In der Liga bleibt der Wurm drin: Hoffenheim nur mit Remis in Mainz

In Europa auf dem Höhenflug, in der Bundesliga weiter mit Turbulenzen: Die TSG Hoffenheim kann ihre Sieglos-Serie in der Liga nicht beenden und gerät immer stärker unter Druck. Drei Tage nach dem vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde der Europa League kam das Team von Trainer Sebastian Hoeneß beim Kellerkind FSV Mainz 05 nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus – es war am neunten Spieltag schon das siebte Bundesliga-Spiel in Folge ohne Sieg.

Robin Quaison (33.) ließ die Mainzer, die auf dem Relegationsplatz verbleiben, vom zweiten Saisonsieg nacheinander hoffen. Hoffenheim tritt hingegen trotz des Tores von Ihlas Bebou (62.) auf Rang zwölf auf der Stelle. In der Schlussphase sah Gästespieler Dennis Geiger nach einem völlig überflüssigen Foul von hinten die Rote Karte (80.).

Auch im Duell der Spitzenstürmer gab es keinen Sieger. Sowohl der Mainzer Jean-Philippe Mateta als auch Hoffenheims Andrej Kramaric bleiben bei jeweils sieben Saisontoren. 

Während die Hoffenheimer am Donnerstag in der Europa League den vierten Sieg im vierten Gruppenspiel gefeiert hatten, ist in der Bundesliga seit dem 4:1 gegen Bayern München Ende September der Wurm drin. Das Bestreben, diesen Negativlauf zu beenden, war den Gästen am Sonntagabend deutlich anzusehen. 

Hoffenheim bestimmte das Spiel, wies deutlich mehr Ballbesitz auf – für das erste Highlight einer munteren Anfangsphase sorgte aber Mateta, der schon in der Vorwoche beim ersten Saisonsieg der Mainzer (3:1 beim SC Freiburg) dreimal getroffen hatte. Einen Kopfball des Stürmers konnte Oliver Baumann aber über die Latte lenken (8.).

Hoffenheim blieb bis auf einen Kopfball von Stefan Posch (20.) zunächst ungefährlich. Ganz anders die Mainzer: Nach starker Vorarbeit von Mateta schob Quaison zur Führung ein. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit konnten die Hoffenheimer ihre spielerische Überlegenheit in Großchancen ummünzen. Bebou (45.) scheiterte jedoch an Zentner, kurz darauf warf sich Mainz-Verteidiger Alexander Hack in höchster Not in einen Schuss von Christoph Baumgartner (45.+2).

Auch in der zweiten Hälfte bot sich Hoeneß, der immer unruhiger an der Seitenlinie umhertigerte, das gleiche Bild: Seine Schützlinge rannten an, Mainz verteidigte entschlossen. Der Druck auf die Gastgeber wurde immer größer, der Ausgleich durch Bebou nach Hereingabe von Ryan Sessegnon hatte sich abgezeichnet. Mainz wurde danach wieder etwas offensiver, Mateta (75.) traf aber nach einem Konter nur den Pfosten.

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Senegals WM-Held Diop mit 42 Jahren verstorben

Senegals Fußball-WM-Held Papa Bouba Diop ist am Sonntag im Alter von 42 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Das berichteten verschiedene Medien in seinem Heimatland, auch der Weltverband FIFA bestätigte den Tod des früheren Mittelfeldspielers.

Zum umjubelten Helden war Diop bei der WM 2002 geworden, als er für den krassen Außenseiter im Eröffnungsspiel gegen Titelverteidiger Frankreich das Siegtor erzielte. Der große Favorit um Superstar Zinedine Zidane schied schon in der Vorrunde aus, Senegal erreichte bei seiner ersten WM-Teilnahme das Viertelfinale. Diop, der insgesamt 63 Länderspiele bestritt, spielte unter anderem in der Schweiz, Frankreich und England.

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Chelsea verpasst Sprung an die Tabellenspitze

Fünf Tage nach dem Einzug ins Achtelfinale der Champions League hat Fußball-Nationalspieler Timo Werner mit dem FC Chelsea die Tabellenführung in England verpasst. Gegen den Spitzenreiter Tottenham Hotspur mussten sich die Blues mit einem 0:0 begnügen. Der Rückstand auf den Londoner Stadtrivalen und den punktgleichen Titelverteidiger FC Liverpool mit Teammanager Jürgen Klopp beträgt weiter zwei Zähler.

Der vierte Sieg in Folge in der Premier League hätte die Spitzenposition für die seit acht Spielen ungeschlagenen Blues bedeutet. Werner gehörte zur Startelf, konnte sich aber kaum in Szene setzen und wurde eine Viertelstunde vor Schluss ausgewechselt. Kai Havertz kam erst in der 84. Minute aufs Feld, Antonio Rüdiger saß auf der Bank. Am vergangenen Dienstag hatten die Londoner durch ein 2:1 bei Stade Rennes die K.o.-Runde in der Königsklasse erreicht. 

