Schalke setzt Zusammenarbeit mit Hebei China Fortune FC fort

Fußball-Bundesligist Schalke 04 setzt die zuletzt schwierige Zusammenarbeit mit dem chinesischen Super-League-Klub Hebei China Fortune FC fort. Dies teilten die Gelsenkirchener nach einem Besuch einer Schalker Delegation um Marketing-Vorstand Alexander Jobst und Peter Knäbel, Technischer Direktor Entwicklung, beim Partnerklub in Langfang mit.

Die Königsblauen hatten den Kooperationsvertrag mit dem chinesischen Klub als Teil ihrer Internationalisierungs-Strategie im April vergangenen Jahres abgeschlossen. Die über fünf Jahre ausgelegte Zusammenarbeit sieht vor allem die Unterstützung der Jugendabteilung des Klubs aus Qinhuangdao durch Trainer- und Scoutingpersonal der Schalker vor. Zuletzt sollen die chinesischen Verantwortlichen von den Trainern der Königsblauen nicht mehr überzeugt gewesen sein, in Zukunft werden laut Bild-Zeitung Schalker Trainer nicht mehr dauerhaft vor Ort sein.

Die finanziellen Vereinbarungen des Deals, der Schalke nach Abzug der Kosten rund 20 Millionen Euro einbringen soll, bleiben dem Bericht zufolge unverändert. Bislang überwiesen die Chinesen aber nur eine Rate von sechs Millionen Euro, weitere sechs Millionen sollen bald folgen.

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Bale trifft bei Real-Sieg gegen Arsenal

Der abwanderungswillige walisische Fußballstar Gareth Bale hat beim Testspielsieg von Real Madrid gegen den FC Arsenal getroffen. Der Stürmer erzielte in der Partie in Washington den Anschlusstreffer der Königlichen zum 1:2, ehe Marco Asensio drei Minuten später für den Ausgleich sorgte.

Alexandre Lacazette und der frühere Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang hatten die Londoner 2:0 in Führung gebracht. Im Elfmeterschießen setzte sich Real schließlich mit 3:2 durch, dort vergab Bale allerdings den ersten Strafstoß.

Um Gareth Bale sind in Madrid Diskussionen entbrannt. Dessen Berater Jonathan Barnett hatte Real-Coach Zinedine Zidane vorgeworfen, seinen Schützling nicht zu respektieren. Zidane bestritt dies. Im Test zuvor gegen Bayern München (1:3) hatte Bale nicht gespielt, laut Zidane soll der Waliser aufgrund von Transferverhandlungen auf einen Einsatz verzichtet haben.

Zidane lobte Bale nach dem Sieg gegen Arsenal: “Er hat ein gutes Spiel gemacht, ich freue mich für ihn.” Zu dessen Zukunft meinte der frühere Welt- und Europameister: “Ich weiß nicht, was passieren wird. Stand jetzt gehört er zu uns, es hat sich nichts geändert.” Bale war 2013 für die damalige Rekordsumme von 101 Millionen Euro von Tottenham Hotspur nach Madrid gewechselt, passte aber nicht in Zidanes System.

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Ende einer Ära: Uli Hoeneß macht Schluss beim FC Bayern

Punkt 22 Uhr jagte Bild eine Nachricht ins Internet, von der man ohne Übertreibung sagen kann: Das ist eine Zäsur im deutschen Fußball. Uli Hoeneß, seit 40 Jahren der mächtigste Mann beim FC Bayern und damit im Profifußball, kandidiert im November nicht mehr für das Präsidentenamt. Vom Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden tritt Hoeneß gleichzeitig zurück. Sein Aus beim FC Bayern: Über die Gründe kann man zur Stunde nur spekulieren.

Die Autorenschaft der Bild-Story lässt vermuten, dass die Lancierung von langer Hand geplant ist. Für den Wahrheitsgehalt zeichnen der Sportchef Matthias Brügelmann und der Chefkolumnist Alfred Draxler persönlich verantwortlich. Eine offizielle Bestätigung des Klubs lag zunächst nicht vor. Die Nachricht erreichte die Öffentlichkeit, während Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge mit der Bayern-Mannschaft, aber ohne Hoeneß in den USA weilte.

Herbert Hainer mit Uli Hoeneß. Foto: Imago Images / MIS

Als Hoeneß-Nachfolger gehandelt: Herbert Hainer. Der frühere Adidas-Chef hat als Mitglied des Aufsichtsrats nicht nur eine tiefe Kenntnis über das Innenleben des FC Bayern. In der Fußballwelt genießt er so hohes Vertrauen, dass Hainer sogar als neuer DFB-Präsident gehandelt wurde. Entsprechende Anfragen wiegelte er höflich wie bestimmt ab: Kein Interesse. Seine Freundschaft zu Hoeneß wiegt schwerer.

Plötzlich ergibt sich der Sinn, dass Uli Hoeneß und Herbert Hainer im September wie aus dem Nichts ein gemeinsames langes Interview in der FAZ am Sonntag gegeben haben und sich ihrer gegenseitigen Treue versicherten. Die Überschrift lautete: “Ein Freund, mit dem du weinen kannst, ist ein Geschenk.” Das klang ganz nach Beckenbauer: Gute Freunde kann niemand trennen. Freunde hatte Uli Hoeneß beim FC Bayern zuletzt immer weniger.

