Neymar: Ein Missverständnis für 222 Millionen Euro

Nein, langweilig wird es dank Neymar nicht. Vergewaltigungsvorwürfe, handgreifliche Auseinandersetzungen, Schiri-Schelte, Sperren und Verletzungs-Aus vor der Copa America – der brasilianische Superstar hat schon zuletzt reichlich Aufreger produziert. Es waren zwar häufig mehr Negativ-Schlagzeilen, aber sei’s drum.

Nun plant der 27-Jährige offenbar den nächsten Coup, schenkt man der dem FC Barcelona nahestehenden Gazette Sport Glauben. Neymar will nach zwei Jahren bei Paris St. Germain wieder zurück zu Barca und dort sogar auf reichlich Gehalt verzichten. Die Hypothek der 222-Millionen-Euro-Weltrekordablöse war für Neymar an der Seine offensichtlich zu hoch.

Neymar verzweifelt an der Situation
Neymar verzweifelt an der Situation. Foto: Imago Images / Xinhua

Denn den Traum vom Champions-League-Triumph konnte der exzentrische Südamerikaner mit PSG trotz exzellenten Kaders nicht realisieren. Hunderte Millionen Euro hatten die katarischen Geldgeber in den Klub von Trainer Thomas Tuchel investiert. Doch mehr als nationale Titel sprangen nicht heraus. Selbst der teuerste Fußballer der Historie änderte daran nichts.

Wird für Neymar an der Seite von Lionel Messi, mit dem er schon von 2013 bis 2017 bei Blaugrana gezaubert hatte, alles besser? Nicht unbedingt! Neymar, ein begnadeter Kicker, steht sich häufiger als ihm lieb ist im Weg. Seine theatralischen Schauspieleinlagen bei der WM 2018 in Russland haben seinem Image, Ruf und Ansehen geschadet. 

Neymar bringt eigentlich alles mit, um Messi oder Ronaldo im Kampf um die Krone des weltbesten Fußballers Paroli zu bieten. Aber irgendwie fehlt ihm die Entschlossenheit, die Zielstrebigkeit und vielleicht auch die nötige Professionalität. Zu häufig lässt sich Neymar durch Nebensächlichkeiten, die er ins Zentrum seiner Wahrnehmung rückt, ablenken.

Barca sollte sich genau überlegen, ob es Neymar wirklich wert ist, so viel Geld in die Hand zu nehmen. Denn im Falle einer Rückholaktion sind die Probleme im Gesamtpaket Neymar immer gleich mitenthalten. Und auch die Selecao hat mit ihm noch nichts Großes geleistet.

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Bayern-Transfers: Uli Hoeneß bloß nicht unterschätzen

Es fällt in diesen Tagen nicht besonders schwer, Uli Hoeneß Doppelzüngigkeit vorzuwerfen. Noch Ende Februar hatte er im Sport1-Doppelpass gesagt: „Wenn Sie wüssten, wen wir schon alles sicher haben für die neue Saison.” Jetzt widert ihn die Diskussion um Verstärkungen an: “Ich muss ehrlich sagen, langsam geht mir das auf die Nerven, dass man sich nur noch über Käufe definiert.” Die Geister, die ich rief…

Ganz gerecht ist der Vorwurf trotzdem nicht. Denn anders als bei den meisten anderen Vereinen hat Bayern München längst einschneidende Personalmaßnahmen getroffen. Die Stammspieler Arjen Robben, Franck Ribery und zuletzt Weltmeister Mats Hummels: inzwischen weg. Für 120 Mio. Euro geholt: die Weltmeister Lucas Hernandez und Benjamin Pavard sowie den einstigen HSV-Wunschkandidaten Fiete Arp und davor im Winter Alphonso Davies aus Kanada.

