Tönnies nach rassistischem Spruch: “War schlicht töricht”

Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies hat sich nach seiner rassistischen Entgleisung erneut reumütig gezeigt. “Ich bin über mich selbst bestürzt, dass mir so etwas passieren konnte. Da hilft kein drum herum reden, da hilft auch keine Verschlimmbesserung, es war schlicht töricht”, sagte der 63-Jährige der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung und beteuerte, er werde das “wieder gut machen”.

Der Fleischfabrikant Tönnies hatte am Donnerstag bei der Festveranstaltung zum “Tag des Handwerks” in Paderborn eine Rede zum Thema “Unternehmertum mit Verantwortung – Wege in die Zukunft der Lebensmittelerzeugung” gehalten. Der Schalke-Boss empfahl dabei die Finanzierung von Kraftwerken in Afrika und sagte laut der Zeitung Neue Westfälische: “Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren.” Schon tags darauf hatte er sich für seine Aussage entschuldigt, die in “Inhalt und Form unangebracht” gewesen sei.

Der Ehrenrat des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 hatte am Freitag bekannt gegeben, sich in der nächsten Sitzung in der kommenden Woche mit dem Thema zu beschäftigen. Dem Gremium stehen diverse Sanktionen bis hin zu einer Amtsenthebung Tönnies’ zur Verfügung. Auch der ehemalige Schalker Hans Sarpei hatte die Wortwahl scharf verurteilt und Konsequenzen gefordert. “Es sind rassistische Bemerkungen, die in keinster Weise mit dem Leitbild des FC Schalke 04 oder unserer modernen offenen Gesellschaft vereinbar sind”, schrieb der in Ghana geborene 43-Jährige bei Facebook.

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Auch für Klassiker gegen DFB-Elf: Conmebol sperrt Messi

Der Fußball-Klassiker Deutschland gegen Argentinien am 9. Oktober in Dortmund findet ohne Superstar Lionel Messi statt. Die Galionsfigur des FC Barcelona wurde am Freitag wegen ihres verbalen Rundumschlags bei der Copa America von Südamerikas Verband Conmebol für drei Monate bis Anfang November aus der Seleccion verbannt und muss zudem 50.000 US-Dollar (rund 45.000 Euro) Geldstrafe zahlen.

Nachdem Messi vor gut einem Monat beim Kontinentalturnier im Spiel um Platz drei gegen Chile (2:1) erst zum zweiten Mal in seiner Karriere die Rote Karte gesehen hatte, wetterte der 32-Jährige: “Die Korruption und die Schiedsrichter haben es nicht zugelassen, dass wir bei der Show mitmachen. Die Copa ist ein abgekartetes Spiel für Brasilien.” Und weil er nicht “Teil dieser Korruption” sein wollte, verweigerte er gar die Entgegennahme der Bronzemedaille.

Da die Strafe jedoch auf Zeit und nicht auf Pflichtspiele Anwendung findet, steht Messi den Argentiniern immerhin bei den Testspielen Mitte November und ab der zweiten Partie der im kommenden März beginnenden WM-Qualifikation in Südamerika zur Verfügung. Wegen der Rote Karte gegen Chile muss er im ersten Eliminatorias-Spiel pausieren.

Die Conmebol ging mit Messi damit weitaus milder um als mit Argentiniens Verbandspräsidenten Claudio Tapia. Der AFA-Boss war vor knapp zwei Wochen von seinem Posten im Council des Weltverbandes FIFA abberufen worden, weil er nach der 0:2-Halbfinalniederlage gegen den Copa-Gastgeber und späteren Sieger Brasilien “ernste und schwerwiegende Schiedsrichterfehler” moniert und “die Prinzipien von Ethik, Loyalität und Transparenz” infrage gestellt hatte.

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Doping: Panamas Nationalspieler Torres gesperrt

Der panamaische Fußball-Nationalspieler Roman Torres ist wegen Dopings für zehn Ligaspiele in der nordamerikanischen Profiliga MLS gesperrt worden. Dies bestätigte die Liga am Freitag. Dem 33 Jahre alte Innenverteidiger des MLS-Klubs Seattle Sounders werden zudem 20 Prozent seines Gehalts gestrichen. Torres darf für die Zeit seiner Sperre auch nicht mit dem Team trainieren.

Torres bestritt bisher 117 Länderspiele und stand bei der WM 2018 in allen drei Spielen Panamas auf dem Platz. Der Nationalheld hatte dem Team überhaupt erst das Ticket für die Endrunde beschert – mit seinem Treffer zum 2:1 in der Qualifikation gegen Costa Rica. Für Panama war es die erste Teilnahme an der Endrunde.

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Neuregelung bei Abstößen soll überarbeitet werden

Die erst zur neuen Saison geänderte Abstoßregel im Profifußball sorgt für Diskussionen und wird nach einigen Vorfällen möglicherweise nochmals überarbeitet. Das berichtet sportschau.de unter Berufung auf das International Football Association Board (IFAB), das die Regeln im Fußball festsetzt.

Konkret geht es um die Neuregelung, nach der der Ball bei einem Abstoß den Strafraum nicht mehr verlassen muss. Der Mitspieler kann den Ball noch im Strafraum annehmen. In den bisherigen Spielen der 2. Bundesliga und der 3. Liga hatten Torhüter den Ball in der Folge aber gelupft, der Mitspieler köpfte den Ball dann direkt in die Arme des Torhüters zurück. Das galt bislang als erlaubt, jedoch gibt es Zweifel, ob dieses Vorgehen der Spieler “im Geiste der Regeln” sei.

Laut IFAB wird das Thema neu diskutiert, bis dahin sollen Unparteiische bei einer Anwendung des Tricks den Abstoß wiederholen lassen. Es soll jedoch keine Strafe ausgesprochen werden.

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3. Liga: Ingolstadt erobert Tabellenführung

Der FC Ingolstadt hat mit seinem dritten Saisonsieg vorläufig die Tabellenführung der 3. Fußball-Liga erobert. Der Absteiger setzte sich am Freitagabend 3:0 (0:0) gegen die Würzburger Kickers durch und zog mit nun zehn Punkten am bisherigen Spitzenreiter Eintracht Braunschweig vorbei. Die Niedersachsen können jedoch im Laufe des vierten Spieltags noch zurückschlagen.

In Ingolstadt brach Fatih Kaya (78.) in der Schlussphase den Bann. Stefan Kutschke sorgte kurz darauf mit einem Handelfmeter (83.) für die Vorentscheidung, in der Nachspielzeit traf er zum Endstand (90.+2). Für Würzburg war es die dritte Niederlage nacheinander – die Unterfranken rutschen vorerst auf den 17. Tabellenplatz ab.

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