Nach Faustschlag: Amateurfußballer suspendiert – Schiri will Anzeige erstatten

Der Fußball-Verbandsligist TuS Rüssingen hat seinen Spieler nach dessen Attacke auf einen Linienrichter im Pokal-Halbfinale des Südwestdeutschen Fußballverbandes (SWFV) suspendiert. “Er wird nie wieder für uns spielen”, sagte Spielleiter Dirk Dedores in der Rheinpfalz über den Akteur, dem wegen seines Faustschlags auch juristisch jede Menge Ärger droht.

Der attackierte Linienrichter Jens Schmidt wolle laut Rheinpfalz nämlich Anzeige wegen Körperverletzung erstatten. “Das linke Auge ist dick. Ich habe Kopfschmerzen und mir ist schwindelig. Ich habe mich in der Nacht zwei-, dreimal übergeben”, sagte Schmidt.

Beim Stand von 1:0 für Rüssingen gegen Alemannia Waldalgesheim hatte der TuS den zweiten Platzverweis kassiert. Daraufhin kam es zur Rudelbildung. Auf einem Video der Szene bei Twitter ist zu sehen, wie der Assistent durch den Schlag zu Boden geht. Der Unparteiische kam immerhin wieder auf die Beine und konnte den Platz ohne Hilfe verlassen.

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Neuer-Ersatz Ulreich vermisst Bundesliga-Einsätze

Bayern Münchens Ersatztorhüter Sven Ulreich vermisst die regelmäßigen Einsätze in der Fußball-Bundesliga. “Manchmal, wenn Manuel Neuer im Spiel einen Ball hält, die Zuschauer applaudieren und ich auf der Bank sitze, denke ich mir: Boah, dieses Gefühl fehlt einem schon”, sagte der 31-Jährige der Augsburger Allgemeinen. Zwar bekomme er auch Zuspruch von den Trainern, “aber es ist nochmal etwas anderes, wenn einem 70.000 Menschen zujubeln”, sagte er.

Ulreich hat in dieser Saison noch kein Pflichtspiel für die Bayern absolviert, kam in der vergangenen Spielzeit als Vertreter des verletzten Neuer aber immerhin auf neun Einsätze in der Bundesliga. Mit seiner Rolle habe er sich abgefunden. “Manuel ist eindeutig der beste Torhüter der Welt. Deswegen ist es auch keine Schande, hier auf der Bank zu sitzen”, sagte er.

Auch das Verhältnis der Torhüter untereinander sei gut. Dass Neuer sich verletzt oder gesperrt wird, wünsche er ihm nicht, sagte Ulreich, schränkte aber mit einem Augenzwinkern ein: “Wenn er mal einen kleinen Schnupfen haben sollte, wäre es nicht allzu schlimm.”

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Kocak belässt “alles beim Alten” – Bakalorz bleibt 96-Kapitän

Auf dem Weg aus der Krise vertraut der neue Trainer Kenan Kocak der bisherigen Rangordnung beim Fußball-Zweitligisten Hannover 96. “Es bleibt alles beim Alten”, sagte der 38-Jährige am Donnerstag. Vor dem Training bestätigte Kocak Marvin Bakalorz als Kapitän. “Marvin Bakalorz ist ein wichtiger Spieler für uns, sowohl auf dem Platz als auch außerhalb des Platzes”, sagte Kocak.

Vor einer Woche trat der gebürtige Türke die Nachfolge von Mirko Slomka, der am 3. November von seinen Aufgaben entbunden worden war, an. Kocak hält auch am aus Bakalorz, Edgar Prib, Waldemar Anton, Felipe und Ron-Robert Zieler bestehenden Mannschaftsrat fest. “Was gut ist, soll man so lassen”, sagte Kocak über die “wichtigen Stützen für die Mannschaft. Deswegen habe ich auch da keinen Anlass gesehen, etwas zu ändern.”

Hannover hat in den vergangenen Wochen und Monaten ein schwaches Bild abgegeben. Die heftige 0:4-Niederlage beim 1. FC Heidenheim zeigte noch einmal, wo der Klub sportlich steht: Hauchdünn über der Abstiegszone zur 3. Liga, auf Platz 15. “In erster Linie geht es darum, Stabilität ins Spiel unserer Mannschaft reinzubekommen”, hatte Kocak vergangene Woche gesagt.