Ist das viel? Nicht, wenn man aus der Hoeneß-Ankündigung im Februar Spektakuläres ableiten wollte. Und doch, wenn man die Dinge kaufmännisch betrachtet. 120 Millionen Euro bedeuten ein enormes Investment. Das Risiko ist beträchtlich. Niemand kann Bayern München garantieren, dass Hernandez für seine Ablöse die Abwehrsicherheit bringt wie Virgil Van Dijk beim FC Liverpool. Der Franzose wird immer noch am Knie therapiert.

Die Unsicherheit im Bayern-Lager rührt daher, dass Borussia Dortmund so mutig in neue Spieler klotzt wie seit 25 Jahren nicht mehr. Damals gewann der BVB zwei Meisterschaften in Folge und zur Krönung im dritten Jahr die Champions League. Nur von dieser Seite ist die Genervtheit von Präsident Uli Hoeneß zu begreifen: Zum ersten Mal seit langem bestimmt nicht er das Geschehen auf dem Transfermarkt, sondern der Verfolger. Er muss sich gehetzt fühlen.

Meister! Uli Hoeneß beim Basketball
Meister! Uli Hoeneß beim Basketball. Neben ihm: sein Bruder Dieter. Alle Fotos: Imago Images / Sven Simon

Die Öffentlichkeit verlangt endlich Klarheit, was mit dem erhofften Transfer von Leroy Sané ist. Oder mit dem erwarteten Transfer von Timo Werner. Beide Nationalspieler, Männer der Zukunft, würden dem Bayern-Angriff eine Wucht geben, wie es Borussia Dortmund eben mit Julian Brandt, Thorgan Hazard und Nico Schulz geschafft hat. An Geld werden die Bayern-Zugänge nicht scheitern.

Darin liegt die Chance des BVB: Wer notgedrungen Entscheidungen trifft, macht nicht selten Fehler. Dortmund hat vorgesorgt. Die Bayern aber müssen im Sturm noch was tun. Es sollte niemanden verwundern, wenn Bayern München in den nächsten Tagen oder Wochen Personalentscheidungen veröffentlicht, um die drängelnde Öffentlichkeit eines Besseren zu belehren. Erst dann sollte man sein endgültiges Urteil über die neuen Bayern fällen. Unterschätzt bloß Uli Hoeneß nicht.

DFB will Stefan Kuntz unbedingt als Trainer halten

DFB-Direktor Oliver Bierhoff will einen Abschied von Erfolgstrainer Stefan Kuntz mit aller Macht verhindern. “Wir wollen Stefan nicht abgeben. Ich hoffe, dass er die Stärken des DFB sieht. Wir werden ihm immer wieder interessante Angebote schaffen, auch außerhalb der Mannschaft”, sagte Bierhoff am Sonntag in Udine. Kuntz hatte mit der deutschen U21 vor zwei Jahren den EM-Titel geholt und steht auch bei der laufenden EM im Halbfinale.

Oliver Bierhoff ist sich der Gefahr durch das Interesse etwa von Vereinsseite bewusst. “Die Sorge habe ich ständig bei unseren Trainern. Das ist auf der einen Seite immer eine Auszeichnung, weil es zeigt, dass wir gute Arbeit machen und auch die richtigen Trainer aussuchen. Es passiert aber immer wieder, jetzt auch bei Frank Kramer, dass sie uns verlassen”, sagte Bierhoff. Der bisherige U18-Trainer Kramer wird künftig sportlicher Leiter der Nachwuchsakademie von Red Bull Salzburg.

Kuntz hat beim DFB noch einen Vertrag bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. Seine Zukunft sei für ihn “im Moment überhaupt kein Thema”, sagte der 56-Jährige unmittelbar nach dem 1:1 (1:1) gegen Österreich: “Ich wäre ein komischer Trainer, wenn ich direkt nach dem Spiel über die Zukunft reden könnte.” Er freue sich aber schon auf Olympia in Japan, betonte Kuntz.

Bierhoff lobte besonders den Umgang des DFB-Trainers mit jungen Spielern. “Stefan hat genug Erfahrung, und diese Qualitäten zeigt er hier. Er hat einfach kommunikative Stärken, er ist ein toller Trainer und vor allem weiß er in solchen Situationen, wie die Spieler ticken und was in einem Turnier wichtig ist”, sagte er.

