Stadiondach in Alkmaar eingestürzt – keine Verletzte

Am Stadion des niederländischen Fußball-Erstligisten AZ Alkmaar sind am Samstag große Teile des Daches eingestürzt. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar, Verletzte gab es keine. “Das ist derzeit das Wichtigste”, sagte ein Klubsprecher der Zeitung Telegraaf. Wie ein Foto des Vereins in den sozialen Medien zeigt, brach das Dach gegenüber der Haupttribüne zusammen und krachte auf die Sitzplätze.

Die Alkmaar-Profis mussten für ihr Training in eine Halle ausweichen. Ebenfalls unklar sind die Auswirkungen auf das Rückspiel der dritten Runde der Europa-League-Qualifikation gegen den ukrainischen Vertreter FK Mariupol am kommenden Donnerstag.

Bereits im Jahr 2011 war in Enschede während der Bauphase des Stadions des FC Twente ein Teil des Daches eingestürzt, zwei Bauarbeiter kamen damals ums Leben.

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Pokal-Aus beim FCK: Mainz blamiert sich im Derby

Der FSV Mainz 05 hat sich im brisanten Duell mit dem einst so ruhmreichen Nachbarn 1. FC Kaiserslautern blamiert und ist in dieser Verfassung noch nicht bereit für den Ligastart. Der Fußball-Bundesligist unterlag in der ersten Runde des DFB-Pokals vor 40.694 Zuschauern im Hexenkessel auf dem Betzenberg mit 0:2 (0:0) beim Drittligisten.

Seine bisher letzte Pleite zum Pokal-Auftakt hatte der FSV vor fünf Jahren beim Chemnitzer FC kassiert. Manfred Starke traf mit einem umstrittenen Foulelfmeter (62.) zur Führung für die Roten Teufel, die sich über die Prämie in Höhe von 351.000 Euro freuen dürfen. Florian Pick (90.) machte alles klar. Die Mainzer haben vor ihrem ersten Punktspiel am Samstag beim SC Freiburg noch jede Menge Arbeit vor sich.

FSV-Trainer Sandro Schwarz hatte in Edimilson Fernandes nur einen Neuzugang in die Startelf beordert, Jeremiah St. Juste und Taiwo Awoniyi saßen zunächst auf der Bank. Dong-Won Ji, Jean-Philippe Mateta, Jonathan Meier, der Ex-Lauterer Philipp Mwene und Aaron Seydel fehlten dagegen.

Die Mainzer waren in der Anfangsphase das klar bessere Team. Schon in der 7. Minute hätten die Gäste in Führung gehen können. Robin Quaison scheiterte freistehend am Lauterer Torwart Lennart Grill. Den Pfälzern, die im vergangenen Jahr ein 1:6 gegen die TSG Hoffenheim kassiert hatten, war der große Respekt vor dem Erstligisten deutlich anzumerken.

In der 13. Minute vergab erneut Quaison. Das erste Tor für die Rheinhessen schien nur eine Frage der Zeit, zu überlegen waren die Mainzer. Aber auch Aaron Martin traf aus der Distanz nicht (18.), Quaison scheiterte eine Minute später. Der viermalige Meister aus der Pfalz, dessen Investor Flavio Becca mittelfristig die Rückkehr in die Bundesliga anstrebt, wurde teilweise vorgeführt.

Nach 25 Minuten wurden die Roten Teufel aber besser und brachten schon mit wenigen guten Aktionen ihre frenetischen Anhänger hinter sich. Die Atmosphäre beeindruckte die Gäste sichtlich, die Mainzer verloren ihre Linie. Es entwickelte sich bis zur Pause ein für den Betzenberg typisches Kampfspiel mit jeder Menge Emotion.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs hielt der FCK das Spiel offen, dennoch verbuchten Karim Onisiwo und Jean-Paul Boetius zwei gute Möglichkeiten für Mainz (57./58.). Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) einen äußerst umstrittenen Foulelfmeter für die Gastgeber nach einem Zweikampf zwischen FCK-Stürmer Timmy Thiele und dem Mainzer Verteidiger Stefan Bell. Eigentlich foulte Thiele eher Bell als umgekehrt.

Noch kurioser war der Treffer. FSV-Torwart Florian Müller hatte den schwachen Schuss Starkes im Grunde pariert, dennoch trudelte der Ball ins Tor. Nach dem Treffer ging es hoch her, vor beiden Toren wurde es immer wieder brenzlig. Pick sorgte für die Entscheidung.

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PSG ohne Neymar gegen Nimes

222-Millionen-Euro-Mann Neymar wird am Sonntag (21.00 Uhr) beim französischen Meister Paris St. Germain zum Saisonstart gegen Olympique Nimes nicht zum Einsatz kommen. Dies bestätigte Sportdirektor Leonardo am Samstag.

Der brasilianische Superstar Neymar hatte im Sommer wiederholt seine Absicht kundgetan, PSG vorzeitig verlassen zu wollen. Der FC Barcelona und Real Madrid werden immer wieder als mögliche neue Arbeitgeber des Ausnahmespielers gehandelt. Leonardo sprach von “Diskussionen”, die “weiter fortgeschritten” seien als vorher. Noch sei PSG aber nicht bereit, einem Deal zuzustimmen.

Trainer von Frankreichs Meisters ist Thomas Tuchel, Teamkollegen Neymars an der Seine sind unter anderem die deutschen Nationalspieler Julian Draxler und Thilo Kehrer.

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Union Berlin: Stimmungsboykott zum Bundesligaauftakt

Einige Fans des Fußball-Bundesligisten Union Berlin haben ausgerechnet für das historische erste Bundesligaspiel des Klubs am 18. August einen Stimmungsboykott angekündigt. Anlass ist die Managementphilosophie des Gegners RB Leipzig. “Es gilt, den Protest weiter konsequent ins Stadion zu tragen und zu zeigen, dass wir mit der Idee vom Fußball in Leipzig nicht einverstanden sind”, heißt es im Statement einer Unioner Ultras-Gruppierung. 

Geplant ist ein 15-minütiges Schweigen zu Spielbeginn, das durch optische Aktionen untermauert werden soll. Verein und Mannschaft haben die Fans nach eigenen Angaben bereits über ihr Vorhaben informiert.

Schon bei den Duellen mit Leipzig in der 2. Bundesliga hatte es 2014 und 2015 Proteste gegeben. So hatten sich im September 2014 20.000 Union-Fans schwarze Plastiksäcke angezogen.

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Reus ehrlich: In der Bundesliga kein reguläres Tor

Marco Reus von Vizemeister Borussia Dortmund hat eingeräumt, dass sein Führungstreffer im Pokalspiel beim KFC Uerdingen nicht hätte zählen dürfen. “Ich habe in den Wiederholungen gesehen, dass ich den Ball mit dem Ellenbogen berühre. Ich glaube, in der Bundesliga wäre es kein reguläres Tor gewesen, es wäre abgepfiffen worden”, sagte der BVB-Kapitän nach dem 2:0 (0:0)-Erfolg in Düsseldorf.

Im Pokal kommt der Videoassistent in dieser Saison erst ab dem Achtelfinale zum Einsatz. “Es war Glück für uns und Pech für Uerdingen”, sagte Reus, der für den Bundesliga-Start am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den FC Augsburg eine Leistungssteigerung forderte: “Wir müssen zielstrebiger werden und mit mehr Tempo spielen.”

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