Spätes Remis gegen Gladbach: VfB weiter ohne Heimsieg

Der VfB Stuttgart muss bis zum Beginn der Rückrunde auf seinen ersten Heimsieg nach dem Aufstieg warten. Die auswärts bislang so starken Schwaben scheiterten gegen Borussia Mönchengladbach auch im achten Versuch, drei Punkte im eigenen Stadion zu gewinnen. Beim 2:2 (0:1) nach zweimaliger Aufholjagd reichte es dank einer guten zweiten Halbzeit wenigstens zum fünften Heim-Unentschieden.

Silas Wamangituka in der letzten Minute der Nachspielzeit per Foulelfmeter nach Videobeweis und zuvor Nicolas Gonzalez mit dem 3000. Tor des VfB in der Bundesliga (58.) glichen die zweimalige Führung der Gladbacher aus. Für die Fohlenelf hatten zunächst Lars Stindl (30., Foulelfmeter) und Denis Zakaria (61.) getroffen. Die Borussia verpasste durch das Unentschieden den Sprung auf den sechsten Tabellenplatz, Stuttgart festigte seinen Platz im gesicherten Mittelfeld.

Beide Mannschaften waren erkennbar darauf bedacht, nicht in einen Konter des Gegners zu laufen. Gladbacher erspielte sich dabei eine optische Überlegenheit, fand aber kaum Räume oder Lücken, um am oder im Strafraum zum Abschluss zu kommen. Auch der VfB bemühte sich um einen kontrollierten Aufbau, spielte dabei allerdings meist zu unpräzise. 

Der gegenseitige Respekt führte zu einem mehr oder weniger zerfahrenen Spiel, nur selten ergaben sich Großchancen wie nach einer halben Stunde, als Gonzalez eine Flanke aus kürzester Distanz über das Tor der Fohlenelf köpfte (30.). Auf der Gegenseite bedurfte es des ungeschickten Einsteigens von Borna Sosa gegen Stefan Lainer im Strafraum, um dem guten Stindl die Führung zu ermöglichen.

Gladbach kontrollierte das Spiel danach – ehe Gonzalez nach einer Flanke von Sosa zum Ausgleich einköpfte. Zuvor hatte Matthias Ginter einen Schuss von Pascal Stenzel auf der Linie geblockt (54.). Nach einem Pass von Stindl schloss dann Zakaria ein Solo mit einem überlegten Schuss zur erneuten Führung der Gäste ab. Stuttgart ließ sich auch davon nicht entmutigen und wurde durch Wamangituka noch belohnt.

Der VfB bekommt schon bald die nächste Chance auf einen Sieg gegen die Rheinländer: Im Viertelfinale des DFB-Pokals am 3. Februar (20.45 Uhr) ist Gladbach erneut beim VfB zu Gast.

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Niederlande: Max trifft für PSV in Rotterdam

Fußball-Nationalspieler Philipp Max hat sich beim 5:3 (1:1) der PSV Eindhoven in der niederländischen Fußball-Ehrendivision bei Sparta Rotterdam in die Torschützenliste eingetragen. Der Ex-Augsburger war in der 71. Minute zum zwischenzeitlichen 4:1 erfolgreich.

Aufseiten der Eindhovener, die sich zunächst auf den dritten Platz verbesserten, fehlte der ehemalige Dortmunder und Münchner Mario Götze wegen einer Muskelverletzung. Donyell Malen (47./90.+3), Mauro Junior (24.) und Chukwunonso Madueke (49.) schossen die weiteren Tore für die Mannschaft von Trainer Roger Schmidt.

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Mit Rüdiger und Werner: Chelsea macht ersten Schritt aus der Krise

Die deutschen Fußball-Nationalspieler Timo Werner und Antonio Rüdiger haben mit dem FC Chelsea in der englischen Premier League einen ersten Schritt aus der Krise gemacht. Im kleinen Londoner Derby beim abstiegsbedrohten FC Fulham setzten sich die Blues in Überzahl mit 1:0 (0:0) durch. Der hochambitionierte Ex-Meister siegte erstmals nach drei erfolglosen Ligaspielen und erst zum zweiten Mal seit Anfang Dezember.

Mason Mount erzielte in der 78. Minute das entscheidende Tor für Chelsea, das wieder auf den siebten Tabellenplatz kletterte. Innenverteidiger Rüdiger gehörte zur Startelf, Werner wurde erst eine Viertelstunde vor Schluss eingewechselt, der dritte Deutsche, Kai Havertz, saß die gesamte Spielzeit über auf der Ersatzbank. 

