Tönnies will Projekte in Afrika unterstützen

Schalke-Boss Clemens Tönnies plant nach seinem Rassismus-Skandal eine Unterstützung von Projekten der Kindernothilfe in Afrika. “Da, wo’s wehtut, will ich im Stillen helfen”, sagte Tönnies der Bild-Zeitung: “Ich rufe alle auf, Afrika zu unterstützen – diesem wunderbaren Kontinent und seinen wunderbaren Menschen zu helfen.” Nach dem Bericht habe Tönnies entschieden, in Tansania, Sambia, Ruanda und Uganda ein “länderübergreifendes Frauen-Netzwerk” aufzubauen.

Im Sommer hatte Tönnies mit heftig kritisierten Aussagen für einen Skandal gesorgt. Bei einer Veranstaltung in Paderborn empfahl er die Finanzierung von Kraftwerken in Afrika und sagte dabei: “Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren.”

Tönnies entschuldigte sich wenig später öffentlich, dennoch befasste sich der Schalker Ehrenrat mit der Thematik. Das Gremium verzichtete aber auf eine Absetzung des Klubchefs, die Ratsmitglieder erklärten damals, der Vorwurf des Rassismus sei “unbegründet”. Stattdessen ließ Tönnies sein Amt drei Monate ruhen.

Auch die Ethikkommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beschäftigte sich mit dem Fall, verzichtete aber ebenfalls auf ein Verfahren. Tönnies habe überzeugend vermitteln können, dass er kein Rassist sei, hieß es. Er habe ehrliche Reue gezeigt.

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Klinsmann: Hertha auf dem Transfermarkt in einer neuen Liga

Laut Trainer Jürgen Klinsmann spielt Hertha BSC dank der Millionen von Investor Lars Windhorst auf dem Transfermarkt in einer neuen Liga. Man könne nun “bei Spielern anklopfen, die früher nicht in unserer Kategorie waren”, sagte der ehemalige Welt- und Europameister am Montag: “Das ist etwas Tolles, etwas Neues, dass sich jetzt auch internationale Klubs mit Hertha BSC beschäftigen. Die beobachten natürlich auch, was hier gerade abläuft.”

Konkrete Namen wie die der gehandelten Granit Xhaka (FC Arsenal) und Julian Draxler (Paris St. Germain) wollte Klinsmann weder bestätigen noch dementieren. Dafür erklärte der Trainer, dass ein Abschied des slowakischen Nationalspielers Ondrej Duda “gut möglich” sei. Zuvor hatte Hertha bereits Salomon Kalou vom Training freigestellt, damit sich der 34 Jahre alte Ivorer nach einem neuen Klub umschauen kann.

Hertha hatte als erste Bundesliga-Mannschaft bereits am Sonntag die Vorbereitung auf die Rückrunde aufgenommen. Am 2. Januar reist der ambitionierte Hauptstadtklub zu einem Trainingslager nach Orlando/Florida (bis 10. Januar). Zum Rückrundenauftakt empfängt Hertha am 19. Januar (15.30 Uhr/Sky) Klinsmanns alten Arbeitgeber Bayern München im Berliner Olympiastadion.

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US-Milliardär Friedkin will AS Rom kaufen

In der italienischen Fußballliga Serie A bahnt sich ein spektakulärer Besitzerwechsel an. Der US-Unternehmer Dan Friedkin will den Traditionsverein AS Rom übernehmen. Der Deal im Wert von 790 Millionen Euro könnte noch am Montagabend nach Börsenschluss verkündet werden. Das wäre die teuerste Klubübernahme in der Geschichte der Serie A, berichteten italienische Medien übereinstimmend.

Der an der Mailänder Börse notierte Klub ist seit 2011 im Besitz des US-Unternehmers James Pallotta, der auch Klubpräsident ist. Laut der Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport soll Friedkins Sohn Ryan im Fall einer Übernahme den Klub leiten. Nachdem die Nachricht über die mögliche Übernahme bekannt geworden war, legte die Roma-Aktie um 9,6 Prozentpunkte zu.

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Gladbachs “Urgestein” Jantschke: Kein Verständnis für Pfiffe gegen Ex-Spieler

Tony Jantschke hält seinem Verein seit 13 Jahren die Treue, die Fans von Borussia Mönchengladbach feiern ihn als “Fußballgott” – und doch bringt der Innenverteidiger viel Verständnis für die Spieler auf, die einen anderen Weg gehen. “Loyalität und Treue sind ja keine Einbahnstraßen”, sagte Jantschke im Gespräch mit t-online.de.

“Es gibt sicher viele Spieler, die für sich entschieden haben, ewig in einem Verein zu bleiben. Doch dann kommt vielleicht eine Verletzung, ein neuer Trainer und doch dieses eine interessante Angebot”, sagte er: “Ist diese Person dann plötzlich nicht mehr loyal, wenn sie einen neuen Weg einschlägt, vielleicht sogar einschlagen muss?”

Jantschke weiß, wie schnell es im Profifußball geht, daher kann er nicht verstehen, dass Ex-Spieler bei den vielen Zuschauern einen schweren Stand haben. “Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, wie ein Marco Reus, ein Mo Dahoud, ein Thorgan Hazard von unseren Fans ausgepfiffen werden können”, sagte Jantschke über das Trio, das mittlerweile bei Borussia Dortmund spielt: “Diese Spieler haben dem Verein Millionen eingebracht, sowohl als sie hier aktiv waren als auch durch die generierten Ablösesummen.”

Er selbst strebt nach 264 Pflichtspielen für Gladbach keinen Wechsel mehr an. “Ich sehe keinen triftigen Grund, diesen Verein noch einmal zu verlassen”, sagte Jantschke, der in dieser Saison bislang zehnmal in der Bundesliga für Gladbach zum Einsatz gekommen ist.

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England: West Ham holt Moyes als Teammanager zurück

Der abstiegsbedrohte englische Fußball-Erstligist West Ham United hat David Moyes (56) als Teammanager zurückgeholt. Das teilte der Klub aus London am Sonntag mit. Moyes ist damit Nachfolger des Chilenen Manuel Pellegrini (66), dessen direkter Vorgänger er auch war. Pellegrini wurde am Samstag unmittelbar nach der Niederlage gegen Leicester City (1:2) freigestellt.

Der Schotte Moyes erhält nun einen Vertrag über 18 Monate bis zum Sommer 2021. “David hat in seiner kurzen Zeit bei uns bewiesen, dass er gute Ergebnisse erzielen kann, und wir glauben daran, dass er diesen Klub erneut in die richtige Richtung bewegt”, sagte der Vorsitzende David Sullivan: “Er kennt den Verein, das ist jetzt wichtig.”

Moyes hatte die Hammers in der Saison 2017/18 in sechs Monaten vor dem Abstieg aus der Premier League bewahrt, erhielt anschließend aber keinen neuen Vertrag. West Ham kündigte damals “einen großen Namen” als Teammanager an und verpflichtete anschließend Pellegrini. Die folgende Saison schloss West Ham als Zehnter ab, in dieser Spielzeit liegt das Team zum Jahreswechsel als 17. aber nur einen Punkt vor den Abstiegsrängen.

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