Der FC Arsenal bleibt in der Premier League weiter hinter seinen Ansprüchen zurück. Die Gunners um Nationaltorwart Bernd Leno verloren am Sonntagabend gegen die Wolverhampton Wanderers 1:2 (1:2) und warten seit drei Spielen auf ein Erfolgserlebnis.

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Auch Czichos fehlt dem 1. FC Köln

Dem Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln bleibt auch nach dem ersten Sieg der Saison das Verletzungspech treu. Innenverteidiger Rafael Czichos erlitt beim überraschenden 2:1 (1:0)-Erfolg beim Vizemeister Borussia Dortmund eine Muskelblessur im Adduktorenbereich, das teilte der Klub am Sonntag im Anschluss an eine MRT-Untersuchung mit. Der 30-Jährige müsse “vorerst pausieren”.

Kurz vor der Partie in Dortmund hatte schon Verteidiger Jorge Mere das Training abbrechen müssen und war nicht mit zum Auswärtsspiel gereist. Das Gleiche galt für Mittelstürmer Sebastian Andersson (Knieprobleme). Kapitän Jonas Hector fehlt im defensiven Mittelfeld schon seit Wochen, Außenbahnspieler Florian Kainz musste sich vor dem Saisonauftakt einer Knie-Operation unterziehen und befindet sich noch im Aufbautraining.

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Leverkusen verpasst Sprung auf Platz zwei – Siegesserie reißt gegen Hertha

Bayer Leverkusen hat den Sprung auf Platz zwei in der Fußball-Bundesliga verpasst. Beim 0:0 gegen Hertha BSC riss bei der Werkself die Serie von fünf Siegen im Oberhaus. Trotzdem bleibt die Mannschaft von Trainer Peter Bosz auch nach neun Spieltagen ungeschlagen.

Durch den Punkt zog Leverkusen vorbei an Borussia Dortmund auf Rang drei, das am Samstag überraschend 1:2 gegen den 1. FC Köln verloren hatte. Die ambitionierte Hertha bleibt 13. und hinkt ihren eigenen Ansprüchen weiter hinterher. Die beste Chance zum Bayer-Siegtreffer vergab Lars Bender in der Nachspielzeit (90.2).

Bosz musste kurzfristig auf gleich drei Stammkräfte verzichten. Torjäger Lucas Alario (leichte Knieprobleme), Karim Bellarabi (Oberschenkelprobleme) und Nadiem Amiri (krank) standen nicht zur Verfügung. Zurück in die Startelf kehrte Verteidiger Lars Bender, der beim 4:1-Sieg in der Europa League gegen den israelischen Pokalsieger Hapoel Be’er Sheva am Donnerstag wegen eines Pferdekusses ausgefallen war – Hertha-Coach Bruno Labbadia vertraute der Elf der Vorwoche, die Borussia Dortmund 2:5 unterlag.

Hertha hatte zu Beginn leichte Vorteile und zwei Torannäherungen durch Dodi Lukebakio (8./12.), mit denen Bayer-Torhüter Lukas Hradecky keine Probleme hatte. Leverkusen wurde erst nach knapp 20 Minuten besser, ohne dabei Gefahr auszustrahlen. Das lag auch daran, weil das 4-4-2 der Hauptstädter sehr gut harmonierte und die Räume eng machte.

Bayer versuchte es wie schon am Donnerstag gegen Be’er Sheva immer wieder über die rechte Außenbahn. Dort gelang es Jungstar Florian Wirtz und Moussa Diaby aber nicht, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Bis zum ersten nennenswerten Torschuss der Werkself dauerte es 31 Minuten. Mit dem abgefälschten Ball von Wirtz hatte Hertha-Schlussmann Alexander Schwolow keine Probleme. 

Fordernder war ein wuchtiger Vollspannschuss aus der Distanz von Kerem Demirbay wenige Augenblicke später, den der Ex-Freiburger glänzend über das Tor lenkte.

Gegen eine weiterhin gut sortierte Hertha-Defensive blieben Fernschüsse in der Folge Bayers erste Wahl. Leon Baileys (34.) und Benders (39.) Versuche blieben jedoch jeweils harmlos.

Nach der Pause tat sich weiter wenig: Bayer fand bei Temperaturen um den Gefrierpunkt keine Mittel, Hertha verteidigte weiter stark. So blieben zwei knapp verzogene Freistöße von Demirbay (55./67.) die einzigen Hingucker. 

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