Bayerns Fußball-Frauen wollen Champions-League-Titel

Die Fußball-Frauen von Vizemeister Bayern München wollen die Vorherrschaft von Serienmeister VfL Wolfsburg beenden und erstmals nach 2016 wieder den deutschen Meistertitel an die Isar holen. “Die Meisterschaft ist das erste Ziel. Deshalb wollen wir jedes Saisonspiel gewinnen”, sagte Sportdirektorin Bianca Rech am Rande des 3:0-Erfolges am 2. Bundesliga-Spieltag gegen Altmeister 1. FFC Frankfurt bei Eurosport.

Doch damit nicht genug. Die Münchner Frauen wollen auch Europa erobern. Nach dem erstmaligen Halbfinaleinzug in der vergangenen Saison soll auch der ganz große Coup her. “In den nächsten Jahren wollen wir die Champions League gewinnen”, sagte die ehemalige Nationalspielerin Rech und gab für die kommende Spielzeit in der Königsklasse ein klares Ziel aus: “Wir wollen so weit kommen wie beim letzten Mal.” Dort hatte Bayern München durch zwei 0:1-Niederlagen gegen den FC Barcelona den Finaleinzug verpasst.

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BVB schwärmt vom “Bank-Überfall”: “Das war unheimlich wichtig”

Julian Brandt sah die Rettung von der Ersatzbank aus ganz nüchtern. “Dafür sitzen wir ja auf der Bank”, sagte der Nationalspieler von Borussia Dortmund, dessen Einwechslung durch Trainer Lucien Favre nach einer Stunde das Spiel beim 1. FC Köln noch zum 3:1 (0:1) gedreht hatte. 

Brandt trieb die lahmende Mannschaft gemeinsam mit dem zweiten Joker Achraf Hakimi, der zum 2:1 traf, sofort an. “Ab da haben wir anders Fußball gespielt. Achraf hat gezündet, mit Julian haben wir noch mal andere Lösungen bekommen”, sagte Marco Reus, “das war unheimlich wichtig.” Und immer noch waren Topspieler wie Mario Götze oder Thomas Delaney gar nicht zum Einsatz gekommen.

Dennoch sahen alle beim BVB deutlichen Verbesserungsbedarf. “Wir dürfen nicht denken, dass alles so geht, nur weil wir gute Spieler bekommen haben”, mahnte Reus, “das ist harte Arbeit.” Brandt wertete das zweite Comeback im zweiten Spiel (zuvor 5:1 nach 0:1 gegen den FC Augsburg) als gelungenen Charaktertest: “Jetzt haben wir gemerkt, dass wir für unsere drei Punkte auch kämpfen müssen. Dass das alles nicht selbstverständlich ist.”

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BVB für spätes Aufbäumen belohnt

Mit letztem Willen und viel Glück hat Borussia Dortmund seinen ersten Patzer in der Bundesliga-Saison verhindert. Der selbsternannte Meisterschaftskandidat bäumte sich beim sensationell rackernden und rennenden Aufsteiger 1. FC Köln am Freitagabend erst in der zweiten Halbzeit auf – aber immerhin noch rechtzeitig für ein hart erkämpftes 3:1 (0:1) und den zweiten Sieg im zweiten Spiel.   

Der BVB, der so gerne den FC Bayern stürzen würde und im Titelkampf vorlegte, blieb lange Zeit vieles schuldig – Dominick Drexler (29.) hingegen versetzte die ohnehin aufgepeitschten FC-Fans mit seinem ersten Bundesligator vollends in Ekstase. Die Dortmunder wirkten vor 50.000 Zuschauern beeindruckt, fahrig, sie fanden lange einfach nicht in den Kampfmodus. Jadon Sancho (70.), Joker Achraf Hakimi (86.) und Paco Alcacer (90.+4) schritten zur Rettung, der FC bleibt punktlos.   

Die wesentlich leidenschaftlicheren Kölner versuchten es nicht nur mit vier Zugängen in der Startelf, sondern auch mit zwei Sturmspitzen und göttlichem Beistand. Am späten Nachmittag hatte die legendäre Schwalbennest-Orgel im Dom beim traditionellen Gottesdienst vor dem ersten Heimspiel die FC-Hymne gespielt, 4500 Gäste erhoben dazu ihre Schals. 

