Wolfsburg: Ntep trainiert mit der U23

Vor anderthalb Jahren war Paul-Georges Ntep dem VfL Wolfsburg fünf Millionen Euro wert – jetzt hat der Kameruner offenbar keine Zukunft mehr bei den Niedersachsen. Der 26 Jahre alte Offensivmann muss bis auf Weiteres bei der U23 des Bundesligisten trainieren.

Dies teilte der VfL am Donnerstag mit. Ntep war zwischenzeitlich an AS St. Etienne verliehen und blieb nach seiner Rückkehr zum VfL in der vergangenen Saison ohne Einsatz. 

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Schwarze Null: DFB 2018 mit ausgeglichener Bilanz

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat das Geschäftsjahr 2018 mit einer Schwarzen Null abgeschlossen. Das teilte der Verband am Donnerstag bei der Veröffentlichung seines Finanzberichts mit. „Der DFB ist wirtschaftlich gesund und hat auch 2018 sehr kostenbewusst und mit Augenmaß gewirtschaftet“, sagte DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge: „Der Verband ist weiterhin in der Lage, seine gesellschaftliche und soziale Verantwortung wahrzunehmen.“

Insgesamt nahm der DFB im Jahr 2018 350,9 Millionen Euro ein (2017: 323,9 Millionen). Dem standen die Ausgaben in Höhe von 356,5 Millionen (355,9 Millionen) gegenüber – aufgrund der planmäßigen Verwendung von Rücklagen in Höhe von 5,6 Millionen (11,7 Millionen) erhielt der DFB eine ausgeglichene Bilanz. Das Eigenkapital sank um den entsprechenden Betrag auf 150,1 Millionen.

Trotz des frühen Scheiterns der Nationalmannschaft bei der WM-Endrunde in Russland fuhr der DFB, „wenn man das Gesamtprojekt betrachtet, nur einen geringen Verlust ein. Das hätte deutlich schlechter werden können“, sagte Osnabrügge.

Im Vorjahr hatte der größte Einzelsportfachverband der Welt noch einen Verlust von 20,263 Millionen Euro verzeichnet. Grund dafür war die Strafzahlung von 22,57 Millionen Euro, die der DFB wegen der Steueraffäre um die WM 2006 und der Aberkennung der Gemeinnützigkeit hatte tätigen müssen. „Ich bin aber optimistisch, dass die Aberkennung keinen Bestand haben wird“, sagte Osnabrügge.

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Frauenfußball: Bayern holen Neuseeländerin Riley

Frauenfußball-Vizemeister Bayern München hat die neuseeländische Nationalspielerin Ali Riley verpflichtet. Die Abwehrspielerin, Kapitänin ihres Nationalteams, kommt vom englischen Klub FC Chelsea und hat einen Zweijahresvertrag unterzeichnet. Riley (31) war zuletzt bei der WM in Frankreich mit Neuseeland punktlos in der Vorrunde gescheitert.

„Natürlich möchte ich Titel gewinnen und freue mich auch schon darauf, in der Champions League zu spielen“, sagte Riley, die auch die US-amerikanische und schwedische Staatsbürgerschaft besitzt. Für Neuseeland hat sie 129 Länderspiele bestritten. 

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RB Leipzig holt französischen U21-Nationalspieler Nkunku

Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat den französischen U21-Nationalspieler Christopher Nkunku von Paris St. Germain verpflichtet. Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler erhielt beim Pokalfinalisten einen Fünfjahresvertrag und ist der dritte Neuzugang in diesem Sommer.

„Christopher Nkunku passt mit seinen Fähigkeiten sehr gut in unser Anforderungsprofil. Er ist ein dynamischer und im offensiven Bereich vielseitig einsetzbarer Spieler und erhöht damit auch die Variabilität in unserem Spiel“, sagte RB-Sportdirektor Markus Krösche.

Nkunku durchlief beim französischen Meister von 2010 bis 2015 die Nachwuchsabteilung. Im Dezember 2015 wechselte er in die Profimannschaft und gab dort mit 18 Jahren sein Debüt. In der abgelaufenen Spielzeit bestritt Nkunku 29 Pflichtspiele für die Mannschaft des deutschen Trainers Thomas Tuchel, in denen er vier Treffer erzielte und zwei Torvorlagen lieferte.

RB Leipzig ist für Nkunku kein unbeschriebenes Blatt. „Über den Klub habe ich schon eine Menge gehört und bin überzeugt, dass die Art und Weise, wie hier Fußball gespielt wird, sehr gut zu mir passt“, sagte der Neuzugang, der mit Paris dreimal Meister und zweimal Pokalsieger wurde.

Zuvor hatten die Sachsen bereits Mittelfeldspieler Hannes Wolf von RB Salzburg und den brasilianischen Defensivspieler Luan Candido von Palmeiras Sao Paulo verpflichtet. Wolf fällt wegen eines Knöchelbruchs noch länger aus.

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DAZN übernimmt Bundesliga-Rechte und integriert Eurosport-Sender

Einen Monat vor Beginn der neuen Saison der Fußball-Bundesliga hat Eurosport seine TV-Rechte per Sublizenz an den Streamingdienst DAZN abgegeben. Das teilten beide Unternehmen am Donnerstagvormittag offiziell mit. DAZN wird damit künftig alle 30 Freitagsspiele sowie fünf Sonntagspartien um 13.30 Uhr und die fünf umstrittenen Montagsspiele übertragen, ebenso die vier Relegationsspiele und den Supercup.

„Das ist ein ganz besonderer Moment und eine großartige Partnerschaft für DAZN in Deutschland und Österreich. Erstmals können wir den Fans die Bundesliga live auf DAZN präsentieren und unser Angebot mit zahlreichen internationalen Premium-Sportinhalten ergänzen“, sagte Deutschlandchef Thomas de Buhr.

Der Verkauf der Bundesligarechte ist nicht die einzige Vereinbarung der beiden Sender. Beschlossen wurde zudem eine umfangreiche Kooperation, dabei werden die TV-Sender Eurosport 1 und Eurosport 2 in DAZN integriert. DAZN wird somit künftig auch zahlreiche sportliche Großevents wie Olympische Spiele, drei Tennis-Grand-Slams und den alpinen Ski-Weltcup zeigen können.

Mit dann über 8000 Live-Events pro Jahr wird DAZN zum größten Livesport-Broadcaster im deutschsprachigen Raum. Für die Kunden bedeutet dies, der Abo-Preis erhöht sich ab dem 1. August von 9,99 auf 11,99 Euro.

„Wir freuen uns über diese Partnerschaft, die einen wichtigen Beitrag zu unserer Wertschöpfungskette leisten wird. Ich bin mir sicher, dass wir mit der Verbreitung unserer Sender bei DAZN noch mehr Sportfans für unsere Eurosport-Übertragungen begeistern werden“, sagt Susanne Aigner-Drews, Geschäftsführerin der Muttergesellschaft Discovery Deutschland.

Eurosport hatte die Bundesliga seit der Saison 2017/18 übertragen und für das Rechtepaket 70 Millionen Euro bezahlt. DAZN wollte eigentlich erst ab 2021 einen großen Angriff auf die Live-Rechte starten. Bisher zeigte der Streamingdienst nur die Highlights der Bundesliga und der 2. Liga.

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