Löw über Jubilar Beckenbauer: “Ich bewundere ihn”

Beim Gedanken an den bevorstehenden 75. Geburtstag seines Idols Franz Beckenbauer vergaß Bundestrainer Joachim Löw sogar kurz den Ärger über das verpatzte Länderspiel in der Schweiz. “Ich werde dem Franz eine kleine Botschaft schicken, ich wünsche ihm in erster Linie Gesundheit. Der Franz und der Günter Netzer waren beide meine Idole als ich klein war”, sagte Löw (60) nach dem 1:1 (1:0) der Nationalmannschaft in Basel gegen die Eidgenossen: “Es ist für mich eine große Ehre, ihn zu kennen. Ich bewundere ihn.”

“Kaiser” Beckenbauer wird am 11. September 75 Jahre alt. “Er ist die Lichtgestalt im deutschen Fußball, er war als Spieler und Trainer Weltmeister, er war maßgeblich an der WM 2006 beteiligt – all das hat uns Freude gemacht”, sagte Löw. Er freue sich “immer wahnsinnig, wenn ich ihn treffe, er hat immer gute Geschichten zu erzählen”, ergänzte Löw. 

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PSG-Sportdirektor Leonardo verteidigt positiv getestete Spieler

Sportdirektor Leonardo vom französischen Fußballmeister Paris St. Germain hat am Sonntag die sechs positiv auf COVID-19 getesteten Spieler verteidigt. “Alle Fußballer waren auf Ibiza. Jedes Team hat positive Fälle, aber es ist ein Skandal, wenn es Paris passiert”, sagte Leonardo dem französischen Sender Canal+.

Einige PSG-Spieler waren nach dem verlorenen Champions-League-Finale für einen Kurzurlaub auf die spanische Urlaubsinsel geflogen und hatten sich dort offenbar angesteckt, darunter nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP Neymar, Angel Di Maria und Leandro Paredes. Bei den weiteren Profis soll es sich laut L’Equipe um Verteidiger Marquinhos, Stürmer Mauro Icardi und Torhüter Keylor Navas handeln.

“Das sind Spieler, die mit ihren Frauen und Kindern dort waren”, so Leonardo weiter. Leonardo bestätigte, dass alle sechs Trainer Thomas Tuchel im ersten Ligaspiel bei RC Lens (21 Uhr) fehlen werden. Er gehe aber davon aus, dass einige bereits am kommenden Sonntag gegen Olympique Marseille wieder dabei sein werden.

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Nations-League-Fluch hält an: Schwaches DFB-Team verpasst Premierensieg

Und wieder nichts mit dem Premierensieg: Die deutsche Nationalmannschaft hat auch im sechsten Anlauf in der Nations League den ersehnten ersten Erfolg verpasst. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw musste sich am Sonntagabend in Basel gegen die Schweiz mit einem enttäuschenden 1:1 (1:0) begnügen – und war damit sogar noch gut bedient. 

Ilkay Gündogan erzielte in der 14. Minute auf Vorarbeit von Matthias Ginter mit einem überlegten Flachschuss ins kurze Eck das 1:0. Doch Silvan Widmer (58.) gelang noch der Ausgleich für die Schweizer, die zum Auftakt der Nationenliga sogar gegen die Ukraine (1:2) verloren hatten. Deutschland hatte drei Tage zuvor beim 1:1 gegen Spanien ebenfalls nur einen Punkt geholt und hat nun schlechte Chancen auf den Gruppensieg. Stattdessen ist sogar ein zweiter sportlicher Abstieg möglich.

Gegen die Schweiz zeigte das Löw-Team Schwächen mit der riskanten Defensiv-Taktik und offenbarte auch Fitness-Probleme. Bester Mann im St.-Jakob-Park war Torhüter Bernd Leno. Interessanter Fakt: In der Schweizer Startelf war die Bundesliga mit sechs Spielern doppelt so stark vertreten wie in der deutschen.

In einem Monat stehen in der Ukraine (10. Oktober) und gegen die Schweiz (13. Oktober) die nächsten Nations-League-Duelle auf dem Plan. Vor diesem Doppelpack testet die DFB-Auswahl noch gegen die Türkei (7. Oktober).

Wegen des vollen Terminplans für seine Stars hatte Löw zuletzt heftige Kritik geübt – doch auf eine große Rotation verzichtete der Bundestrainer. Im Vergleich zum Spanien-Spiel veränderte er seine Startformation lediglich auf zwei Positionen: Leno und Innenverteidiger Ginter rückten für Kevin Trapp und Emre Can ins Team. “Die Eingespieltheit war mir in dem Fall etwas wichtiger”, begründete Löw.

Seine Mannschaft war genau wie gegen Spanien sofort um ein aggressives Pressing bemüht. Dabei gefiel vor allem der ballsichere und lauffreudige Leroy Sane, der in der 7. Minute auch die erste Torchance für die Gäste besaß. Der gute Start und Gündogans Führungstreffer gaben der DFB-Auswahl aber nicht noch mehr Rückenwind – im Gegenteil. 

Die Schweizer nutzten die Schwächen der deutschen Defensiv-Taktik, die auf eine frühe Manndeckung ausgelegt war – auch wenn sich dadurch teils große Lücken ergaben. Vor allem der bullige Gladbach-Profi Breel Embolo, der meistens Antonio Rüdiger in Zweikämpfe verwickelte und diese oft gewann, war ein ständiger Unruheherd. 

