Guardiola erklärt Geld-Spruch: “War nicht sarkastisch”

Startrainer Pep Guardiola vom englischen Titelfavoriten Manchester City sieht seinen Klub von Vorurteilen verfolgt. “Wir haben diese Geschichte, die uns immer begleiten wird: Der einzige Grund, warum wir Spiele gewinnen, ist das Geld”, sagte der Katalane am Freitag: “Andere Klubs haben ein größeres Budget, aber wir müssen damit leben.”

Guardiola selbst hatte nach dem 2:0 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Borussia Mönchengladbach auf die Frage nach den Ursachen für die jüngste Siegesserie gesagt: “Wir haben viel Geld, um eine Menge unglaublicher Spieler zu kaufen.” Dieser Satz, stellte er nun klar, “war nicht sarkastisch” gemeint: “Es ist die Wahrheit.”

Einen Titel könne man auch zufällig gewinnen – für Konstanz wie bei City aber benötige ein Klub Klassespieler. Und diese kosteten nunmal Geld: “Wenn ManUnited oder Milan oder Celtic oder die Rangers oder Barcelona oder Real Madrid mehr Titel als die anderen gewinnen, tun sie das, weil sie mehr Geld haben.”

Dies sei allerdings nicht der einzige Grund für Erfolgsserien wie bei den Skyblues, führte Guardiola aus. Er verwies unter anderem auf seine vielen Zuarbeiter, die “wie Maschinen” schufteten. ManCity mit Nationalspieler Ilkay Gündogan strebt gegen West Ham United am Samstag (13.30 Uhr/Sky) den 20. Pflichtspielsieg in Folge an.

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Curtius öffnet Tür für Ausgliederung der Nationalmannschaft

Generalsekretär Friedrich Curtius hat im Zuge des Umstrukturierungsprozesses im Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine zeitnahe Ausgliederung der Nationalmannschaft ins Spiel gebracht. Bereits 2017 und 2018 habe sich die DFB-Spitze die Frage gestellt, ob es an der Zeit sei, “den Betrieb der A-Nationalmannschaft in die GmbH auszugliedern”, sagte der 45-Jährige im Rahmen eines Vortrags auf dem sechsten Verbandsrechtstag. Damals sei man nach “sehr intensiven sportpolitischen Diskussionen” zu dem Schluss gekommen, dass “die Zeit noch nicht reif” sei.

“Die Nationalelf sollte weiter als das Aushängeschild des Verbandes im e.V. firmieren”, erzählte Curtius rückblickend. Doch mittlerweile habe die DFB-Spitze erkannt, dass die “Mischform nicht konsistent und konsequent ist”. Dementsprechend könnte es bezüglich der größten Geldquelle des Verbandes bald eine Veränderung in Richtung GmbH geben.

In der ausgegliederten DFB-GmbH sind bereits einige Tochterfirmen wie die Wirtschaftsdienste-GmbH, die Medien-GmbH und die Online-GmbH beheimatet, eine Schiedsrichter-GmbH als gemeinsame Tochter von DFL und DFB soll in Kürze dazukommen. “Die Überlegungen sind sehr weit”, sagte Curtius dazu. 

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Bielefeld-Trainer Neuhaus hofft auf Coup in Dortmund

Trainer Uwe Neuhaus vom Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld hofft bei seiner alten Liebe Borussia Dortmund am Samstag (15.30 Uhr/Sky) auf eine Überraschung. Der BVB habe zwar “wahnsinnige Qualität im Kader”, sagte der 61-Jährige den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Doch wenn die Arminia als Mannschaft dagegen halte und mutig spiele, “dann ist in jedem Spiel für jede Mannschaft immer etwas drin”.

Dortmund sei allerdings “nach wie vor eine der Top-Mannschaften” und habe zuletzt “wieder in die Spur gefunden”, gab Neuhaus zu bedenken: “Sie haben in Sevilla und auf Schalke gewonnen und sind wahrscheinlich zur Unzeit wieder in die richtige Verfassung gekommen – zumindest aus unserer Sicht.”

Neuhaus hatte als Assistent von Michael Skibbe, Bernd Krauss, Udo Lattek und Matthias Sammer von 1998 bis 2004 “wahnsinnig schöne sechs Jahre” bei der Borussia. Diese Station werde “unvergessen bleiben”, meinte er: “Für die Zeit dort bin ich sehr dankbar, und ich freue mich auf das Wiedersehen mit allen Bekannten von damals – und darauf, mal wieder in diesem tollen Stadion spielen zu dürfen.”

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Nach erneuter Europa-League-Enttäuschung: Chatzialexiou erwartet negative Folgen für deutschen Fußball

Joti Chatzialexiou sieht als Sportlicher Leiter Nationalmannschaften beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) das Abschneiden der deutschen Teams in der Europa League äußerst kritisch. Es sei “enttäuschend, wenn sich kein deutsches Team für das Achtelfinale qualifiziert. Das sollte schon unser Anspruch sein”, sagte der 45-Jährige der Sportschau. 

Dies könne auch negative Folgen für die Nationalmannschaft haben. “Wir wollen zu den Topnationen gehören. Dann ist es traurig, insbesondere für die jungen Spieler, wenn sie den enormen Erfahrungsschatz aus den K.o.-Spielen nicht mitnehmen können”, sagte Chatzialexiou weiter. 

Bayer Leverkusen war am Donnerstag am Schweizer Meister Young Boys Bern gescheitert, die TSG Hoffenheim blamierte sich gegen den norwegischen Vertreter Molde FK. Der VfL Wolfsburg war schon in der Qualifikation gegen AEK Athen, den derzeit Vierten der griechischen Liga, ausgeschieden.

In solchen K.o.-Spielen “zum richtigen Zeitpunkt zu performen, ist für die Entwicklung eines Profis eine der wichtigsten Erfahrungen”, sagte Chatzialexiou weiter. Das sei in diesem Fall nicht gelungen. Andere Verbände wie die Schweiz oder Norwegen hätten sich dagegen positiv entwickelt und im Vergleich zu Deutschland aufgeholt. 

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Kruse für Union-Trainer Fischer gegen Hoffenheim “eine Option”

Max Kruse steht bei Union Berlin im Heimspiel der Fußball-Bundesliga am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) gegen die TSG Hoffenheim womöglich vor der Rückkehr in die Mannschaft. “Er hat gut und engagiert trainiert. Er ist sicher eine Option”, sagte Trainer Urs Fischer über den Offensivspieler.

Kruse hatte sich nach langer Verletzungspause (Muskelbündelriss) eigentlich schon vor dem letzten Liga-Spiel beim SC Freiburg (1:0) fit gefühlt, kam aber nicht zum Einsatz. Auf die Frage, ob der ehemalige Nationalspieler auch ein Thema für die Startelf sei, meinte Fischer: “Vorstellbar ist alles.”

Dass Union auch ohne Fans im eigenen Stadion mittlerweile eine Macht ist und in den letzten zehn Heimspielen ohne Niederlagen blieb, ist für Fischer kein Zufall. “Ich glaube, dein Wohnzimmer ist immer dein Wohnzimmer, und, dass du dich da am wohlsten fühlst”, sagte der Schweizer.

Mit einem Sieg würde Union nach 23 Spielen bereits auf 36 Punkten kommen, für den Trainer wäre dies aber nur ein Sieg gegen den Abstieg. “Es wäre ein weiterer Schritt zum Ziel. Das, was du auf dem Konto hast, kann dir keiner mehr nehmen”, meinte Fischer, der womöglich auf Mittelfeldspieler Christopher Lenz (muskuläre Probleme) verzichten muss.

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