Sieg gegen Union: Brekalo schießt Wolfsburg Richtung Königsklasse

Der VfL Wolfsburg hat dank Kunstschütze Josip Brekalo einen ganz wichtigen Sieg im Kampf um die Champions-League-Plätze gefeiert. Gegen das Bundesliga-Überraschungsteam Union Berlin siegten spielfreudige Wölfe verdient mit 3:0 (1:0). Mit nun 60 Punkten festigte der VfL zwei Spieltage vor Saisonende Tabellenrang drei und besitzt beste Aussichten auf die Königsklasse.

Ein sehenswerter Dreierpack von Kreativspieler Brekalo (12./63./89.) sicherte den Erfolg der Wolfsburger, die damit ihrem Negativtrend trotzten. Drei der vorigen vier Ligaspiele hatte der VfL unter Trainer Oliver Glasner, über dessen möglichen Wechsel spekuliert wird, zuletzt verloren. Auf dem Weg nach Europa ist das Restprogramm der Niedersachsen jetzt äußerst interessant. Sonntag in einer Woche (20.30 Uhr) geht es zu RB Leipzig, am 22. Mai ist der FSV Mainz 05 der Abschlussgegner.

Union, vor dem Spieltag mit 46 Punkten guter Achter, wird im Endspurt derweil hart um die Chance auf den Europapokal kämpfen müssen. Der Tabellensiebte zieht bekanntlich in die neue Conference League ein, aber nach der Nullrunde in Wolfsburg muss das Team von Trainer Urs Fischer darum wohl bis zum Ende bangen.

In Wolfsburg gaben am Samstag die Gastgeber schnell das Tempo vor. Glasners Mannschaft wurde zu Beginn von Union zum Großteil der Ball überlassen, mit dem der VfL starke Kombinationen aufzog. In einer ersten Annäherung scheiterte Paulo Otavio (2.) früh an Union-Torwart Andreas Luthe, zehn Minuten später schlug Brekalo zu. Eine flache Hereingabe von Nationalspieler Ridle Baku schlenzte der Kroate wunderschön aus 18 Metern ins Eck.

Die Berliner, bei denen Offensiv-Star Max Kruse wegen Oberschenkelproblemen zunächst nur auf der Bank saß, konzentrierten sich im ersten Durchgang auf Kompaktheit. So sollten die überlegenen Wolfsburger gebremst werden – doch die kamen trotzdem zu hochprozentigen Möglichkeiten. 

Erst verzog Torjäger Wout Weghorst (21.) aus spitzem Winkel, ehe Luthe gegen Maximilian Philipp (26.) in höchster Not retten musste. Der VfL hätte höher führen müssen. Union wurde meist nur nach Standards über Abwehrchef Marvin Friedrich zwingend. Die bis dato größte Chance der Gäste vergab Stürmer Joel Pohjanpalo (30.), dessen Drehschuss jedoch VfL-Keeper Koen Casteels parierte.

Nach der Pause versuchte Union, offensiv mehr zu investieren. Wolfsburg stand aber weiter hinten gut und blieb in der Vorwärtsbewegung enorm gefährlich. Luthe entschärfte sechs Minuten nach der Halbzeit einen Schuss aus 22 Metern von Baku, danach setzte Philipp (60.) einen Freistoß auf das Tornetz. 

Der VfL drängte weiter vor das Unioner Gehäuse. Der glänzende Baku fand Brekalo einmal mehr, dessen Schuss noch von Christian Gentner abgefälscht wurde, ehe er als Bogenlampe einschlug.

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Leipzig patzt: Bayern München zum 31. Mal Meister

Bayern München hat sich dank des Patzers von Verfolger RB Leipzig vorzeitig seine 31. deutsche Fußball-Meisterschaft gesichert. Die Mannschaft von Trainer Hansi Flick profitierte am 32. Spieltag vor ihrem eigenen Spiel gegen Borussia Mönchengladbach am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) von der 2:3-Niederlage der Sachsen bei Borussia Dortmund. Der FC Bayern liegt damit für den Tabellenzweiten aus Leipzig uneinholbar mit sieben Punkten Vorsprung vorn.

Für Flick, der den Verein zum Saisonende auf eigenen Wunsch verlässt und zum 1. Juli durch RB-Trainer Julian Nagelsmann ersetzt wird, ist es in seiner eineinhalbjährigen Amtszeit beim Rekordmeister bereits der siebte Titel.

Mit der 30. Meisterschaft in der Geschichte der Bundesliga (seit 1963) dürfen die Münchner künftig auch einen fünften Stern über dem Wappen führen. In der Champions League wie auch im DFB-Pokal sind die Bayern bereits ausgeschieden.

