3:1 gegen Real: Bayern mit erstem Sieg auf US-Tour

Fußball-Rekordmeister Bayern München hat seinen zweiten Test auf der USA-Reise gewonnen. Gegen den spanischen Topklub Real Madrid setzte sich die Mannschaft von Trainer Niko Kovac mit 3:1 (1:0) durch. Die erste Begegnung in den USA gegen den FC Arsenal hatten die Bayern noch mit 1:2 verloren.

Vor 60.413 Zuschauern in Houston/Texas schoss Corentin Tolisso (15. Minute) die Münchner in Führung, die nach der Pause eingewechselten Robert Lewandowski (67.) und Serge Gnabry (69.) sorgten für den Sieg. Torwart Sven Ulreich sah in der 81. Minute nach einer Notbremse die Rote Karte, Rodrygo (84.) war einziger Torschütze der Madrilenen.

Der frühere Weltmeister Jerome Boateng, der gegen Madrid über die volle Distanz zum Einsatz kam, tritt am Sonntag aus privaten Gründen vorzeitig die Heimreise. Das gab der Klub am Samstag bekannt. Genauere Informationen teilten die Bayern nicht mit. Zum Abschluss der US-Tour steht am Mittwoch (3.00 Uhr) im Rahmen des International Champions Cup noch ein Duell mit dem AC Mailand an.

In Houston begannen die Münchner mit Nationaltorwart Manuel Neuer, der gegen Karim Benzema (25.) und Luka Modric (45.) zur Stelle war. Zuvor hatte Tolisso in einer Drangphase der Madrilenen nach einer schönen Kombination von Thomas Müller und David Alaba frei vor dem Tor im zweiten Anlauf zum 1:0 eingeschoben.

Nach einigen Wechseln zur Pause brauchten beide Teams ein bisschen, um wieder ins Spiel zu finden. Danach dominierten die Bayern, Lewandowski und Gnabry sorgten für den verdienten Erfolg.

SID ko

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EU-Richtlinie bedroht Kunstrasenplätze, Seehofer fordert Übergangsfrist

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich für die Verschiebung einer Richtlinie der Europäischen Union (EU) ausgesprochen, nach der ab 2022 die Verwendung von Gummi-Granulat nicht mehr erlaubt sein soll. Dieses wird unter anderem bei Kunstrasenplätzen im Fußball verwendet. „Als Sportminister werbe ich für einen vernünftigen Ausgleich zwischen Umweltschutz und den berechtigten Interessen des Sports. Viele Tausend Sportanlagen in deutschen Kommunen wären sonst von der Schließung bedroht“, sagte Seehofer der Welt am Sonntag.

Laut Deutschem Fußball-Bund (DFB) bedroht die Richtlinie rund 5000 Fußballplätze in ganz Deutschland. Da das Granulat einer der größten Verursacher für Umweltbelastungen durch Mikroplastik ist, würden die Mitgliedstaaten verpflichtet, entsprechende Gesetze zu erlassen. In einem Brief an Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hatte Seehofer für eine Übergangsfrist von sechs Jahren für bestehende Kunstrasenplätze geworben.

Die Übergangsfrist fordert auch der DFB. Amateurvereine bundesweit befürchten, durch das drohende Verbot ihren Spielbetrieb nicht mehr aufrecht erhalten zu können. Denn die so notwendig werdenden Sanierungskosten für die Plätze, die je nach Umrüstmethode bis zu einer halben Million Euro betragen können, könnten sie sich nicht leisten.

Der ehemalige Fußballprofi Mike Rietpietsch (45), Miteigentümer einer Fußballschule, schlägt ebenfalls Alarm. „Wenn es wirklich darauf hinauslaufen sollte, dass es bald keine Kunstrasenplätze mehr gibt, wäre das für viele Vereine sicher der Genickbruch“, sagte er.

Reagiert haben unterdessen bereits mehrere Bundesländer. Sowohl in Baden-Württemberg als auch in Rheinland-Pfalz werden Kunstrasenplätze mit Granulat bereits nicht mehr gefördert. Das Sportministerium in Mainz regt laut SWR dazu an, statt auf Kunststoffgranulat, das immer wieder aufgefüllt werden muss, auf alternative Lösungen wie Sand, Kork, Hybridrasen oder Kunstrasen ohne Verfüllung zu setzen.

