Krösche glaubt an Titel: “Das ist der Grund, warum ich hier bin”

RB Leipzigs neuer Sportdirektor Markus Krösche hat sich hohe Ziele gesetzt und will mit dem Fußball-Bundesligisten auch Titel holen. “Definitiv. Das ist auch der Grund, warum ich hier bin”, sagte der 38-Jährige im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Als Profi sei ihm dies nicht möglich gewesen. “Als Spieler habe ich das nie geschafft, weil ich als Sechser nicht die Klasse besaß, um Titel mitzuspielen”, räumte Krösche ein, der von 2001 bis 2014 für den SC Paderborn gespielt hatte und später Sportdirektor der Ostwestfalen war.

Mit Leipzigs neuem Trainer Julian Nagelsmann arbeite er auf “einer sehr guten Ebene”, betonte Krösche. Er sei überzeugt, “dass wir hier mit den Spielern, die wir haben, und Julian als Trainer in der Lage sein können, auch mal Titel zu gewinnen.” Wann das sein wird, könne er aber nicht sagen.

Für seine erste Saison will der neue Sportdirektor des Vorjahresdritten auf jeden Fall das Niveau halten. “Ich will meinen Teil dazu beitragen, dass wir mindestens genauso erfolgreich sind wie im letzten Jahr”, so Krösche. Generell laute das Ziel: “Wir wollen noch besser werden und weiterhin oben mitspielen.”

Seinem Ex-Klub Paderborn traut er ein gutes Jahr als Aufsteiger in der Bundesliga zu. “Die bleiben drin in der Bundesliga, davon bin ich überzeugt.”

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Union: Subotic steigt ins Mannschaftstraining ein

Neuzugang Neven Subotic ist bei Bundesliga-Aufsteiger Union Berlin ins Mannschaftstraining eingestiegen. Der frühere Bundesliga-Profi von Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln hatte bei seinem neuen Klub bislang wegen Kniebeschwerden nur individuell trainieren können.

Mit der Rückkehr ins Mannschaftstraining steigen für den Innenverteidiger und zweimaligen deutschen Meister auch die Chancen auf ein Testspieldebüt am Samstag in Anif (Österreich) gegen den VfL Wolfsburg. Unions Trainer Urs Fischer hatte erklärt, Subotic nur dann einzusetzen, wenn er zuvor Einheiten mit der Mannschaft absolviert habe.

Neuzugang Christian Gentner und Abwehrspieler Marvin Friedrich fehlten am Dienstag beim Training. Beide mussten in der Charite medizinische Tests nachholen. Mittelfeldspieler Julian Ryerson und Abwehrmann Florian Hübner konnten wegen den Folgen von Verletzungen nur individuell trainieren.

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Brasilien feuert Frauen-Nationaltrainer

Nach dem frühen Ausscheiden bei der Fußball-WM ist Oswaldo Alvarez (62) nicht mehr länger Trainer der brasilianischen Frauen-Nationalmannschaft. Dies teilte der Verband CBF mit. Ein Nachfolger für Vadao werde zeitnah benannt, hieß es weiter. Die Selecao um WM-Rekordtorschützin Marta war beim Weltturnier bereits im Achtelfinale an Gastgeber Frankreich (1:2 nach Verlängerung) gescheitert.

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Alaba von Barca-Interesse geehrt: “Eine Wertschätzung”

Bayern Münchens Abwehrspieler David Alaba fühlt sich durch das angebliche Interesse seitens des spanischen Fußball-Meisters FC Barcelona geschmeichelt. “Natürlich ist das eine Wertschätzung, natürlich ist das eine Ehre für mich”, sagte der Österreicher nach der Ankunft des deutschen Fußball-Rekordmeisters in Kansas City. Er selbst habe aber mit Barca keine Gespräche geführt.

