990 Millionen Euro: FC Barcelona mit Rekordumsatz

Der spanische Fußball-Meister FC Barcelona hat das Geschäftsjahr 2018/19 mit einem Rekordumsatz von 990 Millionen Euro abgeschlossen. Das teilten die Katalanen am Mittwoch mit. Der Netto-Gewinn nach Steuern lag demnach bei 4,5 Millionen Euro. Bis 2021 will der Klub des Superstars Lionel Messi und des deutschen Nationaltorhüters Marc-Andre ter Stegen beim Umsatz die Milliarden-Schallmauer knacken.

Barca schließt damit nach Klubangaben das achte Jahr in Folge mit Gewinn ab, der Umsatzrekord ist der sechste nacheinander.

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VfB-Coach Walter vor Ligastart: “Wir sind gerne Favorit”

Trainer Tim Walter vom VfB Stuttgart geht den Zweitliga-Auftakt mit dem Absteigerduell gegen Hannover 96 am Freitag (20.30 Uhr/Sky) selbstbewusst an. “Die Laune ist sehr gut, der Puls ist noch ruhig”, sagte der neue Coach am Mittwoch: “Wir sind gerne Favorit – ich war die ganzen Jahre davor kein Favorit.” Walter kam im Sommer von Ligarivale Holstein Kiel zum fünfmaligen deutschen Meister.

Der 43-Jährige sieht den VfB für den Auftakt “gut gewappnet”, seine Mannschaft um Ex-Nationalspieler Mario Gomez habe sein anspruchsvolles Spielsystem “verinnerlicht”. Außerdem sei “in der Truppe eine super Harmonie”. Walter selbst will “mit einem breiten Grinsen” vorangehen, auch wenn er betonte: “Ich bin kein Gute-Laune-Bär”.

Verzichten muss er auf Neuzugang Sasa Kalajdzic (Kreuzbandriss) und Emiliano Insua (Muskelfaserriss). Timo Baumgartl und Anastasios Donis stehen offiziell wegen Oberschenkelproblemen nicht zur Verfügung, beide dürften den VfB aber noch verlassen. Baumgartl soll sich mit dem niederländischen Vizemeister PSV Eindhoven einig sein, Donis wird mit Spartak Moskau in Verbindung gebracht.

“Wenn wir alles abrufen, dann hat man auch gesehen, dass Gegner wie Basel oder Freiburg große Probleme hatten”, betonte Walter noch mit Blick auf die Begegnung mit 96. Den Schweizer Spitzenklub hatte der VfB in der Vorbereitung ebenso geschlagen (3:2) wie den Bundesligisten (4:2). Seinen Kapitän will Walter (“Ich weiß es”) erst vor dem Spiel benennen.

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PSG holt niederländisches Wunderkind Simons von Barca

Der französische Fußball-Meister Paris St. Germain hat das niederländische Top-Talent Xavi Simons vom FC Barcelona verpflichtet. Der 16-Jährige, der seit neun Jahren in Barcas legendärer Nachwuchsakademie La Masia ausgebildet wurde, unterzeichnete beim Klub des deutschen Trainers Thomas Tuchel einen Vertrag bis 2022. Bei den Katalanen hatte der Junioren-Nationalspieler Medienberichten zufolge zuvor ein Vertragsangebot über 200.000 Euro pro Jahr abgelehnt.

Simons wird vom mächtigen Spielerberater Mino Raiola vertreten, unter dessen Fittiche auch Weltstars wie Weltmeister Paul Pogba, Zlatan Ibrahimovic oder das niederländische Defensiv-Juwel Matthijs de Ligt stehen. Der Teenager, Sohn des früheren Profis Regillio Simons, besitzt auf Instagram bereits 1,7 Millionen Follower.

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Uli Hoeneß: Schlaglichter einer Karriere

Uli Hoeneß macht Schluss. Der langjährige Macher und Patriarch des FC Bayern plant offenbar, im Herbst als Präsident und Aufsichtsratschef des deutschen Fußball-Rekordmeisters abzutreten. Der SID beleuchtet deshalb Hoeneß’ Karriere.

DER PROFI

Uli Hoeneß ist Welt- und Europameister, er gewann den Weltpokal und dreimal den Landesmeister-Cup. Doch wer an den Fußball-Profi Hoeneß denkt, denkt auch an Belgrad 1976. Hoeneß’ Fehlschuss im Elfmeterschießen gegen die Tschechoslowakei kostet die DFB-Elf damals den EM-Titel. “Den Ball suchen sie heute noch”, witzelte Franz Beckenbauer später. 1979 beendet Hoeneß nach einer Knieverletzung mit erst 27 Jahren seine Karriere.