Etwas weltlicher ging es der BVB an – mit der Rückkehr von Stammtorhüter Roman Bürki als einziger Änderung im Vergleich zum phasenweise berauschenden 5:1 gegen den FC Augsburg. “Es gab im Feld keinen Grund zum wechseln”, sagte Sportdirektor Michael Zorc bei DAZN. Somit saßen Mario Götze, Julian Brandt oder Thomas Delaney zunächst auf der Bank: eine beeindruckende Kadertiefe.

Die Kölner durften sich einige Minuten lang im Spielaufbau versuchen, dann übernahm der BVB die Kontrolle. Rafael Czichos und Sebastiaan Bornauw in der FC-Innenverteidigung aber dirigierten ihre Nebenleute sehr gut. Bornauw, vom RSC Anderlecht gekommen, ging auch voran und räumte Thorgan Hazard krachend ab (13.); auf der Gegenseite verpasste Jhon Cordoba eine Hereingabe von Anthony Modeste (15.). 

Der Aufsteiger verkaufte sich exzellent, er raubte dem Gast mit Härte die Lust am Spiel und hatte durch Modeste die zweite gute Chance (27.). Der BVB spielte zu lässig und kassierte nach einem Eckball das verdiente Gegentor. Fortan gerieten die Borussia-Stars mächtig ins Schwimmen, sie vertändelten den Ball im Spielaufbau und schenkten ohne Not weitere Ecken her, Bürki handelte sich gegen das aggressive Pressing beinahe ein Eigentor ein. 

Das Gerüst wankte. Die erste richtige Dortmunder Torchance war ein scharfer Ball von Lukasz Piszczek (42.) kurz vor der Pause, in der Lucien Favre erstaunlicherweise noch auf Auswechslungen verzichtete. Weiter wurde der Ballführende von den Kölnern ständig gehetzt und bearbeitet. Die Südtribüne bejubelte nach einer Stunde zudem das vermeintliche 2:0, Modeste stand jedoch eindeutig im Abseits. 

Der BVB wehrte sich aber allmählich: Paco Alcacer (55.) und Reus (63.) scheiterten am aufmerksamen FC-Torhüter Timo Horn, Brandt brachte zusätzlich neuen Schwung über die linke Seite. Was die Gastgeber kämpferisch und läuferisch leisteten, blieb bewundernswert. Doch sie wurden auch müde, was Sancho mit seinem Schlenzer von halbrechts ausnutzte und anschließend noch der in der in der 62. Minute eingewechselte Hakimi sowie Alcacer trafen.

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Medien: Ex-Spieler Frahn klagt gegen Kündigung beim Chemnitzer FC

Daniel Frahn, ehemaliger Stürmer des Chemnitzer FC, geht juristisch gegen seine fristlose Kündigung beim Fußball-Drittligisten vor. Dies berichtet die Freie Presse in Chemnitz. Demnach habe der frühere Kapitän Klage beim Chemnitzer Arbeitsgericht eingereicht. Ein erster Gütetermin zwischen Frahn und dem CFC soll Mitte September stattfinden.

Der Vertrag des Torschützenkönigs der Vorsaison war am 5. August von den Chemnitzern mit sofortiger Wirkung gekündigt worden. Frahn wurde eine zu große Nähe zur rechtsextremistischen Szene vorgeworfen, nachdem er sich beim Auswärtsspiel in Halle im Gästeblock mit entsprechenden Gruppierungen aufgehalten hatte. Frahn selbst beteuerte, dass er kein Nazi sei.

Schon beim Skandalspiel im März gegen VSG Altglienicke (4:4), das wegen umstrittenen Trauerbekundungen für den verstorbenen und mutmaßlich rechtsradikalen Chemnitz-Fan Thomas H. in die Schlagzeilen geriet, hatte Frahn für Wirbel gesorgt. Er hielt nach einem Treffer ein schwarzes T-Shirt mit der weißen Aufschrift “Support your local Hools” (Unterstütze deine lokalen Hooligans) hoch. Er wurde daraufhin gesperrt und zu einer Geldstrafe verurteilt.

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Medien: FC Bayern will U21-Europameister Roca

Der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München wird offenbar doch noch einmal auf dem Transfermarkt tätig und steht wohl vor einer Verpflichtung des spanischen U21-Europameisters Marc Roca. Das berichtet die französische Sporttageszeitung L’Equipe.

Demnach soll der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler für eine festgeschriebene Ablösesumme von 40 Millionen Euro von Espanyol Barcelona an die Säbener Straße wechseln, wo er einen Fünfjahresvertrag erhalten soll. Roca steht bei den Katalanen noch bis 2022 unter Vertrag.

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