Stattdessen wolle er sich ganz auf die kommenden Aufgaben mit dem deutschen Rekordmeister konzentrieren. “Ich habe den Fokus hier in Amerika und in der Vorbereitung voll und ganz auf München gelegt. Ich wollte mich auf das Wesentliche konzentrieren. Wir haben viel vor”, sagte er.

Alaba hat in München noch einen Vertrag bis 2021. Grundsätzlich könne er sich in seiner Karriere einen Wechsel auch in eine andere Liga noch vorstellen. “Aber ich bin kein Spieler, der so weit in die Zukunft blickt”, sagte der Österreicher.

Zum Abschluss der US-Tour treffen die Bayern am Dienstagabend (Mittwoch, 3.00 Uhr MESZ) in Kansas City auf den AC Mailand. Danach geht es zurück nach München. “Es war schon eine sehr intensive Woche. Jetzt sind wir auch ein bisschen froh, dass es morgen wieder nach Hause geht”, sagte Alaba.

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Warten auf Leroy Sané: Fehlt der Bundesliga Anziehungskraft?

Noch immer steht die Entscheidung aus, ob Leroy Sané Manchester City verlässt und zu Bayern München wechselt. 100 Mio. Euro Ablöse wären fällig – aber die Bundesliga wäre um zumindest eine Attraktion reicher. Man ist ja schon froh, dass Eintracht Frankfurt die Diva Kevin-Prince Boateng ködert.

Man kann die Kaderplanung seines Klubs mit einer schlichten Frage prüfen: Für welchen Spieler in meiner Mannschaft würde ich alles stehen und liegen lassen, um ihn live im Stadion kicken zu sehen? Drei Sekunden ohne Antwort reichen schon: Es gibt keinen.

Danach kommen Ausflüchte, warum sich der Stadionbesuch trotzdem lohnt. Die Stimmung. Die Tradition. Die Freunde. Alles Ausreden, denn: Die Argumentation mit den weichen Faktoren hat selten mit dem Fußball auf dem Rasen zu tun.

Leroy Sané bringt Farbe ins Spiel – noch bei Manchester City. Foto: Imago / VCG

Der weitgehend unbedeutende Fußballprofi Jose Holebas, einst bei 1860 München unter Vertrag, inzwischen beim FC Watford, äußerte jetzt bei den Sportbuzzer-Kollegen einen Satz, der an Hans-Christian Andersens Märchen von des Kaisers neuen Kleidern erinnert.

Alle Untertanen feiern die Tracht des Herrschers, bis endlich ein Kind ruft: “Der Kaiser ist nackt!” Holebas sagt: “So wie ich das mitbekomme, will einfach keiner mehr nach Deutschland.” Zumindest: keiner von den ganz großen Spielern. Fehlt der Bundesliga die Anziehungskraft?

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Das mag übertrieben klingen und aus dem Mund eines eher zweitklassigen Spielers sogar anmaßend. Doch der oben beschriebene Selbsttest führt dummerweise zum selben Resultat: Die Beförderung zum Star verdienen nicht viele Bundesliga-Spieler.

Man mag sich mit dem Gedanken trösten, dass immer noch die Mannschaft im Vordergrund stehen sollte und, wie es Eintracht Frankfurt vorige Saison tat, mit großartigen Leistungen das Publikum magnetisch anziehen. Das war so, keine Frage.

Aber das muss kein Widerspruch sein. Die Schalker denken noch immer wehmütig an die Zeit zurück, als Raul die Veltins-Arena zum Beben brachte. Heute feiern sie, nicht zu Unrecht, ihren Torwart Alexander Nübel und keinen, der Tore zaubert.

Trotzdem ist die Hütte immer voll. Zuletzt war das Steigerlied der Höhepunkt des Spiels, wie beim Hamburger SV der Auftritt des Stimmungsmachers Lotto King Karl jahrelang das Beste war, was der Samstagnachmittag zu bieten hatte. Mit Fußball hatte das nix zu tun.