2:1 in Madrid: ManCity trotzt Real und dem Europacup-Bann

Die Strafbank im Hinterkopf, das Viertelfinale vor Augen: Pep Guardiola und Europas böser Bube Manchester City haben in der Champions League ihre Ansprüche auf den Henkelpokal lautstark angemeldet. Der katalanische Star-Trainer siegte mit dem englischen Fußballmeister im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Rekordtitelträger Real Madrid mit 2:1 (0:0) und hat sich im Gigantenduell eine exzellente Ausgangsposition für das Rückspiel am 17. März auf der Insel erspielt. 

Gabriel Jesus (78.) und der frühere Wolfsburger Bundesligaprofi Kevin De Bruyne (83., Foulelfmeter) drehten im Estadio Santiago Bernabeu die Führung der Hausherren durch Isco (60.). Real-Kapitän Sergio Ramos sah in der 86. Minute die Rote Karte und fehlt im Rückspiel.

Aufgrund schwerer Verstöße gegen das Financial Fair Play der Europäischen Fußball-Union UEFA muss City in den Spielzeiten 2020/21 und 2021/22 auf internationaler Ebene zusehen – zumindest nach aktuellem Stand. Der Klub kämpft vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen das Urteil an. Scheitert der Einspruch, könnte die teure Mannschaft, die unter Guru Guardiola bislang zweimal im Viertelfinale und einmal im Achtelfinale gescheitert war, im Sommer auseinanderbrechen.

Real-Trainer Zinedine Zidane verzichtete im Mittelfeld auf Nationalspieler Toni Kroos, auf der Gegenseite spielte sein DFB-Kollege Ilkay Gündogan durch. In der Neuauflage des Halbfinals der Saison 2015/16, das Real (0:0, 1:0) hauchdünn für sich entschieden hatte, agierten beide Teams in der Anfangsphase äußert vorsichtig.

Nach einer halben Stunde kam Real allerdings zu einer hochklassigen Doppelchance durch den französischen Weltmeister Karim Benzema in seinem 100. Champions-League-Spiel und Vinicius. Die Gäste aus England hatten durch Jesus ihre beste Chance der ersten Hälfte (45.+2), der Schuss des Angreifers wurde aber von drei Real-Verteidigern kollektiv von der Linie gekratzt.

Nach einem leichtsinnigen Fehler von Casemiro verfehlte Riyad Mahrez das Tor der Königlichen knapp (50.), auch in der Folge waren die Gäste die druckvollere Mannschaft. Den ersten Treffer bejubelten aber die Madrilenen: Begünstigt von einem kollektiven Aussetzer der City-Defensive konterte Real im eigenen Stadion, Isco schloss den Konter überlegt ab.

Die Führung gab Real zunächst Sicherheit, doch nach einer Willensleistung drehte City die Partie binnen weniger Minuten.

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Zunächst keine Einigung zwischen Ehrmann und Lautern

Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern und die entlassene Klub-Ikone Gerry Ehrmann haben nach Vereinsangaben am Mittwoch “in einem offenen Gespräch die konträren Sichtweisen ausgetauscht”, aber keine Einigung erzielt. Dies teilten die Pfälzer mit und kündigten ein weiteres Treffen in der kommenden Woche an.

Der langjährige FCK-Torwart und -Torwarttrainer Ehrmann hatte nach seiner Entlassung am Sonntag nach insgesamt gut 34 Jahren rechtliche Schritte gegen den Verein angekündigt. Die Anhänger der Roten Teufel starteten eine Petition mit dem Ziel der Wiedereinstellung Ehrmanns.

Nach Angaben der Lauterer Führung war es vor dem Ligaspiel am vergangenen Wochenende gegen den FSV Zwickau (0:0) “mehrfach durch Gerry Ehrmann zu massiven, substanziellen Beleidigungen, Arbeitsverweigerungen und Drohungen gegenüber dem Trainerteam gekommen”. Ehrmann bestreitet dies.

