DFB-Pokal: Hannover will gegen Gladbach „unbequem sein“

Nach drei Siegen aus den letzten vier Spielen sieht man sich beim Fußball-Zweitligisten Hannover 96 am Mittwoch (18.30 Uhr/Sky) gegen Borussia Mönchengladbach nicht als krassen Außenseiter. „Wir wollen unbequem sein und uns die Gladbacher greifen, wenn sie uns diese Chance anbieten“, sagte Trainer Christoph Dabrowski am Montag.

Gegen den Bundesliga-Zwölften, so der Coach weiter, habe man nichts zu verlieren: „Wenn wir unsere Aufgabe mutig und mit Freude angehen, ist vieles möglich.“

Die Partie ist eine Neuauflage des Pokalfinales von 1992. Seinerzeit setzten sich die Niedersachsen im Berliner Olympiastadion mit 4:3 im Elfmeterschießen durch. Ehrengast der Partie am Mittwoch wird der damalige 96-Pokalheld Jörg Sievers sein, der damals zwei Elfmeter abwehren konnte.

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ARD-Recherchen: Große Summen Schwarzgeld im deutschen Amateurfußball

Im Amateurfußball fließt pro Saison mutmaßlich rund 500 Millionen Euro an Schwarzgeld. Das ist das Ergebnis einer ARD-Recherche für die Dokumentation „Milliardenspiel Amateurfußball – Wenn das Geld im Umschlag kommt“, die am kommenden Mittwoch um 23.30 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird.

Demnach werde in den Amateurligen viel Geld im Briefumschlag gezahlt, die Beteiligten führen keine Steuern und Sozialabgaben ab. Laut DFB-Spielordnung dürfen Amateurfußballer nicht mehr als 250 Euro pro Monat an Auslagenerstattung und/oder Aufwandsentschädigung bekommen. 

Liegt der Geldfluss höher, muss ein Amateurvertrag abgeschlossen werden. Dieses Amateurverträge lägen im deutschen Amateurfußball aber selten vor, wie die Recherchen ergaben. Mehr als 10.000 Spielerinnen und Spieler nahmen dazu an einer Online-Umfrage zur Bezahlkultur im Amateurfußball teil. 

Dabei ist es der Erhebung zufolge keineswegs ungewöhnlich, in den unteren Ligen mit Fußball Geld zu verdienen. In der siebten Liga werden immer noch mehr als 50 Prozent der Akteure entlohnt.

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RB-Profi Szoboszlai mit Zerrung – Keine strukturelle Verletzung

Die Verletzung von Mittelfeldspieler Dominik Szoboszlai von Fußball-Bundesligist RB Leipzig fällt weniger schlimm aus als befürchtet. Der ungarische Nationalspieler zog sich beim Auswärtssieg beim VfB Stuttgart eine Zerrung im rechten Oberschenkel zu, eine strukturelle Verletzung liegt aber nicht vor. Das gab RB am Montag bekannt.

Ein Einsatz im Pokal-Achtelfinale am Mittwoch (18.30 Uhr/Sky) gegen Zweitligist Hansa Rostock ist dennoch nahezu ausgeschlossen. Außerdem teilten die Leipziger mit, dass Nordi Mukiele das Training wieder aufnehmen konnte, nachdem die jüngsten Coronatests beim Franzosen negativ ausgefallen seien.

Ebenfalls zurück im Mannschaftstraining ist Konrad Laimer nach überstandenem Innenbandriss im linken Sprunggelenk.

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Korkut vor Derby: Weiß, „wer die Nummer eins in der Stadt ist“

Für Trainer Tayfun Korkut ist Hertha BSC im Fußball nach wie vor die Nummer eins in der Hauptstadt – trotz der sportlich besseren Bilanz von Rivale Union Berlin. „Ich finde, Union macht das in den letzten Jahren sehr gut“, sagte der Hertha-Coach vor dem Pokal-Derby am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky): „Trotzdem, wenn man sich die Geschichte und die Hertha anschaut, dann weiß man glaube ich schon, wer die Nummer eins in der Stadt ist.“

Das müsse man aber „immer wieder auf den Platz bringen und ein Stück weit neu beweisen. Jetzt haben wir die Möglichkeit dazu, diesen Schritt zu machen“, sagte Korkut bei einer Pressekonferenz am Montag. 

„Wir wollen das Spiel gewinnen“, betonte Korkut. Es seien vor allem „sehr viel Leidenschaft und Mut“ gefragt: „Die Vorfreude bei mir und der Mannschaft ist groß.“ Mit dem 0:2 beim Stadtrivalen im November in der Liga habe man sich im Vorfeld „überhaupt nicht beschäftigt“. 

Auch für Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic spielt die Partie keine Rolle mehr: „Es ist jetzt eine andere Situation. Es wird auch kein Taktieren geben, da es nur einen Sieger geben kann.“ Bobic erwartet ein „umkämpftes Spiel“.

Wie der Hauptstadtklub mitteilte, wird die Partie für Stevan Jovetic (Wadenprobleme) wohl noch zu früh kommen. Abwehrspieler Peter Pekarik und Torhüter Oliver Christensen befinden sich nach positiven Tests noch in Isolation, könnten aber noch freigetestet werden. Zudem fehlt weiterhin Torhüter Rune Jarstein (Aufbautraining).

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