Neymar-Sperre durch CAS auf zwei Spiele reduziert

Brasiliens Fußball-Superstar Neymar vom französischen Meister Paris St. Germain kehrt früher als gedacht in die Champions League zurück. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat die von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) verhängte Sperre von drei auf zwei Spiele reduziert.

Der 27-Jährige muss demnach in der Königsklasse am Mittwoch gegen Real Madrid und am 1. Oktober bei Galatasaray Istanbul aussetzen. Am 22. Oktober im Auswärtsspiel beim Club Brügge ist Neymar wieder spielberechtigt.

Der Brasilianer hatte in der vergangenen Saison nach dem Aus seiner Mannschaft im Achtelfinale der Champions League gegen Manchester United in einem Instagram-Post das Schiedsrichtergespann um den Slowenen Damir Skomina beleidigt. Daraufhin hatte ihn die UEFA für drei Spiele gesperrt, Neymar legte beim CAS Einspruch ein.

Der CAS hat den Spieler im Einzelrichterverfahren unter der Leitung des deutschen Richters Ulrich Haas am 13. September angehört und die Sperre nun reduziert. Die genaue Begründung für das Urteil steht noch aus.

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Marin zu möglicher Bundesliga-Rückkehr: “Wenn, dann am liebsten zu Eintracht”

Der frühere deutsche Fußball-Nationalspieler Marko Marin kann sich eine mögliche Rückkehr in die Bundesliga nur bei einem ganz bestimmten Verein vorstellen. “Ich habe immer gesagt, dass ich als Kind zwei Traumvereine hatte: Roter Stern Belgrad – und Eintracht Frankfurt”, sagte Marin im Interview mit dem Nachrichtenportal t-online: “Wenn es also zu einer Rückkehr in die Bundesliga kommen sollte, dann am liebsten zur Eintracht.”

Vor dem Champion-League-Auftakt seines Klubs Roter Stern Belgrad am Mittwoch beim deutschen Rekordmeister Bayern München (21.00 Uhr/Sky) bleibt der 30 Jahre alte Kapitän des serbischen Meisters realistisch. “Wir haben uns gerade erst das zweite Jahr in Folge für die Champions League qualifiziert, schon das ist für den Verein und für ganz Serbien eine Riesensache. Die Bayern haben dagegen das Ziel, die Champions League zu gewinnen. Daran sieht man ja schon, wer der Favorit ist”, sagte Marin, der sich bei seinem Klub pudelwohl fühlt: “Im Moment wäre ich nirgendwo lieber als hier.”

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0:2 am Millerntor – historische HSV-Niederlage gegen St. Pauli

Derby-Sensation am Millerntor: Nach einer über weite Strecken schwachen Leistung hat Aufstiegsaspirant Hamburger SV gegen den Stadtrivalen FC St. Pauli eine völlig unerwartete 0:2 (0:1)-Niederlage kassiert und die Rückkehr an die Zweitliga-Tabellenspitze verpasst. Es war die erste HSV-Pleite auf dem Kiez seit 59 Jahren.

Mit einem Kopfballtor in der 18. Minute leitete der Grieche Dimitrios Diamantakos den keineswegs unverdienten Erfolg der Gastgeber ein, die insbesondere in der ersten Halbzeit nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch überzeugen konnten. Der Torjäger staubte aus kurzer Distanz ab, nachdem Marvin Knoll ebenfalls per Kopf nur den Pfosten getroffen hatte. Für den Endstand sorgte HSV-Verteidiger Rick van Drongelen per Eigentor (62.) 

Die Platzherren erwischten vor 29.226 Zuschauern den besseren Start und schon nach 14 Minuten war HSV-Torhüter Daniel Heuer Fernandes bei einem Distanzschuss von Knoll gefordert. Die Gäste fanden erst nach einer halben Stunde besser in die Partie: St. Paulis Keeper Robin Himmelmann war bei Schüssen von Lukas Hinterseer (31.) und Sonny Kittel (43.) auf dem Posten.

