Dank Elfer von Ramos: Real nutzt Patzer von Barca

Der spanische Fußball-Rekordmeister Real Madrid hat den Patzer des FC Barcelona im Titelrennen der Primera Division dank Sergio Ramos eiskalt ausgenutzt. Der Kapitän der Königlichen verwandelte einen Foulelfmeter (79.) zum glücklichen 1:0 (0:0)-Erfolg im “kleinen” Stadtderby gegen Europa-League-Aspirant FC Getafe. Der Tabellenführer zieht damit fünf Spieltage vor Saisonende gegenüber dem Erzrivalen auf vier Punkte davon.

Barca hatte sich am Dienstag mit einem 2:2 gegen Atletico Madrid bereits seinen dritten Ausrutscher nach dem Restart geleistet und Real so eine Steilvorlage für eine kleine Vorentscheidung im Titelrennen geliefert. Die Madrilenen nutzten diese Chance mit Nationalspieler Toni Kroos in der Startelf trotz einer spielerisch schwachen Leistung mit dem sechsten Sieg im sechsten Spiel nach dem Restart. 

Vor der Pause hatte der Außenseiter sogar mehr vom Spiel, doch die beste Chance hatte Real. Vinicius Junior (23.) scheiterte aber aus kurzer Distanz an Torhüter David Soria. Nach dem Wechsel übernahm das Team von Trainer Zinedine Zidane zunehmend die Spielkontrolle, entwickelte aber offensiv nur selten die nötige Durchschlagskraft. So musste ein Foul von Mathias Olivera an Daniel Carvajal helfen, Innenverteidiger Ramos versenkte den Strafstoß in seinem 450. Ligaspiel für Real souverän zu seinem 9. Saisontor.

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Liverpool verliert Topspiel bei ManCity deutlich – Tottenham patzt

Der neue englische Fußball-Meister FC Liverpool hat im Spitzenspiel der englischen Premier League eine unerwartet heftige Niederlage kassiert. Das Team von Teammanager Jürgen Klopp unterlag bei Vorjahres-Champion Manchester City mit 0:4 (0:3). Liverpool war am vergangenen Donnerstag vorzeitig Meister geworden, da die zweitplatzierten Citizens beim FC Chelsea verloren hatten.

Manchester ging durch einen Foulelfmeter des früheren Bundesliga-Profis Kevin de Bruyne (25.) in Führung. Der Ex-Liverpooler Raheem Sterling (35.) und Toptalent Phil Foden (45.) erhöhten noch vor der Pause. Ein Eigentor von Alex Oxlade-Chamberlain (66.) besiegelte die Klatsche.

Vor dem Anpfiff hatte City, bei dem Nationalspieler Ilkay Gündogan von Beginn an spielte, beim Einlauf Spalier für die Reds gestanden und der extrem starken Saisonleistung Respekt gezollt – so verlangt es die Tradition im englischen Oberhaus. Liverpool hatte 30 Jahre auf den Titel gewartet.

Die Gäste von der Merseyside kamen zunächst gut in die Partie und hatten durch Roberto Firmino (4.) und Mohamed Salah (19.), der nur den Pfosten traf, beste Chancen in Führung zu gehen. Dann kam Joe Gomez im Strafraum zu spät gegen Sterling, De Bruyne verwandelte gewohnt eiskalt vom Punkt für die Skyblues.

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber die bessere Mannschaft, mussten mit dem Drei-Tore-Vorsprung im Rücken jedoch auch nicht mehr viel für das Spiel machen. Auch nachdem sich die Citizens nach dem 4:0 endgültig zurückgezogen hatten, machte Liverpool keine großen Anstalten, die Partie noch einmal spannend machen zu wollen.

Zuvor hatte Champions-League-Finalist Tottenham Hotspur im Rennen um die Europapokal-Plätze gepatzt. Die Mannschaft von Teammanager Jose Mourinho unterlag bei Aufsteiger Sheffield United mit 1:3 (0:1) und rutschte auf den neunten Platz ab – das Überraschungsteam aus Sheffield kletterte an den Spurs vorbei auf Rang sieben, der die Teilnahme an der Europa League bedeuten würde.