In der 26. Minute bereitete Embolo mit einem schönen Pass auf Renato Steffen die große Chance zum Ausgleich vor, den Leno mit einer starken Fußabwehr verhinderte. Zuvor war der Keeper des FC Arsenal schon bei den Chancen von Loris Benito (12.) und Widmer (24.) auf dem Posten, außerdem klärte er gegen Granit Xhaka (44.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff rettete für Leno bei einem Schuss von Haris Seferovic der Pfosten.

Löw gefiel das überhaupt nicht. “Zuordnung! Passt auf! Zuordnung!”, schrie der Bundestrainer, dessen Anweisungen im leeren Rund des St.-Jakob-Parks gut zu hören waren. Doch auch die Schweizer Defensive war anfällig, Julian Draxler (31.) und Timo Werner (38.) vergaben aber Möglichkeiten für eine komfortablere Halbzeitführung.

Löw reagierte in der Kabine und brachte zur zweiten Halbzeit in Julian Brandt einen frischen Offensivspieler. Doch es war zunächst Draxler, der Akzente setzte und zweimal das 2:0 auf dem Fuß hatte (52. und 54.). Die DFB-Defensive blieb anfällig – was die Schweiz mit dem Ausgleich bestrafte. In der Nachspielzeit gelang Xhaka per Kopf beinahe sogar der Sieg für die Schweizer.

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Fati jüngster spanischer Torschütze – Spanien gewinnt gegen Ukraine

Spaniens Fußball-Nationalmannschaft hat am zweiten Spieltag der Nations League souverän gegen die Ukraine gewonnen. In der deutschen Gruppe vier der Division A siegten die Spanier in Madrid mit 4:0 (3:0) und übernahmen mit vier Punkten den ersten Tabellenplatz vor der Ukraine und Deutschland.

Kapitän Sergio Ramos per Foulelfmeter (3.) und nach Flanke von RB Leipzigs Dani Olmo (29.) sorgte mit seinem Doppelpack schon früh für klare Verhältnisse. Dann erhöhte der erst 17 Jahre alte Ansu Fati (32.), der mit seinem Treffer zum jüngsten spanischen Torschützen der Geschichte wurde, noch vor der Pause auf 3:0, ehe Ferran Torres in der 84. Minute den Endstand markierte.

Vor allem Fati stach bei den insgesamt sehr spielfreudigen Spaniern heraus. Schon nach 90 Sekunden dribbelte sich der Jungstar vom FC Barcelona per Hackentrick sehenswert in den Strafraum der Ukrainer und konnte von Defensivmann Serhiy Krywtsow nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Ramos sorgte anschließend für die Führung.

Auch danach bereitete Fati den Osteuropäern auf der Außenbahn immer wieder Probleme und kam zu guten Gelegenheiten. In der 26. Minute setzte er aus vier Metern zum Fallrückzieher an, Verteidiger Mykola Matviienko rettete gerade so auf der Linie. Sechs Minuten später nahm das Top-Talent dann aus knapp 18 Metern Maß und belohnte sich für seinen Auftritt.

Auch in der zweiten Halbzeit waren die Spanier um Münchens Triple-Sieger Thiago den Ukrainern deutlich überlegen und kamen zu vielen guten Gelegenheiten. Am 10. Oktober empfangen die Spanier in Madrid die Schweiz, drei Tage später steigt das Rückspiel gegen die Ukraine in Kiew.

In Division B gewann Russland in der Gruppe drei in Ungarn mit 3:2 (2:0), den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer zum 1:3 für die Ungarn erzielte Roland Sallai vom SC Freiburg. In der gleichen Gruppe trennten sich Serbien und die Türkei 0:0. In Gruppe vier setzte sich Finnland mit 1:0 (0:0) gegen Irland durch. Den Siegtreffer in Dublin erzielte Mittelfeldspieler Jensen Fredrik vom FC Augsburg.

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Nations-League-Spiel in der Schweiz: Löw mit nur zwei Neuen in der Startelf

Joachim Löw verzichtet im Nations-League-Gruppenspiel am Sonntagabend in Basel gegen die Schweiz auf eine große Rotation. Der Bundestrainer, der zuletzt die enorme Belastung seiner Stars kritisiert hatte, änderte seine Startelf im Vergleich zum Auftaktspiel vor drei Tagen gegen Spanien (1:1) lediglich auf zwei Positionen. 

Im Tor erhält wie von Löw angekündigt Bernd Leno (FC Arsenal) in Abwesenheit des geschonten Manuel Neuer und des verletzten Marc-Andre ter Stegen eine Bewährungschance. In der Dreier-Abwehrkette ersetzt der Gladbacher Matthias Ginter den in Stuttgart wackligen Dortmunder Emre Can. Auf den Außen kommen erneut Thilo Kehrer und Spanien-Debütant Robin Gosens zum Einsatz.

Im zentralen Mittelfeld sollen wie schon am Donnerstag Toni Kroos (Real Madrid) und Ilkay Gündogan (Manchester City) das Spiel ordnen. Im Angriff laufen Julian Draxler (Paris St. Germain), Leroy Sane (Bayern München) und Timo Werner (FC Chelsea) auf. Der lange verletzte Sane hatte gegen Spanien sein DFB-Comeback nach 15 monatiger Pause gegeben. – Die deutsche Aufstellung: 

12 Leno – 4 Ginter, 15 Süle, 16 Rüdiger – 2 Kehrer, 3 Gosens – 8 Kroos, 21 Gündogan – 7 Draxler, 9 Werner, 19 Sane. – Trainer: Löw

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