Champions-League-Finale: Von Rittern und Königen, Deutschen und Schnibblern

Champions League Finale mit Mo Salah

Ein “Räumpanzer”, ein Nachkomme deutscher Auswanderer, ein Jürgen-Klopp-Schreck: Drei Spieler vom FC Liverpool und drei von Tottenham Hotspur sind die Männer, auf die es im Champions-League-Finale am Samstag (21.00 Uhr/Sky und DAZN) ankommt. Der Sport-Informationsdienst (SID) stellt sie vor.

Der Räumpanzer

VIRGIL VAN DIJK (Innenverteidiger, 27, Liverpool): “Ich habe vor niemandem Angst”, sagte der 1,93-Meter-Mann mit dem dunklen Haarknoten einmal in einer TV-Show. Und der Lügendetektor, an den er angeschlossen worden war, machte “Bing!”. Grünes Licht. Es war die Wahrheit. Warum sollte er auch Angst haben? Der Niederländer ist der beste Innenverteidiger der Welt, Jürgen Klopp nennt ihn “Räumpanzer”. Damit ist alles gesagt.

Der Ritter

HARRY KANE (Stürmer, 26, Tottenham): Der “HurriKane” lachte den Duke of Cambridge bei der Übergabe fröhlich an. Prinz William, britischer Thronfolger und Präsident des nationalen Verbandes FA, steckte Kane höchstpersönlich den Ritterorden an die Brust – für herausragende Verdienste um den englischen Fußball bei der WM 2018. Mit Tottenham läuft es kaum schlechter: 28 Tore in der Liga, 8 in der Champions League. Ein Mann mit gutem Timing: Pünktlich zum Finale ist Kane von einer Knöchelverletzung genesen. 

Der König

MOHAMED SALAH (Stürmer, 26, Liverpool): Pepsi hat Mo Salah gerade eine goldene Cola-Dose in Hieroglyphen-Optik gewidmet. “Der König von Ägypten”, ist darauf zu lesen. Über seinen Geburtsort Basyoun gibt es bei Wikipedia exakt eine Information: Mo Salah ist dort geboren worden, und zwar am 15. Juni 1992. Fast 27 Jahre später greift er im Traumsturm mit Sadio Mane und Roberto Firmino nach dem silbernen Henkelpott.

Der Klopp-Schreck

HEUNG MIN SON (Stürmer, 26, Tottenham): Jürgen Klopp wird sich einen besonders guten Plan überlegen müssen. Denn Son gegen Klopp – das ist für den deutschen Trainer selten gut ausgegangen. “Ich treffe sehr gerne gegen ihn”, sagt der Südkoreaner, “hoffentlich auch am Samstag.” Son gilt als wahnsinnig fleißig und liebt scharfes Essen – was niemanden wundert, der mal nach einem Restaurantbesuch in Seoul einen Liter Milch zum Ablöschen brauchte.

Der Deutsche

ALISSON BECKER: 2018 war es ein Torhüter, der Liverpool den Titel kostete: Loris Karius patzte beim 1:3 gegen Real Madrid zweimal schwer, Jürgen Klopp tröstete ihn eher widerwillig. Heute spielt Karius in der Türkei. Alisson Becker, dessen Urahnen einst aus dem Saarland nach Brasilien auswanderten, wird dies wohl nicht passieren. “O Goleiro Gato” nennen sie den Nationaltorhüter, der am Heiligen Abend Geburtstag hat: die Torhüterkatze.

Der Schnibbler

CHRISTIAN ERIKSEN (offensives Mittelfeld, 27, Tottenham): Der Däne mit dem schönen Zweit-Vornamen Dannemann wird am Samstag wahrscheinlich letztmals den Spurs-Hahn auf dem Trikot tragen. Angeblich warten beide Seiten nur das Finale ab, bevor sie Eriksens Wechsel zu Real Madrid bekannt geben. Es war ein langer Weg vom Middelfart G&BK an die Spitze – Eriksen, der Freistöße schießt wie kaum ein Zweiter, ging ihn getreu dem Spurs-Leitsatz “Audere est facere”: Es zu wagen ist, es zu tun.