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ManCity-Einspruch vor dem CAS: Urteil in der Woche ab 13. Juli

Der Internationale Sportgerichtshof CAS wird in der Woche ab dem 13. Juli über die Europapokalsperre des englischen Fußball-Spitzenklubs Manchester City entscheiden. Dies bestätigte CAS-Generaldirektor Matthieu Reeb am Donnerstag gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP. Die ersten drei Verhandlungstage diesbezüglich waren Anfang Juni ergebnislos zu Ende gegangen, nun soll doch noch rechtzeitig vor der kommenden Spielzeit ein Urteil fallen.

Das unabhängige Finanzkontrollgremium der Europäischen Fußball-Union UEFA hatte am 14. Februar entschieden, das Team um Nationalspieler Ilkay Gündogan aufgrund von “schwerwiegenden Verstößen” gegen das Financial Fairplay zu bestrafen und von allen europäischen Wettbewerben der kommenden zwei Spielzeiten auszuschließen. Zudem wurde der Klub von der UEFA zu einer Geldstrafe in Höhe von 30 Millionen Euro verurteilt. 

City bestritt die Vorwürfe, unrechtmäßige Geldzuwendungen durch seine arabischen Investoren erhalten zu haben, und zog vor den CAS.

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Perfekt: Hakimi wechselt zu Inter Mailand

Der Wechsel des zuletzt von Real Madrid an Borussia Dortmund ausgeliehenen Achraf Hakimi zu Inter Mailand ist perfekt. Dies bestätigten Real und Inter am Donnerstag. Der Marokkaner unterschrieb beim 18-maligen italienischen Meister wie erwartet einen Fünfjahresvertrag, wie Inter mitteilte.

Madrid soll durch den Verkauf von Hakimi rund 40 Millionen Euro erhalten. Laut italienischen Medienberichten soll der Rechtsverteidiger rund fünf Millionen Euro pro Jahr bei den Lombarden verdienen.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc hätte den 21-Jährigen nach seiner zweijährigen Leihe (73 Pflichtspiele, 12 Tore) gerne gehalten, doch die aufgerufene Ablöse wolltee der deutsche Vizemeister nicht bezahlen. Hakimi kehrte gar nicht erst in die spanische Hauptstadt zurück, bereits am Dienstag hatte er in Mailand den Medizincheck absolviert. Er werde die “gelbe Wand niemals vergessen”, schrieb er in den sozialen Medien.

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Ismael giftet gegen Kollege: “Halt den Mund!”

Beim Trainer Valerien Ismael vom österreichischen Fußball-Bundesligisten Linzer ASK liegen nach den Querelen der vergangenen Wochen offenbar die Nerven blank. Der frühere Bundesliga-Profi (44) geriet beim 1:3 bei Rapid Wien, mit dem der LASK Rang zwei und einen Platz in der Champions-League-Quali an den Rekordmeister verlor, heftig mit Kollege Didi Kühbauer aneinander.

“Was ist dein Problem? Rede nicht mit mir! Verstehst du? Halt den Mund”, schimpfte Ismael und drohte: “Wir sehen uns nachher noch!” Kühbauer hatte zuvor die Schiedsrichter-Entscheidungen und das Spielgeschehen mit Seitenhieben gegen Ismaels Mannschaft kommentiert. Zum Vierten Offiziellen sagte er: “Bei jeder Entscheidung fordert er die Todesstrafe, das ist schon sehr störend.”

Beide Trainer sahen für ihr Verhalten die Gelbe Karte. Nach dem entscheidenden Treffer zum 3:1 in der Schlussphase jubelte Kühbauer aufreizend in Richtung LASK-Bank. Ismael gratulierte später artig zur Vizemeisterschaft, betonte aber: “Wir wissen, wie er mit anderen Trainern umgeht. Ich wollte signalisieren, dass das mit mir nicht geht.”

Linz hatte als souveräner Sieger des “Grunddurchgangs” die große Chance auf den zweiten Titel nach 1965, verlor das Rennen nach Fair-Play-Verstößen und Vier-Punkte-Abzug aber gegen Serienmeister RB Salzburg und Rapid. “Es gab einen LASK vor Corona und einen nach Corona. Wir haben uns selbst ein Bein gestellt”, sagte Ismael.

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