DFB-Akademie: Bauarbeiten im Zeitplan

Der Bau der neuen DFB-Akademie im Frankfurter Stadtteil Niederrad schreitet offenbar gut voran. „Ich informiere mich ständig über den Fortschritt unseres so wichtigen Zukunftsprojekts, war erst kürzlich auf der Baustelle. Die Arbeiten am DFB-Neubau liegen bisher im Zeitplan“, sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius: „Wir blicken unserer neuen Heimat mit großer Vorfreude entgegen.“

Am 26. September, einen Tag vor dem wichtigen Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), soll in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel der Grundstein gelegt werden.

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Nach Frahn-Rauswurf: Chemnitz-Boss Sobotzik bedroht

Geschäftsführer Thomas Sobotzik vom Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC ist nach dem Rauswurf von Kapitän Daniel Frahn offenbar bedroht worden. „Ich hatte sehr viele WhatsApp-Nachrichten von Fans, die plötzlich meine Nummer hatten. Das waren sicherlich nicht nur nette WhatsApp. Wenn man das als Drohungen bezeichnen kann“, sagte er dem MDR. 

Der CFC hatte sich am Montag von Frahn getrennt, nachdem jener die 1:3-Niederlage seiner Mannschaft am Samstag beim Halleschen FC im Fanblock des Auswärtsteams verfolgt hatte. Damit habe sich der aktuell verletzte Profi als „großer Sympathisant der rechtsradikalen und menschenverachtenden Gruppierung ‚Kaotic Chemnitz‘ herausgestellt“, hieß es in der Pressemitteilung des Klubs.

Beim Gespräch mit Frahn am Montag habe sich der Stürmer wenig reumütig gezeigt. „Er war nicht sehr einsichtig, das war auch noch einmal enttäuschend. Er sieht das nicht als Problem. Es sei reine Privatsache, mit wem er sich umgibt“, sagte Sobotzik. Frahn war nicht das erste Mal auffällig geworden. 

Beim Skandalspiel im März gegen gegen VSG Altglienicke (4:4), das wegen umstrittenen Trauerbekundungen für den verstorbenen und mutmaßlich rechtsradikalen Chemnitz-Fan Thomas H. in die Schlagzeilen geriet, hatte Frahn nach einem Treffer ein schwarzes T-Shirt mit der weißen Aufschrift „Support your local Hools“ (Unterstütze deine lokalen Hooligans) hochgehalten. Er wurde daraufhin gesperrt und zu einer Geldstrafe verurteilt.

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Schalke 04: Ehrenrat gibt Clemens Tönnies Pfötchen

Kurz nach elf verließ Clemens Tönnies gestern Abend auf dem Beifahrersitz seiner Mercedes-Limousine das Schalke-Gelände. Fotos zeigen ihn, wie er gebannt die Nachrichten auf seinem Handy checkt. Er sieht müde aus. Vier Stunden lang hatte er vor dem Ehrenrat des FC Schalke gekämpft. Seine Ämter im Verein darf er behalten. Aber um welchen Preis?

Am Ende steht ein fauler Kompromiss. Der Ehrenrat des FC Schalke verurteilt zwar die rassistischen Äußerungen, die Tönnies beim Handwerker-Tag in Paderborn getätigt hat. Aber seine Posten im Aufsichtsrat verliert der Vorsitzende des Aufsichtsrats nicht. Er selbst lässt die Ämter für drei Monate ruhen. Im Spätherbst will Clemens Tönnies zurück sein.

Die fünf Mitglieder im Ehrenrat des FC Schalke.

Lächerlicher kann sich ein Profiklub nicht darstellen. Der Ehrenrat gibt Clemens Tönnies Pfötchen: Den fünf Mitgliedern (eine Frau und vier Männer) reichten das Bedauern des Klubchefs und die Fürsprache von Trainer-Legenden wie Otto Rehhagel und Huub Stevens, um die vierstündige Krisensitzung mit einem Freispruch zweiter Klasse zu beenden.

Obwohl der Ehrenrat einen Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot erkennt, das in der Satzung und im Leitbild des Vereins verankert ist, reichte der Mumm des Gremiums nicht zu schärferen Maßnahmen. Die Begründung versteht keiner: Ja, Tönnies habe seine Pflicht als Aufsichtsratsvorsitzender verletzt – aber der Vorwurf des Rassismus sei “unbegründet”.

Auslöser am Handwerker-Tag in Paderborn

Der Fleischfabrikant hatte am Donnerstag beim “Tag des Handwerks” in Paderborn vorgeschlagen, jährlich 20 Kraftwerke in Afrika zu finanzieren. Seine skandalöse Begründung laut “Neue Westfälische”: “Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel wird, Kinder zu produzieren.”

