Bild: Hoeneß hört beim FC Bayern auf

Die Ära Uli Hoeneß geht beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München offenbar nach 40 Jahren in der Klubführung zu Ende. Laut Bild-Zeitung wird der Präsident im November nicht mehr zur Wiederwahl antreten, auch seinen Posten als Aufsichtsratschef will Hoeneß demnach aufgeben. Der Klub wollte sich auf SID-Anfrage nicht zu den Gerüchten äußern.

Hoeneß hatte bis 1979 für die Bayern gespielt, nach seinem frühen Karriereende wurde er Manager des Klubs. 2009 wechselte der heute 67-Jährige auf den Posten des Präsidenten, den er während seiner Gefängnisstrafe wegen Steuerhinterziehung ab dem 2. Juni 2014 räumte. Nach der Haftentlassung kehrte er im Herbst 2016 zurück. Seit Anfang 2017 ist Hoeneß auch wieder Aufsichtsratsvorsitzender.

Hoeneß, als Spieler Weltmeister, Europameister, dreimal deutscher Meister und dreimal Europapokalsieger, formte den FC Bayern zum erfolgreichsten Klub Deutschlands. Die Münchner gewannen während seiner Tätigkeit als Manager und Präsident zweimal die Champions League und die große Mehrzahl der insgesamt 29 Meistertitel.

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Schalke mit Remis gegen Twente

Fußball-Bundesligist Schalke 04 hat den dritten Sieg in der Saisonvorbereitung verpasst. Beim niederländischen Erstligisten Twente Enschede kam das Team von Trainer David Wagner nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. 

Vor 19.000 Zuschauern im Stadion De Grolsch Veste schoss der gebürtige Hamburger Alexander Laukart (80.) die Gastgeber in Führung, die Berkan Firat kurz darauf egalisierte (82.). Die ersten beiden Testspiele der Saisonvorbereitung hatten die Königsblauen gegen eine Stadtauswahl von Bottrop (20:1) und den Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen (3:1) gewonnen. Zuletzt verloren die Knappen 1:2 gegen Premier-League-Aufsteiger Norwich City.

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Rekordtransfer: Joelinton wechselt von Hoffenheim nach Newcastle

Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim hat seinen Stürmer Joelinton an den englischen Erstligisten Newcastle United abgegeben und dabei eine Rekordeinnahme erzielt. Der Klub machte keine Angaben zur Summe, laut Medienberichten soll sie bei gut 45 Millionen Euro liegen. 

Bislang war Roberto Firmino der teuerste Abgang der Vereinsgeschichte gewesen, Joelintons brasilianischer Landsmann ging vor vier Jahren für 41 Millionen Euro zum FC Liverpool. “Ein Klub unserer Prägung kann es sich kaum erlauben, ein solches Angebot auszuschlagen”, sagte Sportchef Alexander Rosen. Laut Pressemitteilung ist der Deal der “finanziell bislang größte Transfer in der Geschichte der TSG Hoffenheim”.

Joelinton unterschrieb bei den Magpies einen Vertrag bis 2025. “Ich weiß, was ich der TSG Hoffenheim zu verdanken habe. Die Verantwortlichen haben mir in einem nahezu perfekten Umfeld immer viel Vertrauen entgegengebracht”, sagte der 22-Jährige. Die für ihn gezahlte Ablösesumme nannte er “eine große Investition, die große Verantwortung mit sich bringt”.  

Die Kraichgauer hatten den Angreifer, den der frühere Trainer Julian Nagelsmann einst als “furchtbare Kante, brutale Maschine” bezeichnete, vor vier Jahren für 2,2 Millionen Euro von Sport Recife aus Brasilien geholt. Der Durchbruch gelang Joelinton in der Vorsaison, als er jeweils sieben Tore und Vorlagen in 28 Ligaspielen verbuchte.

Die TSG hat in der laufenden Transferperiode bereits die deutschen Nationalspieler Nico Schulz (26/für 25 Millionen Euro Ablöse zu Borussia Dortmund) und Kerem Demirbay (26/28 Millionen/Bayer Leverkusen) abgegeben. Leverkusen soll zudem vor der Verpflichtung des U21-Nationalspielers Nadiem Amiri stehen.