Foto: Imago Images / Action Plus

Jürgen Klopp: “Ich will das Spiel unbedingt gewinnen”

Jürgen Klopp Champions League

Jürgen Klopp wagt den nächsten Angriff auf den Henkelpott, doch dem FC Liverpool stellt sich bei der geplanten Krönung seines Teammanagers ein altbekannter Gegner in den Weg: Im Finale der Champions League müssen die Reds am Samstag (21.00 Uhr/Sky und DAZN) im rein englischen Premier-League-Duell erst Tottenham Hotspur schlagen – nur dann würde sich Klopp nach dreieinhalb Jahren an der Merseyside endgültig ein Denkmal setzen.

“Die Welt da draußen erwartet von uns, dass wir das Finale gewinnen. Von mir persönlich erwarten das viele Leute vielleicht noch ein bisschen mehr”, sagt der 51-Jährige Klopp vor seinem dritten Endspiel im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb: “Ich will das Spiel unbedingt gewinnen, aber ich will das nicht für mich. Ich will das für meine Spiele und für diesen großartigen Klub.”

Champions League: Zweiter deutscher Sieger im Ausland?

Der gebürtige Stuttgarter könnte im Wanda Metropolitano als zweiter deutsche Trainer nach Jupp Heynckes (1998 mit Real Madrid) mit einem ausländischen Klub die Königsklasse gewinnen. Sein erster Versuch mit den Reds schlug im vergangenen Jahr gegen die Königlichen fehl. Seine Premiere im CL-Endspiel mit Borussia Dortmund ging 2013 gegen Bayern München verloren. Nun also Versuch Nummer drei – es ist die letztmögliche Chance, um den von ihm versprochenen Titel in den ersten vier Jahren zu liefern.

Die Voraussetzungen dafür sind besser denn je. Ausfälle gibt es kaum zu beklagen, die Topstars um Mohamed Salah und Co. melden sich fit für den Showdown mit den Spurs. “Als beste Mannschaft, mit der ich je in einem Finale stand” bezeichnete der 51-Jährige Anfang der Woche sein Team, das nach einer historischen Ligasaison mit 97 Punkten vor Selbstvertrauen nur so strotzt. “Wir können es nicht erwarten, dass es endlich losgeht”, sagt der Schweizer Xherdan Shaqiri.

Angst vor einem erneuten Scheitern – nein!

Angst vor einem erneuten Scheitern gibt es nicht. Und selbst im Falle einer Niederlage dürfte an der Anfield Road der Hype um “König Klopp” nicht abreißen. Gefährlich wäre sie dennoch: “Wenn sie es wieder nicht gewinnen, könnte natürlich Zweifel aufkommen. Man fragt sich dann schon, was man denn noch alles tun muss, um den ganz großen Wurf zu landen. Das kann Spuren hinterlassen”, schrieb die Liverpooler Vereins-Ikone Dietmar Hamann, die 2005 im legendären Finale von Istanbul den bisher letzten Henkelpott für den LFC holte, auf skysport.de.

Die Spurs würden nur zu gerne die Klopp-Party verderben. Teammanager Mauricio Pochettino führte den Klub aus dem Londoner Norden erstmals in das Endspiel der Königsklasse, ein Erfolg wäre folglich der größte aller Zeiten in der noch jungen Vereinsgeschichte. Die Mentalität hat sie dafür gewiss. Das wies die Mannschaft um den rechtzeitig genesenen Superstar Harry Kane mehrfach nach: Beim Erfolg gegen Meister Manchester City im Viertelfinale oder dem Last-Minute-Wahnsinn bei Ajax Amsterdam.