Ehrmann begann seine Karriere beim viermaligen deutschen Meister 1984, als er vom 1. FC Köln zu den Pfälzern wechselte. Nach 301 Ligaspielen mit jeweils zwei Meisterschaften und DFB-Pokal-Siegen für die Lauterer beendete der heute 61-Jährige 1998 seine aktive Karriere.

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Vier Wochen Zwangspause für Bayern-Torjäger Lewandowski

Torjäger Robert Lewandowski fehlt dem deutschen Fußballrekordmeister Bayern München voraussichtlich vier Wochen lang. Wie der Bundesliga-Tabellenführer am Mittwoch mitteilte, zog sich der 31-jährige Pole beim klaren 3:0-Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim englischen Vertreter FC Chelsea am Dienstag einen Anbruch der Schienbeinkante am linken Kniegelenk zu.

Lewandowski, der die Torjägerliste der Königsklasse mit elf Treffern souverän anführt, müsse zunächst mit einer zehntägigen Gipsruhigstellung rechnen. Danach beginne das Aufbautraining, teilte der FC Bayern weiter mit.

Stimmt die Ausfallprognose von Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, wird Lewandowski neben dem DFB-Pokalviertelfinale bei Schalke 04 am kommenden Dienstag und dem Rückspiel gegen die Londoner am 18. März auch mindestens die nächsten drei Ligaspiele (bei der TSG Hoffenheim, gegen den FC Augsburg, bei Union Berlin) verpassen.

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Abteilungsleiter Brause verlässt den DFB

Nach 17-jähriger Tätigkeit in unterschiedlichen Kommunikationsbereichen verlässt Stephan Brause den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Der Verband und der 44 Jahre alte Abteilungsleiter Kommunikationsmanagement einigten sich auf eine einvernehmliche Vertragsaufhebung. Der ehemalige Sportjournalist Brause verantwortete zuletzt die Kommunikation der erfolgreichen Bewerbung um die Ausrichtung der EM-Endrunde 2024 in Deutschland.

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Gündogan will Champions-League-Triumph: “Meine Mitspieler antreiben”

Mittelfeld-Star Ilkay Gündogan vom englischen Fußball-Meister Manchester City glaubt fest daran, mit den Citizens im Kampf um die Champions-League-Krone ein entscheidendes Wort mitsprechen zu können. Am Mittwochabend (21.00 Uhr/Sky) gastiert die Mannschaft von Star-Teammanager Pep Guardiola im Achtelfinalhinspiel bei Real Madrid.

“Natürlich glaube ich daran, dass es nicht mein einziges Finale bleibt”, sagte Gündogan Spox und Goal. Er blickte damit auf das verlorene Endspiel mit Borussia Dortmund im Jahr 2013 gegen Bayern München (1:2) zurück. “Ich hoffe es einfach, weil ich nicht mehr viel Zeit habe. Deshalb versuche ich, meine Mitspieler so gut es geht anzutreiben”, so der Ex-Nürnberger.

Der 37-malige Nationalspieler gab zu, dass City trotz einiger Rekorde und Titel in der englischen Premier League ohne den Gewinn des Henkelpotts etwas fehle. “Die Champions League ist der prestigeträchtigste Wettbewerb und wenn man den sowohl als Spieler als auch als Verein nicht gewinnt, fehlt etwas”, betonte der 29-Jährige: “Wir geben unser Bestes, aber darüber zu reden, bringt dir den Pokal nicht. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir alle Möglichkeiten haben, in ein Champions-League-Finale zu kommen.” 

Ein Rätsel ist für Gündogan, weshalb ManCity in den vergangenen Jahren immer frühzeitig in der Königsklasse ausgeschieden sind, zuletzt zweimal in Folge im Viertelfinale: “Das ist schwer zu erklären. Ich denke, dass wir einfach mal ein großes Spiel, bei dem es einige Hindernisse zu überwinden gibt, für uns entscheiden müssen.”

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