Kurz vor der Pause sah Fulhams Antonee Robinson nach einem groben Foul an Azpilicueta die Rote Karte (44.). Erst in der Schlussphase gelang den drückend überlegenen Gästen das Siegtor. Werner, der in der Nachspielzeit eine Großchance ausließ, hatte am vergangenen Sonntag beim 4:0 im FA Cup gegen den Viertligisten FC Morecambe nach 827 Minuten seine Torflaute beendet.

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Union leiht Dajaku von Bayern aus

Fußball-Bundesligist Union Berlin leiht Nachwuchsstürmer Leon Dajaku vom Rekordmeister Bayern München aus. Zudem sicherten sich die Köpenicker eine Kaufoption für den 19-Jährigen. “Leon ist ein hoch veranlagter junger Spieler”, sagte Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert, “er ist schnell, technisch veranlagt und in der Offensive flexibel einsetzbar.”

Dajaku war im Sommer 2019 vom VfB Stuttgart nah München gewechselt. Dort kam der Offensivspieler vor allem in der “Zweiten” zum Einsatz. In 43 Drittligaspielen erzielte er sieben Tore. Bei den Profis reichte es bislang nur zu Kurzeinsätzen in der Bundesliga und im DFB-Pokal. 

“Ich bin überzeugt, dass der Schritt nach Berlin für mich aktuell der richtige ist. Bei Union bietet sich mir die Möglichkeit, in der Bundesliga Fuß zu fassen und mich auf höchstem Niveau zu zeige”, sagte Dajaku.

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0:0 gegen Hertha: Köln jetzt seit 14 Heimspielen sieglos

Der 1. FC Köln hat seine düstere Serie fortgesetzt und wartet nun bereits seit 14 Heimspielen in der Fußball-Bundesliga auf einen Sieg. Das abstiegsbedrohte Team von Trainer Markus Gisdol kam gegen Hertha BSC nur zu einem trostlosen 0:0 und bleibt mit zwölf Punkten auf dem Relegationsrang. Zuletzt hat der FC am 29. Februar 2020 im heimischen Stadion gewonnen, seit 484 Minuten hat der FC außerdem nicht mehr getroffen.

Immerhin holte Köln nach dem 0:5 in der Vorwoche beim SC Freiburg einen Zähler, spielerisch waren aber kaum Fortschritte zu erkennen. Auch für die Hertha war das Unentschieden zu wenig – Berlin ist mit jetzt 17 Punkten weiter im grauen Mittelfeld der Tabelle und verpasste es, eine Antwort auf das jüngste 0:1 in Bielefeld zu geben.

Nach dem Debakel von Freiburg nahm FC-Trainer Markus Gisdol fünf Änderungen in seiner Startelf vor. Unter anderem der zuletzt oft glücklose Angreifer Anthony Modeste fand sich auf der Bank wieder – Gisdol setzte dafür auf eine offensive Dreierreihe mit Marius Wolf, Ondrej Duda und Dominick Drexler.

Das Trio trat aber zunächst kaum in Erscheinung, weil der FC defensiv gefordert war. Die Gäste bestimmten die Anfangsphase, hatten deutlich mehr Ballbesitz – und schnell erste Chancen: Krysztof Piatek (13.) tauchte plötzlich frei im Kölner Strafraum aus, scheiterte aber an Timo Horn. Kurz darauf flog ein Schuss von Peter Pekarik (14.) knapp übers Tor.

Köln fand nur selten den Weg nach vorne und versuchte es dann erstaunlicherweise meist mit Flanken – dort fehlte allerdings ein Zentrumsstürmer wie Modeste. Hertha war in einer wenig ansehnlichen Begegnung noch die bessere Mannschaft, spielte aber zu vorhersehbar und behäbig, um für mehr Torgefahr zu sorgen.

Dies lag auch daran, dass die FC-Defensive Hertha-Stürmer Jhon Cordoba bei dessen Rückkehr nach Köln gut im Griff hatte und oft schon bei der Ballannahme störte. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff vergab Jonas Hector (45.+1) eine Möglichkeit zum 1:0 für den FC.

Auch nach der Pause blieb das Spiel auf schwachem Niveau. Beiden Teams war die Verunsicherung der vergangenen Woche anzumerken, sie neutralisierten sich – bis Kölns Wolf (60.) aus dem Nichts die größte Chance zur Führung hatte. 

Hertha-Trainer Bruno Labbadia reagierte und brachte Matheus Cunha, der dem Spiel endlich die nötige Kreativität bringen sollte. Doch auch mit dem Brasilianer auf dem Feld blieb es hektisch und zerfahren. Herthas Matteo Guendouzi (83.) hatte mit einem Pfostenschuss Pech.

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