der Coronakrise nicht an eine baldige Rückkehr von Zuschauern in die Allianz Arena. “Nach der Verfügung der Bayerischen Staatsregierung ist klar, dass alle Spiele bis zum 19. April ohne Zuschauer stattfinden”, sagte der 52-Jährige auf der Webseite des Klubs. 

Zudem riet Dreesen den Anhängern dringend davon ab, sich bei Spielen vor dem Stadion zu versammeln. Die Fans von Borussia Mönchengladbach etwa waren im nachgeholten Rheinderby gegen den 1. FC Köln (2:1) am Mittwoch zu Hunderten zum Borussia-Park geströmt. 

“Unser dringender Appell ist den Ratschlägen der Experten folgend, größere Ansammlungen von Menschen zu meiden. Wir empfehlen zudem, auch keine Public Viewing-Veranstaltungen abzuhalten und die Spiele stattdessen im Fernsehen zu verfolgen”, sagte Dreesen.

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MLS unterbricht Saison für 30 Tage

Die nordamerikanische Major League Soccer hat als nächste Fußball-Profiliga ihren Spielbetrieb wegen der Corona-Krise ausgesetzt. Wie am Donnerstag mitgeteilt wurde, wird die Saison für 30 Tage unterbrochen. “Unsere Klubs waren sich in der Entscheidung einig, die Saison zeitweilig zu unterbrechen”, sagte Commissioner Don Garber. In Europa hatten bereits mehrere Ligen, darunter die spanische Primera Division sowie die italienische Serie A, ihren Spielbetrieb vorerst eingestellt.

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BVB bittet Fans: Meidet das Stadion!

Borussia Dortmund hat seine Fans aufgefordert, beim “Geisterderby” gegen Schalke 04 in der Fußball-Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr/Sky) auch die Umgebung des Stadions zu meiden. “Seht bitte davon ab, das Spiel in unmittelbarer Nähe des Signal-Iduna-Parks zu verfolgen”, teilte der BVB in einer “dringenden Bitte” mit.

Die Gesundheit stehe eindeutig im Vordergrund: “Jeder Einzelne ist aufgefordert, Verantwortung zu zeigen und damit sich und andere Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Auch im Falle eines Derbysieges.”

Der Einsatzleiter der Polizei, Udo Tönjann, bat die Fans beider Mannschaften, die Entscheidung zu respektieren. “Menschenansammlungen sind gerade in der jetzigen Situation zu vermeiden. Sollten sich dennoch einige Fans in das Stadionumfeld begeben, wird die Dortmunder Polizei vorbereitet sein. Kommt es zu Auseinandersetzungen oder Störaktionen, werden wir konsequent einschreiten”, sagte Tönjann.

Am Mittwochabend hatten sich Tausende Fans von Paris St. Germain für das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den BVB (2:0) unmittelbar vor dem Stadion versammelt. Hunderte standen in Mönchengladbach beim Rheinderby gegen den 1. FC Köln zusammen.

Der BVB hat aus Sicherheitsgründungen auch Akkreditierungen reduziert, er rechnet dennoch mit etwa 200 Journalisten im Stadion.

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