In dieser Phase hielt es auch St. Paulis Trainer Jos Luhukay nicht mehr auf der Bank. Zuvor hatte der Niederländer die Begegnung entspannt im Sitzen verfolgt, während HSV-Coach Dieter Hecking sichtlich unzufrieden war und immer wieder wild gestikulierend Anweisungen gab.

Nach dem Seitenwechsel nahm der Druck des HSV vorübergehend zu. St. Pauli offenbarte in dieser Phase defensive Schwächen, Himmelmann hielt seine Mannschaft mit überragenden Reflexen gegen Hinterseer (49. und 53. Minute) im Spiel. In diese Drangphase des einstigen Europapokal-Siegers platzte der unglückliche zweite Gegentreffer durch den Niederländer. Pauli vergab in der Schlussphase Konter um Konter,. Mats Möller Daehli traf dabei den Pfosten (82.). 

Anders als beim 4:0-Triumph des HSV im März an gleicher Stelle blieben Ausschreitungen und Spielunterbrechungen aus. Schon in den Tagen vor dem 102. Derby war es in der Hansestadt relativ ruhig geblieben. Pyrotechnik wurde erstmals kurz vor Beginn der zweiten Halbzeit auf beiden Seiten gezündet. Schiedsrichter Sven Jablonski wartete ruhig ab, bis sich die Rauchschwaden verzogen hatten und pfiff das Spiel mit sechs Minuten Verspätung wieder an.

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Freiburg-Trainer Streich kritisiert Proteste in der Causa Jatta

Trainer Christian Streich vom Fußball-Bundesligisten SC Freiburg hat die Vorgehensweise mehrerer Zweitliga-Klubs in der “Causa Jatta” kritisiert. “Grundsätzlich wäre es besser gewesen, es hätte niemand Protest eingelegt”, sagte der 54-Jährige bei “Wontorra on Tour” auf Sky.

Auch die Pfiffe gegen HSV-Profi Bakery Jatta verurteilte Streich: “Unfassbar, dass die Leute sich nicht reinversetzen können. Was für eine Wut muss in diesen Menschen sein, dass sie sowas machen?”, sagte Streich: “Dass sie nicht die Empathie haben, das zu spüren und den Menschen jetzt noch auspfeifen.”

Streich sitzt seit 2012 auf der Trainerbank der Freiburger und sei froh, “dass die mich immer noch wollen”. Ein Engagement in einer großen Metropole schließt Streich aus: “Es ist auch besser, wenn ich an so einem Ort gar nicht arbeite, weil das schon brutal ist, was für ein Druck auf den Vorständen lastet und auf den Leuten, die zu entscheiden haben.”

Freiburg liegt nach vier Spieltagen in der Bundesliga mit neun Punkten auf Platz drei.

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Ristic verliert mit Chemnitz beim Debüt

Krisenklub Chemnitzer FC findet auch unter Interimstrainer Sreto Ristic nicht in die Spur. Der Tabellenvorletzte der 3. Liga unterlag bei der SpVgg Unterhaching mit 1:2 (0:1) und verpasste auch im achten Anlauf den ersten Saisonsieg. Der vorherige Co-Trainer Ristic hatte nach dem Rücktritt von Cheftrainer David Bergner während der Länderspielpause das Traineramt übernommen.

Dominik Stroh-Engel brachte die Hausherren vor der Pause per Foulelfmeter (24.) in Führung. Nach dem Wechsel baute der 33 Jahre alte Angreifer den Vorsprung aus (50.), Rafael Garcia (60.) gelang nur noch der Anschlusstreffer. Die Spielvereinigung klettert durch den fünften Saisonsieg auf Relegationsplatz drei. 

Chemnitz, das am Samstag Schlusslicht Carl Zeiss Jena zum Kellerduell empfängt, bleibt nach dem personellen Umbruch – während der Länderspielpause trat neben Bergner auch Sportdirektor Thomas Sobotzik wegen zahlreicher Fanverfehlungen zurück – weiter tief im Abstiegskampf stecken.

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