Tochter Eda ist da: Özil erstmals Vater

Der frühere Fußball-Nationalspieler Mesut Özil ist zum ersten Mal Vater geworden. Das teilte der 31-Jährige am Montagabend via Instagram mit. “Danke, Gott, dass unsere Tochter Eda gesund zur Welt gekommen ist”, schrieb der Weltmeister von 2014 unter ein Bild, das ihn mit seiner Ehefrau Amine und dem Baby zeigt.

Özil hatte seine Lebensgefährtin im vergangenen Juni geheiratet. Der Profi vom FC Arsenal und die ehemalige Miss Türkei sind laut Medienberichten seit 2017 ein Paar, verlobt waren sie seit Januar 2019.

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Rummenigge: TV-Gelder im April gegen späteren Rabatt

Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hat zur Bewältigung der enormen Finanzsorgen bei den Klubs der Deutschen Fußball Liga (DFL) durch die Coronakrise ein Geschäft auf Gegenseitigkeit mit dem TV-Partner Sky ins Gespräch gebracht. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Dienstag-Ausgabe) regte Rummenigge einen nachträglichen Rabatt für den Sender an, falls der Pay-TV-Kanal seine nächste Rate ungeachtet der Spielpause wie vereinbart im kommenden Monat überweisen und damit den Vereinen aus einem erheblichen Liquiditätsengpass heraushelfen würde.

Auf Vertrauensbasis “könnte eine alternative Lösung basieren, das Sky die April-Zahlung leistet, auch ohne konkret zu wissen, wann wieder gespielt wird. Im Gegenzug könnte sich sich die DFL bereit erklären, einen Discount bei den Zahlungen in der kommenden Saison zu geben”, sagte der Bayern-Chef einen Tag vor der DFL-Mitgliederversammlung am Dienstag. Die Klubs müssen aufgrund der Gefahr eines Ausfalls der restlichen Saison auch durch ihren TV-Vertrag Einnahmeverluste von rund 770 Millionen Euro fürchten.

Nicht zuletzt aus solch finanziellen Gründen forderte Rummenigge sowohl mit Blick auf die Bundesliga als auch die Europapokalwettbewerbe kategorisch eine Fortsetzung der unterbrochenen Spielzeit nach einer Rückkehr zur Normalität: “Wir müssen die Saison zu Ende spielen – egal wann.” Notfalls müsse man sich “unter den Aspekten von Gesundheit und politischer Einschätzung mit diesem Szenario auseinandersetzen”, dass die Saison womöglich erst im September enden und die nächste erst im Winter beginnen könnte.

In diesem Zusammenhang kritisierte der frühere Nationalmannschafts-Kapitän Aussagen von Präsident Aleksander Ceferin vom Europa-Verband UEFA über mögliche Saisonabbrüche in der Champions League und Europa League ohne ein absehbares Zeitfenster für eine Fortsetzung. “Jetzt einfach so zu sagen, wenn bis Juni nicht gespielt werden könnte, müsste abgebrochen werden, bringt Verunsicherung in den Fußballmarkt”, rügte Rummenigge den Slowenen.

Als Konsequenz aus der Coronakrise erwartet der 64-Jährige “Bremsspuren” im Transfermarkt mit mehr “Rationalität im Geschäft” und möglicherweise auch eine Lockerung der Financial-Fair-Play-Regularien. “Man müsste möglicherweise Investoren gestatten, dass sie frisches Geld in die Vereine bringen, um fürs Überleben der Klubs zu sorgen, damit sie Angestellte und Spieler zahlen könnten. Aber bitte nicht, damit am Ende am Transfermarkt von Schnäppchenpreisen profitiert werden könnte und dieser manipuliert würde”, deutete Rummenigge Flexibilität beim Umgang mit den Vorschriften an. 

Dass finanzstarke Vereine die Folgen der Krise zur Forcierung ihrer Pläne für eine europäische Superliga nutzen könnten, schloss Rummenigge aus: “Die Superliga wird es in den nächsten zehn Jahren nicht geben – egal, an welchem Rad gedreht werden sollte.” Die Grundidee der Superliga von Erhöhung von Einnahmen sei “durch die Krise erst mal ad absurdum geführt”.

