Nübel patzt, Werner trifft: RB bleibt an Bayern dran

Begünstigt durch einen schweren Patzer von Torhüter Alexander Nübel bleibt RB Leipzig dem Bundesliga-Tabellenführer Bayern München dicht auf den Fersen. Die Sachsen gewannen am Samstag 5:0 (1:0) bei Schalke 04 und haben weiter einen Zähler Rückstand auf den Rekordmeister aus München.

Ausgerechnet der künftige Bayer Nübel griff nach nur 55 Sekunden an einem Distanzschuss von Marcel Sabitzer vorbei und ließ den nicht besonders platzierten Ball passieren. Auch danach wirkte der Keeper bei der ersten Schalker Heimniederlage seit August nicht sicher – zunächst ließ er einen Ball unbedrängt fallen (10.), dann segelte er nach einem Eckstoß ins Leere (25). Die Fans reagierten mit Pfiffen. Gegen Timo Werners Schuss in den Winkel (61.) war Nübel chancenlos, Marcel Halstenberg (68.) erhöhte unbedrängt per Kopf. Am Ende lief es wie im Training: Angelino (80.) durfte noch sein erstes Tor für RB erzielen, Emil Forsberg traf zum Endstand (89.).

Schalke, das nun schon seit fünf Spielen auf einen Sieg wartet und offensiv erneut erschreckend harmlos blieb, droht dagegen aus den internationalen Rängen zu rutschen. S04 hat nun in vier der letzten fünf Ligapartien kein Tor erzielt –  auch dadurch ist der Rückstand auf die siebtplatzierte TSG Hoffenheim auf nur noch zwei Zähler geschrumpft. 

Den Gästen, die unter der Woche in der Champions League beim Vorjahresfinalisten Tottenham Hotspur gewonnen hatten, spielte der frühe Treffer in die Karten. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann kontrollierte die Partie weitgehend und kam zu weiteren Chancen – auch ohne das letzte Risiko einzugehen. Sabitzer (31., 32.) nach Vorarbeit des starken Nationalspielers Werner und Patrik Schick (35.) schossen knapp vorbei.

Schalke erkämpfte sich vor 61.433 Zuschauern zwar immer wieder den Ball, wusste dann aber kaum etwas damit anzufangen. Die Mannschaft von Trainer David Wagner spielte zu behäbig und durchschaubar. Auch Nationalspieler Suat Serdar konnte dem Spiel seines Teams keine Struktur verschaffen.

Zur Halbzeit zählten die Statistiker 0:10 Torschüsse aus Schalker Sicht – der knappe Rückstand zur Pause war da noch das einzig Positive. Kurz nach Wiederanpfiff wäre Schalke mit dem ersten gelungenen Angriff fast der Ausgleich gelungen, doch Benito Raman (53.) scheiterte an Peter Gulasci im Tor der Gäste. 

Leipzig blieb aber das bessere Team und hätte durch Sabitzer (56.) erhöhen können. Besser machte es Werner, der eiskalt zu seinem 21. Saisontor verwandelte. Kurz darauf hätte Werner fast seinen 22. Treffer folgen lassen – diesmal war Nübel aber zur Stelle (67.). Die anschließende Ecke nutzte Halstenberg zur Entscheidung.

Spätestens jetzt war der Widerstand der Schalker gebrochen. RB vergab dagegen noch einige Chancen auf weitere Tore.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

Tor-Rekord für Ronaldo – Juventus siegt

Cristiano Ronaldo hat in der italienischen Serie A eine Rekordmarke erreicht. Der fünfmalige Weltfußballer erzielte für Juventus Turin am Samstag beim 2:1 (1:0) beim Tabellenletzten SPAL Ferrara das erste Tor und traf damit im elften Ligaspiel in Serie. Dies war zuvor nur Gabriel Batistuta (1994/95) und Fabio Quagliarella (2018/19) gelungen.

Das 0:1 (39.) war Ronaldos 21. Saisontor und sein 42. im 52. Serie-A-Spiel. Für Juve traf zudem Aaron Ramsey (60.). SPAL gelang durch Andrea Petagna (70., Foulelfmeter) der Anschlusstreffer. Juventus bleibt als Tabellenführer einen Punkt vor Lazio Rom (3:2 beim FC Genua) und feierte eine gelungene Generalprobe für die Champions-League-Achtelfinalduelle mit Olympique Lyon (26. Februar/17. März).

