Matarazzo wird neuer Trainer beim VfB Stuttgart

Eine Woche nach der Trennung von Tim Walter hat Fußball-Zweitligist VfB Stuttgart Pellegrino Matarazzo als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der 42-Jährige wechselt von der TSG Hoffenheim, wo er bereits unter Julian Nagelsmann und zuletzt unter Alfred Schreuder als Co-Trainer tätig war. Der Vertrag des Italo-Amerikaners läuft bis zum 30. Juni 2021. Er ist bereits der vierte Trainer der Stuttgarter in den vergangenen zwölf Monaten.

Vorstandschef Thomas Hitzlsperger betonte, mit Matarazzo als Cheftrainer sehe sich der VfB “für alle Herausforderungen (…) sehr gut aufgestellt”. Sportdirektor Sven Mislintat ergänzte: “Wir sind davon überzeugt, dass er unserer Mannschaft wichtige Impulse für eine erfolgreiche Rückrunde in der zweiten Bundesliga geben kann.”

Der VfB steht nach 18 Spielen der laufenden Saison auf dem dritten Rang in der Tabelle – punktgleich mit dem Hamburger SV auf Rang zwei und drei Punkte hinter Tabellenführer Arminia Bielefeld. Aus seinen vergangenen zehn Spielen hatten der Bundesliga-Absteiger allerdings nur elf Punkte geführt.

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Kuntz setzt bei Olympia-Nominierung auf Zusammenarbeit mit den Klubs

DFB-Trainer Stefan Kuntz hofft bei der Auswahl seines Kaders für die Olympischen Spiele 2020 in Japan auf eine reibungslose Zusammenarbeit mit den Bundesliga-Klubs. “Ich habe bereits mit vielen Vereinen gesprochen. Wir sollten dieses Mal vermeiden, dass in der letzten Woche noch telefoniert wird. Ich bin optimistisch, dass wir das hinkriegen”, sagte Kuntz im SID-Interview.

Vor den Olympischen Spielen 2016 in Rio hatte die Nominierung des deutschen Teams kurzfristig um einen Tag verschoben werden müssen. “Das war für beide Seiten unbefriedigend”, sagte Kuntz. In Brasilien hatte sein Vorgänger Horst Hrubesch die deutsche Mannschaft bis ins Finale geführt, dort unterlag das DFB-Team erst im Elfmeterschießen dem Gastgeber.

Kuntz muss bereits im Januar eine erste Liste mit Namen vorlegen, da die betreffenden Spieler für Dopingproben zu Verfügung stehen müssen. Ausgenommen von dieser Liste sind nur A-Nationalspieler. “Wir können 40, 50 oder 60 Namen drauf schreiben. Aber das möchte ich natürlich nicht”, sagte der Europameister von 1996. Denkbar ist, dass pro Verein nur zwei Spieler nominiert werden.

Das Olympia-Finale findet am 8. August 2020 statt, zwei Wochen vor dem Bundesliga-Start. Somit überschneidet sich das Turnier mit der Vorbereitung der Klubs. “Aber: Die Vereine können sicher sein, dass die Spieler bei ihrer Rückkehr auf einem ähnlichen Level sind, wie wenn sie die Vorbereitung mitgemacht hätten”, sagte Kuntz.

Kuntz darf für Olympia Akteure nominieren, die am oder nach dem 1. Januar 1997 geboren sind. Er werde “auf viele Spieler zurückzugreifen, mit denen ich in den vergangenen Jahren zu tun hatte”, sagte er. Zu den drei älteren Spielern, die er nominieren darf, sei noch keine Entscheidung gefallen. Zuletzt fielen unter anderem die Namen Lukas Podolski und Mats Hummels. “Nennen kann man im Grunde alle. Aber im Moment ist nicht einmal eine Vorauswahl getroffen. Ich spreche erst mit Jogi Löw, bzw. der A-Nationalmannschaft, außerdem bin ich mit den Sportdirektoren im Austausch”, sagt er.