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Sieg bei Pokal-Generalprobe: BVB setzt Aufholjagd fort und macht Bayern zum Meister

Borussia Dortmund hat bei der Generalprobe für das Pokalfinale seine Aufholjagd im Kampf um die Champions League fortgesetzt und nebenbei Bayern München vorzeitig zum neunten Meistertitel in Folge verholfen. Die Mannschaft von Trainer Edin Terzic besiegte RB Leipzig in einem wilden Spiel mit 3:2 (1:0) und eroberte durch den fünften Erfolg in Serie zumindest für einen Tag den begehrten vierten Platz.

Fünf Tage vor dem Pokalendspiel am Donnerstag (20.45 Uhr/ARD und Sky) im Berliner Olympiastadion erzielten Kapitän Marco Reus (7.) und Jadon Sancho (51., 87.) die Treffer der Gastgeber. Der BVB blieb damit auch im siebten Spiel in Folge gegen Leipzig ungeschlagen und verschaffte sich einen psychologischen Vorteil für den Pokal-Showdown. Daran änderten auch die RB-Tore von Nationalspieler Lukas Klostermann (63.) und Dani Olmo (77.) nichts.

Den Gästen bot sich vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw die erste große Chance. Hee-Chan Hwang scheiterte aber am Dortmunder Schlussmann Marwin Hitz (3.). Der BVB nutzte hingegen seine erste gute Möglichkeit zur Führung. Nach einer schönen Kombination über Lukasz Piszczek und Thorgan Hazard hämmerte Reus den Ball entschlossen unter die Latte. 

Auf der Tribüne jubelte Erling Haaland, der nach seinem Pferdekuss erneut fehlte. Die Verletzung sei “sehr hartnäckig”, es habe sich “sehr viel Flüssigkeit gebildet”, sagte Terzic kurz vor dem Anpfiff bei Sky. Ob Haaland im Finale mitwirken kann, ist offen. “Wir hoffen einfach, dass es von Tag zu Tag weniger wird und er Anfang oder Mitte nächster Woche wieder zur Verfügung steht”, sagte Terzic.

Leipzig übernahm nach dem Rückstand die Spielkontrolle. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann, der zum 1. Juli zum FC Bayern wechselt, agierte im letzten Drittel aber nicht entschlossen genug. Dortmund lauerte auf Konter und hätte die Führung ausbauen können. Hazard scheiterte aus spitzem Winkel aber an RB-Schlussmann Peter Gulacsi (32.), der seinen Vertrag am Freitag bis 2025 verlängert hatte. Vier Minuten später traf Sancho aus guter Position nur das Außennetz (36.).

Leipzig war zwar bemüht und schonte sich mit Blick auf Donnerstag nicht, die Offensivaktionen wirkten aber ein wenig umständlich. Der Abschluss von Marcel Sabitzer war zudem harmlos (38.).

Zu Beginn des zweiten Durchgang ersetzte Roman Bürki seinen Schweizer Landsmann Hitz, der sich gegen Ende der ersten Halbzeit nach einem Zusammenprall mit Mitspieler Manuel Akanji am Knie verletzt hatte. Der langjährige Stammkeeper Bürki war von Terzic zur Nummer zwei degradiert worden. Beim Schuss von Sabitzer packte er sofort entschlossen zu (47.).

Gefährlicher blieb aber der BVB. Sancho hatte zu viel Platz und erhöhte mit einem überlegten Flachschuss. Danach überließ Dortmund den Gästen wieder meist den Ballbesitz und RB verkürzte. Klostermann traf per Kopf nach einer Ecke von Emil Forsberg. Olmo vergab die Chance zum Ausgleich (69.), wenige Minuten später schlug er dann zu. Kurz vor dem Ende konterte Dortmund erneut – sehr zur Freude des wild jubelnden Haaland.

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Ein Pünktchen Hoffnung: Werder erkämpft sich Remis gegen Leverkusen

Schon wieder kein Sieg, aber immerhin ein Pünktchen Hoffnung: Werder Bremen hat sich im Ringen um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga ein 0:0 gegen Bayer Leverkusen erkämpft. Damit verhinderten die zwar leidenschaftlich kämpfenden, aber insgesamt harmlosen Hanseaten immerhin die achte Bundesliga-Pleite in Serie – ein Unentschieden ist in der prekären Lage der Bremer aber eigentlich zu wenig. In der 90. Minute sah Werders Eren Dinkci die Rote Karte.

