Englisches Torfestival gegen Kosovo – vier Ronaldo-Tore in Litauen

England hat dem aufmüpfigen Außenseiter Kosovo in einem turbulenten EM-Qualifikationsspiel die Grenzen aufgezeigt. Nach einem Blitz-Gegentor drehte der WM-Vierte in Southampton am Dienstag gewaltig auf, siegte 5:3 (5:1) und liegt mit der perfekten Ausbeute von zwölf Punkten aus vier Spielen klar auf Kurs. Für den Kosovo endete in der Gruppe A eine Serie von 15 Qualifikationsspielen ohne Niederlage.

Auch Weltmeister Frankreich und der Verfolger Türkei marschieren in der Gruppe H Richtung Europameisterschaft. Kingsley Coman (18.) führte die Franzosen in Paris mit seinem dritten Länderspieltor binnen vier Tagen zum allerdings mühsamen 3:0 (1:0) gegen Andorra. Außerdem trafen Clement Lenglet (52.) und Wissam Ben Yedder (90.+1), Antoine Griezmann verschoss einen Foulelfmeter (28.). Die Türken gewannen 4:0 (1:0) in Moldau und haben nach sechs Spielen ebenfalls 15 Punkte. Mit großer Freude dürfte das Führungsduo den Patzer Islands (12) in Albanien (2:4) aufnehmen.  

Titelverteidiger Portugal hat eine extrem gefährliche Waffe: Cristiano Ronaldo. Der fünfmalige Weltfußballer erzielte beim 5:1 (1:1) in Litauen vier Tore (7., Handelfmeter/61./65./76.), beim zweiten allerdings half Litauens Torhüter Ernestas Setkus kräftig nach. Acht Punkte aus vier Spielen bedeuten in der Gruppe B für Portugal den zweiten Platz. Spitzenreiter ist die Ukraine (13 Punkte), Dritter Serbien (7/3:1 in Luxemburg).

In Southampton schien das Fußball-Märchen des Kosovo weiterzugehen. Nach nur 35 Sekunden nutzte Valon Berisha einen krassen Fehler des englischen Abwehrspielers Michael Keane zur Führung. Dann aber kam England mit Macht: Raheem Sterling (9.), Harry Kane (19.) und Jadon Sancho von Borussia Dortmund (44./45.+1) drehten das nun einseitige Duell, zudem unterlief Mergim Vojvoda (37.) ein Eigentor. 

Als alles gelaufen schien, kamen die Gäste zurück: Berisha (49.) und Vedat Muriqi (55., Foulelfmeter) führten den Kosovo wieder heran. Zum Punktgewinn reichte es nicht mehr, obwohl Kane noch einen Foulelfmeter verschoss (65.). Tschechien eroberte mit einem 3:0 (0:0) in Montenegro den zweiten Platz.

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UEFA leitet Disziplinarverfahren gegen Frankreich ein

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat nach der Hymnenpanne beim EM-Qualifikationsspiel gegen Albanien ein Disziplinarverfahren gegen Weltmeister Frankreich eingeleitet. Der französische Verband sei darüber informiert worden, der Fall werde am 17. Oktober verhandelt, teilte die UEFA mit.

Die Regie im Stade de France hatte vor dem Anpfiff statt der albanischen die Hymne Andorras eingespielt. Die Gästespieler schauten zunächst irritiert und verweigerten danach den Anstoß, bis die korrekte Melodie dargeboten wurde. Dadurch wurde das Spiel mit rund fünf Minuten Verzögerung angepfiffen, aus diesem Grund leitete die UEFA das Verfahren ein.

Der französische Verband könnte aber mit einer Verwarnung davonkommen. In der Regel spricht die UEFA erst im Wiederholungsfall eine Geldstrafe aus. Staatspräsident Emmanuel Macron und Verbandspräsident Noel Le Graet hatten sich für den Vorfall vor dem 4:1-Erfolg entschuldigt.

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BVB: Witsel vor Comeback

Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund darf auf ein Comeback von Axel Witsel im Bundesligaspiel gegen Bayer Leverkusen am Samstag (15.30 Uhr/Sky) hoffen. Der Belgier absolvierte am Dienstag nach seinem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich wieder Teile des Mannschaftstrainings. Ohne Witsel hatte der BVB bei Aufsteiger Union Berlin seine erste Saisonniederlage kassiert (1:3).

Thorgan Hazard (Rippenverletzung) trainierte am Dienstag ebenfalls teilweise mit. Ob der Offensivspieler schon eine Option für die Begegnung gegen Leverkusen ist, ist offen. Dem BVB droht gegen die Werkself der Ausfall von Nationalspieler Nico Schulz (Teilrisses eines Bandes in der linken Fußwurzel) und Manuel Akanji (Bänderteilriss im linken Sprunggelenk).

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Curacao-Torhüter tot im Hotelzimmer

Der Ersatztorhüter der Fußball-Nationalmannschaft von Curacao ist am Montagabend tot in seinem Hotelzimmer auf Haiti gefunden worden. Jairzinho Pieter (31) hatte Angaben des haitianischen Sportministeriums zufolge bereits am Sonntag über Herzprobleme geklagt. 

“In dieser schwierigen Zeit sind unsere Gedanken und Gebete bei seinen Lieben, dem Fußballverband von Curacao und seiner Mannschaft”, teilte der Kontinentalverband CONCACAF mit.

Die Nationalmannschaft Curacaos hatte am Samstag in der Nations League zu Hause gegen Haiti gespielt und 1:0 gewonnen. Laut CONCACAF hat sich die Mannschaft entschieden, im Gedenken an ihren verstorbenen Mitspieler zum Rückspiel in der Nacht zum Mittwoch in Port au Prince anzutreten.

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Frankfurt verlängert mit Chandler bis 2022

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit US-Nationalspieler Timothy Chandler um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Das teilten die Hessen am Dienstag mit. “Timmy nimmt mit seiner dynamischen und variablen Spielweise nicht nur auf dem Platz eine wichtige Rolle ein, sondern ist als Meinungsbildner und Identifikationsfigur auch für das Umfeld von großer Bedeutung”, sagte Sportdirektor Bruno Hübner.

Der 29 Jahre alte Außenverteidiger spielt seit 2014 für die Eintracht. Die vergangene Saison verpasste Chandler aufgrund einer Verletzung fast komplett.

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