DER MANAGER

Noch als Profi fädelt Hoeneß seinen ersten Deal ein und ermöglicht über einen Sponsorenvertrag die Rückkehr von Paul Breitner nach München. Am 1. Mai 1979 legt er dann als Manager los – und wird bald als “Raubritter” und “Geier” beschimpft. “Ich wollte den FC Bayern nach oben bringen – um jeden Preis”, sagte er im Rückblick. Das gelingt ihm mit Bravour. Der Visionär Hoeneß ist seiner Zeit voraus, er prägt die Bundesliga wie kein anderer.

DIE ABTEILUNG ATTACKE

Hoeneß’ verbale Attacken sind legendär – und machen vor niemandem Halt. Mit oft hochrotem Kopf geht er auf die eigenen Fans los (“Eure Scheiß-Stimmung!”), auf Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (“Nicht mal Greenkeeper!”) oder Ex-Trainer Jürgen Klinsmann (“Wenn Klinsmann Obama ist, dann bin ich Mutter Teresa.”). Willi Lemke und Christoph Daum (“Der kann noch 100 Jahre spielen…”) sind einst seine “Lieblingsfeinde”. Die mehrfach gemachte Ankündigung, etwas leiser aufzutreten, kann er nicht einhalten. “Wenn sie wüssten, wen wir schon alles sicher haben…”

DER PRÄSIDENT

Nach 30 Jahren als Manager übernimmt Hoeneß bei den Bayern im November 2009 als Nachfolger von Franz Beckenbauer das Präsidenten-Amt, im März 2010 wird er zudem Aufsichtsratschef. Auch auf diesen Posten treibt er seine Erfolgsgeschichte voran, mit dem Triple 2013 erlebt er den Höhepunkt. Rund ein Jahr später legt Hoeneß seine Ämter im Zuge seiner Steueraffäre nieder und kündigt an: “Das war’s noch nicht!” In der Tat: Nach seiner Haftzeit kehrt er im Herbst 2016 an die Vereinsspitze zurück.

DER PRIVATMENSCH

Neben dem FC Bayern macht der Metzgersohn aus dem schwäbischen Ulm auch eine Wurstfabrik groß, die heute sein Sohn Florian leitet. Der Familienvater (zwei Kinder) engagiert sich vielfach sozial, ohne darüber große Worte zu verlieren. Seine “Börsensucht”, die ihn ins Gefängnis brachte, sieht er als überwunden an. Am liebsten verbringt Hoeneß Zeit mit seiner Ehefrau Susi, den vier Enkelkindern und seinem Hund – und kümmert sich um seinen Herzensklub. “Egal, was passiert: Ich werde immer erster Fan des FC Bayern sein”, sagte er zuletzt.

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Schalke setzt Zusammenarbeit mit Hebei China Fortune FC fort

Fußball-Bundesligist Schalke 04 setzt die zuletzt schwierige Zusammenarbeit mit dem chinesischen Super-League-Klub Hebei China Fortune FC fort. Dies teilten die Gelsenkirchener nach einem Besuch einer Schalker Delegation um Marketing-Vorstand Alexander Jobst und Peter Knäbel, Technischer Direktor Entwicklung, beim Partnerklub in Langfang mit.

Die Königsblauen hatten den Kooperationsvertrag mit dem chinesischen Klub als Teil ihrer Internationalisierungs-Strategie im April vergangenen Jahres abgeschlossen. Die über fünf Jahre ausgelegte Zusammenarbeit sieht vor allem die Unterstützung der Jugendabteilung des Klubs aus Qinhuangdao durch Trainer- und Scoutingpersonal der Schalker vor. Zuletzt sollen die chinesischen Verantwortlichen von den Trainern der Königsblauen nicht mehr überzeugt gewesen sein, in Zukunft werden laut Bild-Zeitung Schalker Trainer nicht mehr dauerhaft vor Ort sein.

Die finanziellen Vereinbarungen des Deals, der Schalke nach Abzug der Kosten rund 20 Millionen Euro einbringen soll, bleiben dem Bericht zufolge unverändert. Bislang überwiesen die Chinesen aber nur eine Rate von sechs Millionen Euro, weitere sechs Millionen sollen bald folgen.

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