Paderborns Gjasula schlägt Helmpflicht im Profifußball vor

Mittelfeldspieler Klaus Gjasula vom Fußball-Bundesligist SC Paderborn kann sich eine Helmpflicht im deutschen Profifußball vorstellen. “Ich fände es sinnvoll, wenn alle Spieler einen Helm tragen würden”, sagte der 29-Jährige im Interview mit t-online.de. “Das würde vielleicht auf dem Platz komisch aussehen, aber es wäre definitiv für die Gesundheit aller das Beste”, so Gjasula, der seit einem Jochbogenbruch 2013 mit Kopfschutz spielt.

Der Helm gebe ihm einfach das Gefühl, dass nichts passieren könne, so Gjasula, dem seine Kopfbedeckung unter seinen Mitspielern den Spitznamen “Spartacus” eingebracht hat. Dass dafür noch viel Überzeugungsarbeit nötig sein wird, glaubt Gjasula auch. “Wenn jemand nichts hat, denkt er: ‘Ist der bekloppt, dass der mir das empfiehlt? Ich bin doch gesund.’ Der Mensch handelt erst dann, wenn es schon passiert ist, nicht davor”, so Gjasula.

Ihm persönlich sei das Aussehen egal, er sehe lieber beim Fußballspielen ein bisschen komisch aus und sei dafür auch nach dem Fußball gesund, so Gjasula.

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Ronaldo bezeichnet 2018 als “persönlich schwierigstes Jahr”

Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo hat nach den gegen ihn erhobenen Vergewaltigungsvorwürfen 2018 als sein “persönlich schwierigstes Jahr” bezeichnet. Dies sagte der 34-Jährige am Dienstagabend beim portugiesischen Fernsehsender ITV. 

“Wenn Leute deine Ehre in Frage stellen, tut es weh. Es tut vor allem deshalb sehr weh, weil ich eine große Familie, eine Frau und ein intelligentes Kind habe, das viele Dinge versteht”, sagte der Angreifer vom italienischen Meister Juventus Turin.

Ronaldo muss wegen der gegen ihn erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe keine strafrechtlichen Konsequenzen fürchten. Wie die Staatsanwaltschaft von Clark County Mitte Juli mitgeteilt hatte, werde gegen den fünfmaligen Weltfußballer keine Anklage erhoben. Als Begründung gab die Behörde an, dass die Tat nicht zweifelsfrei bewiesen werden könne.

Ronaldo wurde von der US-Amerikanerin Kathryn Mayorga vorgeworfen, sie am 13. Juni 2009 in einem Hotelzimmer in Las Vegas vergewaltigt zu haben. Bereits damals hatte die US-Amerikanerin Anzeige erstattet und war ärztlich untersucht worden. Mayorga gab an, sie habe später für eine Zahlung von 375.000 Dollar einem Verzicht auf weitere rechtliche Schritte und einer Schweigevereinbarung zugestimmt.

Nachdem die heute 35-Jährige ihre Vorwürfe im vergangenen Jahr erneuerte, wurden die Ermittlungen wieder aufgenommen. Laut den Aussagen ihrer Anwältin hatte sich Mayorga damals durch die Enthüllungen der #MeToo-Bewegung ermutigt gefühlt, erneut “Gerechtigkeit zu suchen”.

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Play-offs zur Champions League: Doll bringt Ajax in Not

Erst Abstieg und Entlassung, jetzt vielleicht Königsklasse: Der deutsche Trainer Thomas Doll kann mit dem zyprischen Meister APOEL Nikosia auf den Einzug in die Champions League hoffen. Doll, vor weniger als zwei Monaten bei Hannover 96 entlassen, führte den Außenseiter im Play-off-Hinspiel gegen Ajax Amsterdam zu einem 0:0. Im Rückspiel hat der niederländische Halbfinalist der Vorsaison am 28. August Heimrecht.

Nikosia verkaufte sich teuer und hatte in der zweiten Halbzeit sogar mehrere gute Chancen zum Siegtreffer, Andrija Pavlovic scheiterte mit einem Kopfball an der Querlatte (60.). Ajax beendete das Spiel nach einer Gelb-Roten Karte gegen Noussair Mazraouzi (80.) zu zehnt. Für Doll ist Zypern die vierte Auslandsstation nach Engagements bei Genclerbirligi (Türkei), Al-Hilal (Saudi-Arabien) und Ferencvaros Budapest (Ungarn).

Eine hervorragende Ausgangsposition erspielten sich am Dienstag der FC Brügge und Slavia Prag. Die favorisierten Belgier gewannen bei der österreichischen Überraschungsmannschaft Linzer ASK 1:0 (1:0), Slavia siegte beim rumänischen Vertreter CfR Cluj ebenfalls 1:0 (1:0).

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DFL-Gremien: Watzke zieht seine Bewerbung zurück

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wird offenbar nicht für das Präsidium und den Aufsichtsrat der Deutschen Fußball Liga (DFB) kandidieren. Nach SID-Informationen hat der 60-Jährige seine Kandidatur kurzfristig zurückgezogen und tritt damit nicht am Mittwoch bei der Generalversammlung in Berlin zur Wahl an. Zunächst hatte die Bild-Zeitung über Watzkes Verzicht berichtet.

Grund für Watzkes Schritt ist laut Bild der Unmut des BVB-Bosses über das sogenannte Team Mittelstand. Die Gruppierung aus Traditionsklubs wie dem Hamburger SV und Hertha BSC kämpft um eine Umverteilung der Fernsehgelder zu ihren Gunsten und auf Kosten der sportlichen Topvereine wie Dortmund.

Zuvor hatte Michael Meeske vom VfL Wolfsburg seine Kandidatur zurückgezogen, damit kommt es am Mittwoch zu keiner Kampfabstimmung.

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St. Louis bekommt 28. MLS-Team

St. Louis bekommt das 28. Team in der nordamerikanischen Fußball-Profiliga MLS. Wie die Liga am Dienstag bekannt gab, wird die Stadt am Westufer des Mississippi 2022 mit einem neuen Stadion in den Spielbetrieb einsteigen. 

Der FC Cincinnati spielt erst seit der laufenden Saison in der Liga mit derzeit 24 Mannschaften aus den USA und Kanada. Beschlossen ist die weitere Aufstockung mit Inter Miami, dem Verein von David Beckham, und einem Team aus Nashville/Tennessee im kommenden Jahr. 2021 folgt zudem ein Klub aus dem texanischen Austin. 

Sacramento ist Favorit für Standort Nummer 29, um den 30. Platz bewerben sich mindestens fünf Städte, darunter Las Vegas und Charlotte. In St. Louis spielen bereits die Cardinals (Baseball) und der Stanley-Cup-Sieger St. Louis Blues (Eishockey).

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