Der AC Mailand kam trotz eines erneuten Treffers des ehemaligen Frankfurters Ante Rebic (56.) und halbstündiger Überzahl im Mittelfeldduell beim AC Florenz nur zu einem 1:1 (0:0). Für den Kroaten war das Tor gegen seinen Ex-Klub der siebte Treffer in den letzten sieben Pflichtspielen, zuvor hatte der 26-Jährige im Trikot der Rossoneri überhaupt nicht getroffen.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

Messi beendet Torflaute mit Viererpack

Superstar Lionel Messi hat seine längste Tor-Flaute seit sechs Jahren auf die Lionel-Messi-Art beendet. Der sechsmalige Weltfußballer erzielte für den spanischen Meister FC Barcelona am Samstag beim 5:0 (3:0) gegen SD Eibar einen Hattrick in der ersten Hälfte und legte ein viertes Tor nach. Die Liga-Generalprobe für den Champions-League-Kracher gegen den SSC Neapel ist eindrucksvoll gelungen. Zuvor hatte Messi vier Spiele lang nicht getroffen, aber sechs Torlagen gegeben.

Messi begann seine Show mit einem Schlenzer nach einem Tanz durch die Abwehr des Gegners (14.). Beim 2:0 traf er überlegt ins lange Eck (37.), drei Minuten später brauchte er den Ball nur noch ins Tor zu schieben. In der 87. Minute folgte Treffer Nummer vier, danach durfte auch noch Arthur ran (89.). Nationalspieler Marc-Andre ter Stegen hatte im Tor der Katalanen kaum etwas zu tun.

Barcelona spielt in der Königsklasse am Dienstag zunächst auswärts und empfängt die starken Italiener am 18. März zum Rückspiel.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

Dresden verpasst Befreiungsschlag im Kellerduell

Dynamo Dresden hat im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga den sehnsüchtig erhofften Befreiungsschlag verpasst. Im Kellerduell gegen den VfL Bochum unterlag der Tabellenletzte 1:2 (0:0) und hat weiter abgeschlagen die Rote Laterne inne.

Der Abstand zum VfL, der Dreizehnter ist, beträgt jetzt acht Zähler. Der vier Minuten zuvor eingewechselte Silvere Ganvoula (66.) traf zum 1:0 für die Westfalen, Jannis Nikolaou (70.) war per Kopf zum Ausgleich erfolgreich. Vitaly Janelt (90.+3) traf für den VfL zum Siegtor. Die Sachsen sind damit auch im vierten Spiel nacheinander ohne Sieg.

Die Gastgeber wirkten ziemlich verunsichert und benötigten eine längere Anlaufphase, um überhaupt ins Spiel zu finden. Der VfL wirkte agiler und hatte durch einen Kopfball von Danny Blum (10.), der an die Oberkante der Latte prallte, die erste sehr gute Chance. Simon Zoller hatte Blum mustergültig per Flanke bedient.

Erst Mitte der ersten 45 Minuten wurde das Spiel der Dresdner zielstrebiger, ohne allerdings wirklich Gefahr vor dem Bochumer Tor heraufzubeschwören. Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich am Spielverlauf wenig. Immerhin zeigte Dresden nach dem Rückstand Moral und kämpfte sich rasch ins Spiel zurück. Patrick Ebert hatte Nikolaou per Eckball bedient. Am Ende waren die Bochumer im Abschluss aber glücklicher und holten den Dreier.

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch

“In der Sackgasse”: Klublegende Bratseth bangt mit Bremen

Klublegende Rune Bratseth sorgt sich um den abstiegsbedrohten Fußball-Bundesligisten Werder Bremen. “Ich kann mich nicht daran erinnern, wann sie das letzte Mal in der 2. Liga waren. Aber sie befinden sich in der Sackgasse”, sagte der zweimalige deutsche Meister (1988 und 1993) dem norwegischen TV-Sender Viasat.

Werder sei “ein Großklub, der sportlich im Großen und Ganzen immer geliefert hat. Sie sind Zweiter der ewigen Tabelle hinter Bayern München”, führte der einstige Weltklasse-Libero (59) weiter aus, “aber jetzt fehlt ihnen die Sicherheit”. Positiv hob er hervor, dass Bremen “kein Chaosklub” sei, “sie geraten nicht so leicht in Panik, deshalb halten sie an ihrem Trainer fest. Ich bin gespannt, wie lange das anhält.”

Voller Bewunderung verfolgt Bratseth den Weg seines Landsmanns Erling Haaland (19). Das Ausnahmetalent habe mit Borussia Dortmund die bestmögliche Wahl getroffen, sagte Bratseth, “darüber bin ich sehr froh. Er spielt mit vielen Talenten zusammen wie Jadon Sancho oder Giovanni Reina, und sie haben eine Tradition, Talente weiterzuentwickeln. Das ist absolut optimal.”

Foto: AFP/SID und Zulieferer +++ Mehr auf Fever Pit’ch