Kuntz hatte 2016 die Nachfolge von Horst Hrubesch angetreten. Eigentlich war Marcus Sorg als neuer U21-Trainer vorgesehen gewesen, der dann aber ins Team von Bundestrainer Joachim Löw aufstieg. Inzwischen hat Kuntz seinen Vorgänger Hrubesch überholt: Kuntz steht bei 23 Siegen aus 32 Spielen, Hrubeschs hatte 22 Siege in 37 Begegnungen gefeiert.

Nach dem 1:1 im Österreich-Spiel stellte sich Stefan Kuntz den Fragen der Presse.

Stefan Kuntz dirigiert - auf seine Art.
Stefan Kuntz dirigiert – auf seine Art.

Frage: “Stefan Kuntz, wie bewerten Sie das 1:1 gegen Österreich und den Einzug ins EM-Halbfinale?”

Kuntz: “Wir haben gemerkt, dass es nicht immer nur bergauf geht. Wichtig war, dass wir uns der Situation gestellt haben. Der Erfahrungsschatz aus dem Spiel ist sehr viel wert.”

Frage: “Welche Erfahrung zum Beispiel?”

Kuntz: “Nochmal über den inneren Schweinehund zu gehen. Nochmal einen Sprint zu ziehen, obwohl du deine Beine an Schalter sieben mit der Post beim Paketdienst abgeben kannst. Wenn man das macht, dann erarbeitet man sich eine Form von Glück, und das haben wir gemacht.”

Frage: “Gehört auch die Erfahrung dazu, dem Druck standgehalten zu haben?”

Kuntz: “Natürlich. Ich habe vor dem Halbfinale oder Finale der EM 1996 einmal zu Berti Vogts gesagt: ‘Boah, Trainer, das ist ganz schön viel Druck’. Und dann hat er gesagt: ‘Je größer der Druck, umso größer die Pokale’. Da ist was Wahres dran.”

Frage: “Kam der Rückschlag vielleicht zur rechten Zeit? Auch vor zwei Jahren war das dritte Gruppenspiel das schwächste.”

Kuntz: “Im Vergleich zu 2017 haben wir einen kleinen Fortschritt hingelegt, wir haben diesmal ein Unentschieden erreicht. Zum Schluss hast du gemerkt, dass jeder bereit war, etwas zu geben, was er nicht mehr hatte: Kraft und Energie.”

Frage: “Alexander Nübel hat den Elfmeter verursacht und danach glänzend gehalten. Was haben Sie ihm in der Pause gesagt?”

Kuntz: “Ich habe gesagt: Du wirst sehen, wenn einer noch in einer entscheidenden Situation retten kann, dann der Torhüter. Und das hat er ja auch noch zweimal gemacht. Er hat uns zweimal am Leben gehalten. Auch wenn es bei mir eher zum Herzstillstand geführt hat.”

Frage: “Freuen Sie sich schon auf Olympia 2020?”

Kuntz: “Na klar. Das ist etwas, was du als Fußballer normalerweise nicht erreichen kannst. Wir haben alle eine unwahrscheinlich hohe Wertschätzung gegenüber anderen Sportlern. Wenn ich bedenke, was Ringer oder Turner für einen Aufwand betreiben, damit die alle vier Jahre im Rampenlicht stehen. Und bei uns musst du nur dreimal schnäuzen, und dann ist eine Headline da. Diesen Respekt mal ausdrücken zu dürfen, mit auf der Tribüne zu sitzen und zu klatschen und zu jubeln, da hätte ich Lust drauf.”

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Doping und Drogen: Der Tag, als Diego Maradona ein zweites Mal in seinem Leben falsch abbog

Am 25. Juni 1994 wurde Diego Maradona bei der WM in den USA des Dopings überführt und stürzte damit vor allem den argentinischen Fußball in ein Tal der Tränen. Der WM-Skandal in den USA war perfekt.