Als Tabellen-14. droht Werder weiter der erste Abstieg seit 1980, am Sonntag könnten der 1. FC Köln sowie Hertha BSC oder Arminia Bielefeld an den Grün-Weißen vorbeiziehen. Dass Florian Kohfeldt Werder-Trainer bleiben darf, gilt nach einem wenigstens kämpferisch überzeugenden Auftritt der Hanseaten aber als wahrscheinlich. 

Der 38-Jährige hatte nach dem ordentlichen Auftritt im Halbfinale des DFB-Pokals gegen RB Leipzig nur eine Jobgarantie für das Bayer-Spiel erhalten. Nächste Woche steigt beim FC Augsburg das nächste Abstiegsendspiel für Werder. Leverkusen bleibt Sechster und hat weiter beste Aussichten, die Europa League zu erreichen.

“Die Mannschaft muss bedingungslos kämpfen und mutig sein”, hatte Kohfeldt vor der Partie gesagt. Und so biss Werder, wühlte und grätschte – spielerisch gelang den Grün-Weißen, die verletzungsbedingt unter anderem auf die eigentlichen Abwehr-Stammkräfte Marco Friedl und Ömer Toprak verzichten musste, allerdings erwartungsgemäß nicht sonderlich viel.

Auf der anderen Seite tat sich Bayer mit der harten Gangart der Hausherren zunächst auch schwer. Angetrieben von Mittelfeld-Mann Kerem Demirbay hatte Leverkusen natürlich mehr vom Spiel, die schnellen Außen Leon Bailey  und Karim Bellarabi versuchten auch immer wieder Druck zu machen, richtig zwingende Torchancen blieben aber erst einmal aus. 

Nachdem der Werder-Beton erstmals Risse bekam, scheiterte Bailey mit einer Möglichkeit an Werder-Keeper Jiri Pavlenka (33.). Die vermeintliche Führung für Bayer nur kurz danach durch Jungstar Florian Wirtz, der vor fünf Tagen volljährig wurde, nahm der Video-Assistent wegen einer Abseitsstellung zurück.

Mit zunehmender Spieldauer investierte auch Werder etwas mehr in die Offensive, für die erste gute Chance musste aber eine Standardsituation herhalten – doch der Kopfball von Niclas Füllkrug (56.) nach einer Ecke brachte nichts ein.

Weil bei den Bremern dann die Kräfte schwanden und das Risiko ein bisschen erhöht wurde, bekam Bayer mehr Räume. So blieb die Partie bis zum Schluss alles andere als hochklassig, aber dafür sehr, sehr intensiv.

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3. Liga: Dresden vor Zweitliga-Rückkehr – Sieg für FCK

Dynamo Dresden steht vor dem sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga. Die Sachsen gewannen das Heimspiel gegen Viktoria Köln mit 2:0 (2:0) und waren der große Gewinner des 36. Spieltags. Mit 69 Punkten führt Dynamo das Klassement zwei Spieltage vor dem Ende souverän an.

Verfolger Hansa Rostock kam gegen den FSV Zwickau über eine Nullnummer nicht hinaus und weist jetzt zwei Punkte Rückstand auf Dresden auf. Dritter ist 1860 München mit 65 Punkten nach dem 1:1 (0:1) beim SV Wehen Wiesbaden. Rang vier belegt der FC Ingolstadt nach dem 0:0 gegen den 1. FC Saarbrücken. Die Schanzer (65) haben ebenfalls vier Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter. 

Heinz Mörschel (11.) und Philipp Hosiner (31., Foulelfmeter) trafen für Dresden gegen Viktoria. Johannes Wurtz (32.) traf für den SVWW gegen die Münchner Löwen zum 1:0, Phillipp Steinhart (80.) glich für die Gäste aus. Zwickaus Davy Frick (85.) sah die Gelb-Rote in Rostock.

Einen überaus wichtigen 4:1 (3:1)-Erfolg im Abstiegskampf feierte der 1. FC Kaiserslautern gegen den KFC Uerdingen. Philipp Hercher (15.), Felix Götze (26.),  Marvin Pourie (39.) und Hendrick Zuck (85.) waren für die Roten Teufel erfolgreich. Muhammed Kiprit (9.) hatte das 1:0 für die Krefelder erzielt.

Der 1. FC Magdeburg setzte gegen den MSV Duisburg mit 3:2 (2:0) durch. Kai Brünker (8.), Dominik Ernst (15.) und Baris Atik (57.) schossen die FCM-Tore. David Tomic (47.) und Vincent Vermeij (82.) trafen für die Meidericher.

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