Champions League: Viele Engländer in Madrid

100.000 englische Fans werden in der spanischen Hauptstadt erwartet, nur knapp 35.000 sollen ein Ticket für das Endspiel haben, teilte der britische Botschafter mit. Der verrückte Anhang organisierte 1500 Charterflüge in die spanische Hauptstadt. Die Polizei rüstet sich daher für den bisher größten Einsatz im Rahmen einer Sportveranstaltung. 5000 Polizisten, darunter auch britische Unterstützung von der Insel, werden im Einsatz sein.

Foto: Imago Images / Sven Simon

Marcus Sorg – der Mann, der Bundestrainer Löw ersetzt

Marcus Sorg Bundestrainer

Auf allzu grelles Rampenlicht reagiert Marcus Sorg mit Unbehagen. “Ich komme aus Baden-Württemberg, da sind die Menschen ein wenig reservierter”, sagte er einmal über sich: “Ich brauche keinen Prominentenstatus.” Doch in den kommenden Tagen werden ihm die Scheinwerfer auf den TV-Kameras direkt ins Gesicht strahlen – wenn Marcus Sorg vom Co-Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vorübergehend zum Chef aufrückt.

Plötzlich Bundestrainer: Das ist durchaus eine kuriose Geschichte, die so in seiner Karriereplanung nicht vorgesehen war. Als es bei den Stuttgarter Kickers, in Ditzingen und Ulm nicht so recht vorangegangen war, arbeitete der studierte Grundlagen- und Bauphysiker einige Jahre lang in einem Ingenieurbüro. 

Er wollte den Bundestrainer-Job nicht

Doch es rumorte in ihm. “Ich wollte zwar nie Bundestrainer werden”, sagt der 53-Jährige über diese Zeit, aber das Ziel sei stets gewesen, sich mehr mit der Statik von Fußball-Mannschaften als jener von Gebäuden zu beschäftigen. Das gelang ihm ab 2008 beim SC Freiburg, wo er sich vom Scout und Jugendtrainer zum Chef der Reserve hochdiente und schließlich das Bundesliga-Team übernahm – mit dem er scheiterte. Mit dem Titel bei der U19-EM 2014 empfahl er sich zunächst für den Job des U21-Nationaltrainers, 2016 sollte er Horst Hrubesch beerben. Dann aber machte ihn Löw zum Co-Trainer (seit 2016, seit 2018 alleinig).

Die Umgewöhnung nun wird nicht schwierig, zumindest für die Zuschauer. Sorg ist zwar kein waschechter Badner wie Löw, sondern Schwabe aus Ulm, doch die Dialekte ähneln sich. Und: “Die Kleidung wird vom Ausrüster gestellt und somit fast vorgegeben. Wir tragen alle das gleiche Outfit, da für uns klar ist, dass wir einheitlich auftreten”, sagt Sorg.

Pflichtsiege im Sommer erwartet

Auch eine neue Spielphilosophie ist kaum zu erwarten. Löw wird Sorg die Strategie für die zwei erhofften Pflichtsiege gegen Weißrussland (8. Juni in Borissow) und Estland (11. Juni in Mainz) an die Hand geben. Der Bundestrainer sei schließlich “einer der weltbesten Trainer. Mit und unter ihm zu arbeiten, ist beeindruckend und bereichernd zugleich. Er pflegt einen sehr partnerschaftlichen Umgang und überträgt ungemein viel Verantwortung.” Diesmal ist es, wenn auch unfreiwillig, die größtmögliche.

Weil Sorg zumeist die erste Hälfte aus Tribünenposition beobachtet und dann zur Halbzeit Löw über seine Erkenntnisse informiert, wurde er auch schon “Löw-Flüsterer” genannt. Nun ist es umgekehrt: Löw wird der Sorg-Flüsterer sein. “Ich bin in ständigem Austausch mit meinem Trainerteam, und wir werden auch rund um die beiden Länderspiele in engem telefonischen Kontakt bleiben”, kündigte der Chef an.

Sein “Co” weiß, was ihn überdies erwartet. Pressekonferenzen, Live-Interviews im Fernsehen, drängelnde Fotografen. Kurz: Rampenlicht. “Wenn man mit der deutschen Nationalmannschaft unterwegs ist, dann ist die mediale Aufmerksamkeit enorm”, sagt Marcus Sorg. Er wird sich für zwei Wochen daran gewöhnen müssen.

