Oranjes EM-Kader: Sechs Spieler lehnen Corona-Impfung ab

Der niederländische Fußball-Verband KNVB hat seinem kompletten EM-Kader vor Beginn des Turniers (11. Juni bis 11. Juli) eine Corona-Impfung angeboten – 6 der 26 Spieler verzichten allerdings. Das sagte Bondscoach Frank de Boer im Rahmen einer Pressekonferenz in Zeist. Er empfehle die Impfung jedem seiner Spieler, bedauere andere Entscheidungen, respektiere diese aber auch.

Stürmer Wout Weghorst vom VfL Wolfsburg hatte schon im Vorfeld gesagt, dass er und seine Familie sich nicht impfen lassen wollen. Das für den Sport in den Niederlanden zuständige Ministerium fördert die Impfungen. Sie seien Teil eines “Maßnahmenpakets, das den niederländischen Hochleistungssport international wettbewerbsfähig halten soll”, sagte ein Ministeriumssprecher.

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kicker: Aus für Gräfe endgültig

Das Aus für Schiedsrichter Manuel Gräfe ist wohl endgültig beschlossene Sache. Wie der kicker berichtet, entschied sich die sportliche Leitung der DFB-Schiedsrichter strikt an der umstrittenen Altersgrenze von 47 Jahren für Bundesliga-Referees festzuhalten. Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes habe am Mittwoch die vorgeschlagene Schiedsrichterliste bereits abgenickt. Neben Gräfe fehlten demnach auch die ebenfalls 47-jährigen Markus Schmidt und Guido Winkmann. 

Bereits Mitte April hatte der DFB das Aus der drei erfahrenen Referees angekündigt, insbesondere der Fall Gräfe sorgte für Aufregung. Spieler und Verantwortliche setzten sich in den vergangenen Wochen vehement für eine Ausnahme von der Altersregel ein. Gräfes hohes Ansehen zeigte sich unter anderem am vergangenen Wochenende, als ihn die Spieler von Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen mit einem Spalier verabschiedeten. 

Minimale Hoffnung auf einen Rückzieher des DFB war da allerdings noch vorhanden, doch diese hat sich nun offenbar endgültig zerschlagen. Für die Schiri-Bosse habe bei der Erstellung der Kaderliste “die systemische und strukturelle Weiterentwicklung der Schiedsrichter” als zentraler Leitgedanke im Vordergrund gestanden, schreibt der kicker. Jüngeren Referees solle der Weg nicht verbaut werden.

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Werner freut sich auf Flick: “Perfekte Wahl”

Timo Werner freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem künftigen Bundestrainer Hansi Flick bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. “Er ist ein sehr netter Mensch und wirklich ein super Trainer. Auch wenn ich bislang nicht in seiner Mannschaft gespielt habe, hatte er immer mal wieder aufmunternde Worte für mich”, sagte Werner im Sport1-Interview.

Flick tritt nach der EM (11. Juni bis 11. Juli) die Nachfolge von Joachim Löw an und hat einen Dreijahresvertrag erhalten. “Was er beim FC Bayern abgeliefert hat, kann man gar nicht mehr toppen. Er ist aus meiner Sicht der perfekte Mann für den DFB, weil er von seiner Ausstrahlung und Einstellung her zudem eine gewisse Ähnlichkeit zu Joachim Löw hat”, sagte Werner und fügte an: “Diese Schiene, die der jetzige Bundestrainer fährt, kann Hansi Flick sicher weiterfahren und mit seinen eigenen Ideen füllen. Er ist die perfekte Wahl.”

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Werner freut sich auf Rückkehrer Müller und Hummels

Timo Werner hat die Rückkehr von Thomas Müller in die deutsche Nationalmannschaft zur Fußball-EM trotz einer erhöhten Konkurrenzsituation begrüßt. “Thomas wird unserer Mannschaft sehr helfen. Er und Mats (Anm. d. Red.: Hummels) haben in den vergangenen zwei Jahren ihre Leistung gebracht und auf sehr hohem Niveau gezeigt, dass sie immer noch Weltklassespieler sind”, sagte Werner im Sport1-Interview.

Durch Müller erhofft sich der Stürmer des FC Chelsea auch Vorteile für sein eigenes Spiel. “Wenn einer wie Thomas mit über 20 Assists aus der Bundesliga kommt, ist meine Hoffnung natürlich, dass er mir das eine oder andere Mal bei der EM ein Tor vorlegt”, sagte der 25-Jährige, der im DFB-Kader “die Qualität, die EM zu gewinnen” sieht: “Wir könnten eine Startaufstellung bilden, die über die letzten ein bis zwei Jahre stetig mindestens im Halbfinale der Königsklasse stand.”

Dass der dreimalige Europameister beim letzten Turnier von Bundestrainer Joachim Löw nicht der Gejagte ist, sieht Werner positiv: “Vielleicht tut uns das auch mal gut, mal nicht als Top-Favorit in das Turnier zu gehen, sondern als Underdog und wir dadurch etwas freier aufspielen können.”

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RB Leipzig ist erstmals “Social-Media-Meister”

Fußball-Bundesligist RB Leipzig ist erstmals deutscher “Social-Media-Meister”. Dies ergab die jährliche Bewertung durch das Internationale Fußball Institut (IFI), das die offiziellen Social-Media-Accounts der 18 Erstligisten untersucht. Hinter den Sachsen (46,5 Gesamtpunkte) kam Vorjahresmeister Bayern München (44,5) auf Rang zwei. Dahinter reihten sich Borussia Dortmund (40,0) und Eintracht Frankfurt (38,0) ein. Der FC Schalke (33,0), der im Vorjahr den Titel zusammen mit den Bayern holte, landete auf Platz zehn.

“RB Leipzig ist es gelungen, die Frequenz der Social-Media-Beiträge auf allen Kanälen zu steigern und trotzdem die Interaktionsraten der Beiträge hochzuhalten”, sagte Dr. Katharina Schöttl, Leiterin des Fachbereich Digitales Marketing am IFI: “Dies spricht für die Qualität der Beiträge. Hinzu kommt der überdurchschnittliche Followerzuwachs auf mehreren Kanälen.” 

Das IFI bewertet seit der Spielzeit 2016/2017 die Accounts der Bundesligisten, wobei die vier wichtigsten Kommunikationskanäle der 18 Vereine (Facebook, Instagram, YouTube und Twitter) nach vier Kategorien (Post-Interaktion, Post-Häufigkeit, prozentualer Wachstum und Anzahl der Follower) analysiert werden.

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