DFB-Präsident Keller: EM-Gruppe ein “Glücksfall”

DFB-Präsident Fritz Keller blickt mit Vorfreude auf die EM (12. Juni bis 12. Juli 2020) im kommenden Sommer und verspricht am Spielort München ein Fußballfest für alle Fans. “Wir werden uns abermals als herzliche und weltoffene Gastgeber präsentieren, darauf können sich alle Besucher der vier Spiele dieser paneuropäischen EM in München freuen”, schrieb Keller in seinem Neujahrsgruß auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Sportlich sieht er in den Vorrundengegnern Frankreich und Portugal “kein Lospech”, sondern einen “Glücksfall. Nun kommt es schon in der Vorrunde zu den Partien, die alle Fußballfans sehen wollen”, schrieb Keller. 

Um auch den Frauenfußball in Deutschland voranzubringen, richtete Keller einen Appell an die Profivereine: “Ich wünsche mir, dass noch mehr Profiklubs in Deutschland dem Vorbild Englands folgen und den Fußball in seiner Gesamtheit, als Einheit von Frauen- und Männerfußball, verstehen. Denn es gibt nur einen Fußball.”

Nur so sei es möglich, nach dem Viertelfinal-Aus bei der Frauen-WM in Frankreich sowie der verpassten Olympia-Teilnahme wieder an die internationale Spitze zu gelangen. “Wenn alle die Förderung des Frauenfußballs als ihre Aufgabe begreifen und wahrnehmen, werden wir zu anderen Nationen, die uns derzeit ein Stück enteilt sind, wieder aufschließen”, schrieb Keller.

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Höwedes wünscht sich “deutsche Rapinoe oder deutschen Kaepernick”

Der deutsche Sport und seine Protagonisten sollten kommende Großereignisse wie die Fußball-EM und die Olympischen Spiele 2020 nutzen, um “auf die Probleme dieser Welt aufmerksam” zu machen. Das schrieb der frühere Fußball-Nationalspieler Benedikt Höwedes in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.de: “Eine deutsche Rapinoe oder ein deutscher Kaepernick, das ist es, was ich mir wünsche.”

US-Nationalspielerin Megan Rapinoe weigert sich seit Jahren, die US-Hymne mitzusingen, und boykottierte nach dem Sieg im Finale der Fußball-WM in Frankreich die Einladung von Präsident Donald Trump ins Weiße Haus. Football-Quarterback Kaepernick kniete aus Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt beim Abspielen der US-Hymne vor den NFL-Spielen. Der Sport, “allen voran der Fußball”, sei für solche Zeichen “der perfekte Ausgangspunkt”, schrieb Höwedes. 

Auch deutsche Sportlerinnen und Sportler sollten seiner Meinung nach “ins Rampenlicht treten” und auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam machen: “Probleme, die größer und wichtiger sind als der Sport. Sei es durch Protest oder starke Aktionen.” Fußballer und andere Athleten “haben Macht, Macht die genutzt werden muss”, schrieb der Weltmeister von 2014: “Wir müssen Aufmerksamkeit schaffen.”

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Ibrahimovic-Vorstellung in Mailand am Freitag

Der schwedische Superstar Zlatan Ibrahimovic wird beim italienischen Fußball-Erstligisten AC Mailand am Freitagvormittag offiziell vorgestellt. Das teilten die Lombarden drei Tage nach der Verpflichtung des 38 Jahre alten Stürmers mit. 24 Stunden vor seiner ersten Pressekonferenz bei den Rossoneri ist Ibrahimovics obligatorischer Medizincheck angesetzt. Sein Comeback beim früheren Champions-League-Sieger ist für den 6. Januar (Montag) gegen Sampdoria Genua geplant.

Ibrahimovic hatte nach Weihnachten in der Modemetropole einen Vertrag bis zum Saisonende mit einer erfolgsabhängigen Option auf eine Verlängerung um ein Jahr unterschrieben. Bis zum Sommer soll der exzentrische Torjäger, der bereits von 2010 bis 2012 für Mailand und zuletzt für den US-Klub Los Angeles Galaxy spielte, rund 3,5 Millionen Euro verdienen.

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Italiener Mangia Maltas neuer Nationaltrainer

Der Italiener Devis Mangia übernimmt zu Jahresbeginn auf Malta den Posten des Fußball-Nationaltrainers. Die Verpflichtung des 45 Jahre alten Ex-Profis gab der nationale Verband des Inselstaates bekannt. Mangia erhielt einen Vertrag bis Dezember 2023 und tritt die Nachfolge des einheimischen Coaches Raymond Farrugia an, der mit Malta in der Qualifikation zur EM-Endrunde 2020 gescheitert war. 

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Ex-Bundesligaspieler Carl-Heinz Rühl gestorben

Der ehemalige Bundesliga-Spieler, -Trainer und -Manager Carl-Heinz Rühl ist tot. Wie seine früheren Klubs MSV Duisburg und Karlsruher SC mitteilten, starb der gebürtige Berliner am Montag im Alter von 80 Jahren.

Rühl hatte als Spieler unter anderem für die Meidericher, den 1. FC Köln und Hertha BSC gespielt, im deutschen Oberhaus dabei 204 Spiele bestritten und 65 Tore erzielt. Seinen größten Erfolg feierte er im Trikot des FC mit dem Gewinn des DFB-Pokals 1968.

Als Trainer war Rühl unter anderem nach Duisburg zurückgekehrt und hatte für Borussia Dortmund gearbeitet. Die längste Zeit an der Seitenlinie verbrachte er beim Karlsruher SC. Zu Managerzeiten war Rühl erneut für den KSC, Hertha und die Kölner aktiv gewesen.

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