Mitte Juni tauchte der Name Diego Maradona mal wieder in der Medienlandschaft auf. Dass der frühere Superstar aus gesundheitlichen Gründen als Trainer des mexikanischen Zweitligisten Dorados de Sinaloa zurücktrat, war aber nicht mehr als eine Randnotiz. Vor 25 Jahren sah das ganz anders aus. Da bestimmte der argentinische Ausnahmekönner weltweit die Schlagzeilen. Allerdings nicht durch sein fußballerisches Können.

Diego Maradona 1994.

Am 25. Juni 1994 musste das einstige Genie nach dem 2:1 im WM-Spiel gegen Nigeria im Foxboro Stadium zur Dopingprobe. Als der in seiner Heimat als Heiliger verehrte Maradona Hand in Hand mit einer Krankenschwester Richtung Kontrollraum schlenderte, scherzte er noch mit Journalisten. Er küsste demonstrativ das argentinische Emblem auf seinem Trikot. Seit seinem Handtor gegen England nannte man ihn die “Hand Gottes”. Jetzt ahnte er schon, was die Stunde geschlagen hatte.

Diego Maradona: Fünf Ephedrin-Formen gefunden

Sechs Stunden vor Argentiniens drittem Gruppenspiel am 30. Juni gegen Bulgarien gab der Weltverband Fifa auf einer Pressekonferenz bekannt, dass im Urin des Weltmeister-Kapitäns von 1986 fünf verschiedene Formen der leistungssteigernden Substanz Ephedrin nachgewiesen wurden. “Er muss einen Doping-Cocktail zu sich genommen haben”, sagte damals de verantwortliche belgische Arzt Michel d’Hooghe. “Die fünf nachgewiesen Substanzen finden sich in keinem einzigen Medikament wieder.”

Maradona wurde nach einem chaotischen Testverfahren sowie einem seltsamen Dialog zwischen dem Weltverband Fifa und dem argentinischen Verband AFA von der WM ausgeschlossen.

“Sie haben mir die Beine abgeschnitten”

“Sie haben mir die Beine abgeschnitten”, jammerte der überführte Dopingsünder anschließend nach seinem 91. und letzten Länderspiel. Argentinien versank anschließend in Trauer. “Schmerz”, titelte die überregionale argentinische Tageszeitung Pagina 12 aus Buenos Aires treffend über den Zustand im Land.

Dabei war man Kummer im Zusammenhang mit dem Fußball-Genie und Lebemann Maradona gewöhnt. Drei Jahre vor dem Dopingskandal in den Staaten war der frühere Italien-Legionär wegen Kokainmissbrauchs für 15 Monate gesperrt worden. Die Karriere schien bereits beendet. Keiner hätte gedacht, dass er nach seiner Entziehungskur noch einmal auf den Rasen zurückkehrt.

Maradona-Comeback mit Sevilla-Gastspiel

Nach einem Gastspiel in Spanien beim FC Sevilla und einer Episode bei Newell’s Old Boys wurde er frühzeitig vor dem Turnier in Amerika von Nationaltrainer Alfio Basile im Alter von 33 Jahren reaktiviert. Maradona hatte maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Qualifikation für die WM-Endrunde. “Ich habe die Leute satt, die sagten, dass ich fett sei und nicht mehr der wahre Maradona”, sagte der spätere Nationalcoach der Albiceleste großspurig vor der Abreise in die USA. “Sie werden den wahren Diego bei der WM sehen.”

Diego Maradona heute.

Dort führte er im Spätherbst seiner Karriere seine Elf nach einem furiosen 4:0 über Griechenland auch zu einem 2:1 über Nigeria. Gegen die Afrikaner bereitete Maradona die beiden Treffer von Claudio Caniggia vor. Unvergessen sein überschäumender Torjubel in die TV-Kamera, ehe das Unheil seinen Lauf nahm. Was folgte, war wohl der größte Absturz eines einst gefeierten Superstars im Weltfußball.