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Tönnies will Projekte in Afrika unterstützen

Schalke-Boss Clemens Tönnies plant nach seinem Rassismus-Skandal eine Unterstützung von Projekten der Kindernothilfe in Afrika. “Da, wo’s wehtut, will ich im Stillen helfen”, sagte Tönnies der Bild-Zeitung: “Ich rufe alle auf, Afrika zu unterstützen – diesem wunderbaren Kontinent und seinen wunderbaren Menschen zu helfen.” Nach dem Bericht habe Tönnies entschieden, in Tansania, Sambia, Ruanda und Uganda ein “länderübergreifendes Frauen-Netzwerk” aufzubauen.

Im Sommer hatte Tönnies mit heftig kritisierten Aussagen für einen Skandal gesorgt. Bei einer Veranstaltung in Paderborn empfahl er die Finanzierung von Kraftwerken in Afrika und sagte dabei: “Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren.”

Tönnies entschuldigte sich wenig später öffentlich, dennoch befasste sich der Schalker Ehrenrat mit der Thematik. Das Gremium verzichtete aber auf eine Absetzung des Klubchefs, die Ratsmitglieder erklärten damals, der Vorwurf des Rassismus sei “unbegründet”. Stattdessen ließ Tönnies sein Amt drei Monate ruhen.

Auch die Ethikkommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beschäftigte sich mit dem Fall, verzichtete aber ebenfalls auf ein Verfahren. Tönnies habe überzeugend vermitteln können, dass er kein Rassist sei, hieß es. Er habe ehrliche Reue gezeigt.

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Klinsmann: Hertha auf dem Transfermarkt in einer neuen Liga

Laut Trainer Jürgen Klinsmann spielt Hertha BSC dank der Millionen von Investor Lars Windhorst auf dem Transfermarkt in einer neuen Liga. Man könne nun “bei Spielern anklopfen, die früher nicht in unserer Kategorie waren”, sagte der ehemalige Welt- und Europameister am Montag: “Das ist etwas Tolles, etwas Neues, dass sich jetzt auch internationale Klubs mit Hertha BSC beschäftigen. Die beobachten natürlich auch, was hier gerade abläuft.”

Konkrete Namen wie die der gehandelten Granit Xhaka (FC Arsenal) und Julian Draxler (Paris St. Germain) wollte Klinsmann weder bestätigen noch dementieren. Dafür erklärte der Trainer, dass ein Abschied des slowakischen Nationalspielers Ondrej Duda “gut möglich” sei. Zuvor hatte Hertha bereits Salomon Kalou vom Training freigestellt, damit sich der 34 Jahre alte Ivorer nach einem neuen Klub umschauen kann.

Hertha hatte als erste Bundesliga-Mannschaft bereits am Sonntag die Vorbereitung auf die Rückrunde aufgenommen. Am 2. Januar reist der ambitionierte Hauptstadtklub zu einem Trainingslager nach Orlando/Florida (bis 10. Januar). Zum Rückrundenauftakt empfängt Hertha am 19. Januar (15.30 Uhr/Sky) Klinsmanns alten Arbeitgeber Bayern München im Berliner Olympiastadion.

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US-Milliardär Friedkin will AS Rom kaufen

In der italienischen Fußballliga Serie A bahnt sich ein spektakulärer Besitzerwechsel an. Der US-Unternehmer Dan Friedkin will den Traditionsverein AS Rom übernehmen. Der Deal im Wert von 790 Millionen Euro könnte noch am Montagabend nach Börsenschluss verkündet werden. Das wäre die teuerste Klubübernahme in der Geschichte der Serie A, berichteten italienische Medien übereinstimmend.

Der an der Mailänder Börse notierte Klub ist seit 2011 im Besitz des US-Unternehmers James Pallotta, der auch Klubpräsident ist. Laut der Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport soll Friedkins Sohn Ryan im Fall einer Übernahme den Klub leiten. Nachdem die Nachricht über die mögliche Übernahme bekannt geworden war, legte die Roma-Aktie um 9,6 Prozentpunkte zu.

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