Keller adelt Streich: Für Freiburg der „perfekte Mann“

Der ehemalige DFB-Präsident Fritz Keller hat die Bedeutung von Trainer Christian Streich für den SC Freiburg vor dem größten Spiel der Vereinsgeschichte hervorgehoben. „Er ist nicht nur ein Pädagoge, sondern auch ein Menschenfreund“, sagte Keller vor dem DFB-Pokalfinale am Samstag (20.00/ARD und Sky) gegen RB Leipzig im Interview mit Spox und Goal. Für den Sportklub sei Streich der „perfekte Mann“.

Keller, der vor seiner Zeit beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) viele Jahre SC-Präsident war und Streich im Dezember 2011 zum Cheftrainer beförderte, lobte insbesondere dessen Umgang mit jungen Spielern. „Was Christian Streich auszeichnet, ist, dass er ganz selten an sich denkt, aber immer an den Klub und die einzelnen Spieler. Und er ist im Herzen immer noch ein Ausbildungstrainer, der jedem einzelnen Spieler weiterhilft, den nächsten Schritt zu machen und jedem immer die Wahrheit ins Gesicht sagt.“

Der 56-Jährige sei ein Trainer, der nicht nur von Spiel zu Spiel denke, sondern in Generationen. „Und das ist für einen kleinen Klub wie den SC Freiburg entscheidend“, sagte Keller.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

Aufsteiger Bremen verlängert mit Clemens Fritz

Bundesliga-Aufsteiger Werder Bremen hat den Vertrag mit Clemens Fritz, Leiter Profifußball und Scouting, verlängert. Das teilte der Klub am Samstag mit. Die Verlängerung habe sich frühzeitig abgezeichnet, die Unterschrift sei am Ende reine Formalität gewesen. Über die Vertragsdauer ist nichts bekannt.

„Hinter uns liegen intensive Wochen, in denen ganz andere Themen im Vordergrund standen. Nach dem Aufstieg war jetzt die Zeit gekommen, um das eigentlich schon Bekannte zu finalisieren“, sagte Fritz. Am vergangenen Wochenende hatte Bremen mit einem 2:0-Heimsieg gegen Jahn Regensburg die Rückkehr in die Bundesliga nach einem Jahr Zweitklassigkeit perfekt gemacht.

Fritz ist seit 16 Jahren im Verein, 2006 war der gebürtige Erfurter von Bayer Leverkusen nach Bremen gewechselt. Nach dem Karriereende 2017 absolvierte der ehemalige Nationalspieler und Werder-Ehrenspielführer zunächst ein Trainee-Programm, ehe er im November 2019 Leiter der Scouting-Abteilung wurde. Im August 2020 folgte die Leitung des Lizenzbereichs.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

Hochrisikospiel in Kaiserslautern: Polizei zieht positives Fazit

Das Polizeipräsidium Westpfalz hat ein weitgehend positives Fazit nach dem Relegations-Hinspiel zwischen dem Drittliga-Dritten 1. FC Kaiserslautern und dem Zweitliga-Drittletzten Dynamo Dresden (0:0) am Freitagabend gezogen. „Trotz des hohen Besucheraufkommens in der Stadt und im Stadion gab es für die Einsatzkräfte verhältnismäßig wenig Anlässe, um einzuschreiten“, hieß es vonseiten der Behörde zu den Vorfällen rund um die als „Hochrisikospiel“ eingestufte Partie.

Ermittlungen laufen wegen Sachbeschädigungen, weil unter anderem sanitäre Anlagen im Gästebereich des Fritz-Walter-Stadions zerstört wurden. Zudem wird es als Folge des mehrmaligen Abbrennens von Pyrotechnik Anzeigen „wegen versuchter Körperverletzung sowie wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz“ geben.

Darüber hinaus wurde eine Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Ein noch Unbekannter hat laut der Polizei „Reporter eines Fernsehteams angegriffen und nach ihnen getreten“.

Die Beamten hatten im Vorfeld der Begegnung eine Vielzahl an Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um die gewaltbereiten Anhänger beider Lager in Schach zu halten.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

SID-Umfrage: Mehrheit der Deutschen gönnt Freiburg Pokalsieg

Die große Mehrheit der deutschen Fußball-Interessierten gönnt dem SC Freiburg den Sieg gegen RB Leipzig im Finale des DFB-Pokals (Samstag, 20.00 Uhr/ARD und Sky). Laut einer repräsentativen Umfrage von FanQ im Auftrag des SID unter 1000 Fans bekundeten 82,8 Prozent ihre Sympathie für die Mannschaft von Trainer Christian Streich.