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Rummenigge über Boateng: “Er hat Pluspunkte gesammelt”

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat Innenverteidiger Jerome Boateng gelobt. “Er hat sich innerhalb der Mannschaft sehr positiv verhalten und Pluspunkte gesammelt”, sagte der 63-Jährige zum Abschluss der zehntägigen US-Tour des deutschen Fußball-Rekordmeisters in Kansas City/Missouri. Boateng, dessen Zukunft in München offen ist, habe “einen richtigen und guten Schritt getan” und sich in einer körperlich guten Verfassung befunden.

Außerdem zog Rummenigge ein äußerst positives Fazit zur Reise: “Uns ist ein perfekter Spagat zwischen den Interessen des FC Bayern und der sportlichen Vorbereitung gelungen”, sagte er vor dem abschließenden Härtetest gegen AC Mailand am Mittwoch (3.00 Uhr/MESZ). “Wir haben einen großen Schritt in eine gute Vorbereitung gemacht.”

An die anwesenden Journalisten richtete Rummenigge versöhnliche Worte, nachdem die Beziehung in der vergangenen Saison nicht immer harmonisch verlaufen war: “Wir hatten nicht immer ein unentspanntes Verhältnis. Die Zusammenarbeit hier war nicht nur professionell, sondern auch sympathisch.” 

Zu Transfergerüchten wollte Rummenigge “keine Wasserstandsmeldungen abgeben”, er betonte aber: “Wir haben eine tolle Mannschaft, die top besetzt ist.” Das habe man beim Testspielsieg gegen Real Madrid (3:1) gesehen, weitere Transfers seien aber geplant.

Angebliche Verhandlungen mit Espanyol Barcelona über eine Verpflichtung des defensiven Mittelfeldspielers Marc Roca (22) dementierte Rummenigge. “Es hat keinen Kontakt und keine Verhandlungen mit dem Klub gegeben”, sagte er. Allerdings habe Roca eine Ausstiegsklausel im Vertrag.

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Bild: Zwanziger gibt Bundesverdienstkreuze zurück

Theo Zwanziger, früherer Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hat offenbar seine beiden Bundesverdienstkreuze zurückgegeben. Das berichtet die Bild-Zeitung. Demnach schickte der 74-Jährige seine Orden an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

“Ich kann bestätigen, dass der Sachverhalt zutrifft. Mein Mandant sieht seine Entscheidung als persönliche und private Entscheidung an, die nicht weiter kommentiert werden wird”, zitierte das Blatt Zwanzigers Rechtsanwalt Hans-Jörg Metz.

Zwanziger, von 2006 bis 2012 DFB-Chef, hatte die Auszeichnungen in den Jahren 2005 und 2012 erhalten. Grund für den Schritt ist wohl, dass Steuerfahnder das Haus von Zwanziger im November 2015 wegen der Sommermärchen-Affäre um die Heim-WM 2006 durchsucht hatten.

“Aus meinen Gesprächen mit ihm kann ich Ihnen mitteilen, dass er von einem Staat nicht geehrt werden möchte, dessen hessische Amtsträger bei der Steuerfahndung und der Staatsanwaltschaft pflichtgemäße Amtsführung mit unkontrolliertem Verfolgungseifer verwechseln”, so Metz.

Im Skandal um die Vergabe der Weltmeisterschaft 2006 wird von der Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) neben Zwanziger in Wolfgang Niersbach ein weiterer früherer DFB-Präsident beschuldigt. Dazu der damalige WM-Organisationschef Franz Beckenbauer, der frühere DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt sowie der ehemalige FIFA-Generalsekretär Urs Linsi.

Konkret geht es um 6,7 Millionen Euro, die 2005 vom deutschen WM-Organisationskomitee über die FIFA mutmaßlich an den früheren adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus überwiesen worden sind. Exakt diese Summe war drei Jahre zuvor offenkundig in Form von Vorleistungen von Beckenbauer und Louis-Dreyfus an den früheren FIFA-Skandalfunktionär Mohamed bin Hammam nach Katar geflossen.

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