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Markt explodiert: Spielerberater in der Erklärungspflicht

An diesen Geldschein noch sechs Null hängen: Dann hat man die Summe, die die Bundesliga-Klubs im gemeldeten Geschäftsjahr an die Spielerberater ausschüttet haben. Foto: Imago / Scanpix

Auf den ersten Blick liegt der Vorwurf nahe: 200 Mio. Euro Honorar für Spielerberater – das ist viel zu viel Geld für eine Branche, deren Reputation zwischen Immobilienmakler und Seelenverkäufer zu verorten ist. 200 Mio. Euro: Nur wenige Bundesliga-Klubs haben einen höheren Umsatz. Dem Vorwurf liegen Irrtümer zugrunde, die womöglich aus einer Halbherzigkeit beim Umgang mit Spielerberatern herrühren.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) sollte, wenn sie schon die Wirtschaftszahlen mit dieser heiklen Kennziffer veröffentlicht, in ihrer Darstellung tiefer gehen: Wofür zahlen die Vereine diese Honorare? Es macht einen Unterschied, ob die Spielerberater beim Verkauf eines Spielers ins Ausland halfen (und damit Geld in die Liga bringen) oder die Kernarbeit eines hochbezahlten Klubmanagers bei der Spielerakquise übernahmen.

Klubs wie Wirtschaftsunternehmen

Das Geld, das man als Honorar an die Spielerberater ausschüttet, gehört im weitesten Sinne den Vereinsmitgliedern. Dass Klubs wie Wirtschaftsunternehmen agieren und Ausgliederungen vorgenommen haben, bewahrt die Verantwortlichen nicht vor der Berichtspflicht. Zum Beispiel: Für welche Dienstleistungen wurden welche Honorarsätze fällig? Wenn schon Transparenz, dann richtig.

Eine Gebührenordnung muss es deswegen nicht geben. Geringere Nebenkosten würde entweder dazu führen, dass die Spieler noch mehr Geld kassierten oder dass Nebenabsprachen zwischen Verein und Spielerberater getätigt würden. Die Spielerberater haben eine exklusive Dienstleistung anzubieten, deren Honorierung im direkten Gespräch ausgehandelt wird. Sozialismus hat im Fußball nie funktioniert.

Krummer Dinger sind die Ausnahme

Noch immer haftet Spielerberatern der Ruf an, dass krumme Dinger zum Tagesgeschäft gehören. Das ist falsch. Wie überall gibt es stilbildende Halunken, die eine Branche prägen. Die anständigen Berater müssten mit Öffentlichkeitsarbeit und Transparenz den Wert ihrer Arbeit darstellen. Solange sie aber im Dunkeln arbeiten, heimlich und versteckt, klebt an ihnen der Verdacht der Unaufrichtigkeit.

Es ist ja nicht so, dass die Agenten nichts für ihr Honorar, das sie irgendwann bekommen, täten. Scouting, Betreuung, Vorsorge, Karriereplanung, Markenaufbau, Verhandlung, Juristisches, nicht zuletzt das Risiko: Die Spielerberater dürften deswegen keine andere Chance darin sehen, als ihr Geschäftsmodell verständlich zu erklären. Wer das nicht tut, hat etwas zu verbergen.

Champions League: Harry Kane soll’s Samstag gegen FC Liverpool richten

Wird Harry Kane auch gegen Liverpool so jubeln? Foto: Imago Images / Perenyi

Schon beim historischen Sprung in das größte Finale der Vereinsgeschichte spürte Harry Kane keine Schmerzen mehr. Wie ein junges Reh spurtete der Superstar von Tottenham Hotspur trotz seiner Knöchelverletzung nach dem dramatischen Halbfinal-Triumph bei Ajax Amsterdam über den Rasen der Johan-Cruyff-Arena, er überholte gar Teamkollege Victor Wanyama, ehe er wenige Momente später Ex-Bundesligaprofi Heung-Min Son in die Arme fiel.