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HSV: Jansen schließt weitere Anteils-Verkäufe an Kühne nicht aus

Der neue Aufsichtsrats-Chef Marcell Jansen (34) vom Hamburger SV hat Spekulationen zurückgewiesen, dass Investor Klaus-Michael Kühne im Hintergrund die Trennung von Klubchef Bernd Hoffmann vorangetrieben hat. Dies sei “absolut falsch” und “nicht richtig”, sagte Jansen am Montag bei einer virtuellen Pressekonferenz. Vielmehr hätten “Risse” und ein “Vertrauensbruch” im Vorstand zur Trennung von Hoffmann geführt. Der Zweitligist wird seit Samstag von dem Duo Frank Wettstein und Jonas Boldt geleitet.

Jansen, der im Zuge des Stühlerückens im Volkspark zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates aufgestiegen ist, schloss derweil weitere Anteilsverkäufe der HSV Fußball AG an Milliardär Kühne nicht kategorisch aus. Es sei seine Aufgabe als Präsident des e.V. zu prüfen, was der Verein “als Option alles ausschöpfen” könne. “Wir müssen Szenarien vorbereiten und unsere Hausaufgaben machen”, sagte Ex-Profi Jansen, der von 2008 bis 2015 für den HSV gespielt hatte.

Auch in Zeiten der Coronakrise, in denen noch niemand wisse, wann wieder Fußball gespielt werden könne, sei es das Wichtigste “die Überlebensfähigkeit des HSV zu sichern”.

Kühne, der die jüngsten personellen Entwicklungen beim HSV “begrüßte”, hält 20,6 Prozent an der Fußball AG und will weitere Anteile kaufen. Laut Satzung dürfen derzeit lediglich 24,9 Prozent verkauft werden. Sollte diese Schranke nach oben verschoben werden, müssten die Mitglieder zustimmen.

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UEFA und Generalsekretäre diskutieren über Terminkalender

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) wird am Mittwoch (1. April) mit den Generalsekretären der insgesamt 55 Mitgliedsverbände per Videokonferenz über mögliche Änderungen im Terminkalender diskutieren. Zunächst wird dabei die vor zwei Wochen gegründete Task Force ihre erarbeiteten Entwürfe präsentieren. Neben neuen Terminen für Spiele auf Verbands- und Klubebene sollen zudem die Themen Spielerverträge und Transfersystem besprochen werden.

Wegen der Corona-Pandemie hatte die UEFA die EURO 2020 um ein Jahr auf den Sommer 2021 verschoben, zudem wurden die Partien in der Champions und Europa League bis auf Weiteres ausgesetzt.

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Schnellinger vor seinem 81. Geburtstag: “Der Fußball wird einen Wandel erleben”

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Karl-Heinz Schnellinger ist in seiner Wahlheimat Mailand natürlich stark vom Coronavirus betroffen. “In meinem Alter ist die Ansteckungsgefahr hoch, und es ist besser, dem Virus keine Chance zu geben”, sagte der gebürtige Dürener, der im Mailänder Viertel Segrate wohnt, dem SID. Die Corona-Pandemie hat die Lombardei zurzeit fest im Griff. 

Am Dienstag vollendet der 47-malige Internationale in häuslicher Quarantäne sein 81. Lebensjahr. An die strikte Ausgangssperre hält sich “Carlo il biondo” (Karl der Blonde), wie er von den Italienern genannt wird, rigoros, inzwischen hat er sich mit der Lage abgefunden. “Zu Hause zu bleiben, ist im Moment die einzige Art, das Virus zu bekämpfen”, so Schnellinger.

Er gibt sich ein wenig fatalistisch. “Solange man kein Medikament oder einen Impfstoff findet, muss man tun, was man vorgeschrieben bekommt. Niemand hat damit gerechnet, dass sich diese Epidemie so stark verbreiten würde”, meinte der einstige Weltklasse-Abwehrspieler, der mit dem AC Mailand zwischen 1965 und 1974 eine Meisterschaft, drei Pokalsiege, einmal den Europapokal der Landesmeister, den Weltpokal und zweimal den Europapokal der Pokalsieger erringen konnte.

Seinen Geburtstag wird Schnellinger mit seiner Frau Ursula feiern. Tochter Birgit erledigt zurzeit die Einkäufe, mit den vier Enkelkindern im Alter zwischen 12 und 17 Jahren hält er per Skype Kontakt. 

Den Fußballern, die zurzeit einer Zwangspause unterliegen, rät Schnellinger, geduldig zu bleiben. “Man kann überall trainieren und Gymnastik machen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg”, betonte der ehemalige Profi des 1. FC Köln: “Ich glaube kaum, dass in Italien die Meisterschaft zu Ende gespielt werden kann, doch warten wir ab. Fest steht, dass die Fußballwelt, wie andere Berufsbranchen auch, einen Wandel erleben wird.”

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