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Alexander Nübel bei der U21-EM: Kann ihn Schalke überhaupt noch halten?

Wer den Hype um Alexander Nübel nach nur 18 Bundesliga-Spielen für eine typische Übertreibung nach Schalker Art hielt, muss seine Sichtweise überdenken. Bei der U21-Europameisterschaft bekommt das Millionenpublikum vor dem TV-Gerät eine Ahnung davon, warum der Torwart angeblich beim FC Bayern München im Gespräch ist.

Mit zwei Glanzparaden hat Nübel nicht nur das entscheidende 1:1 im letzten Gruppenspiel gegen Österreich gesichert, sondern als Nummer 1 die notwendige Sicherheit ausgestrahlt, um das EM-Halbfinale in Italien und die Olympia-Qualifikation für Tokio 2020 zu erreichen. Sein Auftreten erinnert an jenen, den er irgendwann ersetzen soll: an Manuel Neuer.

Der 22-Jährige hatte die Gerüchte um den FC Bayern immer mit dem Hinweis abgetan, dass er zunächst den Klassenerhalt mit Schalke 04 schaffen und dann eine erfolgreiche Junioren-EM spielen will. Nach einem Dementi klang das nie. Nun bekommt die halbe Welt mit, wozu Deutschlands bester Nachwuchs-Torwart imstande ist. Das macht ihn begehrter.

Alexander Nübels Vertrag läuft 2020 aus

Sein Arbeitsvertrag läuft 2020 aus. Wenn Schalke also Kasse mit ihm machen will, dann jetzt. Seinen Marktwert schätzt Transfermarkt.de auf aktuell 12 Mio. Euro. Die Alternative ist: Schalke 04 stattet die Vertragsverlängerung mit einem Millionengehalt aus. Doch die Frage sei gestattet: Warum sollte Alexander Nübel auf Schalke bleiben?

Ein Verein, der seine Zukunft in der Verpflichtung von Benito Raman (Fortuna Düsseldorf) zu erkennen glaubt, hat keine große Zukunft. Nichts deutet darauf hin, dass die Königsblauen die Mannschaft zu einem Aspiranten auf die Champions-League-Qualifikation aufpeppen. Mittelfeld bis Europa League: So lautet die vorläufige Bundesliga-Diagnose bis 2019/20.

Alexander Nübel souverän im Strafraum
Alexander Nübel souverän im Strafraum. Foto: Imago Images / Huebner

Welcher Spieler mit Ambitionen tut sich die Achterbahnfahrt an? Nur einer, der entweder heimatverbunden ist – oder eine Warteschleife vor dem ganz weiten Karriereschritt einlegen will. Alexander Nübels Berateragentur Siebert & Backs ist bekannt dafür, dass nicht allein das große Geld die Entscheidungen lenkt, sondern auch die Perspektive des Spielers.

“Wir hinterfragen jede Offerte in Punkto Substanz, auch wenn sie finanziell höchst lukrativ erscheint. Warum wir so handeln? Durch die Tatsache, dass unsere Klienten nicht ausschließlich den finanziell attraktivsten Jobs nachgehen, schaffen sie höhere Chancen auch langfristig erfolgreich im Profigeschäft Fuß zu fassen.”

Spielerberater-Agentur Siebert & Backs

Angebracht bleibt die Frage, ob Schalke den Jungen überhaupt halten kann. Die Chance besteht darin, ihm einen neuen Vertrag mit einer Ausstiegsklausel zu geben, um zu einem späteren Zeitpunkt Manuel Neuer beim FC Bayern abzulösen. Dessen Vertrag endet 2021; dann ist er 35 Jahre alt. Das wäre eine für alle Seiten gute Option.

So oder so, Schalke muss sich an den Gedanken gewöhnen: Alexander Nübel wird nicht zu halten sein. Jede Glanzparade bei der Europameisterschaft verlängert die Liste an Interessenten. Schalkes Sportdirektor Jochen Schneider muss endlich mit ein paar Top-Transfers gute Argumente fürs Bleiben liefern.  

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