Mit Rummenigge lag er monatelang in der Trainerfrage über Kreuz, ob man an Niko Kovac festhalten sollte. Zuletzt musste Hoeneß sich die nicht versteckte Belehrung anhören, dass er nicht öffentlich – wie bei der Doppelpass-Sendung Ende Februar – über mögliche Zugänge schwadronieren sollte. Nicht einmal der Anhang, der ihn nach der Gefängnisstrafe zurück ins Amt hob, stand noch vorbehaltlos hinter ihrem Präsidenten.

Uli Hoeneß: Kritik sogar von Bayern-Fans

Da war vor Weihnachten nicht nur die Schelte des couragierten Vereinsmitglieds Johannes Bachmayr, der auf der Jahresversammlung Kritik am Umgang mit Paul Breitner übte, an Personalentscheidungen und an Trainingslagern in Katar, und dafür massiv Applaus erntete. Der Widerstand setzt sich bei den Bayern-Amateuren fort: Dass die Dauerkartenbesitzer keinen freien Eintritt mehr in der 3. Liga genießen, lasten sie auf Plakaten Uli Hoeneß an.

Trotzdem war man seit dem angekündigten Vorstandswechsel von Rummenigge zu Oliver Kahn immer davon ausgegangen, dass Hoeneß seine Wiederwahl anstrebt und die Übergangszeit bis 2022 moderiert. Sowohl der Kovac-Verbleib wie auch das Kahn-Intro galten als Signale, dass er den Kraftvergleich mit Rummenigge für sich entschieden hatte. Da konnte er den Abschied seines Lieblingsspielers Franck Ribery verschmerzen.

Nun also das Aus. Niemand muss deshalb meinen, dass sein Einfluss schwindet. Erstens rückt sein Vertrauter Herbert Hainer nach. Zweitens wird ihn die Mitgliederversammlung aller Voraussicht nach zum Ehrenpräsidenten wählen, was eine Präsenz in richtungsweisenden Sitzungen erlaubt. Drittens wird sein Abgang so viele Emotionen freisetzen, dass über seine Fehler so hinweggesehen wird wie über den scheidenden Vorstandsvorsitzenden.

Bayern beenden US-Trip mit Sieg gegen Milan – Goretzka trifft

Bayern München hat seine US-Tour mit einem Sieg erfolgreich ausklingen lassen. Der deutsche Fußball-Rekordmeister setzte sich in Kansas City gegen den 18-maligen italienischen Meister AC Mailand nach einer ansprechenden Leistung mit 1:0 (1:0) durch. Nationalspieler Leon Goretzka erzielte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+3) nach Zuspiel von Joshua Kimmich den Siegtreffer.

Zuvor hatten die Münchner auf ihrer US-Tour in Houston das Prestigeduell gegen Real Madrid 3:1 (1:0) gewonnen. Zum Auftakt hatte es in Carson (Kalifornien) ein 1:2 (0:0) gegen den FC Arsenal aus der Premier League gegeben. Direkt nach dem Spiel gegen Mailand ging es für den Bayern-Tross zurück nach München.

Vor 18.496 Zuschauern im ausverkauften Children’s Mercy Park von Kansas City waren die Münchner überlegen und hätten durch Thomas Müller (71.) und David Alaba (79.) einen höheren Sieg herausschießen können. Die Italiener, die sich derzeit im Umbruch befinden, versteckten sich allerdings nicht und hatten unter anderem durch Patrick Cutrone (64.) eine gute Chance, doch der eingewechselte Sven Ulreich hielt den Bayern-Sieg fest. 

Bayerns Trainer Niko Kovac schonte einige seiner Stars. Javi Martinez, Serge Gnabry und auch Robert Lewandowski fehlten wegen muskulärer Probleme. Für Lewandowski kam Neuzugang Jann-Fiete Arp von Beginn an zum Einsatz.

Nach der Rückkehr in München am Mittwoch haben die Bayern-Spieler zwei Tage frei. Im Anschluss stehen der Audi-Cup am 30. und 31. Juli sowie das Duell um den Supercup mit Herausforderer Borussia Dortmund am 3. August auf dem Programm.

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Bild: Hoeneß hört beim FC Bayern auf

Die Ära Uli Hoeneß geht beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München offenbar nach 40 Jahren in der Klubführung zu Ende. Laut Bild-Zeitung wird der Präsident im November nicht mehr zur Wiederwahl antreten, auch seinen Posten als Aufsichtsratschef will Hoeneß demnach aufgeben. Der Klub wollte sich auf SID-Anfrage nicht zu den Gerüchten äußern.

Hoeneß hatte bis 1979 für die Bayern gespielt, nach seinem frühen Karriereende wurde er Manager des Klubs. 2009 wechselte der heute 67-Jährige auf den Posten des Präsidenten, den er während seiner Gefängnisstrafe wegen Steuerhinterziehung ab dem 2. Juni 2014 räumte. Nach der Haftentlassung kehrte er im Herbst 2016 zurück. Seit Anfang 2017 ist Hoeneß auch wieder Aufsichtsratsvorsitzender.

Hoeneß, als Spieler Weltmeister, Europameister, dreimal deutscher Meister und dreimal Europapokalsieger, formte den FC Bayern zum erfolgreichsten Klub Deutschlands. Die Münchner gewannen während seiner Tätigkeit als Manager und Präsident zweimal die Champions League und die große Mehrzahl der insgesamt 29 Meistertitel.

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