Nach dem Last-Minute-Treffer von Stellvertreter Lucas Moura und dem ersten Einzug in ein Champions-League-Finale schien die Identifikationsfigur der Spurs ihre hartnäckige Blessur vollkommen ausgeblendet zu haben.  Drei Wochen später ist der 25 Jahre alte Stürmer nicht nur scheinbar, sondern tatsächlich genesen. “Ich fühle mich gut und bin bereit”, sagte der Engländer vor dem Endspiel gegen den FC Liverpool am Samstag in Madrid. “Es gibt bisher keine Probleme. Für mich geht es darum, so fit wie möglich zu werden.”

Knöchelverletzung aus dem Champions-League-Viertelfinale

Seit jenem 9. April, als Kane im Champions-League-Viertelfinale gegen Manchester City im Zweikampf mit “Three Lions”-Kollege Fabian Delph seine fünfte Knöchelverletzung binnen drei Jahren erlitt, “konnte ich einen Plan aufstellen, um für dieses Spiel bereit zu sein”, sagte er: “Jetzt bin ich an einem guten Punkt.”

Sollte das so bleiben, wird Teammanager Mauricio Pochettino an dem Angreifer kaum vorbeikommen. Kane ist das Herzstück der Londoner Mannschaft. Er schießt die meisten Tore, er ist Arbeiter, Kämpfer, Vorreiter – auch auf dem Weg zurück zu seiner Fitness. “Seine Einstellung ist hervorragend. Wir sind sehr zufrieden mit dem Fortschritt, den er macht”, lobte Pochettino.

Große Bedeutung für Champions-League-Finale

Das Mitwirken von “Prince Harry” im Wanda Metropolitano würde viel bedeuten. Das liegt zum einen an seiner Torgefahr. Wettbewerbsübergreifend traf Kane in dieser Saison 24-mal aus den unterschiedlichsten Lagen: elf Mal mit dem rechten Fuß aus dem Spiel heraus, je vier Mal mit dem vermeintlich schwächeren linken und mit dem Kopf sowie fünf weitere Mal vom Elfmeterpunkt. Der 1,88 m große Fußballer ist gedankenschnell, flink und defensivstark – kurzum: eine Allzweckwaffe. 

Zum anderen wäre da der Mensch Harry Kane, dessen Gesicht so wunderbar zum Klub aus dem Londoner Norden passt. Bei den Spurs bekam der Angreifer eine zweite Chance. In der Jugend des FC Arsenal hatte man den talentierten Fußballer im Alter von acht Jahren zwar entdeckt, ihn ein Jahr später aber wieder fallengelassen. Begründung: Er sei zu dick und wenig athletisch. Das sahen die Spurs offenbar anders. 

Weltklasse bei Tottenham Hotspur

Nach vier Leihgeschäften an Leyton, Millwall, Norwich und Leicester gelang ihm an der White Hart Lane unter dem Argentinier Pochettino der Durchbruch. “Er ist Weltklasse”, sagte der Teammanager über seinen Stürmer, nachdem sich dieser 2016 und 2017 zwei Mal zum Torschützenkönig der Premier League krönte. Gleiches gelang ihm vergangenes Jahr bei der Weltmeisterschaft, in die er sein Land als jüngster Kapitän der Geschichte führte.  

Hoffnungsträger des englischen Fußballs

Längst dient Kane auch dem Mutterland des Fußballs als Hoffnungsträger auf den ersten großen Titel seit dem WM-Triumph gegen Deutschland 1966. Schon bei der Endrunde der Nations League bietet sich im Juni dazu eine, wenn auch deutlich unbedeutendere Möglichkeit.  

Weitaus wichtiger dürfte Harry Kane das Endspiel mit seinem Klub sein, wo “ein Traum wahr wird”, sagt er. Es fehlt nur noch ein Schritt: “Um Geschichte zu schreiben, müssen wir das Spiel gewinnen.”