Am Montagabend (20.30 Uhr/Sky) bekommt Kocak die erste Chance, das Ruder herumzureißen. Dann steht das Heimspiel gegen Darmstadt 98 an. Unter Slomka kamen die Norddeutschen zu keinem einzigen Heimsieg, in 13 Spielen gelangen den Roten nur 14 Tore, der schwächste Wert der Liga. Vom Relegationsplatz 16 ist man nur noch einen Punkt entfernt.

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Sperre von Verona-Fankurve nach Rassismus-Vorfall gegen Balotelli aufgeschoben

Die Sperre der Fankurve des italienischen Fußball-Erstligisten Hellas Verona für ein Spiel ist zwei Wochen nach den rassistischen Beleidigungen gegen den früheren Nationalspieler Mario Balotelli aufgeschoben worden. Ein Berufungsgericht des nationalen Sportverbandes hat am Donnerstag die Entscheidung des Sportgerichts des italienischen Fußballverbandes zunächst zurückgenommen und weitere Untersuchungen angekündigt.

Die Kurve wird daher am Sonntag (15.00 Uhr) im Duell gegen den AC Florenz mit dem ehemaligen Bayern-Profi Franck Ribery geöffnet sein. Balotelli hatte beim Gastspiel mit Brescia Calcio in Verona (1:2) am 3. November nach einer Stunde Spielzeit aufgrund der rassistischen Auswüchse damit gedroht, das Spielfeld zu verlassen.

Verona hatte den Vorfall heruntergespielt und die rassistischen Beleidigungen zurückgewiesen. Ein Video eines Fans, das auf Twitter gepostet wurde, zeigt allerdings die Schmähungen gegenüber Balotelli.

Verbandschef Gabriele Gravina war vom Beschluss des Berufungsgerichts “sehr enttäuscht”. Veronas Sportlicher Leiter Francesco Barresi zeigte sich erfreut über das Urteil und sagte, dass es eine “absolute Ungerechtigkeit” gewesen wäre, einen ganzen Sektor zu beschuldigen.

Beim Brescia-Training am Donnerstag war Balotelli derweil in einen Streit mit seinem Trainer Fabio Grosso involviert. Laut übereinstimmender Medienberichte habe Grosso, Weltmeister von 2006, die “faule” Einstellung des Stürmers bemängelt. Balotelli (29) ging daraufhin vorzeitig in die Umkleidekabine und verließ das Gelände mit seinem Auto.

Brescia ist mit einem ausgetragenen Spiel weniger Tabellenschlusslicht in der Serie A, Grosso hatte das Traineramt nach der Niederlage gegen Verona von Eugenio Corini übernommen.

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Flick fühlt sich pudelwohl: “Mannschaft macht es mir leicht”

Hansi Flick fühlt sich in seiner neuen Rolle als Trainer des Fußball-Rekordmeisters Bayern München pudelwohl. “Ich habe ein super Team um mich herum. Und auch die Mannschaft macht es mir leicht. Es macht großen Spaß, mit dieser Top-Qualität in unserem Spielerkader tagtäglich zu arbeiten”, sagte der 54-Jahre alte ehemalige Assistent von Bundestrainer Joachim Löw im Interview auf der Vereins-Website.

Flick, der die Bayern nach der Übernahme der Aufgaben von Niko Kovac zu zwei Siegen geführt hat, freut sich zudem über die volle Rückendeckung von allen Seiten an der Säbener Straße. “Es war natürlich schön zu hören, dass auch die Fans hinter mir stehen. Das Vertrauen der Verantwortlichen habe ich schon davor gespürt”, sagte Flick, der auf der Jahreshauptversammlung vor einer Woche von Klubchef Karl-Heinz Rummenigge eine Jobgarantie “bis Weihnachten und möglicherweise darüber hinaus” erhalten hatte.

Nach einem 2:0 in der Champions League gegen Olympiakos Piräus und 4:0 im Bundesliga-Klassiker gegen Borussia Dortmund ist Flick mit seiner Mannschaft voll auf die Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Fortuna Düsseldorf fokussiert. “Wir haben uns im Trainerteam viel mit der Fortuna beschäftigt und wissen schon genau, wie wir dort auftreten wollen. Generell haben wir die Länderspielpause gut genutzt und uns über die kommenden Gegner ausgetauscht”, sagte Flick.

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