Seit Tagen protestierte die Öffentlichkeit gegen Tönnies: Seine Aussagen seien mit den Werten des Vereinsfußballs nicht zu vereinbaren. Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah zeigte sich “geschockt” und “verletzt”. Sogar Bundesliga-Präsident Reinhard Rauball, ein Jurist, tadelte Tönnies öffentlich. Sowas passiert nur, wenn der Vorwurf durchaus begründet ist.

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen

Das letzte Wort ist deshalb nicht gesprochen. Am 15. August beschäftigt sich die Ethikkommission des DFB mit dem Fall Tönnies. Nicht auszuschließen ist, dass es beim ersten Bundesliga-Heimspiel am 24. August (gegen Bayern München) zu Fanprotesten kommt. Längst steht mehr auf dem Spiel als die Tönnies-Zukunft auf Schalke.

Wie will der DFB jemals wieder eine Kampagne gegen Ausländerfeindlichkeit glaubwürdig starten, wenn einer der höchsten Liga-Repräsentanten ungesühnt dummes Zeug erzählen darf? Wie will der DFB Schmähungen auf den Rängen ahnden, wenn eine mittelmäßig formulierte Entschuldigung reicht, um schadlos aus der Sache herauszukommen? 

„Noch drei neue Spieler“: Lewandowski erhöht Transfer-Druck

Stürmer Robert Lewandowski drängt beim Fußball-Rekordmeister Bayern München weiterhin auf mehrere Neuverpflichtungen. „Ich denke, dass wir noch drei neue Spieler brauchen“, sagte der Pole der Sport Bild: „Wir haben in der Offensive mit Franck Ribery, Arjen Robben und James drei Spieler verloren und bis jetzt noch keinen gestandenen Neuzugang dort!“ Vor allem ein Transfer von Nationalspieler Leroy Sane von Manchester City wird in München seit Wochen gehandelt.

Bislang hat Bayern lediglich die Weltmeister Lucas Hernandez und Benjamin Pavard für die Abwehr sowie Sturm-Talent Jann-Fiete Arp verpflichtet. „Wir brauchen – auch wenn Sane kommt – einen weiteren Außenstürmer“, meinte Lewandowski, der sich außerdem „vielleicht einen Sechser oder einen offensiven Spieler für das Zentrum“ vorstellen könnte. Bereits zuvor hatte der viermalige Bundesliga-Torschützenkönig eindringlich Neuzugänge gefordert.

Auffällig war, dass die Bayern am vergangenen Samstag im Supercup bei Borussia Dortmund (0:2) die Bank mit zahlreichen Nachwuchsspielern besetzt hatte. Für Lewandowski ist dies kein Dauerzustand. „Wenn du eine ganze Saison mit 13, 14 erfahrenen Profis spielen willst, wird es schwer. Wir haben 50, 60 Spiele. Man darf nicht nur daran denken, was in einer Woche ist – es geht um eine Saison, drei, vier, fünf oder sechs Monate“ sagte er: „Dafür haben wir zu wenige Spieler. Hoeneß und Rummenigge kennen meine Meinung.“

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Schalke: Tönnies lässt Amt drei Monate ruhen – kein Ausschluss

Klub-Boss Clemens Tönnies vom Fußball-Bundesligisten Schalke 04 wird nach seiner Entgleisung am vergangenen Donnerstag sein Amt als Vorsitzender des Aufsichtsrats für drei Monate ruhen lassen. Das gab der Klub nach einer mehrstündigen Sitzung des Ehrenrats bekannt. Um einen Ausschluss aus dem Verein kam der 63-Jährige somit herum. 

Das fünfköpfige Gremium kam zu dem Schluss, dass der erhobene Vorwurf des Rassismus „unbegründet“ sei. Vorzuwerfen sei ihm allerdings, „gegen das in der Vereinssatzung und im Leitbild verankerte Diskriminierungsverbot verstoßen zu haben.“ Tönnies habe „ein weiteres Mal sein Bedauern zum Ausdruck gebracht“, hieß es in einer Mitteilung. Tönnies werde sein Amt drei Monate lang ruhen lassen und danach seine Tätigkeit im Aufsichtsrat wieder aufnehmen.

Tönnies hatte am Donnerstag vergangener Woche bei der Festveranstaltung zum „Tag des Handwerks“ in Paderborn eine Rede zum Thema „Unternehmertum mit Verantwortung – Wege in die Zukunft der Lebensmittelerzeugung“ gehalten. Der Schalke-Boss empfahl dabei die Finanzierung von Kraftwerken in Afrika und sagte: „Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren.“ Es folgte vergangenen Freitag eine öffentliche Entschuldigung von Tönnies, dennoch gab  es harsche Kritik an dem milliardenschweren Unternehmer aus Rheda-Wiedenbrück.

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