Die Stadt Stuttgart hat für die Sanierung von älteren Kunstrasenplätzen laut Stuttgarter Nachrichten bereits Mittel im Haushalt eingeplant. Bei der Interessensvertretung der Stuttgarter Sportvereine hofft man darauf, dass die Hersteller eine Alternative zu Granulat entwickeln. Sobald ein Platz saniert werde, könne das Granulat durch ein anderes Füllmaterial ersetzt werden.

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Köln verzichtet im Trainingslager auf Jannes Horn

Fußball-Bundesligist 1. FC Köln verzichtet in der heißen Phase der Saisonvorbereitung auf Außenbahnspieler Jannes Horn. Wie der Klub am Samstag mitteilte, wird der 22-Jährige nicht mit dem Team ins zweite Trainingslager nach Kitzbühel reisen. Stattdessen werde Horn ab der kommenden Woche mit der U21 der Kölner trainieren und spielen.

„Es ist für ihn aktuell am wichtigsten, dass er regelmäßig Spielpraxis sammelt“, sagte FC-Trainer Achim Beierlorzer: „Er hat die Entscheidung positiv und professionell aufgenommen.“ Der FC will vor dem Saisonstart noch Profis abgeben.

Horn hat die deutschen Jugendauswahlteams bis zur U21 durchlaufen, im Sommer 2017 war er für eine kolportierte Ablöse von rund sieben Millionen Euro vom VfL Wolfsburg nach Köln gewechselt. Beim FC konnte er sich aber weder in der Bundesliga noch in der 2. Bundesliga dauerhaft durchsetzen. Auf seiner Stammposition als linker Verteidiger ist bei den Rheinländern Nationalspieler Jonas Hector gesetzt.

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Bayerns Boateng reist vorzeitig nach München zurück

Der frühere Fußball-Weltmeister Jerome Boateng (30) reist aus privaten Gründen vorzeitig von der USA-Tour des deutschen Rekordmeisters Bayern München ab. Das gab der Klub am Samstag bekannt. Boateng werde am Sonntag von Houston zurück nach München fliegen, hieß es. Genauere Informationen teilte der Klub nicht mit. Die US-Tour der Bayern dauert noch bis zum 24. Juli.

Boatengs Zukunft bei den Bayern ist nach den millionenschweren Verpflichtungen der französischen Verteidiger Lucas Hernandez und Benjamin Pavard noch ungewiss. Zu diesem Thema sei „das letzte Wort noch nicht gesprochen“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge noch am Samstag: „Wir werden in aller Ruhe abwarten, wir müssen auch schauen, was noch auf dem Transfermarkt passiert. Dann werden wir mit ihm final besprechen, wie wir weiter vorgehen.“

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Nürnberg erkämpft respektables Remis gegen Paris

Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg hat im Testspiel gegen den französischen Serienmeister Paris St. Germain nach einer überzeugenden Leistung ein respektables Remis erkämpft. Der Bundesliga-Absteiger kam gegen das Starensemble von Trainer Thomas Tuchel im heimischen Max-Morlock-Stadion zu einem 1:1 (0:1). Bei Paris standen die beiden Nationalspieler Julian Draxler und Thilo Kehrer in der Startelf, Torwart Kevin Trapp kam zur zweiten Halbzeit. Der abwanderungswillige Brasilianer Neymar fehlte hingegen.

Neuzugang Pablo Sarabia (43.) erzielte den einzigen Treffer für Paris, nachdem Weltmeister Kylian Mbappe erst Lukas Mühl getunnelt und dann gefühlvoll nach innen geflankt hatte. Mbappe hatte zuvor bereits zweimal den Pfosten getroffen. In der zweiten Halbzeit vergab aber auch Nürnberg einige Chancen, ehe Enrico Valentini (71.) per Handelfmeter zum Ausgleich traf. 

„Ich war sehr nah dran, da habe ich mir den Ball direkt geschnappt. In dem Moment war ich glaube ich der Älteste auf dem Platz, dann darf ich das auch“, sagte Valentini bei Sky: „Wir haben einige Chancen herausgespielt, die zweite Halbzeit war sehr gut.“

Verursacht wurde der Strafstoß durch den früheren Dortmunder Abdou Diallo. Der 23-Jährige gab sein Debüt für Paris, der Wechsel für mehr als 30 Millionen Euro war erst am Dienstag über die Bühne gegangen.

Für Nürnberg war das Spiel gegen Paris die Generalprobe vor dem Zweitligaauftakt am kommenden Samstag (13.00 Uhr) bei Dynamo Dresden. Die Sachsen hatten unter der Woche ihrerseits gegen Paris klar 1:6 verloren. PSG startet am 10. August gegen Olympique Nimes in die neue Saison.

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