Auch aus sportlicher Sicht sehen die Befragten Freiburg vorne: 69,6 Prozent glauben an einen Sieg der Breisgauer, 28,5 Prozent rechnen mit einem Erfolg der Leipziger. Positiv bewertet wird die gesamte Spielzeit im DFB-Pokal: 60,7 Prozent der Fans fanden den Wettbewerb „spannend“ oder „sehr spannend“.

Gut kam auch die Entscheidung des SC Freiburg an, das eigene Logo nicht für einen sogenannten „Begegnungsschal“ freizugeben. Leipzigs Chef Oliver Mintzlaff kritisierte diese Entscheidung, gehört damit allerdings zu einer Minderheit: 62,6 Prozent der Befragten bewerten das Vorgehen des RB-Gegners als „positiv“ bis „sehr positiv“.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

0:0 in Lautern: Dresden legt Grundstein für Ligaverbleib

Dynamo Dresden hat dem Betzenberg getrotzt und den Grundstein für den Verleib in der 2. Fußball-Bundesliga gelegt. Der Zweitliga-Drittletzte holte ein 0:0 im verbissen geführten Relegations-Hinspiel beim Drittliga-Dritten 1. FC Kaiserslautern.

Damit hat sich Dynamo in der von der Polizei als „Hochrisikospiel“ eingestuften Partie beim viermaligen Meister aus der Pfalz eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Dienstag erarbeitet. Allerdings bleibt es dabei, dass die Dresdner als einzige Mannschaft im deutschen Profifußball in diesem Jahr noch kein Pflichtspiel gewonnen haben.

Die 46.895 Zuschauer im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion sahen in der Anfangsphase couragierte Gastgeber, die getragen von der begeisternden Stimmung auf den Rängen das Spiel bestimmten. Echte Chancen konnten sich die Roten Teufel bei der Premiere ihres neuen Trainers Dirk Schuster trotz der optischen Überlegenheit aber nicht erarbeiten.

Die elektrisierende Atmosphäre auf dem Betzenberg machte deutlich, dass es für beide Klubs um sehr viel geht. Der FCK will nach vier Jahren raus aus der ungeliebten 3. Liga. Bis vor wenigen Wochen sah es auch danach, dass die Pfälzer dieses Ziel erreichen würden. Doch der sicher geglaubte direkte Aufstieg, der ein finanzielles Plus im zweistelligen Millionenbereich mit sich bringen würde, wurde durch drei Pleiten am Saisonende verspielt. Als Folge musste Trainer Marco Antwerpen gehen.

Auf der anderen Seite sprach Dresdens Sport-Geschäftsführer Ralf Becker im Vorfeld der Relegation von „ganz wichtigen Spielen für die Zukunft des Vereins“. Die verkorkste Saison ohne Dreier in der Rückrunde hatte Dynamo in die prekäre Lage gebracht.

Die Lage in der Partie blieb für die Gäste auch nach knapp 20 Minuten dieselbe. Der FCK versuchte vorwiegend mit langen Bällen und Flanken Druck zu erzeugen, die Defensive der Dresdner verhinderte klare Chancen. In der Offensive hatte Dynamo nichts zu bieten. In der 20. Minute musste Paul Will nach einem Zusammenprall sichtbar benommen raus. Für den Mittelfeldspieler kam Yannick Stark.

Sieben Minuten später sorgte Terence Boyd zum ersten Mal für echte Gefahr vor dem Dresdner Tor. Alle Hände voll zu tun mit der hektischen Begegnung hatte Schiedsrichter Felix Brych. Der Routinier benötigte seine ganze Erfahrung, um die Lage unter Kontrolle zu halten.

Gegen Ende des ersten Durchgangs kamen die Dresdner besser ins Spiel. Die Mannschaft von Trainer Guerino Capretti hielt die Lauterer in dieser Phase vom eigenen Tor weg und hatte selbst Phasen mit Ballbesitz.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs ließ der FCK nach, Dresden hatte gegen einfallslose Pfälzer alles im Griff – und durch Christoph Daferner eine gute Möglichkeit (56.). Das Niveau der Partie war in dieser Phase ganz schwach. 

Nach 70 Minuten schienen sich beide Mannschaften mit dem Remis arrangiert zu haben.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch